Jobangebote für Finanzberater / Finanzberaterin (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Finanzberater / Finanzberaterin

Datenbasis: 21 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.352 € 3.987 € 7.128 €
Baden-Württemberg 3.332 € 4.470 € 5.156 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Bayern 2.503 € 4.243 € 7.586 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Berlin 1.967 € 3.335 € 5.962 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Brandenburg 1.792 € 3.037 € 5.430 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Bremen 2.260 € 3.831 € 6.849 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Hamburg 2.495 € 4.229 € 7.561 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Hessen 2.722 € 4.615 € 8.251 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Mecklenburg-Vorpommern 1.729 € 2.931 € 5.240 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Niedersachsen 2.146 € 3.638 € 6.504 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Nordrhein-Westfalen 2.380 € 4.034 € 7.212 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Rheinland-Pfalz 2.313 € 3.921 € 7.010 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Saarland 2.236 € 3.791 € 6.778 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Sachsen 1.809 € 3.066 € 5.481 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Sachsen-Anhalt 1.773 € 3.005 € 5.372 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Schleswig-Holstein 2.065 € 3.501 € 6.259 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin
Thüringen 1.838 € 3.116 € 5.571 € Jobs Finanzberater / Finanzberaterin

Finanzberater / Finanzberaterin:

1. Gehalt

Als Finanzberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.987 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 21 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.352 € beginnen, Finanzberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.128 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.501 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.470 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Finanzberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.346 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.365 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.202 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.042 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.047 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.156 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.472 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.583 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.435 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Finanzberater oder Finanzberaterin sind je nach vertriebenen Produkten unterschiedlich. Berufsangehörige sind entweder selbstständig oder in einer Festanstellung tätig.Grundsätzlich ist im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit eine Gewerbeanmeldung unerlässlich.

Da das Tätigkeitsfeld der Finanzberater nicht eindeutig spezifiziert werden kann, gibt es auch keine einheitliche Qualifikation. Im besten Falle ist eine Ausbildung in einem fachnahen Ausbildungsberuf Basis dieses Karriereweges. Mögliche Ausbildungen können sein:

Quereinsteiger sind auch aus unzähligen anderen kaufmännischen Berufen vertreten. Der Beruf Finanzberater /-in ist in der Regel durch eine Weiterbildungsmaßnahme zu erlangen. Eine solche Umschulung kann sowohl berufsbegleitend in Teilzeit, als auch in Vollzeit erfolgen. Die Ausbildungsdauer variiert stark in Abhängigkeit von der Ausbildungsstätte.

Lerninhalte der Ausbildung sind im Rahmen des Privatkundenbereichs:

  • Steuerung von Vertriebsaktivitäten
  • Beratung zu Immobilienhandel, Immobilienfinanzierungen, Geld- und andere Vermögensanlagen, Versicherungen betreffend möglicher Personen-, Sach- oder Vermögensschäden

Im Bereich der Firmenkunde werden insbesondere die Inhalte vermittelt:

  • Unternehmens- und Personalführung
  • Beratung zu Finanzierungsmaßnahmen, Konzepten zur Unternehmensdeckung
  • Grundlagen der betrieblichen Altersvorsorge

Mögliche Ausbildungsstätten sind Bildungseinrichtungen, die sowohl von den Versicherungsunternehmen als auch den Kreditinstituten betrieben werden, sowie öffentliche Bildungsinstitute.

3. Studium

In der Regel ist ein Studium nicht zwingend notwendig, um als Finanzberater /-in tätig zu sein. Da der Markt jedoch regelrecht übersättigt ist und es zunehmend schwieriger wird, sich als Finanzberater /-in gegen die Konkurrenz durchzusetzen, stellt jede weitere berufliche Qualifikation ein adäquates Mittel dar, um die eigene Berufsfähigkeit zu steigern und sich von anderen Anbietern abzusetzen.

Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre – insbesondere mit dem Scherpunkt Finanzmanagement – und Jura können mögliche Studienfächer darstellen und ermöglichen jeweils durch diverse Schwerpunktsetzungen individuelle Spezialisierungen. Interessant könnte auch das Studium der Finanzökonomie sein, das jedoch eine hohe Affinität zur Mathematik voraussetzt.

