*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bestücker / in

Datenbasis: 15 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.513 € 1.887 € 2.715 €
Baden-Württemberg 1.665 € 2.076 € 2.987 € Jobs Bestücker / in
Bayern 1.421 € 1.772 € 2.550 € Jobs Bestücker / in
Berlin 1.416 € 1.766 € 2.541 € Jobs Bestücker / in
Brandenburg 1.152 € 1.437 € 2.068 € Jobs Bestücker / in
Bremen 1.454 € 1.813 € 2.609 € Jobs Bestücker / in
Hamburg 1.733 € 2.162 € 3.111 € Jobs Bestücker / in
Hessen 1.751 € 2.184 € 3.142 € Jobs Bestücker / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.112 € 1.387 € 1.996 € Jobs Bestücker / in
Niedersachsen 1.381 € 1.722 € 2.478 € Jobs Bestücker / in
Nordrhein-Westfalen 1.549 € 1.723 € 2.273 € Jobs Bestücker / in
Rheinland-Pfalz 1.677 € 2.092 € 3.010 € Jobs Bestücker / in
Saarland 1.438 € 1.794 € 2.581 € Jobs Bestücker / in
Sachsen 1.163 € 1.451 € 2.088 € Jobs Bestücker / in
Sachsen-Anhalt 1.140 € 1.422 € 2.046 € Jobs Bestücker / in
Schleswig-Holstein 1.329 € 1.657 € 2.384 € Jobs Bestücker / in
Thüringen 1.183 € 1.475 € 2.122 € Jobs Bestücker / in

Bestücker / Bestückerin:

1. Gehalt

Als Bestücker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.887 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 15 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.513 € beginnen, Bestücker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.715 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.657 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.076 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Bestücker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.723 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.092 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.218 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.629 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.629 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.871 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.855 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.887 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.092 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein /-e Bestücker /-in ist eine Hilfsperson im Bereich Elektro. Bestücker, deren richtige Bezeichnung Helfer /-in – Elektro heißt, sind in Produktionsbetrieben im Bereich Elektro mit einfachen und zuarbeitenden Tätigkeiten beschäftigt. Außerdem kommen sie im Bereich der Bauinstallation und dem Reparaturwerkstätten für Elektrogeräte zum Einsatz.

Zu diesem Beruf ist keine Ausbildung erforderlich. Bestücker erhalten eine Einweisung in ihren Arbeitsplatz und können am selben Tag sofort starten. Allerdings kann es in Abhängigkeit vom Tätigkeitsbereich von Vorteil sein, einschlägige Erfahrungen aus der Praxis mitzubringen. Das gilt zum Beispiel in Produktionsbetrieben der Elektrobranche oder auch bei Elektroinstallationen. Die Tätigkeit von Bestückern, die ohne jegliche Grundkenntnisse und ohne Berufsausbildung erlernt werden kann, ist eine gute Basis, um sich im Bereich Elektronik ausbilden zu lassen.

Ein Ausbildungsberuf der sich anbietet ist der Beruf des/der Elektroniker /-in – Betriebstechnik. Elektroniker der Fachrichtung Betriebstechnik sind damit beschäftigt Schalt-und Steueranlagen, Produktions-und Verfahrensanlagen oder Anlagen der Energieversorgung zu installieren, zu reparieren und regelmäßig zu warten. Außerdem werden sie auch zur Einrichtung von Kommunikations- und Beleuchtungstechnik eingesetzt. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und erfordert keine besonderen schulischen Voraussetzungen. Die Praxis zeigt jedoch, dass Betriebe sich überwiegend für Auszubildende mit mittleren Bildungsabschluss entscheiden.

Die Ausbildungsinhalte von Elektronikern erstrecken sich auf unterschiedliche Lernfelder. Auszubildende erlernen, komplette Arbeitsabläufe in Teilaufgaben zu unterteilen und bei Abweichungen Prioritäten zu setzen. Sie lernen Baugruppen zu montieren und zu demontieren sowie einzelne Teile mechanisch anzupassen. Außerdem erfahren Sie die Grundzüge zur Berechnung und Messung elektrischer Größen, sie kalkulieren nach betrieblichen Vorgaben und beurteilen die Anlagen der Betriebstechnik. Darüber hinaus wird ihnen beigebracht, Anlagen zu verändern und zu erweitern, Stromkreise festzulegen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das Zusammenbauen und aufstellen von elektronischen Bauteilen ist dabei wesentlicher Bestandteil ihrer Tätigkeit. Außerdem nehmen sie Stromkreise im Betrieb, stellen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik auf und nehmen diese in Betrieb. Nach der Ausbildung können Elektroniker auf Montage gehen, sind für die Instandhaltung und Inbetriebnahme von Betriebsanlagen zuständig und kümmern sich um Produktions- sowie verfahrenstechnische Anlagen.

