*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kommunikationswirt

Datenbasis: 12 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.713 € 2.834 € 6.005 €
Baden-Württemberg 1.885 € 3.118 € 6.607 € Jobs Kommunikationswirt
Bayern 1.823 € 3.016 € 6.391 € Jobs Kommunikationswirt
Berlin 1.603 € 2.652 € 5.619 € Jobs Kommunikationswirt
Brandenburg 1.305 € 2.159 € 4.575 € Jobs Kommunikationswirt
Bremen 1.646 € 2.723 € 5.770 € Jobs Kommunikationswirt
Hamburg 1.817 € 3.006 € 6.369 € Jobs Kommunikationswirt
Hessen 1.983 € 3.280 € 6.950 € Jobs Kommunikationswirt
Mecklenburg-Vorpommern 1.259 € 2.083 € 4.414 € Jobs Kommunikationswirt
Niedersachsen 1.700 € 2.812 € 5.958 € Jobs Kommunikationswirt
Nordrhein-Westfalen 1.733 € 2.867 € 6.075 € Jobs Kommunikationswirt
Rheinland-Pfalz 1.685 € 2.787 € 5.905 € Jobs Kommunikationswirt
Saarland 1.629 € 2.695 € 5.710 € Jobs Kommunikationswirt
Sachsen 1.318 € 2.180 € 4.619 € Jobs Kommunikationswirt
Sachsen-Anhalt 1.291 € 2.136 € 4.526 € Jobs Kommunikationswirt
Schleswig-Holstein 1.504 € 2.489 € 5.274 € Jobs Kommunikationswirt
Thüringen 1.339 € 2.215 € 4.693 € Jobs Kommunikationswirt

Kommunikationswirt / Kommunikationswirtin:

1. Gehalt

Als Kommunikationswirt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.834 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 12 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.713 € beginnen, Kommunikationswirte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.005 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.489 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.118 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kommunikationswirt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.539 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.676 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.919 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.029 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.578 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.381 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.810 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.697 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.550 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Kommunikationswirt /-in ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Es handelt sich dabei um eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung in der Kommunikationsbranche. Daher können die folgenden Weiterbildungen zum Titel Kommunikationswirt /-in führen:

  • Betriebswirt /-in für Kommunikation und Büromanagement. Auf den Stundenplan dieser Weiterbildungsmaßnahme stehen diese Inhalte: Management, Mitarbeiterführung, Marketing, Informationsmanagement, Datenverarbeitung, Qualitätsmanagement, Auskunftssysteme, Informationsaufbereitung, Präsentation und Kommunikation, Büromanagement.
  • Betriebswirt /-in für Marketingkommunikation. Während dieser branchenspezifischen Weiterbildung werden die Themen BWL, Rechnungswesen, Wirtschaftsinformatik, Mathematik und Statistik, Absatzwirtschaft und Marketingkommunikation vermittelt.
  • Betriebswirt /-in für Medien. Während der Weiterbildung lernen Betriebswirte für Medien die Grundlagen der Medienwirtschaft kennen (VWL, BWL, Rechnungswesen, Steuern). In der Praxis stehen Themen wie Medien und Informationstechnologie auf dem Stundenplan. Auch Medienmanagement, Markt- und Mediaforschung gehören zu den Ausbildungsinhalten. Darüber hinaus befinden sich diese Inhalte auf dem Stundenplan: Praxismanagement (E-Business), Projektmanagement (Planung, Controlling, Kalkulation) und internationale Aspekte (Medienmanagement, Recht, Organisation).

Da es sich bei den oben genannten Fortbildungen um klassischen Weiterbildungsmodelle zum/zur Betriebswirt /-in handelt, ist eine Ausbildung Grundvoraussetzung. Kaufmännische Ausbildungen gibt es viele. Die gängigsten Ausbildungsberufe, die zu den oben genannten Weiterbildungen passen, sind:

Eine Alternative zum Berufsziel Kommunikationswirt /-in ist auch der Beruf des/der Kommunikationswissenschaftlers /-in, die jedoch in jedem Fall ein klassisches Studium an einer Hochschule voraussetzt und einen höheren Schulabschluss erfordert.

3. Studium

So vielseitig das Studienangebot im Medienbereich auch ist, so überlaufen sind oftmals die klassischen Studiengänge wie beispielsweise:

➤ das Studium der Kommunikationswissenschaft. Im grundständigen Studium stehen dabei Themen wie theoretische und empirische Kommunikationswissenschaft, Kommunikations- und Mediengeschichte, Datenerhebung und -auswertung sowie Feldforschungen (Arbeits- und Berufsfeldforschung) im Fokus. Internationale und Interpersonale Kommunikation stehen ebenso auf dem Stundenplan wie Publizistik und Journalistik, Marketing, PR und Mediengestaltung. Im weiterführenden Studium werden die Themen vertieft und ergänzt durch Kommunikationsmedien, Medienkommunikation, Kommunikationsordnung, Kommunikationsökonomie, Kommunikationsanalyse, Medienökonomie, Medienwirkung und -nutzung.

