*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Logistiker

Datenbasis: 1.679 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.129 € 3.514 € 6.346 €
Baden-Württemberg 2.312 € 3.629 € 6.454 € Jobs Logistiker
Bayern 2.260 € 3.896 € 6.827 € Jobs Logistiker
Berlin 1.732 € 2.825 € 6.858 € Jobs Logistiker
Brandenburg 1.647 € 2.734 € 5.770 € Jobs Logistiker
Bremen 1.839 € 3.919 € 5.560 € Jobs Logistiker
Hamburg 2.387 € 3.471 € 5.509 € Jobs Logistiker
Hessen 2.282 € 3.580 € 6.011 € Jobs Logistiker
Mecklenburg-Vorpommern 1.532 € 2.638 € 7.712 € Jobs Logistiker
Niedersachsen 2.078 € 3.232 € 6.525 € Jobs Logistiker
Nordrhein-Westfalen 2.010 € 3.428 € 6.585 € Jobs Logistiker
Rheinland-Pfalz 2.433 € 3.387 € 5.859 € Jobs Logistiker
Saarland 1.769 € 3.506 € 11.779 € Jobs Logistiker
Sachsen 1.652 € 3.027 € 5.394 € Jobs Logistiker
Sachsen-Anhalt 1.498 € 2.333 € 4.926 € Jobs Logistiker
Schleswig-Holstein 1.694 € 3.092 € 8.357 € Jobs Logistiker
Thüringen 1.713 € 3.711 € 6.244 € Jobs Logistiker

Logistiker / Logistikerin:

1. Gehalt

Als Logistiker sind Sie ein Organisationstalent. Sie sorgen dafür, dass die Produktionsgüter rechtzeitig da sind, wo sie sein sollen und dass die Produkte Ihres Arbeitgebers zügig den Kunden erreichen. Doch haben Sie auch einen Plan davon, was man als Logistiker verdienen kann? Im Folgenden finden Sie Informationen zum Logistiker-Gehalt.

Bundesweit liegt das Durchschnittgehalt eines Logistikers bei 3.514 € brutto im Monat. Hochgerechnet entspricht das einem Jahresgehalt von 42.168 €. Ausgehend vom monatlichen Durchschnittsverdienst zeigt sich, dass im Beruf des Logistikers gehaltstechnisch große Schwankungen an der Tagesordnung sind.

  • So verdienen 25% aller Logistiker maximal 2.129 € monatlich,
  • weitere 25% hingegen mindestens 6.346 €.

Grundlage für all diese Werte sind 1.679 Datensätze, die wir innerhalb der letzten beiden Jahre erfasst und ausgewertet haben. Dabei gibt es einige Faktoren, die auf die Höhe des Einkommens Einfluss nehmen können.

Mit steigender Erfahrung steigt Schritt für Schritt auch der Lohn an

Nach abgeschlossener Ausbildung winkt Logistikern durchschnittlich ein Einstiegsgehalt von 2.922 €. Wer sein Gehalt darüber hinaus nach oben schrauben möchte, kann durch Fort- und Weiterbildungen – zum Beispiel zum Betriebswirt Logistik oder im Bereich Logistikmanagement – seine Aufstiegschancen und damit auch seine Verdienstmöglichkeiten erhöhen.

Durchschnittlich steigt das Gehalt als Logistiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt:

  • 25 Jahre = 2.975 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.320 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.662 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.877 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.020 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.266 Euro brutto

Aufstiegschancen haben selbstverständlich beide Geschlechter. Auch wenn der Beruf nach wie vor zu den Berufen gehört, wo Männer durchschnittlich besser als Frauen bezahlt werden. So verdient ein Logistiker im Schnitt 3.620 €, eine Logistikerin hingegen lediglich 3.242 €.

Große Organisation - großes Geld?

