*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Medizinphysiker

Datenbasis: 286 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 3.394 € 4.862 € 7.744 €
Baden-Württemberg 3.495 € 4.979 € 7.756 € Jobs Medizinphysiker
Bayern 3.351 € 5.089 € 8.216 € Jobs Medizinphysiker
Berlin 2.333 € 4.481 € 5.576 € Jobs Medizinphysiker
Brandenburg 2.781 € 3.984 € 6.346 € Jobs Medizinphysiker
Bremen 4.803 € 5.207 € 6.930 € Jobs Medizinphysiker
Hamburg 3.548 € 5.394 € 14.229 € Jobs Medizinphysiker
Hessen 3.077 € 4.972 € 7.355 € Jobs Medizinphysiker
Mecklenburg-Vorpommern 2.781 € 3.984 € 6.346 € Jobs Medizinphysiker
Niedersachsen 3.466 € 4.463 € 5.823 € Jobs Medizinphysiker
Nordrhein-Westfalen 3.456 € 4.806 € 9.180 € Jobs Medizinphysiker
Rheinland-Pfalz 3.920 € 5.402 € 11.546 € Jobs Medizinphysiker
Saarland 3.228 € 4.623 € 7.364 € Jobs Medizinphysiker
Sachsen 2.610 € 3.739 € 5.955 € Jobs Medizinphysiker
Sachsen-Anhalt 2.558 € 3.664 € 5.837 € Jobs Medizinphysiker
Schleswig-Holstein 3.359 € 4.812 € 7.665 € Jobs Medizinphysiker
Thüringen 2.653 € 3.799 € 6.051 € Jobs Medizinphysiker

Medizinphysiker:

1. Gehalt

Als Medizinphysiker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.862 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 286 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.394 € beginnen, Medizinphysiker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.744 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.812 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.979 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Medizinphysiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.777 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.136 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.740 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.228 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.647 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.373 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.063 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.753 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.394 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des/der Medizinphysikers /-in setzt ein abgeschlossenes Studium der Medizinischen Physik oder Physik voraus. Wollen Medizinphysiker im Bereich Wissenschaft und Forschung tätig werden, müssen sie ein Aufbaustudium anschließen und ihren Master machen. Ausländische Bewerber müssen ihren Abschluss offiziell anerkennen lassen, bevor sie in Deutschland als Medizinphysiker arbeiten dürfen.

Medizinphysiker können auf Basis ihres Abschlusses eine Anpassungsweiterbildung anstreben. Dabei handelt es sich um Lehrgänge, die Ihnen helfen, beruflich auf der Höhe zu bleiben. Zu den empfehlenswerten Anpassungsweiterbildungen gehören die Bereiche

  • Physikalische Messtechnik,
  • Medizintechnik,
  • angewandte Mathematik,
  • Forschung und Entwicklung,
  • Softwareentwicklung und Programmierung,
  • Laborarbeit Naturwissenschaften,
  • Qualitätsmanagement und -sicherung.

Mit einem abgeschlossenen Studium können sich Medizinphysiker selbständig machen. Dann sind sie als freier Berater in der Forschung und Entwicklung tätig, arbeiten als Gutachter oder Sachverständige in der Medizintechnik. Außerdem sind sie auch in der Industrie der Mess- und Prüftechnik sehr gefragt.

Nach dem grundständigen Studium können sich Medizinphysiker nicht nur durch Anpassungsweiterbildungen spezialisieren, sondern außerdem ein Aufbaustudium anschließen. Hierbei empfehlen sich die weiterführenden Studiengänge Medizinische Physik, Medizinische Technik und Physik.

Entscheidet sich der Absolvent für das weiterführende Studium Physik, erwarten Ihnen 2-4 Semester mit folgenden Studieninhalten:

  • Experimentalphysik wie Kernteilchenphysik,
  • Quantenmechanik,
  • Statistische Physik,
  • Astrophysik,
  • Biophysik,
  • Spektroskopie und Oberflächenanalytik,
  • Polymertechnologie,
  • spezielle Geowissenschaften,
  • endogene Erdrisiken,
  • Informatik.

Das weiterführende Studium der Physik kann mit einer Auslandserfahrung verknüpft werden. So arbeitet die Universität des Saarlandes mit der Universität Henry Poincaré in Nancy zusammen. Der Abschluss des binationalen Studiengangs trägt die Bezeichnung Master of Science (M.Sc.). Mit diesem Abschluss können Absolventen eine wissenschaftliche Laufbahn an der Hochschule einschlagen, wenn sie ihre Promotion geschafft haben. Für die Berufung als Hochschulprofessor müssen sie zusätzlich einer Habilitation ablegen – die höchstrangige Hochschulprüfung in Deutschland.

