*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Landwirt

Datenbasis: 316 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.752 € 2.269 € 3.386 €
Baden-Württemberg 1.704 € 2.297 € 4.078 € Jobs Landwirt
Bayern 1.708 € 2.571 € 4.092 € Jobs Landwirt
Berlin 1.713 € 2.219 € 3.311 € Jobs Landwirt
Brandenburg 1.613 € 2.172 € 3.440 € Jobs Landwirt
Bremen 1.683 € 2.180 € 3.253 € Jobs Landwirt
Hamburg 2.088 € 2.704 € 4.035 € Jobs Landwirt
Hessen 1.820 € 2.340 € 6.248 € Jobs Landwirt
Mecklenburg-Vorpommern 1.720 € 2.151 € 4.150 € Jobs Landwirt
Niedersachsen 1.783 € 2.262 € 3.390 € Jobs Landwirt
Nordrhein-Westfalen 1.820 € 2.433 € 3.888 € Jobs Landwirt
Rheinland-Pfalz 1.827 € 2.139 € 3.805 € Jobs Landwirt
Saarland 1.666 € 2.158 € 3.220 € Jobs Landwirt
Sachsen 1.858 € 2.082 € 3.843 € Jobs Landwirt
Sachsen-Anhalt 1.639 € 1.978 € 2.993 € Jobs Landwirt
Schleswig-Holstein 1.815 € 2.278 € 3.192 € Jobs Landwirt
Thüringen 1.369 € 1.773 € 2.646 € Jobs Landwirt

Landwirt / Landwirtin:

1. Gehalt

Als Landwirt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.269 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 316 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.752 € beginnen, Landwirtw in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.386 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.278 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.297 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Landwirt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.229 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.213 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.241 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.393 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.502 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.377 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.245 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.781 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.984 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Landwirts gilt nach dem Berufsbildungs-Gesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungs-Beruf. Die Lehre erfolgt in der Landwirtschaft und erstreckt sich über drei Jahre. Wer über eine berufliche Vorbildung verfügt oder gute Leistungen aufweist, verkürzt die Ausbildungs-Zeit.

Die Lehre zum Landwirt beziehungsweise zur Landwirtin erfolgt im dualen System. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden abwechselnd Theorie- und Praxis-Einheiten absolvieren. Während der Praktika arbeiten die Auszubildenden in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Sie wenden ihr vorhandenes Wissen an und erweitern es durch neue Erfahrungen. Dabei lernen sie die verschiedenen Seiten ihres zukünftigen Berufes kennen und unterstützen die Fachkräfte bei ihrer Arbeit. Außerdem dient das Praktikum dem Erlernen wesentlicher Grund-Eigenschaften. Hierzu gehören Fleiß, Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Organisations-Talent. Vor dem Beginn der Lehre schließen die angehenden Landwirte einen Ausbildungs-Vertrag mit dem Betrieb ab.

Während den Theorie-Phasen besuchen die Auszubildenden die Berufsschule. Im Rahmen der Unterrichts-Stunden erlernen sie wesentliche Grundkenntnisse aus folgenden Bereichen:

  • Tierzucht
  • Pflanzen-Produktion
  • Organisation der betrieblichen Arbeit
  • Vermarktung
  • betriebliche Abläufe
  • Wirtschaft

Darüber hinaus umfasst die Ausbildung mindestens zwei Betriebszweige der Tier- und Pflanzen-Produktion. Hierzu zählen beispielsweise der Getreide- und Maisanbau sowie die Rinder- und Schweinehaltung.

Nach der Hälfte der Lehre legen die Auszubildenden eine Zwischenprüfung ab. Diese dient der Ermittlung des aktuellen Wissenstands der angehenden Landwirte. Am Ende der Ausbildung erfolgt die Abschluss-Prüfung. Sie umfasst einen mündlichen und einen schriftlichen Teil und deckt wesentliche Inhalte der Lehre ab. Nach der erfolgreichen Prüfungs-Teilnahme stehen den Absolventen verschiedene Weiterbildungs-Möglichkeiten sowie ein landwirtschaftliches Studium zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Landwirt/-in.

3. Studium

Neben der Ausbildung zum Landwirt besteht die Möglichkeit eines agrarwissenschaftlichen Studiums. Dieses vermittelt wesentliche Grundlagen rund um die Organisation eines landwirtschaftlichen Betriebes. Der Schwerpunkt des Studiums liegt auf der wirtschaftlichen Nutzung des Bodens. Die Vorlesungen und Seminare finden an einer Universität oder Fachhochschule statt. In der Regel erwerben die Studierenden nach sechs Semestern ihren Bachelor-Abschluss.

Das Studium der Agrarwissenschaft setzt die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife voraus. Darüber hinaus gilt ein Vorpraktikum als Zulassungs-Voraussetzung. Dieses erfolgt in einem landwirtschaftlichen Betrieb, wobei die Dauer von den Vorgaben der Hochschulen abhängt. Nicht zuletzt erfordert das Studium Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Genauigkeit. Freude an der Arbeit in der Natur, Arbeits-Bereitschaft und körperliche Belastungs-Fähigkeit gelten ebenfalls als Grundlagen für den Beruf des Landwirtes. Je nach Ort und Art der Hochschule absolvieren die Teilnehmer ein rein theoretisches oder ein duales Studium. Letzteres beinhaltet Praxis- und Theorie-Einheiten.

Im Rahmen der Vorlesungen und Seminare beschäftigen sich die Studierenden mit folgenden Themen-Gebieten:

  • Chemie
  • Physik
  • Agrar-Wissenschaft
  • Umweltschutz
  • Finanzierung
  • Personal-Wesen
  • Marketing
  • Betriebswirtschaftslehre

Nicht zuletzt umfasst das Studium einen oder mehrere Fremdsprachen-Kurse. Einige Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt.

Das Studium der Agrar-Wissenschaft beinhaltet neben den Pflicht-Veranstaltungen mehrere Wahlmodule. Diese bieten den Studierenden die Möglichkeit, sich auf einen Bereich der Landwirtschaft zu spezialisieren. Mögliche Wahlfächer sind die ländliche Entwicklung, die Tierzucht sowie die Unternehmens-Planung. Im letzten Semester erstellen die angehenden Landwirte ihre Bachelor-Arbeit. Anschließend besteht die Möglichkeit, in das Berufsleben einzusteigen oder ein vertiefendes Master-Studium zu absolvieren.

4. Tätigkeit

Der Landwirt oder die Landwirtin finden ihr Arbeitsumfeld im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb, in landwirtschaftlichen Großbetrieben oder landwirtschaftlichen Versuchsanstalten. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten können im Einzel- und Großhandel sowie in der Direktvermarktung liegen. Ihre Aufgaben umfassen alle Tätigkeiten der Erzeugung von landwirtschaftlichen und tierwirtschaftlichen Produkten. Die dafür benötigten Maschinen und Anlagen werden von ihnen gepflegt und gewartet, Tiere versorgt und Böden hergerichtet. Ihre Produkte versuchen sie Gewinnbringend zu vermarkten. Dabei ist die Qualität der Produkte besonders wichtig. Hierfür müssen Landwirte und Landwirtinnen Kenntnisse über Abrechnung und anderen Geschäftvorgängen besitzen um die betrieblichen Ergebnisse feststellen zu können. Die Produktionsplanung wird von ihnen ebenfalls entworfen und überwacht. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab. Gehälter können von Arbeitgeber zu Arbeitgeber stark variieren.

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