*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bau- und Projektkaufmann /frau

Datenbasis: 31 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.158 € 3.226 € 5.251 €
Baden-Württemberg 2.375 € 3.550 € 5.778 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Bayern 2.296 € 3.433 € 5.588 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Berlin 2.019 € 3.018 € 4.912 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Brandenburg 1.644 € 2.457 € 3.999 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Bremen 2.074 € 3.100 € 5.046 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Hamburg 2.194 € 3.280 € 5.339 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Hessen 2.371 € 3.226 € 3.571 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Mecklenburg-Vorpommern 1.586 € 2.371 € 3.859 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Niedersachsen 2.038 € 3.047 € 4.960 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Nordrhein-Westfalen 2.183 € 3.264 € 5.313 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Rheinland-Pfalz 2.123 € 3.173 € 5.165 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Saarland 2.052 € 3.068 € 4.994 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Sachsen 1.686 € 2.520 € 4.102 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Sachsen-Anhalt 1.627 € 2.432 € 3.959 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Schleswig-Holstein 1.748 € 2.613 € 4.253 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau
Thüringen 1.686 € 2.521 € 4.103 € Jobs Bau- und Projektkaufmann /frau

Bau- und Projektkaufmann / Bau- und Projektkauffrau:

1. Gehalt

Als Bau- und Projektkaufmann liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.226 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 31 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.158 € beginnen, Bau- und Projektkaufleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.251 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.613 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.550 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Bau- und Projektkaufmann in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.520 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.027 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.047 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.664 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.876 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.424 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.750 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.332 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.703 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung
Bau- und Projektkaufmann /-frau ist eine Weiterbildung in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Als Grundlage dient ein

Ausbildungsberuf aus dem kaufmännischen oder technischen Bereich. Ein möglicher Zugang kann zum Beispiel über den Beruf des/der Bauzeichner /-in erfolgen. Bauzeichner haben die Aufgabe, die Vorgaben von Architekten und Architektinnen sowie Bauingenieuren und Bauingenieurinnen umzusetzen. Sie fertigen maßstabsgetreue Pläne an. Um Bauzeichner zu werden, ist eine 3-jährige anerkannte Ausbildung nötig. Schwerpunkte der Ausbildung erstrecken sich auf

  • Architektur,
  • Ingenieurwesen,
  • Tiefbau, Straßenbau, Garten-und Landschaftsbau.

Bau- und Projektkaufleute benötigen eine Reihe von Kernkompetenzen, damit sie im Beruf zurechtkommen. Sie müssen sich mit dem Abrechnungswesen auskennen, Ausschreibungen, Vergaben und Leistungsbeschreibungen erstellen, mit dem Bau- und Architektenrecht zurechtkommen und auch Controllingaufgaben beherrschen. Weitere wichtige Bereiche sind der Einkauf, die Beschaffung, Kalkulation sowie Kosten und Leistungsrechnung.

Während der Weiterbildung werden außerdem diese Kenntnisse vermittelt:

  • Baubetrieb,
  • Finanzierung,
  • Sanierung,
  • Baustofftechnologie,
  • Berichtswesen,
  • Buchführung, neue Zeitung Büroorganisation,
  • Administration,
  • Kundenbetreuung,
  • Buchführung
  • Personalmanagement,
  • Projektmanagement,
  • Vertragsgestaltung.

Um beruflich auch weiter auf dem Laufenden zu bleiben, nehmen Bau- und Projektkaufmänner /-frauen fortlaufend Anpassungsweiterbildungen war. Mögliche Anpassungsweiterbildungen sind

  • Rechnungswesen,
  • Controlling,
  • Kalkulation,
  • Buchführung,
  • Projektmanagement,
  • Organisation,
  • Immobilienwirtschaft,
  • Verkehrswertermittlung,
  • Customer Flächenmanagement,
  • Personalwesen.
3. Studium

Für Bau- und Projektkaufleute bietet sich das Studium des Bauingenieurswesens an. Es handelt sich dabei um ein grundständiges Studienfach, das mit dem Bachelor abschließt. Bauingenieurwesen lässt sich auch im dualen System studieren. Das bedeutet, dass neben einer praktischen Tätigkeit studiert wird. Es gibt verschiedene Fachrichtungen:

  • Allgemeines Bauingenieurwesen,
  • Baubetriebsmanagement,
  • Bau- und Umweltingenieurwesen,
  • Internationales Bauingenieurwesen.

