*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Zweiradmechaniker

Datenbasis: 39 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.577 € 1.925 € 2.404 €
Baden-Württemberg 1.735 € 2.118 € 2.645 € Jobs Zweiradmechaniker
Bayern 1.976 € 2.118 € 2.965 € Jobs Zweiradmechaniker
Berlin 1.363 € 1.664 € 2.078 € Jobs Zweiradmechaniker
Brandenburg 1.201 € 1.466 € 1.831 € Jobs Zweiradmechaniker
Bremen 1.516 € 1.850 € 2.310 € Jobs Zweiradmechaniker
Hamburg 1.673 € 2.042 € 2.550 € Jobs Zweiradmechaniker
Hessen 1.825 € 2.228 € 2.782 € Jobs Zweiradmechaniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.159 € 1.415 € 1.767 € Jobs Zweiradmechaniker
Niedersachsen 1.439 € 1.756 € 2.193 € Jobs Zweiradmechaniker
Nordrhein-Westfalen 1.359 € 1.918 € 3.484 € Jobs Zweiradmechaniker
Rheinland-Pfalz 1.551 € 1.893 € 2.364 € Jobs Zweiradmechaniker
Saarland 1.324 € 1.616 € 2.018 € Jobs Zweiradmechaniker
Sachsen 1.213 € 1.481 € 1.850 € Jobs Zweiradmechaniker
Sachsen-Anhalt 1.189 € 1.451 € 1.812 € Jobs Zweiradmechaniker
Schleswig-Holstein 1.384 € 1.690 € 2.111 € Jobs Zweiradmechaniker
Thüringen 1.232 € 1.504 € 1.878 € Jobs Zweiradmechaniker

Zweiradmechaniker:

1. Gehalt

Als Zweiradmechaniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.925 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 39 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.577 € beginnen, Zweiradmechaniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.404 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.690 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.118 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Zweiradmechaniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.918 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.985 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.925 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.701 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.910 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.120 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.925 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.830 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.192 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Tätigkeit als Zweirad-Mechaniker gehört zur Liste der in Deutschland gesetzlich anerkannten Ausbildungs-Berufe. Seit August 2014 lautet der offizielle Name "Zweirad-Mechatroniker". Die zugehörige Lehre nimmt 3,5 Jahre in einem Betrieb aus der Industrie oder dem Handwerk in Anspruch. Währenddessen wählen die Auszubildenden, ob sie sich auf das Fachgebiet der Motorrad- oder der Fahrrad-Technik spezialisieren.

In den meisten Fällen benötigen Bewerber auf einen Ausbildungsplatz für Zweirad-Mechaniker mindestens einen Abschluss von einer Hauptschule. Die Lehre beginnt mit allgemeinen, für beide Fachrichtungen identischen Inhalten. Im dritten Jahr der Ausbildung steht die Entscheidung für einen Schwerpunkt an. Zweirad-Mechaniker für Motorrad-Technik befassen sich fortan gezielt mit den Eigenschaften motorisierter Zweiräder. Dagegen richtet sich der Fokus bei der Ausbildung von Zweirad-Mechanikern in der Fachrichtung Fahrrad-Technik auf solche ohne Motor. Dazu gehören neben Fahrrädern auch die sogenannten E-Bikes, obwohl Letztere über eine unterstützende Motorisierung verfügen.

Angesichts des vergleichsweise geringen Gehalts der Zweirad-Mechaniker interessieren sich zahlreiche Personen nach der Ausbildung für aufbauende Weiterbildungen. Dadurch verbessern sie ihre fachlichen Kompetenzen und Qualifikationen, wodurch sie sich für attraktivere Jobs empfehlen. Folgende Weiterbildungen kommen in Betracht:

  • Meister,
  • Techniker,
  • technischer Fachwirt,
  • technischer Betriebswirt.

Eine naheliegende Aufstiegs-Fortbildung stellt die Prüfung zum Meister in der Zweirad-Mechanik dar. Die Meister eignen sich für Führungs-Aufgaben und übernehmen die Weisung der Angestellten. Außerdem besitzen sie die erforderliche Eignung, um interessierte Personen auszubilden. Gleichzeitig erhalten die Meister für Zweirad-Mechanik das Recht zur Selbstständigkeit.

Alternativ bietet sich die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker an. Jedoch existiert keine Fortbildung, die sich gezielt mit der Thematik der Zweirad-Mechanik befasst. Deswegen weichen ausgebildete Zweirad-Mechaniker auf verwandte Disziplinen aus. In dieser Hinsicht eignet sich beispielsweise der Techniker in der Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik. Die Fortbildung bereitet auf leitende Funktionen in der mittleren Führungs-Ebene von Unternehmen vor.

Die Weiterbildung zum technischen Fachwirt richtet ihren Fokus auf kaufmännische Inhalte. Die Teilnehmer erwerben fundierte betriebswirtschaftliche Qualifikationen. Dadurch erweitern sie ihre beruflichen Perspektiven und empfehlen sich unter anderem für Aufgaben im Einkauf. Der technische Betriebswirt erweitert die kaufmännischen Kompetenzen und vermittelt das Know-how für hohe Führungs-Positionen.

3. Studium

Der Beruf des Zweirad-Mechanikers setzt kein Studium voraus. Der Zugang zum vorgestellten Beruf erfolgt über den erläuterten Weg der Ausbildung. Zusätzlich bestehen diverse Optionen zur Fort- und Weiterbildung. Dennoch steht ausgebildeten Zweirad-Mechanikern mit Hochschul-Zugangsberechtigung die Chance offen, sich für einen Studienplatz zu bewerben. Allerdings gibt es keinen Studiengang, der sich gezielt mit dem Fachbereich der Zweiräder befasst. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für interessierte Personen, auf das verwandte Studium der Fahrzeugtechnik auszuweichen. Hierbei stehen die folgenden Themen auf dem Lehrplan:

  • Elektronik,
  • Messtechnik,
  • Festigkeitslehre,
  • Konstruktion,
  • Werkstoff-Kunde,
  • Antriebstechnik,
  • Fahrzeug-Dynamik,
  • Mechatronik von Fahrzeugen.
4. Tätigkeit

Der Zweiradmechaniker oder die Zweiradmechanikerin findet ein Arbeitsumfeld in Kfz-Werkstätten oder Werkstätten für Fahrräder, ferner in Unternehmen, die Zweiräder produzieren. Angehörige dieser Berufsgruppe montieren Motorräder, Fahrräder und kleinmotorige Gefährte wie etwa Rollstühle oder Mofas. Auch die Durchsicht, Wartung und Reparatur dieser Fahrzeuge gehört zu ihren Aufgaben. Seit 2003 wird dieser Ausbildungsberuf nicht mehr angeboten, er ging auf in den Berufen Zweiradmechaniker für Motorradtechnik und Zweiradmechaniker für Fahrradtechnik. Das Gehalt kann von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.