*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Datenbasis: 263 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.914 € 4.296 € 6.284 €
Baden-Württemberg 3.022 € 4.343 € 6.194 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Bayern 3.178 € 4.653 € 6.385 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Berlin 3.070 € 4.092 € 6.697 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Brandenburg 2.641 € 2.908 € 4.232 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Bremen 2.800 € 4.128 € 6.038 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Hamburg 2.305 € 4.111 € 7.245 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Hessen 3.906 € 4.792 € 7.287 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Mecklenburg-Vorpommern 2.142 € 3.158 € 4.619 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Niedersachsen 2.342 € 4.235 € 6.911 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Nordrhein-Westfalen 2.502 € 4.127 € 6.356 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Rheinland-Pfalz 3.220 € 4.420 € 8.331 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Saarland 2.968 € 4.375 € 6.400 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Sachsen 2.241 € 3.304 € 4.833 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Sachsen-Anhalt 2.196 € 3.238 € 4.736 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Schleswig-Holstein 2.559 € 3.773 € 5.519 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Thüringen 2.277 € 3.357 € 4.910 € Jobs Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Facharzt / Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie:

1. Gehalt

Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.296 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 263 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.914 € beginnen, Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.284 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.773 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.343 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.128 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.086 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.304 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.329 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.394 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.492 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.251 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.492 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.231 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Da nur Bewerber mit sehr guter Abiturnote eine Chance auf einen Studienplatz in Medizin haben, wählen viele zunächst den Weg über eine Ausbildung im Gesundheitswesen. Es besteht die Möglichkeit, sich gezielt zur/zum Fachkrankenschwester /-pfleger für psychiatrische Abteilungen ausbilden zu lassen. Jedoch handelt es sich dabei um Weiterbildungsmaßnahmen. Daran können nur diejenigen teilnehmen, die bereits eine allgemeine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf, also zum Beispiel zur/zum Krankenschwester /-pfleger durchlaufen haben.

Entsprechende Angebote machen meist staatlich anerkannte Bildungsstätten. Die Teilnehmer werden sowohl in theoretischer als auch in praktischer Form unterrichtet. Hinzu kommen berufspraktische Lernphasen. Zwar kann die Ausbildung in Vollzeit gleistet werden, um sie jedoch mit einer Berufstätigkeit vereinbaren zu können, wird häufig das Teilzeitmodell gewählt. Je nach Bildungsinstitut und Unterrichtsmodell variiert die Gesamtdauer des Lehrgangs.

Die Inhalte der Ausbildung werden in Grund- und Fachmodule eingeteilt. Zu den Grundmodulen gehören:

  • Gesundheitswissenschaft, Prävention und Rehabilitation,
  • Pflegewissenschaften und Pflegeforschung,
  • Kommunikation, Anleitung und Beratung,
  • Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen.

Der Fachmodulbereich umfasst zusätzlich Themen wie:

  • Psychiatrische Erkrankungen und psychiatrische Pflegekonzepte,
  • Spezifisches psychiatrisches Pflegewissen,
  • Aufgaben und Rollen der psychiatrischen Pflege im psychosozialen Netzwerk,
  • Reflexionsverfahren in der psychiatrischen Pflege.

Die berufspraktischen Phasen erbringen die Teilnehmer meist in psychiatrischen sowie psychosomatischen Abteilungen und in der Rehabilitation. Dabei kann es sich entweder um stationäre oder ambulante Einrichtungen handeln.

Die Abschlussprüfung kann je nach Bundesland aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil bestehen.
Auch Pflegepersonal muss mit Zusammenhängen in der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers vertraut sein. Daher wird vorausgesetzt, dass Bewerber für die Weiterbildungsmaßnahme zur/zum Krankenschwester /-pfleger gewisse medizinische Grundkenntnisse mitbringen. Hinzu kommen gerade in der Psychiatrie Aspekte aus der Psychologie, die dem angehenden Pflegepersonal ebenfalls nicht fremd sein sollten. Darüber hinaus werden Grundlagen der Pädagogik vorausgesetzt. Außerdem spielen rechtliche Vorschriften und Zusammenhänge im Umgang mit psychisch Kranken eine große Rolle. Die Lehrgangsteilnehmer sollten deshalb in der Lage sein, diese nachzuvollziehen und anzuwenden.