Für jeden Studenten, der an die Universität möchte, ist die fachgebundene Hochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife für Berufsakademien und Fachhochschulen erforderlich. Angehende Bauingenieure tun gut daran, Kenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie sowie Informatik und Englisch mitzubringen, wenn sie sich an einer Hochschule einschreiben. In Abhängigkeit von der Hochschule und den berufspraktischen Jahren sind Praktika, Praxissemester oder Praxismodule in Ingenieurbüros oder bei kommunalen Nahverkehrsbetrieben zu leisten.

Die Lehrveranstaltungen finden in den Hörsälen und Räumen der gewählten Hochschule statt. Neben den dort vermittelten theoretischen Kenntnissen müssen Studenten Hausarbeiten anfertigen, Referate vorbereiten und Facharbeiten erstellen. Mit dem Abschluss des Bauingenieurs bzw. der Bauingenieurin eröffnen sich den Absolventen einige Möglichkeiten. Bauingenieure und Bauingenieurinnen können in die Bauplanung wechseln, die Leitung im Facility Management übernehmen oder freiberuflich als Bauleiter arbeiten. Sie können sich auf den Ausbau spezialisieren, Einkauf und Beschaffung vertiefen oder in die Energieberatung einsteigen. Auch Gutachter- und Sachverständigentätigkeiten sind typische Aufgaben von Bauingenieuren. Sie sind in der Stadt, Regional- und Verkehrsplanung zu finden, sind in Tiefbau tätig sowie in der Verfahrens-und Produktentwicklung. Weiterführende Studienfächer, die mit einem Master abschließen sind:

  • Architektur,
  • Baubetriebswirtschaft,
  • Bauingenieurwesen,
  • Immobilienwirtschaft,
  • Infrastrukturmanagement,
  • Stadt-und Regionalplanung.
4. Tätigkeit

Zu den Aufgaben und Kerntätigkeiten von Bau-Projektkaufleuten gehört die Preiskalkulation von Angeboten: sie berechnen den Personal- und Materialaufwand. Außerdem sind sie an Verhandlungen über Bauverträge beteiligt und überwachen im laufenden Geschäft die Einhaltung der finanziellen Richtlinien auf Baustellen und in Werkstätten.

Sie arbeiten stets für Kunden und erstellen in ihren Namen Verträge und Ausschreibungen. Auf diese bewerben sich dann potentielle Auftragnehmer. Bau-Projektkaufleute sind in der Disposition und beim Einkauf zu finden. Sie erstellen und bearbeiten Leistungsverzeichnisse, prüfen Preisanfragen und vergleichen Angebote miteinander. Bau- und Projektkaufleute schreiben Rechnungen, übernehmen die Kontrolle von Zahlungsflüssen und sind im Mahnwesen tätig. Hinzu kommen administrative und verwaltende Tätigkeiten wie das Verfassen von Berichten, die Rechnungsablage sowie der Schriftverkehr.

Wenn ein Projekt beendet wird, gehört es zu den Aufgaben von Bau-Projektkaufmännern /-frauen, die Nachkalkulation bzw. Abschlusskalkulation zu fertigen. Dabei überprüfen Sie, inwieweit die tatsächlichen Kosten von den geplanten Kosten abgewichen sind. Diese Nachkalkulationen und Abschlusskalkulationen sind enorm wichtig, um zukünftig Informationen zu haben, um immer genauere Kostenvoranschläge abgeben zu können. Das erhöht die Chance, passgenaue Vorkalkulationen zu entwickeln, die die Baukosten von Anfang in einem zutreffenden Rahmen darstellen.