In vielen Branchen und Berufen lässt sich zwischen der Größe des Arbeitgebers und der Höhe des Gehalts ein Zusammenhang herstellen. Dabei gilt in der Regel: je mehr Mitarbeiter, desto mehr Geld gibt es. Auch für Logistiker wächst mit der Firmengröße das Einkommen – und zwar nicht unerheblich. Da kann es sich bei der Jobsuche durchaus lohnen, eine Bewerbung an große Firmen zu schicken. Allerdings ist bei diesen Stellen die Konkurrenz auch größer.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.616 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.044 Euro brutto

Bundesweite Logistik

Als Logistiker befassen sie sich schon beruflich mit Gegenden über ihre Region hinaus. Schließlich kommen und gehen Waren oftmals aus aller und in alle Welt. Und auch beim Blick aufs Gehalt ist ein Blick über die eigene Region hinaus sinnvoll. Denn die Durchschnittslöhne variieren von Bundesland zu Bundesland. So liegt das Einkommen eines Logistikers in Bayern (3.896 €), Nordrhein-Westfalen oder Hamburg in der Regel deutlich höher als in Brandenburg (2.734 €), Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt. Ein Grund für diese Gehaltsschere sind die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Logistiker bzw. Logistikerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Logistiker und Logistikerinnen sind mit der Sicherung der Produktionsprozesse und mit der fachgerechten Lagerung von Produkten und Waren aller Art betraut. Sie koordinieren, planen, optimieren und überwachen Produktionsabläufe wie auch den Einsatz von Personal, Fahrzeugen und den technischen Einsatz. Die Branchen, in denen Logistiker /-innen zum Einsatz kommen sind vielfältig, die Anforderungen können je nach Bedarf völlig unterschiedlich sein.

Die Ausbildung zum Logistiker oder zur Logistikerin erfolgt im dualen System an Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien, Fachschulen oder berufsbegleitend an privaten Einrichtungen. Die duale Ausbildung zum/zur Logistiker /-in erfolgt in der Regel innerhalb von drei Jahren. Entsprechende Praxiserfahrung in den ausbildenden Betrieben in Industrie und Handel ist unerlässlich. Neben den fachbezogenen Lerninhalten der Logistik sind kaufmännische Affinität und entsprechende Kenntnisse unverzichtbar. Daher bietet sich alternativ die Möglichkeit einer dualen Ausbildung mit dem gleichzeitigen Abschluss eines kaufmännischen Berufs wie zum Beispiel Kaufmann / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen oder Betriebswirt /-in Logistik etc. an.

Die Zugangsvoraussetzung ist in der Regel ein abgeschlossener Schulabschluss, im Falle einer berufsbegleitenden Ausbildung eine bereits abgeschlossene Ausbildung in Verwaltung und / oder Wirtschaft sowie entsprechende Berufspraxis. Die empfohlenen persönlichen Voraussetzungen sind:

  • logisches Denken
  • Organisationsfähigkeit
  • Gutes Zahlenverständnis
  • Fähigkeit, Problemstellungen zu erkennen und Problemlösungen zu finden
  • Entscheidungsfähigkeit
  • kaufmännisches Denken
  • Verantwortungsbewusstsein

Ohne die genannten persönlichen Merkmale wird sich ein Auszubildender mit den Anforderungen schwertun. Da die Ausbildung zum/zur Logistiker /-in stark von dem jeweiligen Einsatzbereich abhängt, können die Ausbildungsinhalte entsprechend variieren. Typische Lerninhalte für die Ausbildung zum/zur Logistiker /-in sind:

  • Logistische Prozesse
  • Produktionslogistik
  • Transportlogistik
  • Arbeitsorganisation
  • Struktur des ausbildenden Betriebs
  • Annahme und Lagerung von Gütern
  • Versand von Gütern
  • Grundlagen der Kommissionierung
  • Einsatz von Arbeitsmitteln
  • Qualitätssicherung
  • Kaufmännische Steuerung
  • Arbeitssicherheit

Die Lerninhalte werden anhand des Ausbildungsrahmenplans abgearbeitet. Dabei durchläuft der/die Auszubildende alle Abteilungen des Ausbildungsbetriebes, um die entsprechenden praktischen Erfahrungen sammeln und sie mit den theoretischen Grundlagen der Berufsschule verknüpfen zu können. Typische Betriebe, in denen Logistiker /-innen ausgebildet und eingesetzt werden sind unter anderem Speditionen unterschiedlicher Größenordnung, Industriebetriebe aller Branchen, klassische Logistik- und Handelsunternehmen.

3. Studium

Die Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten des Logistikers / der Logistikerin sind vielfältig. Mit entsprechender weiterführender Ausbildung und der notwendigen Berufspraxis können Führungspositionen bis in die Geschäftsführung belegt werden. Je nach Startposition und Arbeitgeber kann sich der Weg bis an die Spitze weit über 10 Jahre hinziehen. Ein besonders wichtiger Baustein für den Einsatz in der Führungsposition ist die persönliche Eignung. Es ist ratsam, dass sich ambitionierte Logistiker /-innen frühzeitig über Studien, Fortbildungsoptionen und Spezialisierungsmöglichkeiten informieren.

