*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Baukalkulator / in

Datenbasis: 66 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.446 € 3.904 € 6.337 €
Baden-Württemberg 2.692 € 4.296 € 6.973 € Jobs Baukalkulator / in
Bayern 2.764 € 3.984 € 6.440 € Jobs Baukalkulator / in
Berlin 2.852 € 3.328 € 5.013 € Jobs Baukalkulator / in
Brandenburg 1.863 € 2.974 € 4.827 € Jobs Baukalkulator / in
Bremen 2.350 € 3.751 € 6.089 € Jobs Baukalkulator / in
Hamburg 2.594 € 4.141 € 6.722 € Jobs Baukalkulator / in
Hessen 3.698 € 4.298 € 4.534 € Jobs Baukalkulator / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.798 € 2.870 € 4.659 € Jobs Baukalkulator / in
Niedersachsen 2.935 € 4.068 € 5.794 € Jobs Baukalkulator / in
Nordrhein-Westfalen 3.320 € 3.763 € 5.183 € Jobs Baukalkulator / in
Rheinland-Pfalz 2.405 € 3.839 € 6.231 € Jobs Baukalkulator / in
Saarland 2.326 € 3.712 € 6.025 € Jobs Baukalkulator / in
Sachsen 2.344 € 3.194 € 4.428 € Jobs Baukalkulator / in
Sachsen-Anhalt 1.844 € 2.943 € 4.777 € Jobs Baukalkulator / in
Schleswig-Holstein 2.148 € 3.428 € 5.564 € Jobs Baukalkulator / in
Thüringen 2.405 € 2.913 € 4.239 € Jobs Baukalkulator / in

Baukalkulator / Baukalkulatorin:

1. Gehalt

Als Baukalkulator liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.904 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 66 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.446 € beginnen, Baukalkulatoren in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.337 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.428 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.296 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Baukalkulator in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.853 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.458 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.901 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.901 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.418 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.234 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.438 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.003 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.489 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Baukalkulator /-in ist ein Beruf aus der Baubranche, der eine bautechnische Aus- oder Weiterbildung voraussetzt. Eine klassische Ausbildung oder Umschulung gibt es bisher nicht. Zugang zu dem Beruf erhalten Interessenten über ein ingenieurwissenschaftliches Studium oder eine bauchtechnische Ausbildung mit anschließender wirtschaftlicher Weiterbildung. Mögliche Zugangsberufe sind Technikerberufe. Um herauszufinden, ob man für den Beruf geeignet ist, lohnt sich ein Praktikum.

Um sich für die Tätigkeit des Baukalkulators zu qualifizieren, eignet sich am besten eine berufliche Weiterbildung zum/zur Betriebsmanager /-in für Bau- und Holztechnik. Dieser Beruf überschneidet sich in vielen Bereichen mit den Tätigkeiten des/der Baukalkulators /-in. Die Ausbildung dauert in Vollzeit zwei Jahre und findet an einer Fachschule für Betriebsmanagement statt. Bewerber benötigen für die Zulassung eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine zweijährige Berufspraxis. Die Ausbildung besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht.

In der Ausbildung lernt der Teilnehmer unter anderem Aufträge für Konstruktionen und Bauten zu planen, Entwürfe zu erstellen, Materialbedarf zu ermitteln, Angebote und Kostenvoranschläge zu berechnen, Endabrechnungen durchzuführen und Zahlungseingänge überwachen.

Der Teilnehmer lernt dabei folgende Fachbereiche kennen:

  • Entwurfs- und Arbeitsplanung,
  • Baukonstruktion,
  • Bauphysik,
  • Rechnungswesen und Controlling,
  • Berufs- und Arbeitspädagogik,
  • Fertigungstechnik,
  • Bautechnik,
  • Baurecht,
  • Informationstechnik,
  • Betriebstechnik,
  • Kostenmanagement,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Englisch.

Am Ende der Ausbildung findet eine Prüfung statt, die aus einer schriftlichen und mündlichen Prüfung besteht und eine Facharbeit umfasst. Anschließend kann der/die Betriebsmanager /-in eine Weiterbildung in Baukalkulation absolvieren, die Fachwissen zur Kalkulation und Kostenbeurteilung vermittelt und die Kenntnisse in der betrieblichen Kosten- und Leistungsrechnung vertieft.

Wer bereits als Baukalkulator /-in tätig ist, sollte sich regelmäßig weiterbilden und sein Fachwissen zu aktualisieren. Lehrgänge und Seminare in den Bereichen Rechnungswesen, Kosten- und Leistungsrechnung, Kalkulation, Controlling, Bauprojektmanagement, Baurecht oder betriebliche Organisation bieten sich an. Um als Baukalkulator /-in beruflich weiterzukommen, kann man eine Aufstiegsweiterbildung zum Estrichlegemeister, Industriemeister, Baufachwirt oder Bauingenieur absolvieren.

