*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik

Datenbasis: 49 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.611 € 2.081 € 2.960 €
Baden-Württemberg 2.240 € 2.246 € 2.563 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Bayern 1.872 € 2.247 € 2.632 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Berlin 1.723 € 2.226 € 3.166 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Brandenburg 1.227 € 1.585 € 2.254 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Bremen 1.548 € 2.000 € 2.845 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Hamburg 1.709 € 2.207 € 3.139 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Hessen 1.902 € 2.115 € 2.477 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Mecklenburg-Vorpommern 1.184 € 1.530 € 2.176 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Niedersachsen 1.447 € 1.869 € 2.658 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Nordrhein-Westfalen 1.630 € 2.106 € 2.996 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Rheinland-Pfalz 1.585 € 2.047 € 2.912 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Saarland 1.532 € 1.979 € 2.815 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Sachsen 1.239 € 1.601 € 2.277 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Sachsen-Anhalt 1.215 € 1.569 € 2.232 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Schleswig-Holstein 1.414 € 1.827 € 2.599 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik
Thüringen 1.188 € 1.535 € 2.183 € Jobs KFZ Mechatroniker - Personenkraftwagentechnik

Kraftfahrzeugmechatroniker / Kraftfahrzeugmechatronikerin - Personenkraftwagentechnik:

1. Gehalt

Als Kraftfahrzeugmechatroniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.081 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 49 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.611 € beginnen, Kraftfahrzeugmechatroniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.960 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.827 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.246 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kraftfahrzeugmechatroniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.161 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.096 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.822 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.054 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.023 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.822 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.022 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.238 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.413 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ausbildungsgehalt als KFZ-Mechatroniker für Personenkraftwagentechnik:

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 742 € 782 € 863 € 922 €
Neue Bundesländer (Ost) 568 € 597 € 640 € 690 €
Im Handwerk Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 663 € 706 € 778 € 835 €
Neue Bundesländer (Ost) 568 € 597 € 640 € 690 €
(Quellenangabe: BIBB)

Die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker gibt es mit mehreren Schwerpunkten: Karosserietechnik, Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik, System- und Hochvolttechnik sowie die Personenkraftwagentechnik. Alle Schwerpunkte erfordern umfassende Kenntnisse in unterschiedlichen technischen Gebieten. Dadurch erklärt sich die lange reguläre Ausbildungszeit von 3, 5 Jahren, die bei sehr guten Leistungen aber auch verkürzt werden kann. Sie erfolgt im dualen System. Die praktische Ausbildung findet in einem Ausbildungsbetrieb statt und wird durch die Berufsschule ergänzt. Das heißt, gelernt wird dabei insbesondere in Werkstätten oder bei Automobilherstellern sowie in der Berufsschule. Mit fast 20.000 Ausbildungsverträgen im Jahr gehört die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker übrigens zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland.

Für Kraftfahrzeugmechatroniker /-in der Personenkraftwagentechnik stehen Wartungs-, Instandsetzungs- und Reparaturaufgaben am Auto im Fokus. Gerade Automobilhersteller bilden dabei gezielt auf ihre eigenen Fahrzeuge hin aus, so dass man nach der Ausbildung gute Qualifikationen für die Arbeit in einer Vertragswerkstatt hat.

Ausbildungsinhalte und Ablauf

Die Auszubildenden lernen, Messewerte zu erfassen und diese mit Solldaten zu vergleichen. Auch erfahren sie, wie Wartungsarbeiten durchgeführt werden, wie Funktions- und Schaltpläne angewendet werden und wie Fehlerspeicher auszulesen sind. Auch der Umgang mit Kunden ist ein wichtiger Teil der Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker /-in für Personenkraftwagentechnik. Wichtig ist, möglichst einfach zu erklären, welche Funktionsstörung vorliegt und wie bzw. unter welchem Kostenaufwand diese behoben werden kann. Während der dreieinhalb jährigen Ausbildung stehen Antriebsaggregate, Motoren, Abgassysteme sowie Systeme zur Kraftübertragung in der Lehrwerkstatt bereit, die es gilt fachmännisch zu reparieren.

So sieht der Ablauf der Ausbildung aus:

Im ersten Ausbildungsjahr erfolgt die berufliche Grundausbildung, sie ist bei allen KFZ-Mechatroniker /-innen gleich. Daran schließen sich 1, 5 Jahre Fachausbildung an. Dabei ähneln sich die Lehrpläne der fünf Ausbildungsberufe noch weitestgehend, aber es prägen sich erste Unterschiede heraus. Im zweiten Lehrjahr muss außerdem eine Zwischenprüfung abgelegt werden. Das letzte Ausbildungsjahr konzentriert sich dann ganz auf den gewählten Schwerpunkt und schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab.

Darüber hinaus stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan von angehenden Kraftfahrzeugmechatronikern der Personenkraftwagentechnik:

  • Inbetriebnahme von Fahrzeugsystemen
  • Wartung- und Servicearbeiten, Service an Komfort- und Sicherheitssystemen
  • Fehlerdiagnose, Fahrzeuginspektion, Funktionsstörungen diagnostizieren
  • Demontage, Reparatur, Montage
  • Nach- oder Umrüstung von Fahrzeugen

Fachliche und persönliche Voraussetzungen

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass die Auszubildenden in der Mehrheit einen mittleren Bildungsabschluss haben (49 Prozent). 40 Prozent haben einen Haupt- bzw. Mittelschulabschluss. Die Noten in Mathematik und Physik, ein ausgeprägtes technisches Verständnis und handwerkliches Geschick zählen am meisten.

