*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Finanzmanagement

Datenbasis: 208 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.151 € 5.918 € 10.035 €
Baden-Württemberg 3.535 € 6.469 € 11.695 € Jobs Finanzmanagement
Bayern 3.108 € 5.940 € 9.769 € Jobs Finanzmanagement
Berlin 2.746 € 5.088 € 7.064 € Jobs Finanzmanagement
Brandenburg 2.400 € 4.508 € 7.644 € Jobs Finanzmanagement
Bremen 3.432 € 6.446 € 10.930 € Jobs Finanzmanagement
Hamburg 3.208 € 4.615 € 9.390 € Jobs Finanzmanagement
Hessen 3.849 € 6.660 € 9.773 € Jobs Finanzmanagement
Mecklenburg-Vorpommern 2.072 € 3.891 € 6.598 € Jobs Finanzmanagement
Niedersachsen 2.875 € 5.399 € 9.155 € Jobs Finanzmanagement
Nordrhein-Westfalen 3.432 € 7.567 € 12.649 € Jobs Finanzmanagement
Rheinland-Pfalz 3.099 € 5.820 € 9.869 € Jobs Finanzmanagement
Saarland 2.727 € 5.121 € 8.684 € Jobs Finanzmanagement
Sachsen 2.424 € 4.552 € 7.719 € Jobs Finanzmanagement
Sachsen-Anhalt 2.375 € 4.461 € 7.564 € Jobs Finanzmanagement
Schleswig-Holstein 2.767 € 5.197 € 8.812 € Jobs Finanzmanagement
Thüringen 2.463 € 4.625 € 7.842 € Jobs Finanzmanagement

Finanzmanager / Finanzmanagerin:

1. Gehalt

Als Finanzmanager liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.918 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 208 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.151 € beginnen, Finanzmanager in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 10.035 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 5.197 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 6.469 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Finanzmanager in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 4.056 Euro brutto
  • 30 Jahre = 5.241 Euro brutto
  • 35 Jahre = 6.055 Euro brutto
  • 40 Jahre = 6.979 Euro brutto
  • 45 Jahre = 7.169 Euro brutto
  • 50 Jahre = 7.686 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.682 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.994 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 6.720 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Finanzmanager sind in leitender Funktion im Finanzwesen tätig. Die nötigen Qualifikationen für diesen Beruf können im Rahmen einer kaufmännischen Weiterbildung erworben werden. Entsprechende Angebote von Bildungseinrichtungen sind vielfältig. Meist werden die Teilnehmer zu Betriebswirten einer bestimmten Fachrichtung ausgebildet. In diesem Fall bietet sich vor allem eine solche Weiterbildungsmaßnahme im Bereich Finanzen und Investment an.

Zwar bestehen von Bundesland zu Bundesland gewisse Unterschiede, doch in der Regel wird die Ausbildung an Berufsschulen oder -akademien absolviert. Dem Teilnehmer steht frei, ob er den Unterricht in Teil- oder Vollzeit besuchen möchte. Das Teilzeitmodell umfasst vier Lernjahre. Wer ganztägig teilnimmt, kann die Ausbildung bereits nach zwei Jahren abschließen. Im Rahmen der Weiterbildungsmaßnahme erhält der/die Teilnehmer /-in einen Einblick in die für die spätere Tätigkeit relevanten Themenbereiche wie:

  • Betriebs- und Volkswirtschaft,
  • Rechnungswesen,
  • Recht,
  • Wirtschaftsmathematik und Statistik,
  • Jahresabschlussberichte und -analysen,
  • Organisation und Datenverarbeitung.

Ergänzt wird das Lernpensum durch fachübergreifende Aspekte. Hierzu gehören in erster Linie die Lernbereiche Deutsch, Englisch und Sozialkunde. Teilweise besteht die Möglichkeit, weitere Fremdsprachen zu erlernen oder bereits vorhandene Kenntnisse zielgerichtet zu vertiefen.

Wer sich für eine Ausbildung im Finanzsektor entscheidet, bringt in der Regel bereits ein gewisses Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen mit. Jedoch werden neben den persönlichen Neigungen einige grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten vorausgesetzt. Zum einen müssen die Bewerber die Grundprinzipien und -methoden der Mathematik beherrschen. Außerdem ist ein umfassendes Verständnis der wirtschaftlichen und juristischen Ausbildungsinhalte nur mit Hilfe gewisser Vorkenntnisse auf diesem Gebiet möglich. Auf dieser Basis lassen sich die Weiterbildungsinhalte erfolgversprechend aufbauen.

Ob die Kursteilnehmer die Lerninhalte angemessen verinnerlicht haben, stellt sich im Zuge der Abschlussprüfung heraus. Hier wird in schriftlicher Form Fachwissen aus den Bereichen Betriebs- und Volkswirtschaft, Finanzwirtschaft, Personalwirtschaft und aus der Steuerlehre getestet. In einigen Bundesländern muss zusätzlich eine mündliche Prüfung absolviert und/oder eine Facharbeit verfasst und präsentiert werden.

