*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Elektroingenieur / in

Datenbasis: 3.449 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.188 € 4.598 € 7.161 €
Baden-Württemberg 3.510 € 5.034 € 7.515 € Jobs Elektroingenieur / in
Bayern 3.457 € 4.836 € 7.600 € Jobs Elektroingenieur / in
Berlin 2.849 € 4.118 € 7.052 € Jobs Elektroingenieur / in
Brandenburg 2.465 € 3.573 € 5.309 € Jobs Elektroingenieur / in
Bremen 2.975 € 4.262 € 6.604 € Jobs Elektroingenieur / in
Hamburg 3.424 € 4.764 € 7.638 € Jobs Elektroingenieur / in
Hessen 3.172 € 4.480 € 6.841 € Jobs Elektroingenieur / in
Mecklenburg-Vorpommern 2.980 € 3.613 € 6.070 € Jobs Elektroingenieur / in
Niedersachsen 3.131 € 4.327 € 6.534 € Jobs Elektroingenieur / in
Nordrhein-Westfalen 3.283 € 4.781 € 7.487 € Jobs Elektroingenieur / in
Rheinland-Pfalz 3.295 € 4.462 € 6.461 € Jobs Elektroingenieur / in
Saarland 3.086 € 4.004 € 5.554 € Jobs Elektroingenieur / in
Sachsen 2.848 € 3.780 € 6.518 € Jobs Elektroingenieur / in
Sachsen-Anhalt 2.419 € 3.820 € 7.899 € Jobs Elektroingenieur / in
Schleswig-Holstein 3.022 € 4.394 € 5.995 € Jobs Elektroingenieur / in
Thüringen 2.577 € 3.619 € 5.792 € Jobs Elektroingenieur / in

Elektroingenieur / Elektroingenieurin:

1. Gehalt

Wie viel verdient man als Elektroingenieur?

Im bundesweiten Durchschnitt verdient ein Elektroingenieur 4.598 € brutto im Monat. Hochgerechnet entspricht das einem Jahresgehalt von 55.176 €.

  • Dabei liegt das Monatsgehalt der hinteren 25% der Gehaltsrangliste bei maximal 3.188 €,
  • das der vorderen 25% hingegen bei mindestens 7.161 €.

All diese Zahlen basieren auf 3.449 Datensätzen, die wir innerhalb der letzten beiden Jahre erhoben und ausgewertet haben. Welche Faktoren dabei neben einer möglichen Bindung an einen Tarifvertrag das Gehalt beeinflussen können, erfahren Sie im Folgenden.

Stetes Gehaltswachstum?

Wenn Sie nach dem Studium oder einer qualifizierenden Fortbildung als Elektroingenieur starten, dürfen Sie im Schnitt mit einem Einstiegsgehalt von 3.808 € pro Monat rechnen. Im Laufe der Jahre, steigt mit der Erfahrung in der Regel auch das Einkommen:

  • 25 Jahre = 3.832 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.087 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.650 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.175 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.625 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.806 Euro brutto

Fort- und Weiterbildungen bilden eine gute Möglichkeit, den Verantwortungsbereich und damit auch das Gehalt zu erhöhen. So kann nach dem Bachelor der Elektrotechnik z. B. noch ein Masterstudiengang absolviert werden.

Eine andere Einkommensdifferenz hängt nicht mit dem Alter, sondern mit dem Geschlecht zusammen. Denn auch bei den Ingenieuren der Elektrotechnik verdienen Frauen, wie in vielen anderen Berufen, immer noch weniger als Männer. So bekommt ein Elektroingenieur im Schnitt 4.645 € monatlich, eine Elektroingenieurin hingegen nur 4.028 €. Die Nähe des Gehalts der männlichen Arbeitnehmer zum Gesamtdurchschnitt (4.598 €) zeigt aber auch, dass kaum Frauen in dieser Männerdomäne arbeiten.

Konzern-Bonus?

In vielen Berufen und Branchen gilt die Faustregel: Je größer das Unternehmen, desto höher die Gehälter. Dieses Prinzip findet sich so auch in unseren Zahlen für Elektroingenieure wieder:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.906 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.594 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.609 Euro brutto

Höhere Umsätze großer Firmen sowie die häufigere Bindung an Tarifverträge sind Gründe für diese Tendenz.

Standort-Vorteil?

Auch von der Region, in welcher der Arbeitgeber ansässig ist, kann die Höhe des Einkommens abhängen. So liegt das Elektroingenieursgehalt in Bundesländern wie Baden-Württemberg (5.034 €), Nordrhein-Westfalen und Bayern in der Regel deutlich über dem in Sachsen (3.780 €), Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern. Ein Grund: die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Elektroingenieur bzw. Elektroingenieurin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer als Elektroingenieur /-in arbeiten will, muss die Weiterbildung zum /zur Techniker /-in der Elektrotechnik absolviert. Diese gibt es sowohl ohne Schwerpunkt, als auch mit dem Fokus auf Automatisierungstechnik, Energietechnik oder Information und Kommunikation.

Grundvoraussetzung für die zwei- bis vierjährige Weiterbildung ist eine fachspezifische Ausbildung. In der Regel ist das eine Ausbildung zum /zur Elektroniker /-in. Bereits hier zeigt sich eine Fülle an Schwerpunkten bzw. Wahlmöglichkeiten, wie die folgende Auflistung zeigt.

Schwerpunkt Automatisierungstechnik (Handel):

Auf dem Stundenplan stehen Stromkreise, Gerätekombinationen, Betriebssysteme und ihre Einzelkomponenten sowie die Inbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung der einzelnen Teilkomponenten. Doch auch die Installation von Sensorik, Wandlern und Datennetzen wird behandelt.

