Jobangebote für Logopäde / Logopädin (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Logopäde / Logopädin

Datenbasis: 565 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.808 € 2.198 € 2.929 €
Baden-Württemberg 1.917 € 2.175 € 2.752 € Jobs Logopäde / Logopädin
Bayern 1.952 € 2.328 € 3.252 € Jobs Logopäde / Logopädin
Berlin 1.599 € 2.139 € 3.017 € Jobs Logopäde / Logopädin
Brandenburg 1.820 € 2.177 € 2.527 € Jobs Logopäde / Logopädin
Bremen 1.929 € 2.182 € 2.943 € Jobs Logopäde / Logopädin
Hamburg 1.870 € 2.235 € 2.992 € Jobs Logopäde / Logopädin
Hessen 1.750 € 2.199 € 2.763 € Jobs Logopäde / Logopädin
Mecklenburg-Vorpommern 1.329 € 1.616 € 2.153 € Jobs Logopäde / Logopädin
Niedersachsen 1.832 € 2.187 € 2.836 € Jobs Logopäde / Logopädin
Nordrhein-Westfalen 1.910 € 2.317 € 3.384 € Jobs Logopäde / Logopädin
Rheinland-Pfalz 2.083 € 2.235 € 3.998 € Jobs Logopäde / Logopädin
Saarland 1.719 € 2.090 € 2.785 € Jobs Logopäde / Logopädin
Sachsen 1.544 € 1.754 € 2.133 € Jobs Logopäde / Logopädin
Sachsen-Anhalt 1.619 € 1.930 € 2.653 € Jobs Logopäde / Logopädin
Schleswig-Holstein 1.954 € 2.224 € 2.694 € Jobs Logopäde / Logopädin
Thüringen 1.413 € 1.718 € 2.289 € Jobs Logopäde / Logopädin

Logopäde / Logopädin:

1. Gehalt

Sprache ist als Logopäde Instrument und Inhalt der Arbeit. Es sollte Ihnen also nicht schwer fallen, bei Ihrem Arbeitgeber hin und wieder das Thema Gehalt zur Sprache zu bringen. Damit Sie wissen, was Sie in etwa verlangen bzw. erwarten können, geht es hier darum, was Logopäden verdienen und was sie verdienen können.

Bundesweit liegt das Gehalt eines Logopäden bei durchschnittlich 2.198 € brutto im Jahr. Hochgerechnet entspricht das einem Jahresgehalt von 26.376 €, heruntergebrochen einem Stundenlohn von 15,26 €. Abweichungen sind an der Tagesordnung: So verdient ein Viertel aller Logopäden 1.808 € oder weniger, ein weiteres Viertel aber auch mindestens 2.929 €. Basis für diese Zahlen sind 565 Datensätze, die wir in den vergangenen Jahren erhoben und analysiert haben.

Für einige Logopäden, die in großen Firmen oder im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, greifen in Sachen Bezahlung Tarifverträge. Weitere Faktoren, Einfluss auf das Gehalt haben, stehen im Zentrum der folgenden Kapitel.

Sprechen wir über die Gehaltsentwicklung

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung oder absolviertem Studium dürfen die frischgebackenen Logopäden mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 2.099 € rechnen. Im Laufe der Jahre wächst mit der Erfahrung meist auch das Einkommen. Statistisch ergeben sich dadurch für die verschiedenen Altersstufen folgende Verdienste:

  • 25 Jahre = 2.115 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.161 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.213 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.226 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.388 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.497 Euro brutto

Durch Fort- und Weiterbildungen haben Logopäden die Möglichkeit, nicht nur ihre Qualifikationen, sondern auch ihren Verdienst zu verbessern. Für alle, die die entsprechende Hochschulzugangsberechtigung haben, bietet wohl ein Studium die besten Perspektiven.

Ein Faktor, der in der Logopädie in Sachen Einkommen nicht ganz so viel Gewicht hat wie in vielen anderen Berufen, ist das Geschlecht. Allerdings verdienen auch hier Männer im Schnitt mehr als Frauen; ein Logopäde kommt auf 2.302 € im Monat, eine Logopädin dagegen nur auf 2.197 €. Die Nähe des Durchschnittsgehalts der Logopädinnen zum allgemeinen Durchschnittseinkommen (2.198 €) verdeutlicht, dass der Beruf an sich hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird.

Sprechen wir über die Firmengröße

Besonders für angestellte Logopäden kann auch die Größe des Arbeitgebers eine Rolle spielen. In den meisten Berufen und Branchen gilt die Faustregel: Je mehr Mitarbeiter eine Firma hat, desto höher sind die durchschnittlichen Löhne. Ob das für Logopäden ebenfalls gilt, zeigt die folgende Statistik.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.170 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.481 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.792 Euro brutto

Auch für Logopäden lohnt es sich offenbar, sich um eine Stelle in mittelgroßen oder großen Unternehmen zu bemühen. Dass diese allerdings eher selten sind, zeigt die Nähe des Gesamtdurchschnitts aller Gehälter (2.160 €) zum Wert der Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern.

