*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fischwirt

Datenbasis: 460 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.680 € 2.674 € 4.560 €
Baden-Württemberg 1.749 € 2.843 € 4.988 € Jobs Fischwirt
Bayern 1.787 € 2.385 € 4.380 € Jobs Fischwirt
Berlin 1.473 € 2.848 € 5.135 € Jobs Fischwirt
Brandenburg 1.223 € 1.917 € 3.402 € Jobs Fischwirt
Bremen 1.578 € 2.511 € 4.282 € Jobs Fischwirt
Hamburg 1.634 € 2.658 € 6.136 € Jobs Fischwirt
Hessen 1.525 € 2.623 € 4.584 € Jobs Fischwirt
Mecklenburg-Vorpommern 1.335 € 2.125 € 3.624 € Jobs Fischwirt
Niedersachsen 1.821 € 2.728 € 5.193 € Jobs Fischwirt
Nordrhein-Westfalen 1.912 € 3.289 € 5.745 € Jobs Fischwirt
Rheinland-Pfalz 1.783 € 2.829 € 4.857 € Jobs Fischwirt
Saarland 1.598 € 2.543 € 4.336 € Jobs Fischwirt
Sachsen 1.293 € 2.057 € 3.507 € Jobs Fischwirt
Sachsen-Anhalt 1.267 € 2.016 € 3.437 € Jobs Fischwirt
Schleswig-Holstein 1.476 € 2.349 € 4.006 € Jobs Fischwirt
Thüringen 1.645 € 1.996 € 2.672 € Jobs Fischwirt

Fischwirt:

1. Gehalt

Als Fischwirt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.674 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 460 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.680 € beginnen, Fischwirte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.560 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.349 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.843 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fischwirt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.391 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.484 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.472 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.672 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.843 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.924 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.343 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.899 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.712 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Fischwirt /-in ist ein klassischer, dreijähriger Ausbildungsberuf. Aktuell wird diese Ausbildung in den Ausbildungsrichtungen

  • Fischhaltung und Fischzucht,
  • Kleine Hochsee- und Küstenfischerei und
  • Seen- und Flussfischerei

angeboten. Um den sich stetig weiterentwickelnden Berufsbedingungen gerecht zu werden, steht eine Veränderung der Schwerpunktsetzung an. Geplant ist, dass die Fachrichtungen „Aquakultur und Binnenfischerei“ und „Küstenfischerei und kleine Hochseefischerei“ die neuen Schwerpunkte werden sollen. Diese Themen stehen beim Schwerpunkt „Fischhaltung und Fischzucht“ aktuell auf dem Stundenplan:

  • Wassereigenschaften, Gewässerformen, Klimaeinflüsse, Bodeneinflüsse, Pflanzen und Tiere im Wasser,
  • Gewässerreinhaltung und –pflege,
  • Fischarten, Fischkrankheiten, Fischfeinde, Körperteile, Organe,
  • Weiterverarbeitung und Vermarktung: Schlachten, Schuppen, Kühlen, Frosten, Zerlegen, Konservieren,
  • Handhabung von Geräten und Maschinen,
  • Fischerei- und Wasserrecht,
  • Fischzucht- und Aufzuchtmethoden, Geschlechtsbestimmung bei Fischen,
  • Teichanlage, -pflege, -düngung,
  • Wasseruntersuchungen.

Bei den Schwerpunktgebieten „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“ und „Seen- und Flussfischerei“ ergänzt jeweils ein theoretischer Teil die praktische Ausbildung. Dieser beinhaltet die Themen Fischereibiologie, Bewirtschaftung des Lebensraums der Fische, Aufbereitung und Vermarktung von Fischereierzeugnissen, Fischereitechnik, Arbeitswirtschaft sowie die Fächer Wirtschaft und Recht.

Fischwirte jedes Fachbereichs können die Weiterbildung zum/zur (entsprechen fachspezifischen) Fischwirtschaftsmeister /-in absolvieren. Darüber hinaus gibt es technische Fortbildungsoptionen wie die Weiterbildung zum/zur Kapitän /-in für die kleine Hochseefischerei, die große Hochseefischerei oder die Küstenfischerei. Auch die Weiterbildung zum/zur nautischen Schiffsoffizier /-in bzw. zum/zur nautischen Kapitän /-in gibt es in den beiden genannten Fachbereichen.

Im Grunde stellen die verschiedenen Ausbildungsschwerpunkte selbst die Alternative zur Ausbildung zum/zur Fischwirt /-in für Fischhaltung und Fischzucht dar. Darüber hinaus gibt es nur eine Ausbildung, die einen in Ansätzen ähnlichen Tätigkeitsbereich ermöglicht: die Ausbildung zum/zur Landwirt /-in. Neben den Themen Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung und Ernte steht nämlich auch die Betreuung von Nutztieren auf dem Ausbildungsplan. Obgleich Fische nicht per se zu den Nutztieren zählen, so gibt es doch in Ansätzen Parallelen.

