*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Brandschutz-Fachkraft

Datenbasis: 251 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.169 € 3.125 € 5.201 €
Baden-Württemberg 2.429 € 3.579 € 6.180 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Bayern 1.917 € 3.390 € 6.255 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Berlin 1.623 € 3.364 € 5.248 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Brandenburg 2.450 € 2.636 € 3.711 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Bremen 2.162 € 3.115 € 5.184 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Hamburg 2.835 € 3.261 € 7.862 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Hessen 2.398 € 3.759 € 7.317 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Mecklenburg-Vorpommern 1.696 € 2.443 € 4.066 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Niedersachsen 2.250 € 2.770 € 4.434 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Nordrhein-Westfalen 2.165 € 3.297 € 5.161 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Rheinland-Pfalz 2.133 € 3.073 € 5.114 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Saarland 2.327 € 3.353 € 5.580 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Sachsen 1.669 € 2.404 € 4.001 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Sachsen-Anhalt 1.635 € 2.355 € 3.919 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Schleswig-Holstein 1.905 € 2.744 € 4.567 € Jobs Brandschutz-Fachkraft
Thüringen 1.695 € 2.442 € 4.064 € Jobs Brandschutz-Fachkraft

Brandschutz-Fachkraft:

1. Gehalt

Als Brandschutz-Fachkraft liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.125 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 251 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.169 € beginnen, Brandschutz-Fachkräfte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.201 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.744 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.579 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Brandschutz-Fachkraft in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.807 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.297 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.651 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.675 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.613 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.938 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine Brandschutzfachkraft ist eine durch die IHK geregelte Weiterbildung. Allerdings ist es nicht zwingend erforderlich, eine Lehrgangsteilnahme nachzuweisen, um als Brandschutzfachkraft arbeiten zu können. Es gibt unterschiedliche Bildungsanbieter, die eine Weiterbildung zur Brandschutzfachkraft anbieten.

Um eine Weiterbildung wahrnehmen zu können, sollten die Bewerber eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen. Außerdem sind Techniker /-innen und Ingenieur /-innen ebenfalls willkommen. Sie sollten mindestens 2 Jahre Berufspraxis nachweisen. Diese kann bei der Werksfeuerwehr oder im Rahmen einer nebenberuflichen Tätigkeit (Mindestdauer 6 Jahre) bei einer Feuerwehr absolviert worden sein. Die Dauer der Weiterbildung kann bis zu 4 Monate erfordern. Die Inhalte werden in Vollzeit, Teilzeit oder in Blockunterrichtsphasen vermittelt.

Wer Brandschutzfachkraft werden will, sollte sich gut in Naturwissenschaften auskennen. Biologie und Medizin, Chemie und Physik spielen dabei eine tragende Rolle. Im Rahmen der Weiterbildung zur Brandschutzfachkraft gehört die Rettungsdienstausbildung. Die Teilnehmer erhalten Unterricht zur Anatomie und zur Physiologie von Menschen, lernen den Umgang mit Unfallopfern und erfahren wichtige Grundlage im Zusammenhang mit der Notfallmedizin. Außerdem ist das Wissen über gefährliche Güter, explosive Stoffe und brennbare Stoffe wichtiges Handwerkszeug für Brandschutzfachkräfte. Das befähigt sie, Gefahren zu erkennen und im Ernstfall präventive Maßnahmen zu ergreifen. Die Ausbildungsinhalte erstrecken sich auf diese Bereiche:

  • Rechtsgrundlagen,
  • Katastrophenschutz,
  • Rettungsdienst,
  • Feuerwehrorganisation,
  • Geräteprüfordnung,
  • Unfallverhütungsvorschriften,
  • Fahrzeug- und Gerätekunde (Armaturen, Schläuche, Pumpen etc.),
  • Sonderschutzvorschriften bei Lösch- und Rettungseinsätzen, Löschmittel und Löschmethoden,
  • Rettungsmaßnahmen wie Erste Hilfe, Reanimation, Wiederbelebung,
  • abwehrende Brandschutz,
  • vorbeugender Brandschutz,
  • Prüfung und Wartung von Brandschutzeinrichtungen wie Feuerlöscher, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und Brandschutztüren.

Die Ausbildung erstreckt sich auf die Fächer Fahrzeug- und Gerätekunde, Einsatzlehre, Brandschutz, Leistungsnachweis, Einsatzübungen, Sanitätslehrgang, Atemschutzlehrgang sowie Ortsbesichtigungen. Die Industrie- und Handelskammer nimmt die Prüfungen ab. Dabei werden die eben genannten Fächer komplett examiniert. Die Prüfung besteht auf einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Mit dem Abschluss der Weiterbildung zur Brandschutzfachkraft können sich Absolventen als freie Berater selbstständig machen. Liegt eine Hochschulzugangsberechtigung vor, empfiehlt sich ein Bachelor Abschluss im Studienfach Sicherheitstechnik.

