*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Messtechniker (Energietechnik)

Datenbasis: 219 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.302 € 3.418 € 5.670 €
Baden-Württemberg 2.732 € 3.751 € 5.785 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Bayern 2.425 € 3.360 € 5.084 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Berlin 2.501 € 3.168 € 6.584 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Brandenburg 1.754 € 2.604 € 4.320 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Bremen 2.069 € 3.072 € 5.096 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Hamburg 2.784 € 4.134 € 6.858 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Hessen 2.274 € 3.328 € 5.603 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Mecklenburg-Vorpommern 1.692 € 2.513 € 4.169 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Niedersachsen 2.221 € 3.705 € 6.796 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Nordrhein-Westfalen 2.266 € 3.348 € 4.942 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Rheinland-Pfalz 2.819 € 3.851 € 5.320 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Saarland 2.189 € 3.250 € 5.391 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Sachsen 1.771 € 2.629 € 4.361 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Sachsen-Anhalt 1.643 € 2.439 € 4.046 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Schleswig-Holstein 1.973 € 2.929 € 4.859 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)
Thüringen 1.534 € 2.277 € 3.777 € Jobs Messtechniker (Energietechnik)

Messtechniker (Energietechnik):

1. Gehalt

Als Messtechniker (Energietechnik) liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.418 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 219 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.302 € beginnen, Messtechniker (Energietechnik) in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.670 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.929 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.751 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Messtechniker (Energietechnik) in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.937 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.137 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.502 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.695 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.644 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.906 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.962 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.328 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.253 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Messtechniker /-in der Energietechnik wird, hat nach einer Ausbildung im Bereich der Elektrotechnik eine entsprechende Weiterbildung durchlaufen. Inhaltlich besonders passend ist dabei die Ausbildung zum/zur Techniker/-in der Fachrichtung Elektrotechnik – ohne Schwerpunkt oder mit einem der beiden Schwerpunkte Automatisierungs- oder Energietechnik.

Wer diese Weiterbildung aufnimmt, wird die folgenden Inhalte lernen:

  • Techniker/-in der Elektrotechnik (ohne Schwerpunkt): Informationstechnik, elektrische Größen, Stromtechnik, digitale Messtechnik, Projektdatenmanagement (Planung, Dokumentation, Bearbeitung), Gesetzesvorschriften (u.a. Blitzschutz, Brandschutz, Anschlussbedingungen), Informatik, Elektronik sowie Antriebs- und Energietechnik.
  • Techniker/-in der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik: Projektmanagement, Analyse von Baugruppen und Geräten sowie Prozessen und Gesetzmäßigkeiten, Planung und Konfiguration der Prozesstechnik, Integration von Sensoren und Aktoren sowie Administration von Leitsystemen der Verfahrens- und Fertigungstechnik einrichten und betreiben.
  • Techniker/-in der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Energietechnik: Werkstoffkunde, Datenverarbeitung, Mess-/Steuerungs-/Regelungstechnik, Energie- und Antriebstechnik, Prozesstechnik/-automatisierung, Kommunikations- und Netzwerktechnik sowie Informationsverarbeitung.

Eine weitere Alternative ist die Weiterbildung zum/zur Techniker/-in der Wirtschaftstechnik. Wer hingegen auf der Suche nach einer sogenannten Aufstiegsweiterbildung ist, sollte die zum/zur technischen Betriebswirt/-in oder zum/zur Fachkraft für Arbeitssicherheit in Betracht ziehen.

Da es sich bei den beschriebenen Optionen um Weiterbildungen handelt, ist eine klassische, duale Ausbildung die Grundvoraussetzung. Die gängigsten Ausbildungen im Bereich der Elektrotechnik (bzw. alternativ der Energietechnik) sind diese:

  • Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum/zur Elektroniker/-in mit ganz verschiedenen Schwerpunkten wie z.B. Automatisierungstechnik (Handwerk oder Industrie), Betriebstechnik, Energie- und Gebäudetechnik, Gebäude- und Infrastruktursysteme, Geräte und Systeme, Informations- und Telekommunikationstechnik, Informations- und Systemtechnik oder Maschinen und Antriebstechnik.
  • Die zweijährige Ausbildung zum/zur Industrieelektriker/-in der Betriebstechnik oder für Geräte und Systeme.
  • Die zweijährige Ausbildung zum/zur Industrietechnologen/-in für Automatisierungstechnik oder für Maschinenbau und Energietechnik.

