Jobangebote für Energieberater (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Energieberater

Datenbasis: 23 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.474 € 4.207 € 5.992 €
Baden-Württemberg 2.643 € 4.495 € 6.402 € Jobs Energieberater
Bayern 2.633 € 4.477 € 6.377 € Jobs Energieberater
Berlin 2.412 € 4.101 € 5.841 € Jobs Energieberater
Brandenburg 1.885 € 3.205 € 4.565 € Jobs Energieberater
Bremen 2.378 € 4.043 € 5.758 € Jobs Energieberater
Hamburg 2.955 € 5.025 € 7.157 € Jobs Energieberater
Hessen 2.474 € 4.207 € 5.992 € Jobs Energieberater
Mecklenburg-Vorpommern 2.063 € 3.508 € 4.996 € Jobs Energieberater
Niedersachsen 2.257 € 3.838 € 5.466 € Jobs Energieberater
Nordrhein-Westfalen 2.503 € 4.257 € 6.063 € Jobs Energieberater
Rheinland-Pfalz 2.433 € 4.137 € 5.892 € Jobs Energieberater
Saarland 2.704 € 4.598 € 6.549 € Jobs Energieberater
Sachsen 1.903 € 3.236 € 4.609 € Jobs Energieberater
Sachsen-Anhalt 1.865 € 3.171 € 4.516 € Jobs Energieberater
Schleswig-Holstein 2.172 € 3.694 € 5.261 € Jobs Energieberater
Thüringen 1.934 € 3.288 € 4.683 € Jobs Energieberater

Energieberater / Energieberaterin:

1. Gehalt

Als Energieberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.207 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 23 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.474 € beginnen, Energieberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.992 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.694 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.495 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Energieberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 4.034 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.390 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.920 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.081 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.995 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.167 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.387 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.422 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.653 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Berufsbezeichnung Energieberater/-in erhält man, wenn man eine qualifizierende Weiterbildung wahrnimmt. Diese Prüfung ist kammerrechtlich geregelt. Um zur Prüfung zugelassen zu werden, muss jedoch kein Lehrgang belegt werden. Dennoch ist es sehr zu empfehlen, eine Weiterbildung von einem Bildungsanbieter zu buchen, bevor man die Prüfung angeht. Die Zugangsvoraussetzung für die Weiterbildung ist in der Regel ein Meister Abschluss in einem Handwerksberuf. Der Nachweis durch den Meisterbrief ist obligatorisch. Als zulässig gilt in den meisten Ausbildungsstätten der Meisterbrief zum Maurer- und Betonbauermeister, Zimmereimeister, Wärme-, Kälte- Schallschutzisolierungsmeister oder Installateur- und Heizungsbauermeister

Die Ausbildungsinhalte zum/zur Energieberater/-in bewegen sich in 4 verschiedenen Sparten. Die 1. Sparte ist der Bereich Bauwerk und Baukonstruktion. Inhaltlich beschäftigt sich die Weiterbildung mit der Baustofftechnik. Insbesondere bauphysikalische und ökologische Eigenschaften von Baustoffen und Baukonstruktionen werden hier vermittelt. Auch Umweltschutz und Baustoffrecycling wie zum Beispiel das Gefährdungspotenzial von Baustoffen, ein umweltgerechter Ausbau sowie Lagerung und Entsorgung von Baumaterial stehen auf dem Plan.

Die Bauphysik ist die nächste Sparte. Im Rahmen dieser Sparte wird Wissen zu den Themen

  • sommerlicher Wärmeschutz,
  • Wärmebrücken,
  • Feuchteschutz,
  • Tauwasserbildung,
  • Luftdichtheit,
  • Schallschutz,
  • Brandschutz,
  • technische Anlagen wie Heizung und Lüftung,
  • Konstruktionsmerkmale,
  • Wärmebedarfsberechnung,
  • Belüftung,
  • Umwelttechnik und
  • Beleuchtung

vermittelt.

Die 3. Sparte ist die Modernisierungsplanung. Inhaltlich geht es um die Aufnahme und Berechnung sowie Bewertung von Daten und Dokumentationen. Zur Anwendung kommen Spezialsoftware sowie Konzepte zur Verbesserung der Energiebilanz. Wesentlicher Inhalt der Modernisierungsplanung ist die Kosten-Nutzen-Rechnung. Wichtig dabei ist der Zeitpunkt der Amortisation, die rechtlichen Bestimmungen, das Entsorgungskonzept sowie der Gebäude-Energienachweis. Die letzte Ausbildungsparte bezieht sich auf die Energieeinsparverordnung (EnEV). Die Ausbildungsinhalte richten sich auf Regelungen zum Gebäudeenergieausweis, zur Gültigkeit der EnEV, zu Anforderungen von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Fragen in Bezug auf Energietechnik.

