*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Materialdisponent

Datenbasis: 392 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.127 € 3.105 € 4.907 €
Baden-Württemberg 2.279 € 3.233 € 5.167 € Jobs Materialdisponent
Bayern 2.136 € 3.255 € 5.097 € Jobs Materialdisponent
Berlin 1.990 € 2.905 € 4.591 € Jobs Materialdisponent
Brandenburg 2.094 € 2.144 € 2.865 € Jobs Materialdisponent
Bremen 1.806 € 2.636 € 4.166 € Jobs Materialdisponent
Hamburg 2.342 € 3.133 € 5.985 € Jobs Materialdisponent
Hessen 2.105 € 2.969 € 5.173 € Jobs Materialdisponent
Mecklenburg-Vorpommern 1.564 € 2.283 € 3.608 € Jobs Materialdisponent
Niedersachsen 2.290 € 2.928 € 4.420 € Jobs Materialdisponent
Nordrhein-Westfalen 2.161 € 3.222 € 4.579 € Jobs Materialdisponent
Rheinland-Pfalz 1.949 € 2.923 € 4.646 € Jobs Materialdisponent
Saarland 2.023 € 2.953 € 4.667 € Jobs Materialdisponent
Sachsen 1.636 € 2.388 € 3.774 € Jobs Materialdisponent
Sachsen-Anhalt 1.603 € 2.340 € 3.698 € Jobs Materialdisponent
Schleswig-Holstein 1.868 € 2.727 € 4.310 € Jobs Materialdisponent
Thüringen 2.133 € 2.422 € 2.970 € Jobs Materialdisponent

Materialdisponent / Materialdisponentin:

1. Gehalt

Als Materialdisponent liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.105 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 392 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.127 € beginnen, Materialdisponenten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.907 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.727 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.233 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Materialdisponent in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.909 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.055 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.093 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.096 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.229 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.270 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.645 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.145 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.711 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Materialdisponent /-in, auch unter dem Namen Lagerdisponent /-in bekannt, ist ein leitender Beruf, der über eine Aus- und Weiterbildung im Bereich Lagerwirtschaft, Logistik oder Handel vermittelt wird.

Der Zugang zur Tätigkeit des Materialdisponenten ist unter anderem mit dem Beruf des Assistenten für Logistik möglich. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet in Vollzeit an der Berufsfachschule und in Betrieben statt. Zugangsvoraussetzungen sind ein mittlerer Bildungsabschluss sowie das Bestehen eines Auswahlverfahrens. Weiterhin sollte der Bewerber gute Kenntnisse in den Fächern Wirtschaft, Mathematik und Deutsch besitzen.

Während der Ausbildung lernt der Azubi, wie man Fracht- und Speditionsaufträge bearbeitet, wie man Material und Waren beschafft und kontrolliert, wie das Lager organisiert wird, wie Marketingmaßnahmen entwickelt und logistische Prozesse modelliert werden und wie man Geschäftsprozesse steuert, dokumentiert und wirtschaftliche Rahmenbedingungen analysiert. In der Ausbildung durchläuft der Azubi mehrere Praktika, in denen er einen Überblick über das Betriebsgeschehen und den Ablauf der Organisation erhält. Neben den berufspraktischen Inhalten vermittelt die Ausbildung zudem Kenntnisse in Projektmanagement, Physik, Chemie, Fremdsprachen, Sozialkunde, Religion und Kommunikation.

Am Ende der Ausbildung findet eine staatliche Abschlussprüfung statt, die einen schriftlichen und mündlichen Teil umfasst. Zudem muss der Azubi eine Projektarbeit im Bereich der Logistik ausarbeiten. Anschließend kann sich der/die Assistent /-in der Logistik mit einer Weiterbildung zum Materialdisponenten ausbilden lassen.

Weiterbildungen, die Zugang zur Tätigkeit des Materialdisponenten ermöglichen, sind:

  • Logistik und Transportlogistik,
  • Distributions- und Entsorgungslogistik,
  • Spedition,
  • Material- und Warenwirtschaft,
  • Materialmanagement,
  • Lagerprozesse und Logistikprozesse,
  • E-Commerce,
  • Luftfrachttransport,
  • Gefahrguttransport und Ladungssicherung,
  • Lagerwirtschaft,
  • Export/Import,
  • Zollabwicklung,
  • Finanz- und Rechnungswesen,
  • Betriebliche Organisation,
  • Kaufmännische Qualifizierung,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Unternehmensmanagement.

Verbänden und Berufskammern bieten die Weiterbildungen an. Sie können berufsbegleitend absolviert werden.

