*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Heimleiter / Heimleiterin

Datenbasis: 1.115 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.582 € 3.645 € 5.084 €
Baden-Württemberg 2.965 € 3.815 € 5.648 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Bayern 2.970 € 4.038 € 5.872 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Berlin 2.525 € 3.240 € 4.918 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Brandenburg 2.334 € 3.316 € 4.747 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Bremen 2.481 € 3.503 € 4.886 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Hamburg 2.409 € 3.855 € 5.213 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Hessen 2.805 € 3.808 € 4.887 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Mecklenburg-Vorpommern 2.061 € 2.991 € 5.751 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Niedersachsen 2.834 € 3.615 € 5.096 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Nordrhein-Westfalen 2.920 € 4.023 € 5.176 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Rheinland-Pfalz 3.211 € 4.340 € 5.578 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Saarland 3.458 € 3.779 € 4.158 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Sachsen 1.972 € 3.387 € 4.359 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Sachsen-Anhalt 1.946 € 2.747 € 3.831 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Schleswig-Holstein 2.710 € 3.713 € 5.406 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin
Thüringen 2.226 € 3.598 € 4.571 € Jobs Heimleiter / Heimleiterin

Heimleitung:

1. Gehalt

Als Heimleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.645 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.115 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.582 € beginnen, Heimleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.084 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.713 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.815 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Heimleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.899 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.165 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.397 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.515 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.634 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.730 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.418 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.729 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.364 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um in der Heimleitung zu arbeiten, müssen Interessierte sich darüber klar werden, ob sie ein Jugendheim oder ein Erwachsenenheim leiten wollen. Die Tätigkeit in einem Jugendheim umfasst die Planung, Organisation und Überwachung vom Heimablauf. Heimleiter in einem Jugendheim arbeiten pädagogische Konzepte aus und integrieren diese in den Alltag. Heimleiter für Erwachseneneinrichtungen sind hingegen für Obdachlose, Flüchtlinge, Senioren oder behinderte Menschen tätig. Beiden Schwerpunkten ist gemeinsam ist, dass die Heimleiter ein Studium in einem einschlägigen Bereich vorweisen müssen. Dazu gehören zum Beispiel Pädagogik, Sozial- und Gesundheitsmanagement oder ein kaufmännischer Abschluss im Sozial- oder Gesundheitswesen.

Eine bodenständige Ausbildung sollte sich im Idealfall in dem Zweig befinden, in dem die Heimleitung angestrebt wird. So kann eine Ausbildung zum/zur Altenpfleger /-in oder zum/zur Erzieher /-in eine gute Grundlage sein. Die Ausbildung zum/zur Altenpfleger /-in ist eine 3-jährige anerkannte Ausbildung in einer Berufsfachschule für Altenpflege. Die Tätigkeit umfasst das betreuen und beraten von älteren Menschen. Altenpfleger /-in helfen Senioren bei den Verrichtungen von Dingen des täglichen Lebens. Dazu gehört die Unterstützung bei der Körperpflege, beim Essen und beim Ankleiden. Altenpfleger- begleiten Senioren bei Behördengängen und machen Vorschläge für die aktive Freizeitgestaltung.

Außerdem besteht die Möglichkeit, in einem ambulanten Pflegedienst zu arbeiten. Dann arbeiten Altenpfleger eng mit Angehörigen zusammen und unterweisen diese in einzelne Pflegearbeiten. Die Ausbildungsinhalte sind vielfältig. Altenpfleger lernen, wie man Medikamente korrekt verabreicht, wie Pflegeprozesse geplant und durchgeführt sowie dokumentiert werden. Außerdem eignen sie sich praktische Fertigkeiten an, die bei den alltäglichen Pflegeprozessen, wie zum Beispiel Körperpflege oder Ernährung, erforderlich sind. Daneben erlernen sie im Rahmen der Altenpflege

  • das Eingehen auf persönliche soziale Gegebenheiten im Umfeld der Senioren,
  • die Koordination der Zusammenarbeit von Angehörigen und Patienten sowie
  • den Umgang mit typischen Konflikten im Berufsalltag.

Nicht zuletzt sind sie dafür verantwortlich, verstorbene Senioren für die anschließende Versorgung vorzubereiten und die ersten Schritte zur Verwaltung des Nachlasses anzugehen.

