*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Baustoffkaufmann /frau

Datenbasis: 47 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.781 € 2.392 € 3.572 €
Baden-Württemberg 2.536 € 3.009 € 3.860 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Bayern 1.695 € 2.276 € 3.399 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Berlin 1.666 € 2.238 € 3.342 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Brandenburg 1.523 € 2.045 € 3.054 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Bremen 1.711 € 2.298 € 3.432 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Hamburg 1.618 € 2.173 € 3.245 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Hessen 2.062 € 2.769 € 4.135 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Mecklenburg-Vorpommern 1.309 € 1.758 € 2.625 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Niedersachsen 1.747 € 2.248 € 2.954 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Nordrhein-Westfalen 2.022 € 2.520 € 2.906 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Rheinland-Pfalz 1.751 € 2.352 € 3.512 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Saarland 1.694 € 2.275 € 3.397 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Sachsen 1.370 € 1.840 € 2.748 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Sachsen-Anhalt 1.342 € 1.803 € 2.692 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Schleswig-Holstein 1.745 € 2.343 € 3.499 € Jobs Baustoffkaufmann /frau
Thüringen 1.392 € 1.869 € 2.791 € Jobs Baustoffkaufmann /frau

Baustoffkaufmann / Baustoffkauffrau:

1. Gehalt

Als Baustoffkaufmann liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.392 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 47 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.781 € beginnen, Baustoffkaufleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.572 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.343 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.009 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Baustoffkaufmann in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.194 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.520 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.369 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.324 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.636 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.024 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.237 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.016 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.410 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein /-e Baustoffkaufmann /-frau ist Experte /-in für spezielle Baustoffe, die er/sie in Handelsbetrieben an Kunden verkauft. Wer Baustoffkaufmann werden möchte, absolviert zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Einen direkten Bildungsgang gibt es für Baustoffkaufleute nicht. Interessenten wachsen mit entsprechender Vorbildung in diesen Beruf hinein. Von Bewerbern als Baustoffkaufmann /-frau erwarten Unternehmen in der Regel eine kaufmännische Abschlussprüfung. Gut geeignet ist die Lehre zum/zur Kaufmann /-frau Groß- und Außenhandel.

Für die Ausbildung im Groß- und Außenhandel verfügen Interessenten über einen mittleren Schulabschluss oder sogar die Hochschulreife. Die Lehrzeit in Firmen aus Handel und Industrie dauert drei Jahre. Sie endet mit einer IHK-Prüfung. Von Vorteil sind ordentliche Noten in den Schulfächern Mathematik, Deutsch und Englisch.

Baustoffkaufleute erlangen berufliche Höherqualifikationen durch Seminare und Lehrgänge oder ein Hochschulstudium. Das Themenspektrum für den/die Baustoffkaufmann /-frau reicht von Marketing und IT-Anwendungen über Vertrieb bis hin zu Wirtschaftsrecht. Eine Hochschulreife ermöglicht Baustoffkaufleuten die Aufnahme eines Studiums im Fach Internationale Wirtschaft.

3. Studium

Für die Karriere als Baustoffkaufmann /-frau bietet sich ein Hochschulstudium an. Das nächst liegende Studium heißt Werkstofftechnik/Materialwissenschaften. Einen Bachelorabschluss erarbeiten Studierende im Regelfall in sieben Semestern. Die Werkstoff-/Materialwissenschaft erforscht die Strukturen und Wirkungsweisen von Werkstoffen wie Gläsern, Keramiken, Halbleitern, Metallen, Polymeren, biologischen Materialien.

Das Studienfach kombiniert ingenieur- und naturwissenschaftliche Inhalte. Das Hauptaugenmerk des Studiums liegt auf der Entwicklung von Materialien mit Eigenschaften, die im Vorfeld definiert sind. Hierzu ist interdisziplinäres Wissen aus den Bereichen Chemie, Physik, Informatik, Mathematik, Elektrotechnik und Geowissenschaften erforderlich. Das Studium Materialwissenschaft bietet viel Abwechslung und die Möglichkeit zu Spezialisierungen. Studenten befassen sich mit dem Einsatz von modernen Materialien im Gebiet der Technologie, beispielsweise der Medizintechnik. Auf dem Studienplan stehen die Fächer

  • Physik,
  • Elektrotechnik,
  • Mess- und Fertigungstechnik,
  • Mechanik,
  • Mikrosystemtechnik,
  • Materialprüfung,
  • Qualitätssicherung.

