*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Haushaltshilfe

Datenbasis: 38 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.482 € 1.721 € 3.254 €
Baden-Württemberg 1.631 € 1.894 € 3.581 € Jobs Haushaltshilfe
Bayern 1.578 € 1.832 € 3.464 € Jobs Haushaltshilfe
Berlin 1.386 € 1.610 € 3.044 € Jobs Haushaltshilfe
Brandenburg 1.129 € 1.311 € 2.479 € Jobs Haushaltshilfe
Bremen 1.424 € 1.654 € 3.127 € Jobs Haushaltshilfe
Hamburg 1.572 € 1.826 € 3.453 € Jobs Haushaltshilfe
Hessen 1.715 € 1.992 € 3.766 € Jobs Haushaltshilfe
Mecklenburg-Vorpommern 1.089 € 1.265 € 2.392 € Jobs Haushaltshilfe
Niedersachsen 1.352 € 1.570 € 2.968 € Jobs Haushaltshilfe
Nordrhein-Westfalen 1.710 € 1.986 € 3.755 € Jobs Haushaltshilfe
Rheinland-Pfalz 1.457 € 1.692 € 3.199 € Jobs Haushaltshilfe
Saarland 1.410 € 1.637 € 3.095 € Jobs Haushaltshilfe
Sachsen 1.140 € 1.324 € 2.503 € Jobs Haushaltshilfe
Sachsen-Anhalt 1.117 € 1.297 € 2.452 € Jobs Haushaltshilfe
Schleswig-Holstein 1.430 € 1.661 € 3.141 € Jobs Haushaltshilfe
Thüringen 1.158 € 1.345 € 2.543 € Jobs Haushaltshilfe

Haushaltshilfe:

1. Gehalt

Ein Haushaltshelfer verdient in Deutschland durchschnittlich 1.721 €, basierend auf 38 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.482 € und können teilweise bis zu 3.254 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Haushaltshelfer bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.661 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 1.894 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Haushaltshelfer Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.148 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.684 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.564 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.747 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.678 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.814 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.721 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.684 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.792 Euro brutto

Der individuelle Verdienst hängt stark von der Stundenzahl ab, die die Haushaltshilfe ableistet. Bei privaten Haushaltshilfen kann der Verdienst regelmäßig stark schwanken oder gar aussetzen, wenn ein Kunde verstorben ist oder keine Hilfe benötigt. Bei einem sozialen Verband besteht immer wieder die Möglichkeit, durch Urlaubsvertretung und immer wieder neu registrierten Kunden auf die gewünschte Stundenzahl zu kommen.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Haushaltshilfe ist ein Beruf, der über eine Ausbildung zum/zur Fachhauswirtschaftler /-in erlernbar ist. Die Ausbildung geht über 1,5 bis zwei Jahre. Die Dauer hängt vom Bildungsanbieter ab. Die Zugangsvoraussetzungen sind eine Abschlussprüfung als Hauswirtschaftlerin und Berufspraxis. Bewerber sollten über gute Kenntnisse in der Betriebswirtschaft verfügen.

Die Ausbildung umfasst vier Bereiche. Die Teilnehmer lernen verschiedene hauswirtschaftliche Bereiche kennen, erhalten Kenntnisse über die Betreuung bei alltagsbezogenen Verrichtungen, fördern ihre Kommunikationstechniken und eigenen sich Wissen über rechtliche Rahmenbedingungen an. Im ersten Teil befassen sich die Teilnehmer mit Haushaltssituationen, Leistungsvermögen und Bedürfnissen der zu betreuenden Personen und analysieren hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen, um diese bedarfsgerecht zu gestalten. Sie prüfen das Haushaltsbudget, ermitteln Einsparungsmöglichkeiten und erstellen Haushaltskostenvoranschläge. Sie eignen sich Fachkenntnisse über die optimale Verpflegung an. Das beinhaltet unter anderem die Hilfestellungen, die es beim An- und Auskleiden und der Körperpflege gibt. Die Ausbildung vermittelt darüber hinaus, wie Betreuungsaufgaben geplant und dokumentiert werden und wie die Teilnehmer Probleme der alltäglichen Lebensgestaltung erkennen können. Auf dem Stundenplan stehen Techniken und Methoden der Gesprächsführung sowie Konfliktlösung. Die Teilnehmer lernen, wie sie sich bei Krankheiten und Gesundheitsstörungen verhalten. Sie eignen sich zudem Kenntnisse über einschlägige Rechtsgrundlagen an.

Inhalte der Ausbildung zum/zur Fachhauswirtschaftler /-in sind:

  • Betreuung und Pflege älterer oder behinderter Menschen,
  • Gerontologie und gerontopsychiatrische Grundlagen,
  • Hauswirtschaftliche Leistungen,
  • Rechtliche Grundlagen,
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen,
  • Kommunikationstechniken,
  • Computeranwendungen.

Die Abschlussprüfung setzt sich aus einer schriftlichen, einer praktischen und einer mündlichen Prüfung zusammen und fragt verschiedene Bereiche der hauswirtschaftlichen Versorgung und Pflege ab.