Sprechen wir über den Standort

Das Bundesland, in dem Logopäden und Logopädinnen ihrer Tätigkeit nachgehen, beeinflusst ebenfalls die Höhe des Einkommens. So ist das Logopäden-Gehalt in Nordrhein-Westfalen (2.317 €), Bayern und Rheinland-Pfalz im Schnitt meist deutlich höher als zum Beispiel in Sachsen (1.754 €), Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt. Ein Grund für diese Abweichungen sind die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten.

Falls Sie nun genauer wissen möchten, ob Ihr persönliches Gehalt im Marktvergleich angemessen ist, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Logopäden und zur Logopädin erstreckt sich über drei Jahre und erfolgt an einer Berufsfachschule. Wer eine Tätigkeit als Logopäde anstrebt, benötigt für die Lehre mindestens einen Hauptschulabschluss. Darüber hinaus ist eine gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes vonnöten.

Die Lehre zum Logopäden umfasst sämtliche Grundlagen, die der Auszubildende in seinem zukünftigen Arbeitsleben benötigt. Dazu gehören folgende Bereiche:

  • Pädagogik,
  • Soziologie,
  • Stimmbildung,
  • Anatomie und Physiologie,
  • Neurologie,
  • Kieferorthopädie,
  • Sprecherziehung.

Neben den Theorie-Einheiten absolvieren die Auszubildenden mehrere Praktika. Dabei halten sie sich in einer Klinik, einer logopädischen Praxis oder einer sonderpädagogischen Einrichtung auf. Dort lernen sie die verschiedenen Einsatzgebiete der Logopädie kennen.

Während der Lehre betreuen erfahrene Logopäden die Auszubildenden. Sie bieten ihnen Hilfe bei Fragen und unterstützen sie während der Praxisphasen. Ziel der Praktika ist es, erste Einblicke in das zukünftige Berufsfeld des Sprachheilkundigen zu erhalten und das erworbene Wissen anzuwenden. Neue Erfahrungen ergänzen die Kompetenzen und bereiten die angehenden Logopäden auf ihren Beruf vor.

Die dreijährige Ausbildung endet mit den Abschlussprüfungen. Diese umfassen einen praktischen, einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Die bestandenen Prüfungen berechtigen den Absolventen, den Beruf des Logopäden auszuüben. Wer über eine Fachhochschulreife oder das Abitur verfügt, erweitert sein Wissen anschließend im Zuge eines Studiums. Dieses bietet bessere Berufs-Chancen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich im Laufe des Studiums auf einen Teilbereich der Logopädie zu spezialisieren.

3. Studium

Ein Studium der Logopädie vermittelt wesentliche Grundlagen der Sprachtherapie. Hierzu besuchen die Studierenden Seminare zu folgenden Themen:

  • Pädiatrie,
  • Psychologie,
  • Linguistik,
  • logopädische Störungsbilder,
  • therapeutisch-kommunikative Kompetenzen.

Die Studierenden benötigen neben dem Interesse an der Sprache wichtige persönliche Eigenschaften. Hierzu gehören beispielsweise die Freude am Umgang mit Menschen und die Fähigkeit, auf die Patienten einzugehen und sie ernst zu nehmen.

Das Studium der Logopädie erfolgt an einer Fachhochschule und besteht in der Regel aus einem dualen System. Dies bedeutet, dass es sich aus theoretischen und praktischen Einheiten zusammensetzt. Während die Seminare an der Fachhochschule erfolgen, finden die Praxiseinheiten in einem zuständigen Ausbildungsbetrieb statt. Dabei wenden die Studierenden ihr erworbenes Wissen an und ergänzen es mit neuen Erfahrungen. Im Umgang mit den Patienten und den Teamkollegen erlernen die angehenden Logopäden und Logopädinnen wichtige Schlüssel-Qualifikationen. Hierzu gehören Zuverlässigkeit, Freundlichkeit und Sorgfalt.

Nach sechs Semestern gelten die Studierenden als staatlich anerkannte Logopäden. Nach einem weiteren Semester tragen sie den Zusatz "Bachelor of Science". Es besteht die Möglichkeit, ein Master-Studium anzuhängen. Mit einem oder mehreren Wahlfächern gelingt es, sich auf einen Bereich der Logopädie zu spezialisieren. Ein abgeschlossenes Studium berechtigt den Sprachheilkundigen dazu, selbstständig eine Praxis zu führen. Wer über ein abgeschlossenes Master-Studium verfügt, ist zur Übernahme verschiedener Forschungsaufgaben berechtigt. Sowohl das Bachelor- als auch das Master-Studium verbessern die Job- und Gehalts-Chancen des Logopäden.

4. Tätigkeit

Der Logopäde hat einen wichtigen Beruf. Er hat maßgeblichen Anteil daran, das Sprachstörungen wie Stottern oder Aussprachefehler reduziert oder gar behoben werden. Der Beruf des Logopäden und der Logopädin braucht viel Fingerspitzengefühl. Man muss sich in den Patienten einfühlen und mit ihm denken. Ihm die richtigen Anstöße geben und mit ihm permanent üben. Nur so können Sprachschwierigkeiten behoben werden. Oft bedient sich der Logopäde und die Logopädin Hilfsmittel wie Reifen, Gummibänder, um den Körper mit in die Sprachübungen einzubeziehen. Sie achten ebenso auf die richtige Atmung, die sehr wichtig für die Aussprache ist.