Ein weiterführendes Studium bietet eine gute Basis, um später eine führende Position innezuhaben. Hier empfiehlt sich ein Studium an einer Fachhochschule oder an einer Universität im Bereich Logistik und Transportwesen an. Die früheren Diplom-Studiengänge, die den Ingenieursabschluss anstrebten, wurden dabei durch den Abschluss zum Bachelor ersetzt. Das Studium erstreckt sich in der Regel über sechs bis acht Semester und umfasst die beiden Studienschwerpunkte Produktionslogistik und Transportlogistik.

Die einzelnen Lerninhalte umfassen je nach Fachhochschule / Universität:

  • Speditionswesen
  • Transportwesen
  • Logistik
  • Warehousing
  • Nationale und internationale Landverkehre
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Volkswirtschaftslehre
  • Verkehrsbetriebslehre
  • Verkehrsrecht
  • Datenverarbeitung
  • Mathematik
  • Statistik
  • Betriebliches Rechnungswesen etc.

Der Studienabschluss erfolgt mit dem Erwerb des Bachelor of Arts.

Viele Logistikunternehmen bieten die Möglichkeit eines dualen Studiums. Hier ist es von Vorteil, dass die theoretischen Studieninhalte durch die praktischen Lerninhalte des ausbildenden Betriebes ergänzt werden. Eine Spezialisierung je nach betrieblicher Anforderung kann hierbei schon früh erfolgen.

Neben dem genannten Bachelor-Studiengang bieten sich weitere Studiengänge aufbauend auf dem Beruf Logistiker /-in an. Dies können beispielsweise Studiengänge in folgenden Bereichen sein.

  • Allgemeine Wirtschaftswissenschaften
  • Logistik
  • Supply Chain Management
  • Wirtschaftsingenieurwesen

Da der Einsatz in der Logistik gerade in gehobenen Postionen neben den logistischen Fachkenntnissen betriebswirtschaftliches Verständnis erfordert, können Weiterbildungen und Lehrgänge in den Bereichen Controlling und Projektmanagement hilfreich sein. Ebenso wie aufbauende Seminare, die an diversen Fachschulen und privaten Bildungseinrichtungen belegt werden können wie

  • Logistikmanagement
  • Lagerwirtschaft
  • IT-Anwendungen etc.
4. Tätigkeit

Logistiker und Logistikerinnen sind dafür zuständig, Informations- und Warenströme zu bündeln und zu verteilen sowie bestehende Verfahren und Abläufe zu analysieren und zu verbessern, sodass Kosten eingespart werden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist das Analysieren von Verkehrswegen, auf denen Waren transportiert werden. Logistiker erstellen Konzepte um die bestmögliche Verknüpfung der Verkehrsträger zu berechnen.

Nicht nur Beschaffung, Produktion und Distribution, sondern ebenso Entsorgung und Informationsmanagement gehören in den Bereich der Logistik. Der reibungslose Ablauf zwischen Warenbestand, Bestellannahme, Auslieferung und Kommissionierung sowie die Produktionsplanung gehören zum Verantwortungsbereich des Logistikers.

Damit zeichnet sich der Beruf Logistiker/-in durch seine Vielseitigkeit aus. Er erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative. Wer im Logistikbereich tätig sein möchte, sollte eine abgeschlossene Ausbildung in der Logistikbranche oder ein Logistikstudium vorweisen können. Erwartet werden Einkaufs- und Vertriebsmethoden sowie gute EDV Kenntnisse, Teamfähigkeit, Kompetenz, logisches Denken und Flexibilität.

In weiterführenden Positionen und nach entsprechender beruflicher Fortbildung sind Logistiker /-innen als Projektleiter /-innen ebenso tätig wie als Bereichsleiter /-innen, Projektkoordinatoren etc. Über das auf den Bereich Logistik beschränkte Berufsbild hinaus nehmen Logistiker /-innen in Logistikunternehmen und Transport- und Industriebetrieben je nach Spezialisierung Positionen im Controlling, als IT-Leiter /-innen, im Personalwesen oder in der kaufmännischen oder technischen Geschäftsführung ein.

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