*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Landmaschinenmechaniker

Datenbasis: 337 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.869 € 2.554 € 3.524 €
Baden-Württemberg 1.892 € 2.710 € 4.205 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Bayern 1.813 € 2.506 € 3.940 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Berlin 1.813 € 2.478 € 3.419 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Brandenburg 1.555 € 2.026 € 3.060 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Bremen 1.796 € 2.454 € 3.386 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Hamburg 1.982 € 2.709 € 3.738 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Hessen 1.719 € 2.323 € 4.284 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.374 € 1.877 € 2.590 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Niedersachsen 1.865 € 2.569 € 3.345 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Nordrhein-Westfalen 1.935 € 2.673 € 3.508 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Rheinland-Pfalz 1.838 € 2.512 € 3.466 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Saarland 1.817 € 2.483 € 3.426 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Sachsen 1.437 € 1.964 € 2.710 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Sachsen-Anhalt 1.409 € 1.925 € 2.656 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Schleswig-Holstein 1.706 € 2.268 € 3.571 € Jobs Landmaschinenmechaniker
Thüringen 1.820 € 1.915 € 3.281 € Jobs Landmaschinenmechaniker

Landmaschinenmechaniker / in:

1. Gehalt

Als Landmaschinenmechaniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.554 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 337 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.869 € beginnen, Landmaschinenmechaniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.524 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.268 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.710 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Landmaschinenmechaniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.315 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.588 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.822 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.841 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.849 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.802 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.501 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.673 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.871 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer als Landmaschinenmechaniker /-in tätig ist, hat die Ausbildung zum /zur Mechaniker /-in Land- und Baumaschinentechnik absolviert. Diese Ausbildung wird allerdings seit August 2014 nicht mehr angeboten. Der neue Ausbildungsberuf heißt „Land- und Baumaschinenmechatroniker /-in“ und verbindet Mechanik, Elektrik und Hydraulik. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und beinhaltet die folgenden praktischen Ausbildungsschwerpunkte:

  • Wartung, Pflege und Instandsetzung von Geräten, Maschinen und Fahrzeugen der Land- oder Baumaschinentechnik
  • Montage, Demontage und Instandsetzung von Baugruppen der Fahrzeugtechnik
  • Prüfung und Instandsetzung elektrischer und elektronischer Systeme
  • Produktion von Bauteilen für Geräte, Anlagen und Maschinen
  • Aufgaben aus dem Bereich der Metallverarbeitung: Bohren, Drehen, Richten, Biegen, Schweißen
  • Kundendienst

Um Landmaschinenmechaniker zu werden, muss ein mittlerer Schulabschluss nachgewiesen werden. Besonders die Fächer Werken, Technik, Physik, Mathematik und Englisch sind ausschlaggebend für den Ausbildungserfolg. In der Berufsschule stehen neben den theoretischen Grundlagen zu den praktischen Inhalten auch die folgenden Schwerpunkte auf dem Stundenplan:

  • Wartung, Pflege und Instandsetzung sowie In- und Außerbetriebnahme
  • Prüfung von Systemen, Baugruppen, Maschinen und Fahrzeugen nach vorgelegten Plänen
  • Demontage, Instandsetzung und Montage von Bauteilen auf Basis von Skizzen
  • Funktionsanalysen
  • Wirtschaft, Sozialkunde, Deutsch, Englisch, Mathematik

Landmaschinenmechaniker haben Geräte, Maschinen und Fahrzeuge aus dem landwirtschaftlichen Nutzbereich sowie der Kommunalwirtschaft im Fokus. Branchenähnliche Ausbildungsberufe sind Kraftfahrzeugmechatroniker /-in im Bereich der Nutzfahrzeugtechnik, Metallbauer /-in im Nutzfahrzeugbau und Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker /-innen. Der Unterschied liegt darin, dass ein Land- und Baumaschinenmechatroniker nicht ausschließlich an Fahrzeugen hantiert, sondern auch landwirtschaftliche Anlagen wie Melkanlagen repariert.

Neben technischem Interesse müssen angehende Landmaschinenmechaniker /-innen auch die Ambition mitbringen, sowohl im Freien als auch in Werkhallen zu arbeiten. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll, Zeitdruck ist in der Branche üblich, denn ein Maschinenausfall bedeutet im schlimmsten Fall auch einen Ertragsausfall. Wer an Fahrzeugen und Maschinen schraubt, bekommt ganz unweigerlich auch mal schmutzige Hände, riecht nach Öl, Fett und Schmiere und ist Lärm ausgesetzt. Nach der Ausbildung wird oft eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker angestrebt.