3. Studium

Das grundständige Studienfach Medizinische Physik vermittelt den Studenten Basiswissen aus Teilbereichen der Medizin in Verbindung mit Physik. Die Zugangsvoraussetzungen fordern eine allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife von den Bewerbern. An manchen Hochschulen müssen Interessenten ein Vorpraktikum nachweisen. Liegt die Anzahl der Bewerber über den zu vergebenden Studienplätzen, erfolgt eine hochschulinterne Auswahl. Wer Medizinische Physik studieren möchte, sollte gute Noten in den Schulfächern Physik, Mathematik, Biologie, Informatik und Englisch mitbringen. Physik ist das Kernthema des Studiums, denn Inhalte wie Optik, Elektro-Thermodynamik oder Atom- und Kernphysik stehen auf dem Lehrplan. Gute Mathematiknoten helfen dabei, die erforderlichen Differenzial-, Integral-, Infinitesimal- und Vektorrechnungen, die als bekannt vorausgesetzt werden, zu durchschauen. Da außerdem Anatomie, Physiologie und Humangenetik gelehrt werden, sind gute bis sehr gute Biologiekenntnisse ebenfalls zwingend erforderlich.

Die Pflichtmodule im Studium sind zum Beispiel:

  • Analyse (Das ist ein Bereich der Mathematik, der Inhalt beschäftigt sich mit Grenzwerten. Es geht im Kern um die Lehre von Funktionen, Differenzial- und Integralrechnung).
  • Biochemie (Dieses Fach vereint Biologie und Chemie. Gegenstand des Seminars sind biochemische Forschungen, die die chemischen Abläufe in Lebewesen untersuchen.)
  • Experimentalphysik,
  • Algebra,
  • Messtechnik für Physik und Elektronik,
  • Physiologie (Dabei geht es um die Grundlagen des Lebens von gesunden Vorgängen und Funktionen innerhalb von Organismen und Lebewesen.)
  • Theoretische Physik,
  • Zellbiologie,
  • Mikroskopische Anatomie.

Zu den genannten sehr komplexen Pflichtmodulen müssen Studenten zusätzlich aus Wahlpflichtmodulen Fächer belegen. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem:

  • Akustik (Hierbei geht es um mechanische Schallschwingungen, die noch vom menschlichen Ohr wahrgenommen werden können.)
  • Audiometrik (Audiometrik ist der Oberbegriff diverser Verfahrensabläufe, die die Hörfähigkeit überprüfen und messen. Zweck dieser Verfahren ist, einen Hörverlust zu diagnostizieren und so weit einzugrenzen, dass er lokalisiert werden kann. Man nennt Audiometrik auch Tonaudiometrik oder Sprachaudiometrik).
  • Zellbiologie,
  • Biophysik,
  • Computertomografie,
  • Halbleiterphysik,
  • Nuklearmedizin,
  • Strahlenschutz,
  • Ultraschalltechnik.

Der Studienabschluss befähigt die Studenten dazu, in die freie Wirtschaft einzusteigen und in den Tätigkeitsfeldern Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik, Laboranalyse oder Verfahrens- und Produktentwicklung tätig zu werden.

4. Tätigkeit

Die Tätigkeit eines/einer Medizinphysikers / -in dreht sich um die medizinische Diagnostik und Therapie mittels entsprechender medizinisch-technischer Geräte und Verfahren. Dabei steht vor allem die klassische Strahlentherapie und -diagnostik auf dem Programm. Röntgendiagnostik, Radioonkologie, Nuklearmedizin und Strahlenschutz sind Kernbereiche, in denen Medizinphysiker ihre Dienstleistung erbringen.

Es gibt für diesen Beruf eine Vielzahl von Arbeitsfeldern in Kliniken, in der Industrie, in der Forschung und in weiteren Bereichen wie z.B. der Rechtsmedizin oder dem Strahlenschutz. Hauptsächlich arbeiten Medizinphysiker für Kliniken und Praxen, führen dort die Technik ein und kontrollieren in regelmäßigen Abständen deren Qualität. Ziel ist, den sicheren Einsatz der Technik zu garantieren. Hinzu kommt, dass Medizinphysiker neue Verfahren entwickeln und bereits bestehende Verfahren verbessern. Sie übernehmen jedoch auch die Bestrahlungen auf Grundlage physikalischer Berechnungen, leiten technisches Personal und Ärzte in den Kliniken und Praxen an. In der Orthopädie haben sie hingegen vor allem mit biomechanischen Fragestellungen zu tun.
Sind sie in Forschung, Entwicklung und Lehre tätig, halten Sie den interdisziplinären Kontakt zwischen Medizin und Physik, implementieren neue technische Produkte und arbeiten an Forschungsprojekten. Nicht selten sind sie auch für eine Universität tätig und konzipieren Lehrveranstaltungen.

Das Einstiegsgehalt ist wesentlich von den jeweiligen Anforderungen abhängig. Danach werden bei der Gehaltsbemessung in der Regel Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt. In vielen Betrieben werden teilweise Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen gezahlt.

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