3. Studium

Das Studium der Sicherheitstechnik ist als grundständiges und als weiterführendes Studienfach zu finden. Es wird an Universitäten und Fachhochschulen vermittelt und schließt mit dem Bachelor of Engineering oder dem Bachelor of Science ab. Die Regelstudienzeit liegt zwischen 6 und 8 Semestern. Interessenten müssen entweder die Fachhochschulreife oder die Hochschulreife vorweisen, je nachdem ob sie an einer Fachhochschule oder einer Universität studieren möchten. Iim Rahmen des Studiums der Sicherheitstechnik lernen Studenten die Grundlagen aus der Elektrotechnik, der Informationstechnologie, der Chemie, der Psychologie und des Rechts. Als grundständige Studiengänge sind diese zu finden:

  • Gefahrenabwehr (Hazard Control),
  • Security and Safety Engineering,
  • Sicherheitsingenieurwesen,
  • Sicherheitstechnik,
  • Technik im Sicherheitswesen,
  • Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitsingenieurwesen.

Das Studium wird ganz klassisch aus einer Kombination von Vorlesungen, Seminaren und praktischen Einheiten angeboten. Es umfasst eine Reihe von Pflichtfächern wie zum Beispiel

  • Elektronik und Elektrotechnik,
  • Fremdsprachen,
  • Gefahrgut,
  • Sicherheitstechnik,
  • Informatik,
  • Mathematik,
  • Naturwissenschaften,
  • Ingenieurwissenschaften,
  • Psychologie,
  • Betriebswirtschaftslehre.

Studenten können nach 6 Semestern mit mindestens 180 Punkten ihre Bachelor Arbeit schreiben. Im Anschluss daran lässt sich das Studium durch einen Master ergänzen, was für Führungsaufgaben qualifiziert. Die weiterführenden Studienfächer können nicht nur in der Sicherheitstechnik, sondern auch im Studienfach Sicherheitsmanagement belegt werden. Absolventen des Studienfachs der Sicherheitstechnik können in die Tätigkeitsfelder Sicherheit und Überwachung wechseln, in Umweltberatungen oder als Gutachter und Sachverständige arbeiten. Außerdem sind freiberufliche Tätigkeiten in den genannten Bereichen denkbar.

Als Alternative zu diesem Studium stehen Interessenten Studiengänge aus dem Bereich Schutz und Sicherheit sowie der Gebäudetechnik offen. Sie können zum Beispiel IT Sicherheit oder Sicherheitsmanagement grundständig studieren oder im Rahmen der Gebäudetechnik den Studiengang Gebäudetechnik und Gebäude-Energietechnik absolvieren. Die Gemeinsamkeiten liegen darin, dass alle Studiengänge sich mit Sicherheitstechnik und der damit in Zusammenhang stehenden Infrastruktur und Logistik beschäftigen.

4. Tätigkeit

Die Aufgaben und Tätigkeiten von Brandschutzfachkräften erstrecken sich zum einen auf brandschutzvorbeugende und zum anderen auf brandschutzabwehrende Tätigkeiten. Zum einen sind sie gefragt, wenn es darum geht, Brandschutz für Immobilien zu planen. Sie beraten also zu Brandmeldesystemen und zu Anlagen. Darüber hinaus sind Brandschutzfachkräfte in der Lage, Brandschutzeinrichtungen und Brandmeldesysteme sowie- anlagen instand zu halten und zu reparieren. Auch für die Schulung von Mitarbeitern und zur Nutzung von Fluchtwegen sind sie geeignet. Sie erarbeiten Notfall-, Alarm- und Einsatzpläne und statten Unternehmen mit Sicherheitstechnik und Brandschutzsystemen aus. Auch das Durchführen von Notfallübungen wie Evakuierungen gehört dazu. Brandschutzfachkräfte sind in Unternehmen für die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben des Brandschutzes verantwortlich und kümmern sich darum, die Unfallverhütungsvorschriften in Betrieben umzusetzen. Auch die Organisation und Durchführung von Schulungsmaßnahmen fällt in ihr Aufgabengebiet. Sie informieren die Geschäftsleitung darüber hinaus über Neuerungen und rechtliche Grundlagen.

Präventive Maßnahmen, die Brandschutzfachkräfte leisten, sind

  • Leiten von Löscheinsätzen,
  • lebensrettende Maßnahmen durchführen und
  • Verletzte versorgen