3. Studium

Für ausgebildete Elektroniker bietet sich das Studium der Elektrotechnik an. Es ist ein grundständiges Studienfach, das die Studenten mit den Grundlagen der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik vertraut macht. Mancherorts wird das Studienfach Elektrotechnik als Kombinationsstudiengang angeboten. Für die Fächerkombination stehen dann Energietechnik sowie Information- und Kommunikationstechnik auf dem Plan. Die Pflichtmodule im Bereich Elektrotechnik sind:

  • Automatisierungstechnik,
  • Digitaltechnik,
  • elektrische Antriebssysteme,
  • Mathematik,
  • Physik,
  • Mechanik,
  • technisches Englisch,
  • Informatik,
  • Programmiersprachen,
  • Messtechnik,
  • Regelungstechnik.

Außerdem kommen Wahlpflichtmodule in Betracht, mit deren Hilfe sich der Student im Studium spezialisieren kann. Gängige Wahlpflichtmodule sind

  • angewandte Mathematik,
  • Datenkompression,
  • Gebäudesystemtechnik,
  • schienengebundene Verkehrssysteme,
  • elektromagnetische Verträglichkeit.

In Abhängigkeit von der Hochschule müssen Studenten Praxissemester, Praxismodule oder Praktika einschieben. Das Studium ist dual aufgebaut, zumindest an einigen Hochschulen. Deshalb sind ausbildungsintegrierende oder praxisintegrierende Studiengänge möglich. Neben den bereits beschriebenen praxisintegrierenden Studiengängen (Praktika etc.), können Studenten im Rahmen des ausbildungsintegrierenden Studiums einen Hochschulabschluss nebst Berufsfachabschluss erreicht. Die Studiendauer erstreckt sich auf 6-8 Semester und schließt mit dem Bachelor ab. Danach eröffnen sich für den Absolventen verschiedene Perspektiven. Er kann in die freie Wirtschaft gehen und im Bereich Softwareentwicklung, Vertrieb und Verkauf tätig werden oder freiberuflich als Vertriebsingenieur oder Softwareentwickler arbeiten. Selbstverständlich steht ihm auch der Weg offen, einen Masterstudiengang vertiefend anzuschließen. Sinnvolle weiterführende Studienfächer sind

  • Mikroelektronik,
  • Kybernetik,
  • Energietechnik,
  • Elektrotechnik,
  • Elektromobilität,
  • Sensortechnik,
  • Patentingenieurwesen.

Entscheidet sich der Bachelor der Elektrotechnik dazu, in den Bereich Elektromobilität vertiefend weiter zu studieren, so stehen weitere 2-4 Semester auf dem Programm. Die Studieninhalte erstrecken sich auf die Themen automatisierte Antriebe, Leistungselektronik und Materialwissenschaften sowie Energietechnik und alternative Fahrzeugantriebe. Hinzu kommt die Automotiveelektronik, Brennstoffzellensysteme, Energiespeicher und Energie Wandlungssysteme sowie Grundlagen der Fahrwerkstechnik. Daneben sind Prozessdatendokumentation, Sensor-Signalverarbeitung und theoretische Elektrotechnik wichtige Bausteine des Masterstudiums.

4. Tätigkeit

Bestücker montieren Platinen und andere Bauteile auf Leiterplatten. Der typische Arbeitsplatz ist an einem Fließband, wobei sie in der Regel Bestückungshilfen benutzen. Ihre Arbeiten sind streng nach Vorgabe zu erledigen. Zeit spielt dabei eine wesentliche Rolle, damit die Arbeitsabläufe an dem Fließband nicht ins Stocken geraten.

Bestücker legen nach strikten Vorgaben einen Lötrahmen in die dafür bestimmte Vorrichtung, sich spannen Leiterplatten ein und bringen die zusätzlichen Bauelemente auf. Das können neben Platinen zum Beispiel auch Spulen oder Dioden sein. Diese Bauteile liegen in Schubladen, Fächern und Kästen sowie auf Drehtellern direkt am Arbeitsplatz. Neben dem Fließbandjob organisieren Bestücker Nachschub und füllen die Fächer andere Arbeitsplätze mit den Bauteilen auf.
Sind sie in der Elektrogerätemontage tätig, wo vorgefertigte Bauelemente zum Einsatz kommen. Auf diese Bauelemente werden Schalter, Aggregate und andere Teile in Baugruppen montiert. Diese gehören in Kühlschränke, Elektroherde oder Unterhaltungselektronik. Bestücker sind als Zuarbeiter im Einsatz und unterstützen Fachkräfte bei Wartungsaufgaben elektrischer Maschinen und Geräte. Sie helfen bei der Erneuerung von Spulentransformatoren, bei der Montage von Generatoren und dem Demontieren und Isolieren verschiedener elektrischer Maschinen und Geräte.