3. Studium

Wer als Baukalkulator /-in arbeiten möchte, sollte eine akademische Ausbildung durchlaufen, denn der Beruf erfordert ein hohes Maß an technischem Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein. Zudem muss der Baukalkulator hervorragende betriebswirtschaftliche Kenntnisse besitzen und die Baubranche verstehen. Viele Arbeitgeber setzen in ihren Stellenausschreibungen ein Bachelorstudium in Bauingenieurwesen voraus. Dieses qualifiziert für die meisten Aufgaben eines Baukalkulators.

Das Bauingenieur Studium besitzt eine Regelstudienzeit von sechs bis sieben Semester. Zulassungsvoraussetzungen sind eine fachgebundene Hochschulreife oder Abitur sowie ein mehrwöchiges Vorpraktikum. Der Studiengang ist oft mit einem NC zulassungsbeschränkt. Der Studierende beschäftigt sich im Studium des Bauingenieurwesens mit der Planung und Konstruktion von verschiedenen Bauwerken des Hoch-, Tief- und Wasserbaus. Im Grundstudium erhält er Grundkenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern. Auf dem Stundenplan stehen zudem Baustoffkunde, Konstruktionslehre und Bauingenieurwesen. Während des Studiums erlernt der Student, Gebäude, Brücken, Straßen und Konstruktion von Wasserkraftanlagen zu entwerfen und zu bauen. Dabei spezialisiert er sich Hauptstudium auf ein Teilgebiet, wie zum Beispiel Hoch- oder Tiefbau oder Baubetriebswesen. Der Studiengang vermittelt zudem ökologische und rechtliche Rahmenbedingungen. Im sechsten Semester findet ein Praktikum statt.

Die Studieninhalte sind in Pflicht- und Wahlpflichtfächer unterteilt, die einem Modul zugeordnet sind. Neben theoretischen Vorlesungen gibt es viele Übungen. Der Student erstellt zudem verschiedene Entwurfsarbeiten.

Die wichtigsten Fächer des Bauingenieurwesen-Studiengangs sind:

  • Mathematik,
  • Physik,
  • Statistik,
  • Mechanik,
  • Hydromechanik,
  • Baustoffkunde,
  • Konstruktionslehre,
  • Vermessungskunde,
  • Bauinformatik,
  • Bauingenieurwesen,
  • Baustatik,
  • Bauverfahrenstechnik,
  • Planungsmethodik,
  • Energieeffizientes Bauen,
  • Geotechnik,
  • Dynamik,
  • Massivbau,
  • Siedlungswirtschaft,
  • Stadt- und Regionalplanung,
  • Bauvertragsrecht,
  • Englisch.

Am Ende des Studiums schreibt der Student eine schriftliche Bachelorarbeit. Anschließend kann er ins Berufsleben eintreten oder sein Fachwissen in einem weiterführenden Masterstudiengang vertiefen. Der Master des Bauingenieurwesens geht über vier Semester und befähigt zu einer Promotion. Die Einsatzfelder des Bauingenieurs sind vielfältig. Die Bauwirtschaft sucht nach qualifiziertem Nachwuchs.

4. Tätigkeit

Der Baukalkulator oder die Baukalkulatorin sind vorwiegend in Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus oder bei Ingenieurbüros beschäftigt. Zu ihren Hauptaufgaben gehört das Controlling von Bauobjekten und die Berechnung und Erstellung von Angeboten für Bauleistungen.

Der/die Baukalkulator /-in ist in Unternehmen des Baugewerbes tätig und ermittelt die Kosten eines neuen Bauvorhabens, eines Umbaus oder einer Sanierung. Dazu behilft er sich mit Entwürfen, statischen Berechnungen, Ausführungsplänen und Leistungsverzeichnissen. Um eine genaue Kostenanalyse zu erstellen, bezieht der Baukalkulator Marktsituationen und betriebliche Auslastung in die Berechnung mit ein. Er ermittelt dafür auch die Lohn-, Geräte- und Materialkosten und verhandelt mit Lieferanten und Bauunternehmen. Weiterhin überprüft und bewertet er Ausschreibungsunterlagen und erstellt Angebote. Bei Bedarf führt er Nachträge aus. Die Kalkulationen pflegt und verwaltet er in einer Datenbank. Auch kann es vorkommen, dass er das Verhandeln von bauausschreibenden Stellen übernimmt.

Der Baukalkulator benötigt fundierte bautechnische Kenntnisse, Kommunikationsstärke, Verhandlungsgeschick, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. Er arbeitet häufig mit anderen Fachkräften zusammen. Da viele Kalkulationen kurzfristig erstellt werden müssen, ist Flexibilität in diesem Beruf gefragt. Seine Tätigkeit führt er meistens an einem Computer im Büro aus.

Das durchschnittliche Gehalt liegt bei den Baukalkulatoren bzw. den Baukalkulatorinnen, bei einem Einkommen von etwa 36.000 EUR im Jahr, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. Dabei ist der Verdienst u. a. abhängig von der Qualifikation und der Ausbildung. Einer Ausbildung als technischer Meister oder einem Bauingenieurstudium.

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