*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Physiker

Datenbasis: 291 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.332 € 4.760 € 7.597 €
Baden-Württemberg 3.427 € 4.882 € 7.604 € Jobs Physiker
Bayern 3.286 € 4.990 € 8.055 € Jobs Physiker
Berlin 2.288 € 4.394 € 5.467 € Jobs Physiker
Brandenburg 2.734 € 3.906 € 6.234 € Jobs Physiker
Bremen 4.709 € 5.105 € 6.795 € Jobs Physiker
Hamburg 3.479 € 5.289 € 13.950 € Jobs Physiker
Hessen 3.047 € 5.161 € 7.115 € Jobs Physiker
Mecklenburg-Vorpommern 2.734 € 3.906 € 6.234 € Jobs Physiker
Niedersachsen 3.399 € 4.376 € 5.709 € Jobs Physiker
Nordrhein-Westfalen 3.372 € 4.635 € 9.316 € Jobs Physiker
Rheinland-Pfalz 3.844 € 5.297 € 11.320 € Jobs Physiker
Saarland 3.168 € 4.526 € 7.224 € Jobs Physiker
Sachsen 2.563 € 3.661 € 5.843 € Jobs Physiker
Sachsen-Anhalt 2.512 € 3.588 € 5.726 € Jobs Physiker
Schleswig-Holstein 3.303 € 4.718 € 7.530 € Jobs Physiker
Thüringen 2.604 € 3.720 € 5.937 € Jobs Physiker

Physiker - Physikerin:

1. Gehalt

Als Physiker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.760 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 291 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.332 € beginnen, Physiker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.597 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.718 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.882 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Physiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.696 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.035 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.635 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.136 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.537 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.249 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.984 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.625 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.289 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

In Deutschland leben und arbeiten knapp 123.000 Physiker. Der Beruf ist vielfältig und bietet die Möglichkeit, in verschiedenen Tätigkeitsbereichen zu arbeiten. Wer Physiker /-in werden will, muss ein Studium der Physik absolvieren. Es gibt keine Ausbildung für diese Tätigkeit. Da das Studienfach komplex ist, kann eine Berufsausbildung oder ein Vorpraktikum im Bereich der Physik hilfreich sein, sich auf das Studium vorzubereiten. Personen, die keinen Hochschulabschluss haben, erhalten über eine abgeschlossene Berufsausbildung einen Zugang zum Studium.

Ein Beruf, der Interessenten einen Weg in die Physik ebnet, ist der Beruf des Physiklaboranten. Für die dreieinhalbjährige Ausbildung gibt es rechtlich keine Zulassungsbestimmungen. In der Ausbildung befasst sich der Azubi mit allen Bereichen der Physik, die auch in einem Studium behandelt werden, nur dass er diese nicht so ausführlich lernt. Der Azubi erhält Kenntnisse der Wärmetechnik, Optik, Atom- und Kernphysik, Analytik, Verfahrenstechnik, Radioaktivität und Leittechnik. Die Ausbildung findet überwiegend im Labor statt. Dort führt der Azubi Versuche und Messreihen durch, um die Eigenschaften von Werkstoffen und Systemen zu bestimmen. Nach der Ausbildung ist er für das anschließende Physikstudium gut gewappnet.

Physiker müssen sich regelmäßig weiterbilden. In ihrem Beruf müssen sie auf neue technologische Entwicklungen reagieren können, um auf dem Laufenden zu bleiben. Sie sollten Ergebnisse aus aktuellen Forschungen kennen und sich im Bereich der physikalischen Messtechnik und im Qualitätsmanagement fortbilden. Spezielle Anpassungsweiterbildungen hängen vom Tätigkeitsschwerpunkt ab. Physiker, die zum Beispiel in der Softwareentwicklung tätig sind, sollten Lehrgänge und Seminare in diesem Bereich besuchen.

Mögliche Weiterbildungsthemen für Physiker sind:

  • Messtechnik,
  • Physik allgemein,
  • Angewandte Mathematik,
  • Fachrechnen,
  • Statistik,
  • Softwareentwicklung,
  • Programmierung,
  • Forschung,
  • Entwicklung,
  • Verfahrenstechnik,
  • Produktentwicklung,
  • Qualitätsmanagement,
  • Qualitätssicherung,
  • Labortechnik,
  • Wirtschaftsphysik,
  • Mechanik,
  • Meteorologie,
  • Medizinische Physik.
3. Studium

Wer Physiker werden will, kommt an einem Physikstudium nicht vorbei. Neben allgemeiner Physik können Interessierte sich auf einen Teilbereich spezialisieren und einen Schwerpunkt in Informatik, medizinischer Physik, Astronomie, Atomphysik oder einem anderen Vertiefungsmodul wählen.

