*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Apothekenhelfer / Apothekenhelferin

Datenbasis: 310 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.660 € 2.031 € 2.734 €
Baden-Württemberg 1.756 € 2.148 € 2.920 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Bayern 1.738 € 2.068 € 2.877 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Berlin 1.599 € 1.955 € 2.318 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Brandenburg 1.398 € 1.711 € 2.303 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Bremen 1.535 € 1.878 € 2.528 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Hamburg 1.858 € 2.052 € 2.315 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Hessen 1.787 € 2.273 € 4.927 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Mecklenburg-Vorpommern 1.220 € 1.493 € 2.010 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Niedersachsen 1.634 € 1.908 € 2.583 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Nordrhein-Westfalen 1.631 € 2.031 € 2.707 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Rheinland-Pfalz 1.835 € 2.101 € 2.507 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Saarland 1.905 € 2.021 € 2.237 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Sachsen 1.656 € 1.773 € 1.820 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Sachsen-Anhalt 1.251 € 1.531 € 2.061 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Schleswig-Holstein 1.662 € 2.133 € 2.695 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin
Thüringen 1.297 € 1.587 € 2.136 € Jobs Apothekenhelfer / Apothekenhelferin

Apothekenhelfer / Apothekenhelferin:

1. Gehalt

Als Apothekenhelfer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.031 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 310 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.660 € beginnen, Apothekenhelfer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.734 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.133 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.148 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Apothekenhelfer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.863 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.058 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.983 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.032 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.069 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.031 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.031 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.935 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.704 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine Ausbildungsstelle zum /zur Apothekenhelfer /-in sucht man heute vergebens, denn diesen Ausbildungsberuf gibt es heute nicht mehr. Früher waren Apothekenhelfer für die buchhalterischen Aufgaben in einer Apotheke zuständig. Neben Verkauf, Bestellungen, Abrechnungen und Buchführung waren sie in der Beratung und Information der Patienten tätig. Heute wird dieser Beruf nicht mehr ausgebildet. Die Ausbildung zum /zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten ist an die Stelle der vormals geltenden Ausbildung getreten.

Zu den Ausbildungsinhalten gehören die folgenden Aufgaben:

  • Warenwirtschaft: Bestellungen, Lieferungen, Annahme und Prüfung von Waren, Erfassung, Lagerung, Entsorgung
  • Arzneimittelkunde: Arzneiformen, Stoffe und Drogen
  • Symbollehre: Gefährlichkeitsmerkmal, Gefahrensymbole, Sicherheitsvorschriften, Sicherheitsvorkehrungen rund um Gefahrenstoffe und Chemikalien
  • Pharmazeutische Fachbegriffe: aktuelle und volkstümliche Bezeichnungen
  • Buchhaltung: Rechnungserstellung, Finanzbuchhaltung
  • Sortimentsgestaltung: Analyse, Standortbedingungen, Marktgegebenheiten, Kundenerwartungen
  • Preisbildung: Umsatzzahlen, Einkaufskonditionen, Marktanalysen
  • Apothekenbetrieb: Datenschutz, Datenverarbeitung, Verkaufs- und Beratungsgespräche, Reklamationen, Prozessoptimierung, Teambesprechungen
  • Berufsschule: Deutsch, Wirtschaft, Sozialkunde, Mathematik, Chemie, Marketing, Präsentation

Betrachtet man die Ausbildungsberufe der Pharmaziebranche, so ist die Ausbildung zum /zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten die Ausbildung, die am wenigsten Pharmazie beinhaltet. Bei dem /der Pharmazeutisch-technischen Angestellten hingegen liegt die Gewichtung stärker auf pharmazeutischen Inhalten, wie beispielsweise:

  • Anwendung, Wirkungsweise und Nebenwirkungen von Arzneimitteln und Medikamenten
  • Eigenschaften von chemischen Elementen und analytische Untersuchungsverfahren
  • Pflanzenkunde, Arzneipflanzen, Wirkungsweise, Bestimmung der Bestandteile
  • Arzneiformen und Hilfsstoffe, Medizinprodukte
  • Anatomie, Organsystem, typische Krankheiten und deren Symptome
  • Haut, Hautkrankheiten, Hauttypen
  • Chemisch-pharmazeutische Untersuchungen
  • Verschreibungspflicht, Hinweispflicht bei Abgabe an Kunden
  • Apothekenalltag

Der direkte Vergleich zeigt: Wer nach einer kaufmännischen Ausbildung sucht, kann in der Ausbildung zum /zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten einen Ausbildungsplatz in einem vergleichsweise ungewöhnlichen Umfeld finden. Wer eher an Chemie und Medizin interessiert ist, für den ist die Ausbildung zum /zur Pharmazeutisch-technischen Angestellten die richtige Wahl. Unabhängig von der Ausbildungsrichtung ist die Weiterbildung zum Industriemeister mit Fachrichtung Pharmazie an dieser Stelle eine gern genutzte Fortbildungsoption.

