*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Dozent / Dozentin

Datenbasis: 297 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.293 € 3.702 € 5.875 €
Baden-Württemberg 2.434 € 4.162 € 6.909 € Jobs Dozent / Dozentin
Bayern 2.616 € 4.018 € 6.332 € Jobs Dozent / Dozentin
Berlin 2.507 € 3.114 € 4.566 € Jobs Dozent / Dozentin
Brandenburg 1.747 € 2.820 € 4.475 € Jobs Dozent / Dozentin
Bremen 2.203 € 3.557 € 5.645 € Jobs Dozent / Dozentin
Hamburg 3.009 € 3.677 € 4.394 € Jobs Dozent / Dozentin
Hessen 2.722 € 3.745 € 8.444 € Jobs Dozent / Dozentin
Mecklenburg-Vorpommern 1.571 € 2.536 € 4.025 € Jobs Dozent / Dozentin
Niedersachsen 2.045 € 3.572 € 5.248 € Jobs Dozent / Dozentin
Nordrhein-Westfalen 2.284 € 3.605 € 5.343 € Jobs Dozent / Dozentin
Rheinland-Pfalz 2.255 € 3.641 € 5.778 € Jobs Dozent / Dozentin
Saarland 2.180 € 3.520 € 5.586 € Jobs Dozent / Dozentin
Sachsen 1.763 € 2.847 € 4.518 € Jobs Dozent / Dozentin
Sachsen-Anhalt 1.728 € 2.790 € 4.428 € Jobs Dozent / Dozentin
Schleswig-Holstein 2.836 € 3.237 € 4.039 € Jobs Dozent / Dozentin
Thüringen 1.792 € 2.893 € 4.591 € Jobs Dozent / Dozentin

Dozent / Dozentin:

1. Gehalt

Als Dozent liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.702 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 297 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.293 € beginnen, Dozenten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.875 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.237 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.162 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Dozent in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.540 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.458 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.815 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.745 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.745 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.084 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.906 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.018 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer an einer Universität, einer Akademie oder einer Fachschule als Dozent /-in arbeiten möchte, braucht einen Universitätsabschluss sowie einen entsprechend hohen akademischen Grad. Einen verwandten Beruf gibt es indes nicht, allerdings ist es durchaus möglich, nach einer abgeschlossenen Ausbildung sowie einer entsprechenden Fachlehrerausbildung zunächst Praxiserfahrung im Lehren zu sammeln. Schließt der /die Fachlehrer /-in ein fachlich passendes Hochschulstudium an, so ist auch damit die Möglichkeit gegeben, an einer Akademie bzw. Hochschule zu unterrichten.

Im Grunde genommen kann hier eine grundsolide Ausbildung jeder Fachrichtung Ausgangspunkt sein. Wenn man bedenkt, dass im dualen Ausbildungssystem auch Berufsschullehrer vor den Auszubildenden stehen, so kann dies ein erster Weg in Richtung eines lehrenden Berufes sein. Allerdings ist eines zu beachten: Nach einer abgeschlossenen Ausbildung und einer anschließenden Fachlehrerausbildung kann man zwar lehren – allerdings schafft man den Sprung nicht an eine Hochschule. Dazu ist immer ein akademischer Grad nötig.

Branchenähnlich ist auch der Beruf des /der Dozent /-in in der Erwachsenenbildung. Dieser /diese ist an Volkshochschulen, bei Industrie- und Handelskammern sowie in Bildungseinrichtungen tätig. Auch an den immer stärker in den Fokus rückenden E-Learning- und Ferninstituten ist ein Dozent /-in in der Erwachsenenbildung tätig. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch der Beruf des /der Bildungspädagogen /-in. Die Aufgaben umfassen folgenden Aufgabenbereich:

  • Ermittlung des betriebsinternen Bildungsbedarfs anhand einer Stärken-Schwächen-Analyse,
  • Erstellung von Schulungskonzepten im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung,
  • Erstellung von Lehrinhalten und Stundenplänen,
  • Auswahl und Anschaffung von geeignetem Lehrmaterial in Form von Anschauungsmaterial, Software sowie Material für Lehrwerkstätten in handwerklichen Berufen,
  • Schulung von Mentoren, Trainern und Auszubildenden,
  • Beratung zu Angeboten der innerbetrieblichen Aus- und Weiterbildung,
  • Koordination von Bildungsmaßnahmen,
  • Vermittlung bei Problemen und Konflikten.
3. Studium

Um als Dozent /-in an einer Hochschule, einer Fachakademie oder in einer anderen weiterführenden Bildungseinrichtung tätig sein zu können, ist ein akademischer Abschluss Grundvoraussetzung. Um Studenten /-innen auf ihrem Weg zu einem Doktortitel belgeiten zu können, muss der /die Dozent /-in selbst einen solchen haben. Das heißt, dass mit steigendem akademischem Grad auch die Wahrscheinlichkeit steigt, an einer Hochschule oder einer Akademie als Dozent /-in tätig zu sein.