Studienabsolventen sind nicht nur im Vertriebsbereich, sondern auch in Produktentwicklung und -veredelung, Materialanalyse oder in der Prozessentwicklung beschäftigt. Dazu befähigen sie die weiteren Studieninhalte der Werkstoff- und Materialwissenschaft:

  • Betriebswirtschaftslehre - Grundlagen,
  • Konstruktionslehre,
  • Präsentationstechnik,
  • Mathematik,
  • Chemie,
  • Oberflächentechnik,
  • Materialphysik,
  • Legierungskunde,
  • Management für Ingenieure,
  • Industrielle Werkstoffbearbeitung,
  • Dünnbeschichtungstechnik,
  • Tribologie,
  • Pulvermetallurgie,
  • Werkstoffdesign.

Einige Hochschulen und Universitäten kooperieren mit Unternehmen aus Industrie und Handel, um den Studenten eine äußerst praxisnahe Ausbildung zu bieten. Der Studiengang Werkstoff-/Materialwissenschaften ist eine gemeinsame Entwicklung von Forschung und Industrie. Manche Bildungsträger offerieren den Studenten technisch hochwertige Labors für praktische Übungen.

Studenten werden angeleitet, Fertigungsabläufe und –linien unter Berücksichtigung von mechanischen, chemischen, thermischen und physikalischen einleiten und überwachen zu können. Sie erwerben die Fähigkeit, Produkte und Komponenten zu entwickeln, die zur werkstoffgerechten Bauteilauslegung im Maschinenbaubereich dienen. Außerdem haben Studienabsolventen ein ausgeprägtes Qualitätsverständnis für Massen- und Einzelproduktionen. Sie können systematische Methoden zur Kontrolle von Werkstoffen und Beurteilung von Schadensfällen anwenden.

4. Tätigkeit

Der Baustoffkaufmann und die Baustoffkauffrau arbeiten bei den unterschiedlichsten Baustoffunternehmen der Baubranche. Sei es im allgemeinen Baustoffwesen, Sanitärgroßhandel oder auch in Baumärkten. Sie verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Industrie-, Großhandels-, Außenhandelskaufmann oder Außenhandelskauffrau. Das Tätigkeitsfeld umfasst die Mengen- und Massenermittlung, Angebotskalkulation und -erstellung, Auftragserfassung und -bearbeitung sowie die Koordination von Materialverfügbarkeiten und Lieferungen. Sie arbeiten eng mit Architekten und Bauunternehmen, aber auch Bauherren zusammen. Kenntnisse über die angebotenen Baustoffe sind von Vorteil, können aber auch erlernt werden.

Ein /-e Baustoffkaufmann /-frau ist sachkundig in Kundenberatung und Profi im Verkauf. Er/sie ist bestens informiert über die gesamte vorhandene Produktpalette an Bau- und Werkstoffen und kennt gültige Preise und Lieferzeiten. Die Handhabung und Verarbeitungsmethoden für die verschiedenen Baustoffe sind dem/der Kaufmann /-frau geläufig. Er/sie erläutert die Details gegenüber Kunden in verständlicher Ausdrucksform. Dabei bleiben Baustoffkaufleute stets geduldig und freundlich. Mittels moderner Bürotechnologie berechnen sie Angebote und schreiben Rechnungen. Der Kundenkreis von Baustoffkaufleuten umfasst häufig Fachunternehmen. Kundenakquise und –betreuung spezieller Fachfirmen gehört für eine/n Baustoffkaufmann /-frau zum Arbeitsalltag. Mit gutem technischem Verständnis und Organisationstalent bearbeiten Baustoffkaufleute Bestellungen und Überwachen Warenan- und –auslieferungen. Kundenkontakte halten sie persönlich oder am Telefon. Für die Herstellung bestimmter Bauprojekte empfehlen sie die individuell passenden Werkstoffe. Da Baustoffkaufleute im Kundenbereich wirken, sind ihre Arbeitszeiten oftmals an Öffnungszeiten gebunden. Gelegentlich arbeiten sie im Wechselschichtbetrieb.