3. Studium

Wie bereits beschrieben, führt der Weg zum/zur Fischwirt /-in für Fischhaltung und Fischzucht über eine dreijährige, duale Ausbildung mit einem bestimmten Schwerpunktbereich. Ein Studium ist für diesen Beruf nicht nötig. Wer jedoch eine Hochschulreife besitzt oder diese durch eine entsprechende Weiterbildung erreicht hat, kann ein Studium absolvieren. Das grundständige Studium der Agrarwissenschaft, das grundständige Biologie-Studium, das grundständige Nautik-Studium sowie das weiterführende Studium des Fischereiwesens und der Aquakultur sind hierbei in Frage kommende Studienfächer. Bei diesen Studienfächern stehen die folgenden Themen auf dem Lehrplan:

➤ Agrarwissenschaft: Agrarökologie, Agrarklimatologie, Agrikulturchemie, Biologie, Ernährung und Lebensmitteltechnologie, Geologie, Geoökologie, Lebensmittelchemie, Lebensmittelrecht, Mathematik, Statistik, Datenanalyse, Pflanzenzucht und -gesundheit, Soziologie, Tierhaltung, Wassermanagement, Anbau von Feldfrüchten und Gemüse, Bodenökologie, Vermarktung, Weidewirtschaft, Futterproduktion

➤ Biologie: Biochemie, Molekularbiologie, Biotechnologie, Biodiversität, Botanik, Genetik, Mikrobiologie, Naturwissenschaften (Mathematik, Physik, Chemie), Physiologie, Zellbiologie (Entwicklungsbiologie, Neurobiologie), Zoologie Nautik: BWL, Elektrotechnik/Elektronik, Informatik, Schiffstheorie (Manövrieren, maritime Kommunikation, Ladungstechnik, Verkehrssicherheit, Navigation, Schiffsführung, Schiffsmaschinenbetrieb, Systemüberwachung), Mathematik, Mess-und Regelungstechnik, Physik, Seehandelsrecht, technische Mechanik, Verkehrswirtschaft

➤ Fischereiwesen, Aquakultur: Algen-Aquakultur, Aquakulturbetrieb (Zulassung, Recht, Praxis), Aquakultursysteme, Aquatische Ökologie, Bestandsentwicklung und Bestandserfassung, Biologie, Ökologie und Physiologie der Fische, Systematik und Biodiversität marinen Lebens, Technologie der Fischaquakultur, BWL für Fischereibetriebe, Fischereitechnik (u.a. Fanggeräte), Geoinformatik (Geo-Informationssysteme), Grundlagen des wissenschaftlichen Tauchens, Ökophysiologie und Aquakultur, Umweltrecht und integriertes Küstenzonenmanagement, Wasseranalytik

Die beschriebenen Studienfächer zeigen in sich deutliche Tendenzen. Während das Studium der Agrarwissenschaft das Thema Fischerei nur in Ansätzen streift und das Biologie-Studium Fische unter der Lupe der Zoologie betrachten wird, kommt ein Studium des Fischereiwesens und der Aquakultur dem Ausbildungsberuf des Fischwirts am nächsten. Ein Nautik-Studium rückt ganz klar die technischen Komponenten der Schifffahrt in den Fokus.

Eine Studienalternative zum Studium des Fischereiwesens und der Aquakultur ist beispielsweise die Meeresbiologie, die ebenfalls als weiterführendes Studium angeboten wird. Ein Blick auf die Studieninhalte zeigt die folgenden Themen: marine Stoffkreisläufe, Lebensraum Meer, marine Tiere, marine und mikrobielle Ökologie, Ökophysiologie, Phykologie, Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Geologie, Statistik), Morphologie mariner Tiere, Grundlagen des Tauschen, Meeresnaturschutz, Meeressäugerforschung, Ökosystemanalyse.

4. Tätigkeit

Fischwirte arbeiten in Betrieben der Fischzucht aber auch in der Landwirtschaft, insbesondere dann, wenn eine Teichwirtschaft angeschlossen ist. Alternativ finden Sie eine branchenspezifische Beschäftigung in Fisch verarbeitenden Betrieben sowie im Fischhandel. Ihre Aufgaben liegen in der fachgerechten Aufzucht von Fischen. Dabei sind sie für die Vermehrung des Fischbestandes in künstlich geschaffenen Teichen oder Gewässern verantwortlich. Auch die Abfischung und anschließende Vermarktung der Fische gehört dabei in ihr Aufgabengebiet.

Die folgenden Aufgaben gehören dabei zu den Haupttätigkeiten eines /einer Fischwirt /-in mit Schwerpunkt Fischhaltung und Fischzucht:

  • Zucht, Haltung, Vermehrung von Fischen: gezielte Selektion der Fische unter Berücksichtigung erblicher Anlagen, Zukauf von Geschlechtsprodukten, Befruchtung, Kontrolle der Aufzucht, Aufzucht von Brut- und Besatzfischen, Fischfütterung, Krankheitsvorsorge oder ggf. Behandlung,
  • Veredelung und Weiterarbeitung: Schlachten, Ausnehmen, Filetieren, Portionieren, Räuchern, Frosten, Vakuumverpacken,
  • Vermarktung: Umsetzung in Hälterbecken, Transport und Versand in Hälterung, Verkauf von Fischerzeugnissen, Kundenberatung,
  • Pflege und Instandhaltung der Anlagen: Überwachung der Wasserversorgung, Prüfung und ggf. Justierung der Wasserqualität, Pflege und Reparatur von Teichanlagen und Becken, Landschaftspflege,
  • Dokumentation, Verwaltung, Abrechnung.

Weitere Gehälter für Fischwirt