3. Studium

Wer sich nach dem Abschluss eines allgemeinen Medizinstudiums auf den psychiatrischen Bereich spezialisieren möchte, kann dies in Form einer Weiterbildung zum/zur Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie tun.
Insgesamt umfasst eine Ausbildung dieser Art fünf Jahre. Die ersten beiden Jahre werden in der stationären psychiatrischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung absolviert. Danach folgen zwölf Monate in der Neurologie bevor abschließend eine zweijährige Tätigkeit im ambulanten Bereich aufgenommen wird.

Zu den vielfältigen Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:

  • Psychiatrische Anamnese und Befunderhebung,
  • Psychodiagnostische Testverfahren,
  • Psychopathologie im Allgemeinen und Speziellen,
  • Psychische Erkrankungen und Störungen (Entstehungsfaktoren, Krankheitsverlauf, Behandlung),
  • Krankheitsverhütung, Früherkennung, Rückfallverhütung, Vermeidung unerwünschter Therapieeffekte,
  • Krisenintervention, Familienberatung, Sucht- und Suizidprophylaxe,
  • Psychische Erkrankungen bei geistig behinderten Menschen,
  • Grundlagen der neuropsychiatrischen Differentialdiagnose.

Am Ende der Ausbildung gilt es eine mündliche Abschlussprüfung zu bestehen. Die konkrete Prüfungsordnung legt die jeweilige Landesärztekammer fest.

Da Bewerber für die Ausbildung zum/zur Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ein allgemeinmedizinisches Studium durchlaufen haben, verfügen sie bereits über umfassende fachbezogene Kenntnisse. Wer frühzeitig eine solche Spezialisierung im Sinn hat, sollte schon während des Studiums entsprechende Schwerpunkte setzten. Es bietet sich zum Beispiel an die Module Psychiatrie und Psychotherapie zu wählen oder Praktika in diesen Bereichen zu leisten. Da es Psychiatern anders als Psychotherapeuten erlaubt ist, Medikamente zu verschreiben, ist es außerdem von Vorteil, wenn die Bewerber Grundkenntnisse aus der Pharmakologie mitbringen.

Die Ausbildung zum/zur Facharzt /-ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ist nicht die einzige Möglichkeit, nach dem Abschluss des allgemeinmedizinischen Studiums eine Spezialisierung in dieser Richtung vorzunehmen. So kann man sich alternativ zum/zur Facharzt /-ärtzin für Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Psychosomatische Medizin ausbilden lassen.

4. Tätigkeit

Psychische und psychosomatische Erkrankungen nehmen innerhalb der Medizin einen immer größeren Stellenwert ein. Speziell ausgebildet für Diagnosen dieser Art sowie für die entsprechenden Therapiemethoden sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Diese übernehmen in Kliniken, Krankenhäusern oder Fachpraxen die Erkennung und Beurteilung von Erkrankungen entsprechend ihres Fachbereiches.

Zu den Krankheiten, mit denen sich die Experten vorwiegend befassen, gehören Depressionen, Psychosen, Schizophrenien und Demenz. Zunächst untersuchen sie die Patienten mithilfe verschiedenster medizintechnischer Verfahren. Hier kommt den Fachleuten zu Gute, dass sie neben den Bereichen Psychiatrie und Psychosomatik auch mit der Neurologie vertraut sind. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse erstellen sie einen individuellen Behandlungsplan. Dieser kann zum Beispiel eine Verhaltens- oder Gesprächstherapie enthalten. Des Weiteren werden Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie in der Suchtprävention und Suchtberatung eingesetzt. Dabei kann es sich um verschiedenste Suchtmittel wie Alkohol, Drogen und Medikamente aber ebenso um Spiel- oder Kaufsucht handeln.

Zusätzlich übernehmen die Fachmediziner verwaltungstechnische Aufgaben. So gilt es Therapieverläufe zu dokumentieren und in regelmäßigen Abständen Berichte zu erstellen. Teilweise wird auch einer forschenden Tätigkeit beispielsweise an Universitätskliniken nachgegangen.

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