*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bäcker / Bäckerin

Datenbasis: 651 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.721 € 2.239 € 3.191 €
Baden-Württemberg 1.879 € 2.301 € 3.443 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Bayern 1.762 € 2.282 € 3.039 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Berlin 1.754 € 2.030 € 3.242 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Brandenburg 1.623 € 1.897 € 2.305 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Bremen 1.653 € 2.151 € 3.066 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Hamburg 1.862 € 2.268 € 4.066 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Hessen 1.718 € 2.120 € 2.829 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.265 € 1.646 € 2.346 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Niedersachsen 1.760 € 2.242 € 3.379 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Nordrhein-Westfalen 1.791 € 2.377 € 3.429 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Rheinland-Pfalz 1.521 € 2.107 € 3.169 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Saarland 2.018 € 2.208 € 2.928 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Sachsen 1.565 € 1.833 € 2.417 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Sachsen-Anhalt 1.684 € 1.796 € 2.403 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Schleswig-Holstein 1.666 € 2.293 € 3.253 € Jobs Bäcker / Bäckerin
Thüringen 1.300 € 1.691 € 2.410 € Jobs Bäcker / Bäckerin

Bäcker / Bäckerin:

1. Gehalt

Als Bäcker wollen Sie bestimmt nicht Ihr Leben lang kleine Brötchen backen – gehaltstechnisch gesehen. Ein gutes Rezept: Ein Überblick über die Höhe des Gehalts, das Bäcker verdienen bzw. verdienen können.

Deutschlandweit bekommen Bäcker und Bäckerinnen durchschnittlich 2.239 € brutto im Monat. Umgerechnet entspricht das einem Stundenlohn von 15,55 €. Da diese Werte Durchschnittswerte sind, gibt es selbstverständlich auch Bäcker, die deutlich weniger oder deutlich mehr verdienen:

  • So liegt das monatliche Einkommen von 25% der Bäcker unter 1.721 €,
  • von weiteren 25% aber auch über 3.191 € im Monat.

Alle anderen Gehälter liegen dazwischen. Basis für all diese Zahlen sind 651 Datensätze, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst und für Sie ausgewertet haben. Neben Tarifverträgen, die für viele Arbeitgeber der Branche gelten, gibt es weitere Faktoren, die auf den Lohn Einfluss haben können.

Das Gehalt als Bäcker /-in nach der Ausbildung

Nach Ende der Ausbildung bekommen Bäckergesellen und Bäckergesellinnen im Schnitt ein Einstiegsgehalt von 1.953 €. Doch dabei wird es nicht bleiben. Mit mehr Erfahrung, steigt über die Jahre auch das Einkommen Schritt für Schritt an:

  • 25 Jahre = 2.091 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.129 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.246 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.257 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.396 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.636 Euro brutto

Fort- und Weiterbildungen können nicht nur die Karriere beschleunigen, sondern auch den Lohn steigern. So verdienen beispielsweise Bäckermeister deutlich mehr.

Großbetrieb oder kleine Backstube?

Bei der Suche nach einer Ausbildungsstätte oder einem Arbeitsplatz stellt sich mitunter auch die Frage: Möchte ich lieber bei einem großen oder einem kleinen Arbeitgeber arbeiten? Gehaltstechnisch macht das oft einen Unterschied. In vielen Berufen gilt die Faustregel: je größer der Betrieb, desto höher die Gehälter. Doch gilt das auch für Bäcker?
Die Statistik zeigt, dass diese Faustregel im Bäckerhandwerk nur teilwiese gilt. So besteht zwischen kleinen und mittelgroßen Betrieben ein deutlicher Gehaltsunterschied, bei ganz großen Arbeitgebern ist aber kein weiterer Gehaltsanstieg feststellbar.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.187 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.407 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.341 Euro brutto

In vielen Berufen verdienen Männer immer noch mehr als Frauen. Ein Blick auf unsere Werte für das Bäckerhandwerk bestätigt das: So ist der monatliche Verdienst eines Bäckers (2.268 €) höher als der einer Bäckerin (1.989 €).

In welchem Bundesland verdienen Bäcker am besten?

Unterschiede in der Bezahlung finden sich auch beim Blick auf die einzelnen Bundesländer. Vergleicht man die nackten Zahlen, verdienen Bäcker beispielsweise in Schleswig-Holstein (2.293 €), Nordrhein-Westfalen, Hamburg oder Bayern deutlich mehr als in Sachsen (1.833 €), Thüringen oder Brandenburg. Berücksichtigt man aber, dass die Lebenshaltungskosten in den Regionen sich ebenfalls voneinander unterscheiden, so erklärt sich zumindest ein Teil der Gehaltsschere.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Bäcker bzw. Bäckerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Den Beruf des Bäckers erlangen Interessenten in Deutschland durch eine bundesweit einheitlich geregelte Ausbildung. Sie findet entweder in einem handwerklichen oder einem industriellen Betrieb statt und ist nach der Handwerksordnung und nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt.