3. Studium

Wer im Bereich Landmaschinentechnik oder Fahrzeugtechnik den akademischen Weg einschlagen will, der wird sich für ein Studium im Maschinenbau entscheiden oder den Weg zum Ingenieur der Fahrzeugtechnik einschlagen. Die folgenden Inhalte warten auf die Studenten, die den Bachelor in Maschinenbau anstreben:

  • Mathematik, Physik, Informatik, Fremdsprachen, BWL
  • Fertigungstechnik, Werkstofftechnik, Mechanik
  • Konstruktion, Elektrotechnik, Energietechnik, Mess- und Regelungstechnik, Hydraulik, Pneumatik
  • Wahlpflichtbereich: Marketing, Akustik, Kolbenkraft, Wärmeübertragung etc.

Der Master-Studiengang beinhaltet wie bei anderen Fachbereichen auch üblich spezielle Fachrichtungen, die im Maschinenbau die Raumfahrttechnik, die Medizintechnik, die Energie- und Verfahrenstechnik, die Fahrzeugtechnik sowie die Agrar- und Schiffstechnik sind. Mit einem abgeschlossenen Maschinenbaustudium arbeiten die Absolventen oft in der Konstruktion, in der Logistik, im Kundenservice, in der Produktion, in der Wartung und Instandhaltung, aber auch im Qualitätsmanagement und anderen Managementbereichen bis hin zur Unternehmensführung.

Ein /-e Ingenieur /-in der Fahrzeugtechnik legt den Fokus auf die Entwicklung, Gestaltung und Konstruktion von Fahrzeugen. Auf dem Stundenplan stehen die folgenden Fächer: Mathematik, Mechanik, Elektrotechnik, Werkstofflehre, Informatik, Fertigungs- /Fahrzeugtechnik, Konstruktion, Mess- /Regelungstechnik, Thermodynamik, Verbrennungsmotoren, Antriebstechnik, Mechatronik und BWL.

Wer bereits als Landmaschinenmechaniker /-in arbeitet, hat die Möglichkeit ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren. Möglich in diesem Bereich ist beispielsweise

  • der Bachelorstudiengang Fahrzeugtechnik
  • der Bachelorstudiengang Maschinenbau
  • der Bachelorstudiengang technische Betriebswirtschaft
  • der Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen Produktion

oder anschließend

  • der Masterstudiengang Mechatronik in Produktion und Fertigung
  • der Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen
  • den Masterstudiengang Engineering Management.

Eine Alternative zum Studium ist die Fortbildung zum Fach- oder Betriebswirt. Damit führt der Weg aber auch weg vom eigentlichen Tätigkeitsfeld des Landmaschinenmechanikers. Fach- und Betriebswirte in der Handwerkswirtschaft sind in aller Regel im kaufmännischen Bereich tätig, daher sind auch die Weiterbildungsinhalte betriebswirtschaftlich und kaufmännisch geprägt.

4. Tätigkeit

Ein Landmaschinenmechaniker bzw. eine Landmaschinenmechanikerin kennt sich mit Landmaschinen jeglicher Art aus. Dazu zählen Fahrzeuge und auch Maschinen, die in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Kommunalwirtschaft, dem Gartenbau und bei Bauunternehmen eingesetzt werden. Seine/ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Installation und Instandhaltung sowie Wartung von Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen. Die einzelnen Aufgabenbereiche eines Landmaschinenmechanikers sind die folgenden:

  • Planung und Vorbereitung: Bau- und Schaltpläne begutachten; Anfertigung von Plänen und Skizzen zur Installation und Inbetriebnahme von Anlagen und Maschinen; Planung von Montagen und Reparaturen; Bereitstellung von benötigtem Werkzeug
  • Inspektion und Wartung von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten: Untersuchung auf Schäden, Durchführung von Funktionstests, Prüfung und ggf. Tausch von Verschleißteilen, Korrektur von Vergaser- und Einspritzanlagen, Kontrolle von mechanischen Verbindungen, Radwechsel inklusive Wuchten und auf Felge aufziehen, Probefahrten, Fahrsicherheitsprüfung, Säuberung der Fahrzeuge nach der Reparatur
  • Fehlersuche und -beseitigung: Bedienen und Auswerten von Inspektionsprogrammen, Zustandsbeschreibung von Bauteilen, Abschätzung des Reparaturaufwands nach Fehlerdiagnose, Instandsetzung von defekten Bauteilen
  • Einrichtung von Anlagen: Maßanfertigung je nach Bedarf herstellen, Vormontage, Endmontage, Installation, Funktionsprüfungen und Endübergabe
  • Beratung zum Einsatz von Fahrzeugen, Anlagen und Maschinen: gegebenenfalls Einbau von Geräten um gewünschte Zusatzfunktionen erweitern

Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.