3. Studium

Das Besondere an den betriebswirtschaftlichen Weiterbildungsmaßnahmen ist, dass die Absolventen nach erfolgreichem Abschluss ein Studium aufnehmen können. Eine schulische Hochschulzugangsberechtigung ist in diesem Fall nicht erforderlich. Ein passender Studiengang ist der im Fach Bank/Finanzdienstleistungen. Inhaltlich beschäftigt sich der Studiengang mit Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Recht und Bankwesen. Das Studium besteht in der Hauptsache aus diesen Fächern:

  • Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre,
  • Wirtschaftspolitik,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Bankenrisikosteuerung,
  • Anlagegeschäft,
  • Geschäftspolitik von Finanzdienstleistungsunternehmen,
  • Grundlagen des Kredit- und Auslandsgeschäft,
  • Finanzdienstleistungsprodukte und deren Vertrieb,
  • Spezifisches Rechnungswesen,
  • Integriertes Management.

Damit Studenten gut mit dem geforderten Stoff zurechtkommen, sollten sie eine Reihe von wesentlichen Vorkenntnissen mitbringen. Besonders wichtig ist das Fach Mathematik. Es dient als Basis für die Erstellung von Kalkulationen und ist essentiell, um Statistiken zu analysieren. Mit mathematischem Grundwissen lassen sich wirtschaftliche und rechtliche Bezüge besser verstehen, Zusammenhänge erkennen und Wechselwirkungen analysieren. Am Rande wird im Studium auf das Fach Wirtschaftsinformatik eingegangen. Wer bereits Grundwissen aus der Informatik mitbringt, der wird es im Studium leichter haben.

Gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift sind ebenfalls wichtig für das Studium, dessen Ausrichtung im Laufe der Zeit immer internationaler geworden ist. Studenten können im Fach Bank/Finanzdienstleistungen dual studieren. Das heißt, dass neben der Ausbildung zum Beispiel in einer Bank das wissenschaftliche Studium an der Hochschule läuft. In der Kombination erreichen Absolventen einen guten Reifegrad und sind später auf dem Markt als Bewerber gefragte Kandidaten.

Ein Studium dauert mindestens 6 Semester. Mit dem Bachelorabschluss können Absolventen direkt in die freie Wirtschaft gehen. Alternativ steht ein weiterführendes Studium mit dem Ziel „Master“ offen. Das weiterführende Studium kann in den Sparten

  • Bank/Finanzdienstleistungen,
  • Finanz- und Rechnungswesen oder
  • Controlling und Rechnungswesen

erfolgen. Auch die Fächer Versicherungsbetriebswirtschaft, Unternehmensberatung und Steuern bzw. Prüfungswesen sind empfehlenswert. Mit dem Masterabschluss stehen den Absolventen vielfältige Berufschancen offen.

4. Tätigkeit

Arbeitsteilung und Kooperation nimmt in Finanzabteilungen von Unternehmen und Organisationen einen enormen Stellenwert ein. Damit jedoch insgesamt effizient gearbeitet werden kann, ist eine fachkundige Abteilungsleitung notwendig. Diese Aufgabe übernehmen beispielsweise Finanzmanager.

Ihre Hauptverantwortung besteht vor allem in der Überwachung von Forderungen gegenüber den Kostenträgern. Mit säumigen Zahlern führen sie sowohl telefonisch wie auch persönlich Gespräche. Finanzmanager halten stets die Liquidität des Unternehmens im Auge, ihre Beobachtungen bringen sie regelmäßig in Form von Quartals- und Jahresabschlussberichte zum Ausdruck. Zudem wirken sie in abteilungsübergreifenden Gremien mit. Dabei ist ihr Fachwissen vor allem bei Fragen zur Kosten- und Budgetplanung gefragt. Ebenso gelten sie in finanzwirtschaftlichen und steuerrechtlichen Belangen als kompetenter Ansprechpartner. Hierunter fällt beispielsweise das Buchen von laufenden Geschäftsfällen. Dabei insbesondere die Kreditoren- und Finanzbuchhaltung, das Erstellen von Jahres-, Halbjahres- und Monatsabschlüssen nach IFRS und HGB. Darüber hinaus bringen sie sich bei der Erarbeitung neuer Finanzkontrollsysteme ein.

Als Abteilungsleiter kommen den ausgebildeten Finanzexperten weitere Aufgaben zu. Sie legen Zuständigkeiten fest und unterstützen ihre Mitarbeiter bei Fragen und Problemen. Mit den Führungsebenen anderer Abteilungen stehen sie ebenfalls im ständigen Austausch. So sind sie mitverantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Arbeitsprozesse innerhalb des Unternehmens.

Durch die hohe Anforderung an diesen Beruf erhalten Finanzmanager einen guten Verdienst. Das Einkommen ist jedoch stark abhängig von der Größe des Betriebes und der Berufserfahrung. Neben dem Gehalt sind auch unterschiedliche Sonderzahlungen möglich. Ihre Anstellung finden sie insbesondere bei Versicherungen und Banken. Aber auch immer mehr Großkonzerne beschäftigen eigene Finanzmanager.

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