*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Industriemeister - Chemie

Datenbasis: 20 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.441 € 5.020 € 5.567 €
Baden-Württemberg 2.707 € 5.568 € 6.175 € Jobs Industriemeister - Chemie
Bayern 2.598 € 5.342 € 5.924 € Jobs Industriemeister - Chemie
Berlin 2.466 € 5.072 € 5.625 € Jobs Industriemeister - Chemie
Brandenburg 1.859 € 3.824 € 4.241 € Jobs Industriemeister - Chemie
Bremen 2.346 € 4.824 € 5.350 € Jobs Industriemeister - Chemie
Hamburg 2.445 € 5.028 € 5.576 € Jobs Industriemeister - Chemie
Hessen 2.825 € 5.810 € 6.443 € Jobs Industriemeister - Chemie
Mecklenburg-Vorpommern 1.794 € 3.690 € 4.092 € Jobs Industriemeister - Chemie
Niedersachsen 1.935 € 3.979 € 4.413 € Jobs Industriemeister - Chemie
Nordrhein-Westfalen 2.470 € 5.079 € 5.632 € Jobs Industriemeister - Chemie
Rheinland-Pfalz 3.656 € 4.675 € 5.365 € Jobs Industriemeister - Chemie
Saarland 2.321 € 4.774 € 5.294 € Jobs Industriemeister - Chemie
Sachsen 1.877 € 3.861 € 4.282 € Jobs Industriemeister - Chemie
Sachsen-Anhalt 1.840 € 3.784 € 4.196 € Jobs Industriemeister - Chemie
Schleswig-Holstein 2.143 € 4.408 € 4.888 € Jobs Industriemeister - Chemie
Thüringen 1.908 € 3.923 € 4.350 € Jobs Industriemeister - Chemie

Industriemeister / Industriemeisterin Chemie:

1. Gehalt

Der Verdienst von Industriemeistern in der Chemiebranche liegt eine Gehaltsstufe über dem Chemikanten. Ihr Verdienst erhöht sich jedoch beim Einsatz als Schichtführer, Vorarbeiter oder auf anderen verantwortungsvollen Positionen. Das Einkommen wird zudem stark von Schichtzuschlägen beeinflusst.

Ein Industriemeister - Chemie verdient in Deutschland durchschnittlich 5.020 €, basierend auf 20 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.441 € und können teilweise bis zu 5.567 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Industriemeister - Chemie bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 4.408 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 5.568 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Industriemeister - Chemie Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 3.546 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.305 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.180 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.020 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.073 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.073 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.871 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.048 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.318 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Industriemeister /-in mit Fachrichtung Chemie ist ein Fortbildungsberuf, der eine abgeschlossene Ausbildung plus Berufspraxis und arbeitspädagogische Eignung voraussetzt. Er ist über eine berufliche Weiterbildung erlernbar. Gute Kenntnisse in Physik, Chemie und Mathematik sind eine Voraussetzung für die Aufnahme an einem Bildungsinstitut. Die Dauer richtet sich nach der Unterrichtsform. Teilnehmer können die Weiterbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit absolvieren.

Die Ausbildung umfasst Bereiche der chemischen Produktion, der Verfahrens- und Anlagentechnik sowie der Prozessleittechnik. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit chemischen Prozessen und Verfahren und lernen, eine Syntheseplanung durchzuführen. Die Ausbildung vermittelt betriebswirtschaftliche Kenntnisse und bildet die Teilnehmer in Unternehmensführung und Personalentwicklung aus. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer einen profunden Einblick in die Methoden der Organisationsentwicklung, in das Arbeitsrecht und die Kommunikation. Sie befassen sich mit betrieblichen Handlungsprinzipien und Projektmanagementmethoden. Auch lernen sie, Prozess- und Produktionsdaten zu erfassen und zu analysieren. Die Ausbildung befähigt die Teilnehmer, physikalische und chemische Zusammenhänge zu verstehen und Störungen der Steuerungs- und Regelungstechnik zu erkennen. Im anschließenden Berufsleben können die Industriemeister erfolgreich eine Betriebsabteilung leiten.

Inhalte der Ausbildung zum/zur Industriemeister /-in mit Fachrichtung Chemie sind:

  • Physik,
  • Mathematik,
  • Chemie,
  • Wirtschaft,
  • Recht,
  • Mitarbeiterführung,
  • Projektmanagement,
  • Kalkulation,
  • Prozessleittechnik,
  • Verfahrens- und Anlagentechnik,
  • Organisation und Planung.

Die Ausbildung endet mit einer Meisterprüfung. Die Teilnehmer müssen Fragen zur chemischen Produktion, zur Betriebswirtschaft, zur Führung, zur Kommunikation und zur Planung beantworten. Anschließend können sie ihre Qualifikationen ausbauen und ihr Profil mit einer Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt erweitern.