3. Studium

Im Studium Pflegemanagement eignen sich Studenten Wissensgebiete aus den Bereichen Gesundheit, Betriebswirtschaft, Management und Pflege sowie Sozialrecht an. Der Studiengang ist auch unter den Bezeichnungen Altenpflege-Management, Gesundheits- und Pflegemanagement, angewandte Pflegewissenschaften, Medizinalfachberufe, Pflegeexpertise, Pflegemanagement und Organisationswissen, Pflegewissenschaft oder Advanced Nursing Practice zu finden. Als Zugangsvoraussetzungen ist die allgemeine Hochschulreife erforderlich. Die Studieninhalte vom Pflegemanagement erstrecken sich auf vielfältige Pflichtmodule.

  • Allgemeine Pflegewissenschaft,
  • Pflegeberatungskonzepte,
  • Recht,
  • wissenschaftliches Arbeiten,
  • Sozialforschung,
  • Englisch,
  • Controlling,
  • Gesundheitspolitik,
  • Gesundheitspsychologie,
  • Marketing,
  • Personalmanagement,
  • Pflegequalität,
  • Pädagogik,
  • Systematik der pflegerischen Praxis,
  • Wirtschaftswissenschaften.

Zusätzlich zu diesen Pflichtmodulen können Studenten zwischen den Wahlpflichtfächern Dementia Care, Forensic Nursing, Krankenhaushygiene, Mental Health, Palliativ Care und Umweltmanagement wählen. Die Studiendauer umfasst 6-8 Semester und schließt mit einem Bachelor ab. Die Perspektive nach dem Studium erstreckt sich auf die Tätigkeitsfelder Personalwesen, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement, Sozialberatung oder Lehrtätigkeit an berufsbildenden Schulen. Absolventen des Studiengangs können einen ambulanten Pflege- oder Sozialdienst selbständig leiten oder ihr Studium fortsetzen.

Zur Vertiefung bieten sich die Studiengänge Gerontologie, Gesundheitswissenschaft, Medizin-in Pflegepädagogik oder Sozialmanagement an. Das weiterführende Studienfach Sozialmanagement ist perspektivisch sehr aussichtsreich, um später als Leiter eines Altenpflegeheims oder als Controller in einer sozialen Einrichtung tätig zu werden. Die Studieninhalte umfassen

  • BWL und Sozialmanagement,
  • Steuerung von Veränderungsprozessen,
  • europäisches Recht für soziale Arbeit,
  • Informationsmanagement,
  • Marketing,
  • methodische Sozialforschung,
  • Organisationsrecht,
  • Personalmanagement,
  • Recht,
  • Sozialpolitik.

Studenten müssen in Abhängigkeit von ihrer Hochschule praktische Einheiten ableisten. Mit dem Abschluss des Masters, der im Rahmen eines Kolloquiums und einer Modulprüfung mit inhaltlichem Schwerpunkt auf das Thema der Masterarbeit erfolgt, öffnen sich Absolventen Tür und Tor in die Führungsetage eines Heims. Schließen Sie an das Master Studium eine Promotion an und setzen gar eine Habilitation hinterher, können Sie sogar als Professor/Professorin an einer Hochschule tätig werden.

4. Tätigkeit

Als Jugendheimleiter/-in stehen die pädagogische Betreuung, die Koordination des Heimalltags und das Angebot von Aktivitäten im Jugendheim an oberster Stelle. In der Heimleitung eines Erwachsenen-Heimes fallen genau dieselben Aufgaben an, nur dass die Zielgruppe entsprechend älter ist. Die Heimleitung kümmert sich um die Betreuung, macht Angebote und stellt die Infrastruktur sicher. Sie sind für die Einstellung und Auslastung der Mitarbeiter zuständig, leiten sie an und sorgen für die erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen. Sie schreiben Dienst-und Belegungspläne und teilen das Personal ein.

Der Heimleitung obliegen die Aufgaben, Finanzplanung und das Rechnungswesen zu übernehmen. Sie verwalten Budgets, gewährleisten eine effektive Betriebsführung und stellen Arbeitsabläufe und Informationsflüsse sicher. Weiter kümmern sie sich darum, dass keine rechtlichen Vorschriften verletzt werden. Die Heimleitung koordiniert den Einkauf von Lebensmitteln und versorgt die Heimbewohner damit. Sie stehen in schriftlichem und persönlichem Kontakt zu Behörden und akquirieren Fördermittel. Die Kontaktpflege mit örtlich zuständigen Behörden, Gemeinden und Stadtverwaltungen gehört ebenso zu ihren Aufgaben, wie die Vernetzung mit regionalen Kooperationspartnern, die sie in der Öffentlichkeit und in Fachgremien vertreten.