Die Mathematische Finanzökonomie ist im Gegensatz zu den eher allgemeinen Betriebs- und Volkswirtschaftlehren eine spezielle Fachrichtung. Sie beschäftigt sich mit der analytischen Betrachtung der Finanzmärkte. Inhalt ist insbesondere mathematische Auswertung wirtschaftlicher Entscheidungsprobleme. Dies schließt die Beschäftigung mit grundlegenden mathematischen Techniken und mit den Methoden der empirischen Finanzmarktanalyse ein.

Dieser 6-semestrige Bachelor-Studiengang ist in 4 Grundsemestern und 2 aufbauenden Semestern untergliedert. Dabei setzt sich das Lernangebot aus Pflicht- und Wahlmodulen zusammen. Im Grundstudium werden Grundlagen der Ökonomie vermittelt sowie der Umgang mit mathematischen Methoden. Das Hauptstudium bietet die Möglichkeit, die betriebs- und volkswirtschaftlichen Kenntnisse mit dem Schwerpunkt Finanzmanagement zu vertiefen. Studieninhalte sind hier unter anderem:

  • Stochastik,
  • Statistik,
  • Informatik,
  • Spezialisierungen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften,
  • Finanzbereich der Rechtswissenschaften,
  • Verwaltungswissenschaften.

Zu Ende des Studiums und nach erfolgreich absolvierter Abschlussprüfung steht der akademische Grad Bachelor of Science in Mathematischer Finanzökonomie / Mathematical Finance (B.Sc.). Wahlweise kann die weitere Qualifizierung im Rahmen eines darauf aufbauenden Master-Studiums erfolgen. Das Masterstudium ist im Gegensatz zum Bachelor-Studium mehr forschungsorientiert und beschäftigt sich tiefer mit den mathematischen und ökonomischen Aspekten des Finanzmanagements. Das Masterstudium erstreckt sich über vier Semester. Zusammen mit dem beschriebenen Bachelorstudium ersetzt es den bisherigen Studiengang Diplom-Finanzökonom /-in.

4. Tätigkeit

Ein Finanzberater bzw. eine Finanzberaterin ist dienstleistend in der Kundenberatung bezüglich Geldanlagen, Darlehen und Versicherungen tätig. Zum Abschluss der Dienstleistung steht meist die Vermittlung entsprechender Verträge. Andere gängige Berufsbezeichnungen sind Anlageberater, Vermögensberater oder Financial Adviser.

Da der Berufsbegriff Finanzberater /-in rechtlich nicht geschützt und das Tätigkeitsfeld aufgrund der Vielzahl an verschiedenen Produkten und Dienstleistungen relativ groß ist, sind Finanzberater /-innen in den unterschiedlichsten Geschäftsformen und Unternehmen auf dem Finanzmarkt tätig.

Berufsangehörige sind entweder selbstständig oder in einer Festanstellung tätig. Wenn Finanzberater fest bei einem Arbeitgeber angestellt sind, finden sie ihr Arbeitsumfeld bei Finanzdienstleistungsunternehmen, Unternehmens- und Wirtschaftsberatungen, Versicherungsmaklerunternehmen, Kreditinstituten und Versicherungsgesellschaften sowie bei Bausparkassen. Ihre Aufgaben umfassen die Analyse von wirtschaftlichen und finanziellen Situationen von Privat- und Geschäftskunden und die Vermittlung von Finanzdienstleistungsprodukten. Sie können dem Kunden oder der Kundin Hilfestellung leisten bei der Auswahl von Geld- und Kapitalanlagen sowie bei der Risikovorsorge.

Wenn Finanzberater selbstständig arbeiten, lassen sich zwei Vergütungsmodelle unterscheiden. Die häufigste Form ist das Provisionsmodell, nach dem der / die Finanzberater /-in an einen bestimmten Produktanbieter vertraglich gebunden ist und nach der Vermittlung eines Produktes eine Provision erhält. Diese Vergütungsform steht immer wieder in Kritik, weil sie die neutrale, anbieterunabhängige Beratung gefährdet und der / die Finanzberater /- in eigene Interessen über die des Kunden stellen könnte.

Die zweite, weniger verbreitete Vergütungsform ist das Honorarmodell, bei dem die Vergütung des Finanzberaters in Form eines Honorars vom Kunden erfolgt. Dazu wird vorab ein Stundensatz vereinbart.