Ein bestimmter Schulabschluss ist als Voraussetzung für den Beginn der Ausbildung nicht nötig. In der Regel stellen die Ausbildungsbetriebe junge Menschen mit Hauptschulabschluss ein. Unter bestimmten Qualifizierungs-Voraussetzungen ist eine Verkürzung der Lehrzeit um sechs Monate realisierbar.

Parallel zur praktischen Ausbildung im Backbetrieb ist der Besuch einer Berufsschule verpflichtend. Eine überbetriebliche Ausbildungsstätte vermittelt gegebenenfalls Teile der Ausbildungsinhalte, sofern diese der Betrieb nicht abdeckt. Gegen Ende des 2. Ausbildungsjahres legt der angehende Bäcker / die Bäckerin eine Zwischenprüfung ab. Nach dem 3. Lehrjahr folgt die Gesellenprüfung.

Mit Bestehen der Abschlussprüfung beherrscht der Bäckergeselle / die Bäckergesellin folgende Tätigkeiten:

  • Herstellung aller Brotsorten und anderer Backwaren aus unterschiedlichen Teigarten,
  • Herstellen von Gebäck jeglicher Art, Kuchen, Cremes, Snacks, Eis,
  • Kreation von Torten, Verzierungen,
  • Einkauf, Kontrolle und Lagerung von Rohware, Halbfertig- und Fertig-Erzeugnissen,
  • Bedienung und Handhabung sämtlicher berufsrelevanten Geräte und Maschinen sowie deren Pflege und Wartung nach Sicherheitsaspekten und Hygienevorschriften,
  • Organisation ineinandergreifender Arbeitsabläufe, alleine oder im Team, in einer Backstube
  • Organisation ineinander übergreifender Arbeitsabläufe alleine oder im Team in einer Backstube,
  • Präsentation der Backwaren im Verkaufsraum, deren Verpackung und Beratung der Kunden, Verkauf.

Es besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum / zur Bäckermeister / -meisterin. Diese Qualifizierungs-Maßnahme dauert berufsbegleitend etwa zwölf oder in Vollzeit sechs Monate. Sie findet an einer Meisterschule oder gleichwertigen Einrichtung statt.

Mit Eintragung in die Handwerksrolle darf der Meister / die Meisterin eine eigene Firma als Bäcker oder Konditor eröffnen. Als Zusatzqualifikation bietet sich für den Bäckermeister eine Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks an. Mit seiner Qualifizierung weist er seine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse nach.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Bäcker/-in.

3. Studium

Auszubildenden mit mittlerem Bildungsabschluss ist es an der Berufsschule möglich, die Fachhochschulreife zu erlangen. Bäckergesellen / -gesellinnen mit einer Hochschul-Zugangsberechtigung bringen durch die Ausbildung Praxis im Beruf mit, wenn sie sich zu einem anschließenden Studium entscheiden. Das eröffnet ihnen neue berufliche Perspektiven und den Weg zu verantwortungsvolleren Aufgaben.

Als verwandte aufbauende Studiengänge bieten sich an

  • Lebensmittel-Technologie,
  • Ernährungs-Wissenschaften,
  • Lebensmittel-Management,
  • Betriebswirtschaftslehre (Fachrichtung Handwerk),
  • Lebensmittel-Chemie,
  • Bäckereitechnik,
  • Handwerksmanagement,
  • Ökotrophologie,
  • Food Management.

Alternativ zu einer klassischen Lehr-Ausbildung wählen (fachgebundene) Abiturienten ein "Duales Studium". Im Zeitraum von vier Jahren erhalten Absolventen den Gesellenbrief / Facharbeiterbrief und den international anerkannten Bachelor of Arts. Bei entsprechendem Notendurchschnitt im Bachelor ist der Weg zu einem Masterstudium geebnet. Mehrere deutsche Hochschulen und Fachhochschulen bieten ein duales Studium an. Es verbindet die theoretische Ausbildung der Hochschule mit der praktischen Erfahrung im Ausbildungsbetrieb vor Ort.

4. Tätigkeit

Bäcker finden ihr Arbeitsumfeld in Bäckereien und Großbäckereien, ferner in Konditoreien oder in gehobenen Gastronomien. Sie rühren verschiedene Zutaten zu Teigen zusammen und kneten diese, sie formen Brote, Brötchen, Baguettes und andere Backwaren und backen diese im Ofen. Zudem fertigen sie Torten, Kuchen und andere süße Speisen. Gerade in kleineren Bäckereien sind sie mitunter auch für den Verkauf verantwortlich, dann präsentieren sie die Waren optisch ansprechend und kassieren das Geld von Kunden. Das Gehalt kann abhängig von der Größe des Unternehmens variieren, wobei sich der Lohn aus einem Stundensatz und einem Nachtzuschlag zusammensetzt.