3. Studium

Wer mit einem Universitätsabschluss in der Apotheke arbeiten möchte, der kann Pharmazie studieren. Das Studium der Pharmazie ist streng gegliedert und umfasst acht Semester sowie ein anschließendes Praxisjahr.

Nach dem Grundstudium, den ersten vier Semestern, wird das erste Staatsexamen abgelegt. Zudem muss in den Semesterferien ein achtwöchiges Pflichtpraktikum abgelegt werden. Anschließend folgt das Hauptstudium, welches Semester fünf bis acht umfasst, und auch das Wahlpflichtfach enthält. Das Hauptstudium endet mit dem zweiten Staatsexamen. Nun steht ein praktisches Jahr an. Mindestens die Hälfte der Zeit muss in einer öffentlichen Apotheke gearbeitet werden. Das Studium endet mit dem dritten Staatsexamen.

Auf dem Lehrplan des Pharmazie-Studiums stehen die folgenden Inhalte:

  • Chemie: allgemein, fachspezifisch, anorganisch, analytisch, physikalisch, praktische Übungen, Stereochemie, Biochemie
  • Mathematik: allgemein, fachspezifisch, statistische Methoden
  • Biologie: Zytologie, Histologie, Anatomie, Physiologie, Mikrobiologie, Molekularbiologie, Pathophysiologie
  • Pharmazie: Terminologie, Analytik, Arzneiformenlehre, Toxiokologie, Arzneipflanzen, Arzneibuchmethoden, Ernährungslehre, Arzneistoffanalytik, Immunologie, Impfstoffe, Sera, Krankheitslehre, Technologie, Pharmakologie, Arzneimittelstabilität, Qualitätssicherung, Arzneimittelentwicklung, Industrie, Biopharmazie, klinische Pharmazie, Gesetzeskunde, Pharmakotherapie

Nach einem Pharmazie-Studium muss der berufliche Weg nicht zwingend in eine Anstellung in einer Apotheke führen, auch wenn dies auf den ersten Blick naheliegend erscheint. In der Praxis zeigt sich meist während des einjährigen Praxisjahres, wohin der pharmazeutische Weg weisen wird, denn während ein halbes Jahr in einer öffentlichen Apotheke gearbeitet wird, können die restlichen sechs Monate auch in einer Krankenhausapotheke, in der Pharmaindustrie, bei einer Krankenkasse oder gar in der Forschung verbracht werden.

Entsprechend dem Weg, der im Anschluss an ein bestandenes drittes Staatsexamen eingeschlagen wird, kann noch ein weiterführendes Studium sinnvoll sein. Wer beispielsweise in die Industrie geht, kann sich mithilfe eines betriebswirtschaftlichen Aufbaukurses einen Weg ins Management bahnen. Kenntnisse der Pädagogik helfen indes, um an Lehrinstituten erfolgreich arbeiten zu können.

4. Tätigkeit

Da es den ursprünglichen Ausbildungsberuf Apothekenhelfer /-in nicht mehr gibt, soll an dieser Stelle der Tätigkeitsbereich des Folge-Ausbildungsberufes beschrieben werden. Der /die Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte arbeitet sowohl in Apotheken, als auch im Großhandel oder der Industrie. In Apotheken stehen sie Apotheker und Apothekerin in vielerlei Dingen unterstützend zur Seite. Produkte dürfen sie nur verkaufen, wenn sie nicht unter das Medikamentengesetz fallen. Auch das Assistieren bei der Zusammenstellung hauseigener Produkte gehört zu ihren Aufgaben.

Der allgemeine Tätigkeitsbereich ist dreigeteilt, mit einem klaren Fokus auf betriebswirtschaftliche und buchhalterische Aufgaben.

  • Warenwirtschaft und Büro: Der /die Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte bestellt Waren, überprüft deren Eingang, kalkuliert entsprechende Preise und verwaltet die Produkte mithilfe eines Warenwirtschaftssystems. Darüber hinaus werden Abrechnungen von Rezepten und mit Krankenkassen durchgeführt. Mit Blick auf das Unternehmen Apotheke wird stets das aktuelle Marktgeschehen mit berücksichtigt.
  • Kundenberatung, Marketing, Vertrieb: Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte sind für die Präsentation der Waren im Verkaufsraum zuständig. Bei der Beratung der Kunden müssen sie allerdings vorsichtig sein, weil sie nur frei verkäufliche Produkte abgegeben dürfen. Verschreibungspflichtige Medikamente hingegen dürfen nur Pharmazeutisch-technische Angestellte verkaufen.
  • Labor, Lager: Bei der Herstellung von Medikamenten dürfen Pharmazeutisch-technische Angestellte unterstützen, jedoch nicht selbst Hand anlegen. Das Abfüllen, Abpacken sowie das korrekte Lagern dürfen sie wiederum übernehmen.