Industriemeister mit Fachrichtung Chemie müssen das erlernte Wissen an technische Neuerungen anpassen. Da der Beruf anspruchsvoll ist und profunde Kenntnisse verlangt, ist es sinnvoll, wenn sich die Industriemeister regelmäßig weiterbilden. Mögliche Themen für Seminare können Verfahrenstechnik, Mitarbeiterführung, Produktionstechnik, Anlagensicherheit, analytische Chemie oder Qualitätsmanagement sein.

3. Studium

Als Industriemeister bietet es sich an, Chemie zu studieren. Zugang zu dem Studiengang erhalten Bewerber mit Abitur. In manchen Fällen wird ein Vorpraktikum verlangt. Die Studienzeit beläuft sich auf sechs Semester. Der Bachelorstudiengang ist nicht zulassungsbeschränkt.

Die Chemie ist eine Naturwissenschaft, die sich mit der Herstellung und den Eigenschaften eines Stoffes beschäftigt. Sie lässt sich in die drei Teilbereiche organische Chemie, anorganische Chemie und physikalische Chemie unterteilen. Im Vordergrund des Studiums stehen die Stoffumwandlung und die Strukturaufklärung. Die Studenten lernen, chemische Gesetzmäßigkeiten, Elemente, Verbindungen und lebende Organismen kennen und führen experimentelle Untersuchungen zur Bestimmung von Stoffeigenschaften durch. Sie erhalten wissenschaftliche Methoden, mit denen sie chemische Modelle entwickeln können. Nach dem Grundstudium haben die Studierenden die Möglichkeit, sich in einem Gebiet, wie Biochemie, technische Chemie, Radiochemie oder analytische Chemie zu spezialisieren. Weiterhin erhalten die Studenten Kenntnisse in der Verfahrenstechnik, der Mathematik, der Physik und der Mineralogie. Da die meisten wissenschaftlichen Publikationen auf Englisch erscheinen, steht Fachenglisch ebenso auf dem Stundenplan.

Ein Praxissemester ist nach dem Grundstudium vorgesehen. Der Unterricht findet in Vorlesungen, Seminaren und Übungen statt. Die Studenten verbringen den Großteil des Studiums im Labor und führen verschiedene Experimente durch.

Die wichtigsten Inhalte des Studiengangs Chemie sind:

➤ Allgemeine Chemie, Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, Technische Chemie, Elektrochemie, Naturstoffchemie, Katalyse, Mathematik, Physik, Biologie, Biochemie, Astronomie, Molekularbiologie, Verfahrenstechnik, Mineralogie, Pharmakologie, Toxikologie, Wirtschaftswissenschaften, Umweltchemie, Fachenglisch, Informatik.

Das Bachelorstudium endet mit einer wissenschaftlichen Arbeit. Um die Kenntnisse auszubauen, können die Absolventen ein weiterführendes Masterstudium durchlaufen. Dort arbeiten sie an verschiedenen Forschungsprojekten mit und vertiefen ihre methodischen Fertigkeiten. Die Vorlesungen lassen sich individuell zusammenstellen. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums mit Erwerb des „Master of Science“ können die Absolventen zu einem Promotionsstudium übergehen.

4. Tätigkeit

Industriemeister mit Fachrichtung Chemie planen, steuern und überwachen Arbeits- und Herstellungsprozesse in der chemischen Produktion und stellen die Qualität der Produkte sicher. Sie leiten und optimieren Fertigungsprozesse und kümmern sich um die betriebliche Ausbildung von Fachkräften. Zu ihren Hauptaufgaben gehören das Bewerten von Stoff- und Energiebilanzen und das Sicherstellen von Rezepturen. Die Industriemeister mit Fachrichtung Chemie garantieren, dass die Produktionsanlagen störungsfrei funktionieren und entscheiden über die Personalauswahl. Weiterhin kontrollieren sie deren Arbeitsleistung und übernehmen Tätigkeiten in der Kostenentwicklung. Auch führen sie Wartungs- und Reparaturmaßnahmen durch und arbeiten bei der Einführung von neuen Maschinen und Anlagen mit. Darüber hinaus gewährleisten sie, dass die Vorschriften des Arbeits- und Umweltschutzes eingehalten werden.

Die Berufsangehörigen müssen Organisationstalent, Sorgfalt und Kommunikationsstärke besitzen. Im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden sind Kommunikationsstärke und Verhandlungsgeschick notwendig. Da sie oft chemischen Stoffen ausgesetzt sind, müssen sie bei der Arbeit Schutzkleidung und Atemschutz tragen. In ihrem Beruf ist Schichtarbeit üblich.

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