➤ das Studium der Medienwissenschaft. Neben den verschiedenen Medienformaten (Film, Kino, Digitale Medien, Printmedien, Rundfunk) stehen auch die Medienkulturwissenschaft, die Mediengeschichte sowie die Medienästhetik auf dem Lehrplan im grundständigen Studium. Medieninformatik, -management, -psychologie und -recht sind weitere Themen des grundständigen Studiums. Im weiterführenden Studium werden Kommunikationsprozesse, Medienkultur, Medienrecht, Medienpragmatik, Medieninformatik, Medienpsychologie und weitere Spezialthemen vermittelt.

➤ das Studium der Medienwirtschaft /des Medienmanagements. BWL, Medienrecht, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Sozialforschung, Kommunikationsforschung, Medienpolitik, Medienangebote, Medienrezeption, Mediensystem, Methodenkritik und Medienmanagement sind Themen im grundständigen Studium. Auch journalistische Darstellungsformen, Medienprodukte in Print und Online sowie Publizistik und Soziologie sind Themen dieses Studiengangs. Im weiterführenden Studium hingegen stehen bestimmte Anwendungsfelder wie z.B. Buchwissenschaft, Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft im Fokus. Die Methodenlehre ist ein weiterer großer Teil in diesem Studiengang und umfasst auch die Methodenkritik und methodische Designs.

Neben diesen Klassikern im Bereich der Medien- und Kommunikationswissenschaft gibt es auch einige spezielle Studiengänge, bei denen das Thema Medien und Kommunikation auf dem Lehrplan steht: Buchwissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Druck- und Medientechnik, Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Event-Management, Film- und Fernsehproduktion, Fotografie, Informations- und Kommunikationstechnik, Informationsmanagement, Journalistik, Kognitionswissenschaft, Kommunikationsdesign, Kommunikationspsychologie, Kultur- und Medienpädagogik, Kulturmanagement, Kulturwissenschaft, Marketing und Vertrieb, Medien- und Multimediatechnik, Mediendesign und -kunst, Medieninformatik, Medienproduktion, Kommunikationsmanagement, Sozialwissenschaften und Theaterwissenschaften. Wer schon genau weiß, in welchem Bereich er später tätig sein möchte, kann hier bereits fachspezifisches Wissen erwerben.

4. Tätigkeit

Da der Beruf des/der Kommunikationswirts /-in nicht gesetzlich geregelt, gibt es verschiedene Zugangsmöglichkeiten, bzw. Berufe, die mit diesem Titel ausgeübt werden. In Analogie zu den eingangs erwähnten Weiterbildungsberufen, gibt es demnach die folgenden Tätigkeitsbereiche:

Betriebswirte für Kommunikation und Büromanagement sind für die Organisation der Büroausstattung verantwortlich (Bedarf an Büromaterialien, Bestellwesen, Wareneingang), tragen die Kostenverantwortung (Budgetplanung, Kostenanalyse) und sind für die Vor- und Nachbereitung von Konferenzen zuständig (Organisation von Zeit, Raum und Einladungen; Bereitstellung von Unterlagen; Organisation von Service). In der Regel übernehmen sie Leitungs- und Führungsaufgaben in einem Team.

Betriebswirte für Marketingkommunikation entwickeln Marketingkonzepte und Werbekampagnen unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Marktforschung und der festgelegten Marketingziele. Sie präsentieren Marketingkonzepte vor Auftraggebern und Entscheidern und koordinieren anschließend die vorgeschlagene Marketingaktion (Mediaplanung, Mediaeinkauf). Um Werbemaßnahmen zu realisieren arbeiten sie mit Dienstleistern zusammen, die beispielsweise Werbemittel anfertigen, und organisieren die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Daneben führen sie Messen und Ausstellungen durch, beraten in punkto Corporate Identity und entwickeln Vermarktungsstrategien.

Betriebswirte für Medien initiieren, betreuen und leiten Medienprojekte. Dafür wählen sie die geeigneten Kanäle und Medienformate aus (Printmedien, Onlinemedien, Apps), gestalten und produzieren relevante Medienerzeugnisse (Ton und Bild, Videos, Computergrafiken, Multimediaprodukte) und betreuen die jeweiligen Mediensysteme von der Implementierung bis zur regelmäßigen Pflege. Auch für die Dokumentation und Archivierung der Arbeitsabläufe zeichnen sie verantwortlich.

Die Berufsangehörigen sind vorwiegend in den Öffentlichkeitsabteilungen von Parteien, in den Werbeabteilungen von Unternehmen oder in Werbeagenturen beschäftigt. Dort erledigen sie Aufgaben im Bereich der Organisation und Kommunikation von Werbe- und Imagekampagnen oder sie entwickeln neue Marketingstrategien. Das durchschnittliche Gehalt liegt bei den Kommunikationswirten bzw. den Kommunikationswirtinnen bei einem Einkommen von etwa 30.000 Euro im Jahr. Dabei ist der Verdienst abhängig von der Berufserfahrung, dem Verantwortungsbereich und der Qualifikation.