Der Studiengang besitzt eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Es beginnt jeweils zum Wintersemester und wird von Universitäten angeboten. Bewerber benötigen ein Abitur für die Zulassung. Der Studiengang ist in der Regel zulassungsfrei. Einige Hochschulen verlangen ein Vorpraktikum von mehreren Wochen oder Monaten.

Physik ist ein naturwissenschaftliches Studium, das sich mit der Erforschung von Naturgesetzen und Naturbeschreibungen befasst und versucht, diese zu erklären. Das Ziel der Physik ist es, Lösungen für technische und ökologische Probleme zu finden. Dafür muss der Student hervorragende Mathematikkenntnisse besitzen, die über das Gelernte in der Schule weit hinausgehen. In den ersten Semestern stehen neben Mathematik, Chemie und Grundlagen der Physik auf dem Stundenplan. Hinzu kommt Englisch, da die Studenten in der Lage sein müssen, wissenschaftliche Fachtexte aus anderen Ländern zu lesen. Während des Grundstudiums beginnen die Studierenden bereits mit aktuellen Forschungen. Neben dem Pflichtteil gibt es die Möglichkeit, in Wahlpflichtfächern den persönlichen Interessen nachzugehen. Ein Praktikum findet im Hauptstudium statt. Die Studierenden verbringen viel Zeit im Labor und vertiefen ihre Kenntnisse mit praktischen Übungen.

Die wichtigsten Inhalte des Physikstudiums sind:

  • Höhere Mathematik,
  • Lineare Algebra,
  • Experimentalphysik,
  • Theoretische Physik,
  • Mechanik,
  • Elektronik,
  • Optik,
  • Quantenphysik,
  • Atomphysik,
  • Teilchenphysik,
  • Hydrodynamik,
  • Thermodynamik,
  • Messtechnik,
  • Wärmelehre,
  • Englisch.

Nach dem Bachelorstudium kann der Studierende in die Berufstätigkeit einsteigen oder das Studium in einem dreisemestrigen Masterstudiengang weiterführen. Der Master qualifiziert für die Forschung. Der Student vertieft seine Kenntnisse in ausgewählten Physikbereichen und nimmt an einem einjährigen Forschungsblock teil, der die Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt. Meistens findet der Master in Physik in englischer Sprache statt. Gute Englischkenntnisse sind eine Voraussetzung für die Zulassung.

4. Tätigkeit

Das Tätigkeitsfeld von Physikern ist vielfältig und groß. Ihre Aufgaben hängen deshalb vom gewählten Schwerpunkt ab. Klassische Tätigkeiten für Physiker finden sich im Bereich der Datenerhebung, Laboranalyse, Lehrtätigkeit, Qualitätssicherheit, Softwareentwicklung, Umweltberatung, Verfahrens- und Produktentwicklung, im Bereich Vertrieb und Verkauf oder in der wissenschaftlichen Forschung. Der/die Physiker /-in ist an einer Hochschule angestellt oder arbeitet für Industrieunternehmen, Kraftwerke, Kliniken, Ingenieurbüros oder ein Prüfamt. Er/sie übernimmt mathematische Modellierungen und testet Prozesse.

Physiker arbeiten häufig transdisziplinär und bilden Schnittstellen zwischen technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Viele von ihnen sind als Informatiker, Mathematiker oder als Ingenieur tätig. Sie unterstützen Unternehmen mit Innovationen und helfen den Umsatz des Betriebs mit der Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen zu erhöhen.

Physiker sind Generalisten unter den Naturwissenschaftlern. Ihre erworbenen analytischen Fähigkeiten und physikalische Denkweise nutzen sie systematisch für die Lösung neuer Probleme. Sie verfügen in der Regel über profunde EDV Kenntnisse und können programmieren. Physiker sollten experimentierfreudig sein, logisch denken können und Zielstrebigkeit mitbringen.

Das Gehalt eines Physikers oder einer Physikerin im Universitätsbetrieb hängt im Wesentlichen von den Aufgaben ab, die er oder sie dort übernimmt. Auf das Grundgehalt können so teilweise noch relativ hohe Zuschläge hinzukommen. So kommt es zum Beispiel sehr oft vor, dass Unternehmen der freien Wirtschaft Forschungsaufträge an Universitäten abgeben. Der Physiker, der diese Projekte dann betreut, kann so mit durchaus attraktiven zusätzlichen Einnahmen rechnen. Ein Stundensatz kann insgesamt nur sehr schwer pauschal erfasst werden und muss immer an der individuellen Situation bemessen werden.

Gehaltsvergleich.com möchte dir in Zukunft neue Jobs direkt im Browser anzeigen.
Nein Danke
Alles klar