Schwerpunkt Automatisierungstechnik (Industrie):

Auszubildende dieser Fachrichtung lernen zu planen, zu montieren, zu demontieren und hinsichtlich einer korrekten Funktionsweise zu prüfen sowie ggf. Schutzmechanismen zu installieren. Auch die Erstellung von Programmen sowie die Programmierung der Geräte ist Teil der Ausbildung.

Schwerpunkt Betriebstechnik:

Angehende Betriebstechnikelektroniker lernen, wie Anlagen der Betriebstechnik konzipiert werden müssen, damit ein reibungsloses Zusammenspiel der Einzelkomponenten gewährleistet ist.

Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik:

Auszubildende dieser Fachrichtung arbeiten mit Leitungen und Kabeln aus der Energietechnik und der Kommunikationsbranche.

Schwerpunkt Gebäude- und Infrastruktursysteme:

Die Auszubildenden lernen, wie Anlagen auf neue Anforderungen umgebaut werden können. Dazu gehört unter anderem der Ein- und Umbau von Teilkomponenten sowie die Wartung, Einrichtung und Überprüfung.

Schwerpunkt Geräte und Systeme:

Geräte und Systeme müssen einwandfrei aufeinander abgestimmt sein, um eine reibungslose Funktionsweise zu ermöglichen. Wie das funktioniert, lernen Auszubildende in diesem Fachbereich.

Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik:

Auszubildende mit diesem Schwerpunkt werden zu Fachkräften für Hard- und Software sowie für Sicherheitskonzepte ausgebildet.

Schwerpunkt Informations- und Systemtechnik:

Wenn eine Störungsmeldung eingeht, sind sie zur Stelle: Elektroniker für Informations- und Systemtechnik lernen diese während ihrer Ausbildung zu lokalisieren und zu beheben.

Schwerpunkt Maschinen und Antriebstechnik:

Theoretisch wird skizziert, praktisch wird geschraubt und kombiniert. Wie aus einer Skizze eine fertige Anlage wird, lernen die Auszubildenden mit diesem Schwerpunkt.

3. Studium

Doch auch wenn es mittlerweile die Möglichkeit gibt, sich nach einer klassischen dualen Ausbildung zum /zur Techniker /-in weiterzubilden, so ist eine Anstellung als Elektroingenieur /-in nach einem entsprechenden Studium in der Praxis doch gängiger. Ähnlich wie im Bereich der Ausbildung gibt es auch bei den Studienfächern Schwerpunkte der Elektrotechnik, die über den künftigen Arbeitgeber entscheiden können. Wer sich alle Möglichkeiten offenhalten möchte, wird Elektrotechnik studieren und sich dabei einen der folgenden Studiengänge aussuchen: Angewandte (industrielle) Elektrotechnik, Electrical and Comupter Engineering, Elektronik und Informationstechnik, Elektrotechnik, Elektro- und Informationstechnik, Industrieelektronik.

Bei einem Studium der Elektrotechnik stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Automatisierungstechnik, Digitaltechnik, Messtechnik, Fahrzeugelektronik, Elektrotechnik, Informatik (und Programmiersprachen), Regelungstechnik, Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik, Nachrichten- /Kommunikationstechnik
  • Bauelemente, Grundschaltungen, Physik, Mechanik, technisches Englisch, Mathematik, Schaltanlagen, Verkehrssysteme
  • Datenkompression, Übertragungstechnik, Elektromagnetik, Energieerzeugung, Gebäudesysteme, Hochfrequenztechnik

Spezifischere Studiengänge sind die Automatisierungstechnik, die Energietechnik, ein Studium im Bereich Erneuerbarer Energien, der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Mikroelektronik, der Mikrosystemtechnik oder der Fahrzeugelektronik.

Grundsätzlich gilt: Wer nach einem grundständigen Studium mit Bachelorabschluss ohnehin einen Masterstudiengang anschließen möchte, dem sei zu einem klassischen Studium der Elektrotechnik geraten. Im Masterstudium wird dann das Profil geschärft und der Schwerpunkt gesetzt. Wer jedoch nach einem Bachelorstudiengang in die Praxis möchte, der sollte gleich auf eine Spezialisierung setzen, denn spezialisiertes Fachwissen ist gefragt. Wer Theorie und Praxis kombinieren möchte, der entscheidet sich heute für ein Duales Studium, bei dem im Betrieb gelernt wird wie während einer Ausbildung und an einer Dualen Hochschule studiert wird. Auch im Anschluss an ein Duales Studium ist ein Masterstudiengang möglich.

4. Tätigkeit

Die Konstruktion, Entwicklung und Planung sowie die Überwachung der Fertigstellung von Geräten, Anlagen und Systemen im Bereich der Elektrotechnik sind die Aufgaben eines Elektroingenieurs bzw. einer Elektroingenieurin (alle Fachrichtungen). Dabei können sich Ingenieure hier natürlich auf eine Vielzahl von Bereichen spezialisieren und in unterschiedlichen Branchen und Arbeitsplätzen eingesetzt werden.

Der Beruf als Elektroingenieur /-in ähnelt dem als Elektrotechniker /-in stark. Der grundsätzliche Unterschied liegt hier im Verantwortungsbereich und in der Praxis. Elektroingenieure besetzen meist einen höheren Rang in der Unternehmenshierarchie und sind weniger in der Praxis tätig. Elektrotechniker übernehmen mehr Verantwortung, sind aber immer noch stärker praktisch orientiert. Wo sie arbeiten, entscheidet letztlich die jeweilige Fachrichtung.