3. Studium

Wer beruflich aufsteigen möchte, kann als Materialdisponent /-in ein Studium im Bereich der Logistik durchlaufen. Das Studium kombiniert Betriebswirtschaft mit Ingenieurswissenschaften und kann an vielen Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland studiert werden. Die Regelstudienzeit des Bachelorstudiengangs Logistik liegt bei sechs bis sieben Semestern. Die Zugangsvoraussetzung ist eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Logistik kann man in Vollzeit oder im dualen Studium studieren. Es vereint unterschiedliche Fachrichtungen und besitzt einen Schwerpunkt in Betriebswirtschaftslehre.

Das Logistikstudium setzt sich mit Warenströmen und Warentransporten auseinander. Der Studierende lernt, wie das komplexe System des Warentransports funktioniert und wie dieses geplant, koordiniert und gesteuert werden kann. Er befasst sich mit verschiedenen Tätigkeiten, die den Weg einer Ware von Einkauf bis zum Verkauf an einen Kunden umfassen. In den ersten Semestern erhält der Studierende eine vorwiegend technische und wirtschaftliche Ausbildung. Im Hauptstudium liegt der Schwerpunkt auf der Logistik und ihren Prozessen. Daneben vermittelt das Studium Kenntnisse des Controllings und diverser Finanzierungsformen sowie Aufgaben des betrieblichen Wertumsatzprozesses. Weiterhin befasst sich der Student mit den Aspekten eines kundenorientierten Managements in Unternehmen und erlernt Techniken zur Analyse des Käuferverhaltens. Er erhält zudem Fachwissen im Bereich der Marketingforschung, im Direktmarketing und im E-Commerce.

Der Studiengang Logistik untereilt sich in mehrere Module. Nach dem Grundstudium findet ein praktisches Studiensemester statt, das ein 20-wöchiges Praktikum in einem Unternehmen umfasst. Neben den Pflichtfächern kann der Studierende aus einer Reihe von Wahlpflichtfächern auswählen und sich auf einen Bereich der Logistik spezialisieren. Im Fokus des Studiums stehen auch Methoden- und Sozialkompetenzen sowie Entscheidungs- und Lösungstechniken, wissenschaftliches Arbeiten und interkulturelle Kompetenzen.

Die wichtigsten Fächer des Logistik-Studiums sind:

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • Physik,
  • Mathematik,
  • Statistik,
  • Informatik,
  • Wirtschaftsinformatik,
  • Maschinenbau,
  • Produktionslogistik,
  • Innerbetriebliche Logistik,
  • Lagerlogistik,
  • Verkehrslogistik,
  • Supply-Chain-Management,
  • Projektmanagement,
  • Controlling,
  • Privatrecht,
  • Finanzierung und Investition,
  • Wirtschafts- und Arbeitsrecht,
  • Marketing und Vertrieb,
  • Unternehmenssteuerrecht.

Am Ende des Studiums verfasst der Studierende eine Bachelorarbeit. Anschließend kann er seine Fachkenntnisse in einem Masterstudiengang der Logistik vertiefen.

4. Tätigkeit

Der/die Materialdisponent /-in kümmert sich in erster Linie um logistische Prozesse und die termingerechte Versorgung des Unternehmens mit Materialien, Gütern und anderen Produkten. Er übernimmt die Kontrolle und Dokumentation der Warenein- und Ausgänge und überwacht die Einhaltung von Bestandszielgrößen. Nach Rücksprache mit der Produktionsplanung und Fertigungssteuerung sowie dem Einkauf, führt der/die Materialdisponent /-in Rohstoff- und Materialbestellungen durch und organisiert die Abholung oder Lieferung. Sobald ein Materialengpass entsteht, informiert er die Produktion. Weiterhin führt der/die Materialdisponent /-in Inventuren durch und erstellt Bestandsstatistiken. Oft nehmen sie auch neue Aufträge entgegen und kommunizieren mit den Lieferanten. Wenn eine Liefermenge vom Soll abweicht oder die Ware nicht der benötigten Qualität entspricht, leitet der/die Materialdisponent /-in Reklamationen ein.

Materialdisponenten finden Beschäftigung in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche, vornehmlich in Industrie- und Handwerksfirmen. Die meisten Aufgaben werden am Computer erledigt. Hier können mit spezieller Software am einfachsten die Lagerbestände eingesehen und verwaltet werden. Sie arbeiten überwiegend im Büro und in der Lagerhalle und führen ihre Arbeiten eigenverantwortlich aus. Da sie häufig Kontakt mit Kunden und Lieferanten haben, sind Kommunikationsfähigkeit und gute Umgangsformen bei dieser Tätigkeit unabdingbar.