Personen, die bereits als Haushaltshilfen tätig sind, sollten ihr Wissen in regelmäßigen Abständen aktualisieren und Lehrgänge zum Thema Hauswirtschaft, Sozialrecht, Diätwesen, Krankenpflege, Lebensmittel und Küchenhygiene besuchen.

3. Studium

Haushaltshilfen können ihre Karrierechancen ausbauen, wenn sie ein Studium der Ernährungswissenschaften absolvieren. Sie erhalten zu dem Studiengang ohne Abitur eine Zugangsberechtigung, da der Berufsabschluss für die Aufnahme an einer Hochschule qualifiziert. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Studiensemester.

Das Fach Ernährungswissenschaft ist ein naturwissenschaftliches, interdisziplinär ausgerichtetes Studium, das in Vollzeit absolviert wird. Es befasst sich mit den Grundlagen und Erkenntnissen der modernen Ernährungsforschung sowie den Bereichen Humanmedizin, Lebensmittelwissenschaft, Biowissenschaft und Gesundheitswesen. Der Studiengang konzentriert sich hauptsächlich auf ernährungsphysiologische Zusammenhänge, also die Wirkung von Inhaltsstoffen auf die Regulationsmechanismen des menschlichen Körpers. Die Studierenden erhalten Kenntnisse über biochemische Prozesse und Abläufe im Organismus und untersuchen die Wirkungsweise und Zusammensetzung von Lebensmittelinhaltsstoffen. Weiterhin analysieren sie das Verbraucher- und Ernährungsverhalten. Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, auf Grundlage verschiedener Disziplinen zu einer Bewertung der Ernährung im gesellschaftlichen und ökonomischen Kontext zu kommen. Der Studiengang vermittelt Mechanismen unterschiedlicher Ernährungsformen und die Auswirkungen auf molekularer Ebene. Des Weiteren führen die Studenten Analysen von biochemischen Prozessen durch. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist die Verknüpfung von theoretischem Lehrangebot mit praxisbezogenen Anteilen. Zusätzlich erhalten die Studierenden volks- und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Das Studium beinhaltet ein mehrwöchiges Praxissemester. Der Unterricht unterteilt sich in verschiedene Module.

Die wichtigsten Inhalte des Studiengangs Ernährungswissenschaften sind:

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Chemie, Mathematik, Statistik, Biologie, Biochemie, Lebensmittelchemie, Ernährungsphysiologie, Pflanzliche Lebensmittel, Agrar- und Ernährungswirtschaft, Ernährung des Menschen, Lebensmittel tierischer Herkunft, Ernährungswissenschaften, Verpflegungsmanagement, Physik, Phytomedizin, Bodenkunde, Fremdsprachen.

Am Ende des Studiums verfassen die Studierenden eine wissenschaftliche Bachelorarbeit. Diese befähigt sie zu dem anschließenden Masterstudium. Dies behandelt Fragen der Ernährung und befasst sich mit Problemfeldern, die sich zwischen Industrie, Verbraucher und Lebensmittelrecht ergeben. Der Master geht über zwei Jahre. Im Anschluss können die Absolventen promovieren oder einer leitenden beruflichen Tätigkeit nachgehen.

4. Tätigkeit

Haushaltshilfen übernehmen die Betreuung von Personen verschieden Alters mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Sie kümmern sich um hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen. In der Regel sind sie bei sozialen Einrichtungen angestellt oder arbeiten im Altersheim sowie einer Tagesstätte. Um bei Verbänden wie der Arbeiterwohlfahrt, dem Deutschen Roten Kreuz oder der Caritas als Haushaltshilfe tätig sein zu können, müssen bestimmte Kurse und Schulungen belegt werden. Je nach Verband werden die Kosten vom Arbeitgeber übernommen. Zusätzlich suchen aber immer mehr Menschen privat nach einer Haushaltshilfe, sodass einige Haushaltshilfen die Menschen auch direkt in ihrem zu Hause betreuen. Gerade ältere Menschen erhoffen sich dadurch, regelmäßig die gleiche vertraute Person in ihr Heim zu lassen und somit dem ständig wechselnden Personal bei sozialen Verbänden aus dem Weg zu gehen.

Zu den Haupttätigkeiten von Haushaltshilfen gehören die fachgerechte Verpflegung, die Haus- und Textilreinigung und die Pflege der hilfsbedürftigen Personen. Sie helfen bei der Verrichtung des täglichen Lebens, wie zum Beispiel beim Waschen oder beim Essen. Darüber hinaus führen sie therapeutische Maßnahmen und Bewegungsübungen durch, wechseln Verbände und stellen die Einnahme von Medikamenten sicher. Zudem führen sie den Haushalt, stellen Speisepläne zusammen, erledigen Einkäufe und bereiten Mahlzeiten zu. Sie beraten über behindertengerechte Einrichtungen und kümmern sich um kleine Reparaturen im Haus. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Informationsbeschaffung für hilfsbedürftige Menschen und deren Angehörige sowie die Beratung in wirtschaftlichen Fragen. Sie begleiten die betreuenden Personen bei Behördengängen und stellen Kontakte zu Nachbarn oder Selbsthilfegruppen her. Sterbenden leisten sie Beistand und Angehörige unterstützen sie.

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