Die Liste der möglichen Studienfächer ist dabei lang, denn es gilt, sich auf dem Weg zum Dozentendasein zum Profi für ein Thema herauszubilden. In der Praxis bedeutet das, dass nach einem grundständigen Studium (meist mit Bachelorabschluss) ein weiterführendes Studium (meist mit Masterabschluss) absolviert wird. Bei einer Dozententätigkeit geht es indes nicht nur darum, theoretisch Fachkenntnisse zu besitzen, die man vermitteln kann. Es geht auch um Methodenwissen, welches sich der /die Dozent /-in im Laufe des Studiums sowie im Rahmen einer eigenständigen Forschung angeeignet wird.

Forschung ist an dieser Stelle ein wichtiger Praxisbezug, denn wer nicht selbst eine Forschung initiiert und von der Forschungsthese über die Datenerhebung bis hin zu Forschungsarbeit und Publikation in jedem Einzelschritt selbst bewerkstelligt hat, wird auch die Studenten /-innen nicht entsprechend anleiten können. Neben theoretischen Fachkenntnissen und Kenntnis der fachspezifischen Methoden ist auch Berufspraxis im Fachbereich wichtig. So sollte ein Jurist selbst Fälle bestritten haben, ein Archäologe selbst historische Knochenfunde freigelegt haben und ein Psychologiedozent auch selbst als Psychologe gearbeitet haben, um die theoretischen Kenntnisse mit praktischen Belegen untermauern zu können.

Ein /-e Dozent /-in an einer Hochschule muss für seinen Beruf Kenntnisse der Didaktik, der Hochschulorganisation /-verwaltung, der Methodik sowie der Seminarplanung mitbringen. Auch sollte er /sie während der eigenen Promotionsphase geübt haben, welche Ansprüche an eine universitäre Lehre gestellt werden. Dabei geht es nicht nur darum, ein vielseitiges Seminarangebot zu kreieren, sondern auch darum, die universitäre Lehre stets ein stückweit neu zu erfinden und an aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarktes auszurichten.

4. Tätigkeit

Der Dozent oder die Dozentin (Uni) für Hochschulen und Akademien ist für die Ausbildung von Studenten an einer Universität oder einer Akademie verantwortlich. Damit finden Dozenten ihr Arbeitsumfeld an Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen und sonstigen wissenschaftlich-pädagogischen Einrichtungen.

Angehörige dieser Berufsgruppe besitzen fundiertes Wissen zum einen über didaktische Theorien, zum anderen über ein bestimmtes Fachgebiet. Ein/e Dozent /-in vermittelt Studenten nämlich nicht nur Fachwissen, sondern leitet sie auch zum selbstständigen Arbeiten an. Wissenschaftliche, fachspezifische Methoden werden dabei ebenso vermittelt wie praktische Fähigkeiten.

In seiner /ihrer Tätigkeit als Dozent /-in an einer Universität oder einer Akademie fallen die folgenden Aufgaben an:

  • Studienfachberatung, Ausbildung der Studenten /-innen in Seminaren, Vorlesungen, Übungen,
  • Beratung und Betreuung von Studenten /-innen der Seminare und Vorlesungen sowie von Diplom-, Examens- und Promotionskandidaten /-innen,
  • Erstellung von Prüfungsaufgaben, Korrektur von Klausuren,
  • Planung von Forschungsthemen, Durchführung von Forschungen, Publikation von Forschungsergebnissen, Präsentation der Ergebnisse bei Fachkongressen und Tagungen, Ermittlung von Forschungsmitteln,
  • Kooperation mit anderen (interdisziplinären) Fachbereichen im In- und Ausland
  • Verwaltende Tätigkeiten an der Hochschule /Akademie sowie als Halter eines eigenen Lehrstuhls.