Nach Ende der Weiterbildung können Energieberater /-innen sich selbstständig machen oder ein einem Energieberatungsunternehmen sowie Ingenieur- oder Architekturbüro arbeiten. Die permanente Anpassungsweiterbildung ist zu empfehlen, um die Fachkenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten.

3. Studium

Ein Studium, das sich Energieberatern /-innen anbietet, ist das Fach Energie- und Ressourcenmanagement. Dabei handelt es sich um ein grundständiges Studienfach, das innerhalb von 6 bis 8 Semestern zu studieren ist. Das Studium kann im dualen System, ausbildungsgesteuert oder praxisintegrierend absolviert werden. So ist es zum Beispiel möglich, eine Ausbildung zum/zur Wasserbauer/-inn, zur Fachkraft für Abwassertechnik oder für Wasserwirtschaft zu absolvieren und gleichzeitig Energie- und Ressourcenmanagement zu studieren.

Wer an einer Universität studieren will, braucht die Hochschulreife bzw. die fachgebundene Hochschulreife für ein Studium an Fachhochschulen. Grundlegende Kenntnisse in Wirtschaft, Recht, Mathematik, Physik und Englisch bilden eine gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Da das Studium des Energie- und Ressourcenmanagements sich viel mit wirtschaftswissenschaftlichen Themen beschäftigt, sind Grundkenntnisse aus den Bereichen Wirtschaft und Recht unerlässlich. Da Rechnungswesen und Controlling ebenfalls auf dem Programm steht, helfen mathematische Kenntnisse dabei, das Studium zu absolvieren. Gerade in der Energietechnik sind physikalische Zusammenhänge an der Tagesordnung, Physik ist deshalb ein relevantes Fach. Englische Fachliteratur steht manchmal ausschließlich zu Verfügung, sodass die Kenntnis der englischen Sprache hilfreich sein kann.

Im Rahmen des Hochschulstudiums Energie- und Ressourcenmanagement werden diese Studieninhalte vermittelt:

  • Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,
  • Energiewirtschaft,
  • Ressourcenwirtschaft,
  • Energiepolitik,
  • Abfallmanagement,
  • Mathematik und Informationstechnologie,
  • Mikroökonomie und Makroökonomie,
  • Qualitätsmanagement
  • Rechnungswesen,
  • Management von Rohstoffen und Ressourcen,
  • Umweltmanagement,
  • Wirtschaftsenglisch und Wirtschaftsethik,
  • Zeitmanagement.

Das Studium schließt mit einer Bachelorarbeit ab. Mit einem erfolgreichen Abschluss können Studenten entweder einen Masterstudiengang anschließen. Dieser befähigt dazu, in Führungspositionen aufzusteigen. Weiterführende Studienfächer können zum Beispiel erneuerbare Energien oder Nachhaltigkeitsmanagement sein. Für alle anderen gilt, dass sie in der freien Wirtschaft vielfältige Tätigkeitsfelder erwarten. Energieberatung, Energiemanagement, Verbraucherberatung oder Marketing stehen dabei auf dem Programm. Absolventen des Studiengangs Energie- und Ressourcenmanagement können sich auf die Bereiche Controlling spezialisieren, ins Finanz-Rechnungswesen einsteigen oder klassisch in die Energieberatung gehen.

4. Tätigkeit

Der Energieberater oder die Energieberaterin findet ein Arbeitsumfeld in Unternehmen der Energieversorgung, des Wohnungsbaus sowie der Heizgeräteindustrie. Auch eine Tätigkeit bei Verbraucherorganisationen oder als Selbstständige ist möglich. Das Tätigkeitsfeld von Energieberatern und Energieberaterinnen erstreckt sich auf die Privatwirtschaft und auf gewerbliche Betriebe. Energieberater /-innen informieren Privathaushalte und Betriebe darüber, inwieweit sie technisch aufrüsten können, um wirtschaftlich und sparsam mit ihrer Energie umzugehen. Insbesondere im Zuge von Sanierungsmaßnahmen, bei Modernisierungen und beim Neubau von gewerblichen und privaten Immobilien sind Energieberater gefragt. Sie überprüfen die technischen Gegebenheiten in Hinblick auf Heizungsanlagen, Lüftungen, Sanitär- und Klimaanlagen. Auf Grundlage der bestehenden Planungen fertigen sie ein passendes Energiekonzept an.

Im Einzelnen haben Energieberater /-innen diese Aufgaben:

  • Prüfung von Voraussetzungen für energieeffizienten Einsatz von Ressourcen,
  • Aufklärung von Kunden über Energieeinsparmöglichkeiten und Optimierung ihrer Energieausbeute,
  • Beratung von Kunden über staatlich geförderte umweltfreundliche Baumaßnahmen,
  • Blower-Door-Messung zur Luftdichtheit und
  • Heizlastberechnung und Wärmeschutznachweise erstellen