*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Psychologe / Psychologin

Datenbasis: 590 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.529 € 3.536 € 5.315 €
Baden-Württemberg 2.944 € 4.076 € 6.450 € Jobs Psychologe / Psychologin
Bayern 2.674 € 3.691 € 5.806 € Jobs Psychologe / Psychologin
Berlin 2.577 € 3.515 € 5.929 € Jobs Psychologe / Psychologin
Brandenburg 1.730 € 3.101 € 5.150 € Jobs Psychologe / Psychologin
Bremen 2.430 € 3.398 € 5.108 € Jobs Psychologe / Psychologin
Hamburg 2.268 € 3.499 € 6.698 € Jobs Psychologe / Psychologin
Hessen 2.780 € 3.378 € 4.899 € Jobs Psychologe / Psychologin
Mecklenburg-Vorpommern 2.342 € 2.973 € 4.614 € Jobs Psychologe / Psychologin
Niedersachsen 2.618 € 3.561 € 4.921 € Jobs Psychologe / Psychologin
Nordrhein-Westfalen 2.540 € 3.693 € 5.701 € Jobs Psychologe / Psychologin
Rheinland-Pfalz 2.487 € 3.477 € 5.226 € Jobs Psychologe / Psychologin
Saarland 2.497 € 3.491 € 5.247 € Jobs Psychologe / Psychologin
Sachsen 1.940 € 2.810 € 3.875 € Jobs Psychologe / Psychologin
Sachsen-Anhalt 2.280 € 2.804 € 4.323 € Jobs Psychologe / Psychologin
Schleswig-Holstein 2.473 € 3.914 € 5.863 € Jobs Psychologe / Psychologin
Thüringen 2.196 € 2.473 € 3.538 € Jobs Psychologe / Psychologin

Psychologe / Psychologin:

1. Gehalt

Psychologen und Psychologinnen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie genau hinschauen. Hier wird einer genauen Analyse unterzogen, was Psychologen eigentlich verdienen bzw. verdienen können.

Das durchschnittliche Gehalt von Psychologen liegt bundesweit bei 3.536 € brutto monatlich. Hochgerechnet entspricht das einem Jahresgehalt von 42.432 €. Abweichungen nach unten und oben sind üblich. So bekommen die hinteren 25% der Einkommenstabelle 2.529 € oder weniger, weitere 25% wiederum erhalten 5.315 € oder mehr pro Monat. Grundlage für all diese Zahlen sind 590 Datensätze, die wir in den vergangenen Jahren erhoben und ausgewertet haben. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Datensätze angestellter Psychologen. Selbstständige Psychologen sind kaum Bestandteil unserer Datenbasis und haben ganz andere, sehr individuelle Verdienstmöglichkeiten.

Psychologen, die in großen Firmen oder im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, werden häufig nach Tarifvertrag bezahlt. Welche Faktoren darüber hinaus Einfluss auf das Gehalt nehmen können, beleuchten wir im Folgenden.

Gegenstand der Analyse: die Gehaltsentwicklung

Nach erfolgreich absolviertem Psychologie-Studium können Psychologen mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 3.081 € rechnen. Mit wachsender Erfahrung steigt in den Folgejahren auch die Vergütung:

  • 25 Jahre = 3.085 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.218 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.345 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.724 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.954 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.101 Euro brutto

Da der Beruf des Psychologen ein Studium voraussetzt, liegt das Durchschnittsgehalt der Altersgruppe „25 Jahre“ noch unter dem durchschnittlichen Einstiegsgehalt. Die meisten Berufsstarter sind schlichtweg älter als 25. Wer so jung einsteigt, muss die geringere Lebenserfahrung dann zunächst wohl mit einem etwas niedrigeren Einstiegsgehalt ‚bezahlen‘.

Fort- und Weiterbildungen wie z. B. zum Polizeipsychologen, Kriminalpsychologen oder Sportpsychologen können eine gute Möglichkeit sein, das eigene Einkommen positiv zu beeinflussen.

Ein weiterer Faktor, der das Gehalt beeinflusst, ist das Geschlecht. Auch unter Psychologen gilt, was in den meisten Berufen gilt: Immer noch verdienen Männer besser als Frauen. So erhält ein Psychologe im Schnitt 4.064 €, eine Psychologin aber nur 3.404 € im Monat.