Möglichkeiten nach der Ausbildung zum/r KFZ-Mechatroniker/-in

Wer eine gute Ausbildung macht und sich beruflich weiterbilden möchte, für den liegt die Weiterbildung zum /zur Kraftfahrzeugtechnikermeister /-in am nächsten. Während dieser Weiterbildung werden die fachpraktischen Inhalte entsprechend vertieft und mit betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen, rechtlichen, berufs- und arbeitspädagogischen Inhalten ergänzt.

3. Studium

Wer eine Ausbildung zum /zur Kraftfahrzeugmechatroniker /-in der Personenkraftwagentechnik absolviert hat und auch die Weiterbildung zum /zur Kraftfahrzeugtechnikermeister /-in mit Bravur gemeistert hat, hat eine Hochschulzugangsberechtigung – ganz ohne in einer schulischen Ausbildung das Abitur zu machen. Das heißt, dass zwei Wege an die Universität führen: Der direkte Weg über eine schulische Hochschulzugangsberechtigung und der Weg über Aus- und Weiterbildung. Welcher Weg auch immer gegangen wird, für Fahrzeugtechniker gibt es ein gleichnamiges Bachelor- und auch Masterstudium.

Wer studieren möchte und dabei nicht auf die Praxis verzichten will, dem bietet ein Duales Studium eine gute Möglichkeit. Neben den theoretischen Inhalten aus einem Bachelorstudiengang der Fahrzeugtechnik (Messtechnik, Elektrotechnik, Physik, Fahrzeugelektronik, Antriebssystemtechnik, Thermodynamik, Mathematik, Mechanik, Konstruktion, Wärmetechnik, Informatik, Fertigung, Werkstoffe) werden beim Dualen Studiengang praktische Kenntnisse und Fähigkeiten aus der Ausbildung zum /zur Kraftfahrzeugmechatroniker /-in oder zum /zur Industriemechaniker /-in vermittelt.

Wer seine Chancen auf eine Führungsposition verbessern will oder sich sogar in der Entwicklung oder Forschung sieht, der wird ein weiterführendes Masterstudium im Bereich Fahrzeugtechnik absolvieren. Bei den möglichen Studiengängen Fahrzeugentwicklung, Fahrzeugtechnologie, Motorentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Fahrzeugbau, Automobiltechnik, Produktionsplanung oder Fahrzeugsicherheit stehen die folgenden Fächer auf dem Stundenplan: Mechanik, Mechatronik, Hydraulik, Elektronik, Betriebsfestigkeit, Fahrzeugdesign, Patentwesen, Dynamik, Fahrsicherheit und alternativen Techniken.

Mit technischer Begabung aber ohne klaren Fokus auf die Fahrzeugtechnik gibt es auch alternative Bachelorstudiengänge wie beispielsweise Verkehrsingenieurwesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau, Meerestechnik, Schiffsbau, Fahrzeugelektronik oder Fahrzeuginformatik. Mögliche weiterführende Studiengänge haben die Schwerpunkte Schiffbau, Meerestechnik, Elektromobilität sowie Luft- und Raumfahrttechnik.

Wer ein Studium der Fahrzeugtechnik absolviert hat, wird selten wieder in einer Werkstatt an Autos schrauben, sondern wird in der Regel in einer leitenden Position tätig sein. Wer beispielsweise ein grundständiges Studium der Fahrzeugtechnik mit einem weiterführenden Studium der Automobilwirtschaft kombiniert, kann auch im Management oder in der Leitung einer Fachabteilung tätig werden.

4. Tätigkeit

Kraftfahrzeugmechatroniker /-innen mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik kennen sich mit allen Fahrzeugen aus, die für die Personenbeförderung bestimmt sind. Busse sind dabei nicht inbegriffen. Ihre Arbeitsweise erfolgt immer nach einem bestimmten Schema: Sie bestimmen den Fehler am Fahrzeug mithilfe von Messungen und einem Fehlerdiagnosegerät. Anschließend wählen sie die Reparaturweise aus, die möglichst effizient ist. Dabei ist sowohl die Arbeitszeit, als auch der Materialaufwand zu bedenken. Nach der Reparatur folgen ein Funktionstest, die Dokumentation der Arbeitsleistung sowie des Materialaufwands und die Übergabe an den Kunden nebst einer Erklärung.

Die Tatsache, dass aus dem ehemaligen Ausbildungsberuf des /der Kraftfahrzeugmechanikers /-in der /die Kraftfahrzeugmechatroniker /-in geworden ist, bedeutet, dass zu rein mechanischen Aufgaben noch Tätigkeiten an der Elektronik hinzukommen, was auf immer neuere Entwicklungen zurückzuführen ist. Typische elektronische Systeme sind beispielsweise das Anti-Blockier-System, das elektronische Stabilitäts-Programm oder die Antriebsschlupfregelung, die ebenfalls zum Aufgabenbereich des /der Kraftfahrzeugmechatronikers /-in gehört. Ein weiterer Schwerpunkt wird zunehmend auch die Um- und Nachrüstung von etwaiger Zusatzausstattung.

Die Löhne und Gehälter der Kraftfahrzeugmechatroniker und Kraftfahrzeugmechatronikerinnen liegen deutlich höher als bei normalen Kraftfahrzeugmechanikern, was im Großen und Ganzen auch die wesentlich komplexeren Kenntnisse und Fähigkeiten zurückzuführen ist. Der Durchschnittlohn weist aber gerade in der KFZ Branche eine deutliche Neige von West nach Ost und von Süd nach Nord auf. Im Süden und im Westen Deutschlands liegen sowohl die Einstiegsgehälter als auch der normale Stundensatz oftmals deutlich höher als im Norden, vielmehr aber noch im Osten der Republik.