Gegenstand der Analyse: die Firmengröße

In vielen Berufen und Branchen kann man sich in Sachen Gehaltshöhe in Abhängigkeit zur Firmengröße auf folgende Faustformel einstellen: Je größer das Unternehmen ist, je mehr Mitarbeiter es hat, desto höher die Bezahlung. Welche Auswirkungen die Arbeitgebergröße auf die Einkommen von Psychologen hat, zeigt folgende Tabelle:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.305 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.610 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.264 Euro brutto

Eine Arbeitsstelle in großen Konzernen lohnt sich also auch für Psychologen – zumindest finanziell. Dass diese aber eher rar sein dürften, zeigt die Nähe des Gesamtdurchschnitts (3.536 €) zu den Zahlen der mittelgroßen Firmen.

Gegenstand der Analyse: der Standort

Ein weiterer Faktor, der den Verdienst beeinflusst, ist das Bundesland, in dem der Arbeitgeber ansässig ist. So verdienen Psychologen in Baden-Württemberg (4.076 €), Schleswig-Holstein oder Bayern in der Regel deutlich mehr als beispielsweise in Thüringen (2.473 €), Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern. Ein möglicher Grund für diese Differenz sind regional unterschiedlich hohe Lebenshaltungskosten.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Psychologe bzw. Psychologin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Psychologie hat sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts als Wissenschaft an den Universitäten etabliert. Sie hat viele Gesichter und beschäftigt sich nicht nur mit psychologischen Problemen und gestörtem Verhalten. Die Themenbereiche sind vielfältig. Ein/eine Psychologe /-in kann in der Wirtschaft, Politik, Werbung oder Bildung arbeiten. Wer Psychologe /-in werden will, muss Psychologie studieren. Es gibt derzeit keine explizite praktische Ausbildung, die einen alternativen Zugang ermöglichen würd. Interessenten, die keine Hochschulzugangsberechtigung haben, können über eine therapeutische Ausbildung und einer anschließenden Berufstätigkeit als Therapeut /-in Zugang zum Psychologiestudiengang erhalten.

Eine therapeutische Ausbildung kann in verschiedenen Bereichen erfolgen. Es gibt Lehrgänge für Musiktherapie, Kunsttherapie, Ergotherapie, Atemtherapie, Logopädie und Heilpraktiken. Bewerber sollten eine Therapie auswählen, die sie später im Berufsleben als Psychologe /-in anwenden wollen. Alle therapeutischen Ausbildungen haben gemein, dass sie Menschen helfen, die körperliche Beeinträchtigungen durch Alter, Krankheit, Unfall oder Behinderung haben. Die Ausbildungsdauer hängt vom jeweiligen Bildungsanbieter ab. In der Regel geht der Kurs über zwei bis drei Jahre. Zulassungsvoraussetzungen sind ein ärztliches Attest, ein Erste-Hilfe-Kurs und eine mittlere Reife. Manche Institutionen verlangen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Vorpraktikum in der Krankenpflege.

Wer bereits als Psychologe /-in tätig ist, kann sich in vielseitigen Bereichen über einen Zertifikatskurs, einen Lehrgang oder eine Fortbildung weiterbilden. Die Weiterbildungen sind Voraussetzung für professionelle psychologische und das Weiterführen eines Fachtitels. Sie fördern die Fachkompetenz und helfen, im Berufsalltag verantwortungsvoll zu handeln.

Psychologen können sich in vielen Themenbereichen weiterbilden:

  • Psychotherapie,
  • Allgemeine und spezielle Psychologie,
  • Konfliktmanagement,
  • Mediation,
  • Yoga,
  • Soziale Beratungsarbeit,
  • Supervision,
  • Gruppenarbeit,
  • Therapieformen,
  • Gesundheitswesen,
  • Kommunikation,
  • Sozialtherapie,
  • Kindertherapie,
  • Pädagogik,
  • Kriminologie,
  • Coaching.

Die Weiterbildungen werden von Berufskammern, Instituten, Hochschulen und Akademien angeboten. Der Psychologe kann sie berufsbegleitend oder in Vollzeit absolvieren. Die Berufsverbände kontrollieren, ob der Psychologe regelmäßig Fortbildungen besucht.

3. Studium

Das Psychologiestudium findet in Deutschland an einer Hochschule oder Akademie statt. Der Studiengang geht in der Regel über sechs Semester. Er ist meistens mit einem NC zulassungsbeschränkt. Bewerber benötigen ein Abitur.

Das Studium richtet sich nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Die Studierenden erwerben praktische Fertigkeiten und Fachkenntnisse, die sie für die Tätigkeit als Psychologe /-in qualifizieren. Der Studiengang vermittelt verschiedene psychologische Teildisziplinen und erklärt die Entstehung und Weiterentwicklung von Denk- und Forschungsansätzen.

Die Studenten erhalten wissenschaftliches und psychologisches Wissen und beschäftigen sich mit diagnostischen, evaluierenden, beratenden und therapeutischen Aufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen, der Verwaltung, der Bildung, Wirtschaft und Industrie. Das Psychologiestudium vermittelt verschiedene psychologische Teildisziplinen und erklärt die Entstehung und Weiterentwicklung von Denk- und Forschungsansätzen. Die umfangreichsten Fächer sind Klinische Psychologie, Psychotherapie und Arbeits- und Organisationspsychologie. Das Bachelorstudium umfasst 180 Leistungspunkte und ist modulartig aufgebaut.

Die Studenten lernen, psychologische Aufgaben zu erkennen und Lösungsansätze zu formulieren, die sie wissenschaftlich begründen können. Zudem entwickeln sie Methoden zur Analyse und Bewertung von psychologischen Tätigkeiten. Damit die Studenten mit internationalen wissenschaftlichen Artikeln und Studien umgehen können, lernen sie im Studium fachspezifisches Englisch. Nach dem Grundstudium erhalten die Studierenden Einblick in die Berufswelt des Psychologen und absolvieren ein Praktikum im Bereich der Diagnostik, Beratung oder Therapie.

Die wichtigsten Inhalte des Psychologiestudiums sind:

  • Allgemeine Psychologie,
  • Biopsychologie,
  • Statistik,
  • Diagnostik,
  • Verhaltensbeobachtung,
  • Entwicklungspsychologie,
  • Sozialpsychologie,
  • Arbeitspsychologie,
  • Pädagogische Psychologie,
  • Klinische Psychologie,
  • Psychotherapie
  • Englisch,
  • Methodenlehre,
  • Wissenschaftliches Arbeiten.

Nach dem Bachelorstudium und der erfolgreich bestandenen Bachelorarbeit empfiehlt es sich, einen weiterführenden Masterstudiengang zu besuchen. Der Studiengang vermittelt aufbauende Fertigkeiten und fachliche Kenntnisse und qualifiziert für die Forschung und die psychologische Berufspraxis. Im Master kann der Absolvent einen Schwerpunkt setzen und sich in einem Bereich der Psychologie, wie zum Beispiel Wirtschaftspsychologie, spezialisieren.

4. Tätigkeit

Als Psychologe bzw. Psychologin übt man einen sehr anspruchsvollen Beruf aus, da die Psyche des Menschen höchst komplex sowie sensibel ist und es sehr viel Einfühlungsvermögen und Kraft braucht, sie zu heilen. Zudem befähigt das Studium der Psychologie Menschen zwar, verschiedene psychologische Krankheitsbilder zu diagnostizieren und ggf. grundsätzlich geeignete Maßnahmen einzuleiten bzw. bestimmte Therapien anzuwenden, doch ist die menschliche Psyche zu komplex, als dass Patienten nicht so individuell betrachtet werden müssen und jeder Patient nicht ganz eigene Anforderungen an seinen behandelnden Arzt stellt.

Doch Psychologen sind in dieser Hinsicht nicht alle in der gleichen Art und Weise gefragt. Denn die speziellen Tätigkeiten hängen vom gewählten Tätigkeitsfeld ab. Sie finden sich in der Aus- und Weiterbildung, der Marktforschung, der Therapie, der Gesundheitsberatung, der psychologischen Analyse und in vielen weiteren Bereichen. Zu den Hauptaufgaben eines/einer Psychologen /-in gehören die Analyse der Gesetzmäßigkeiten im menschlichen Wahrnehmen sowie die psychologische Behandlung und Beratung von einzelnen Personen oder Gruppen in Form einer Therapie. Der Psychologe beobachtet das menschliche Verhalten und Denken und entwickelt Konzepte, die einen Heilungsprozess fördern. Wenn sein Einsatzgebiet in der Diagnostik liegt, erstellt er Gutachten und berät und unterstützt Angehörige.

Arbeitet der Psychologe in der Wirtschaft, beschäftigt er sich mit der Analyse und Verbesserung von Arbeitsabläufen, führt Schulungen durch und entwickelt Methoden der Personalführung. In der Marktforschung übernimmt der Psychologe Meinungsumfragen, erstellt Statistiken zum Kaufverhalten und erforscht das subjektive Wahrnehmen von Produkten und Dienstleistungen. Der/die Psychologe /-in sollte ausgeprägte kommunikative und analytische Fähigkeiten, Verantwortungsbewusstsein besitzen sowie emotional und psychisch stabil sein.