Die klassische Ausbildung zum/zur Elektroniker/-in qualifiziert am besten für die Weiterbildung zum/zur Messtechniker/-in der Energietechnik. Die anderen Optionen sind zwar möglich, jedoch fehlt (allein schon aufgrund der reduzierten Ausbildungslänge) Fachwissen. Auch bei den Ausbildungen zum/zur technischen Assistent/-in, die zwei bis drei Jahre dauert und in den Fächern Elektronik und Datentechnik, Gebäudetechnik sowie Mechatronik, nachwachsende Rohstoffe und regenerative Energietechnik angeboten wird, fehlen insbesondere praktische Inhalte.

3. Studium

Wie bereits eingangs erwähnt, ist der Berufs des/der Messtechnikers/-in der Energietechnik erreichbar über eine Aus- und eine Weiterbildung. Wer nach beruflichem Aufstieg strebt, wird in der Regel ein Studium aufnehmen, um anschließend als Ingenieur/-in zu arbeiten. Mögliche Studienfächer sind die Automatisierungstechnik, die Energietechnik und die Elektrotechnik. Diese Studienschwerpunkte erwarten die Studenten dabei in der:

  • Automatisierungstechnik

    ➤ Grundstudium: Signalverarbeitung, Analysis, Digitaltechnik, Ein-/Mehrphasensysteme, Antriebstechnik, elektrische Netze und Felder, Halbleiterschaltungen, Mechanik, Mikroelektronik, Programmiersprachen, Prozesstechnik, Regelungstechnik, Thermodynamik, BWL, Energieanlagen und regenerative Energien. Wer diesen Studiengang als Duales Studium absolviert, hat die Möglichkeit, neben dem Studium die Ausbildung zum/zur Mechatroniker/-in zu machen.

    ➤ weiterführendes Studium der Automatisierungstechnik: Technik mit Schwerpunkt (Fahrzeugtechnik, Fertigungstechnik, Regelungstechnik, Medizintechnik, Prozessleittechnik), eingebettete Systeme, mechatronische Systeme, Automation, Robotik und Schwermaschinenbau.

  • Energietechnik

    ➤ Grundstudium: Elektrotechnik, Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik, Hochspannungstechnik, Kraftwerkstechnik, Antriebstechnik, Mechatronik, Messtechnik, Mikroprozessortechnik, Thermodynamik, Hybridantriebe, Informatik, Mathematik, Physik, Regenerative Energien, Mikroflug- und Tauchfahrzeuge sowie Thermodynamik. Wer sich für ein Duales Studiums der Energietechnik entscheidet, kann dieses mit der Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/-in kombinieren.

    ➤ weiterführendes Studium der Energietechnik: Abwasserreinigung, Katalyse, Biotechnologie, Aufbereitungstechnik, Chemie (Wasser, Boden, Luft), Fluidenergiemaschinen, Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik, Kraftwerkchemie, Prozessoptimierung, regenerative Energie, Prozesstechnik, Umweltbiotechnologie sowie Verbrennungstechnik.

  • Elektrotechnik

    ➤ Grundstudium: Automatisierungstechnik, Digitaltechnik, Bauelemente, Grundschaltungen, Messtechnik, Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik, Informatik und Programmiersprachen, Regelungstechnik, Mathematik, Mikrosystemtechnik, Mikroelektronik, Nachrichten- und Kommunikationstechnik, Physik, Mechanik, Datenkompression, Übertragungstechnik, elektromagnetische Verträglichkeit, Energieerzeugung/-verteilung, Gebäudesystemtechnik, Messtechnik und Schaltanlagen. Im Dualen Studium werden diese Inhalte theoretisch vermittelt und um Praxiswissen aus der Ausbildung zum/zur Elektroniker/-in ergänzt.

    ➤ weiterführendes Studium der Elektrotechnik: Automatisierungstechnik, eingebettete Systeme, Mischsignalschaltungen, Feldberechnung, Optical Signal Processing, Radio Frequency Technology, Schaltungsentwurf, Signalverarbeitung, Elektroantriebe, Regelungssysteme sowie System-/Schaltungssimulation.

Wer sich stärker spezialisieren will, kann ein Studium der Erneuerbaren Energien, der Fahrzeugelektronik oder der Gebäudetechnik absolvieren.

4. Tätigkeit

Messtechniker für Energietechnik arbeiten in Unternehmen der Energieversorgung, in der Produktion von Generatoren und Transformatoren sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Auch in der Gebäudeausrüstung und in der Automatisierungstechnik sind Messtechniker der Energietechnik gefragt. Auch ermöglicht es ihnen ihre Hauptqualifikation – die Überprüfung von Fehler- und Störungsmeldungen – Messungen durchzuführen und die Ergebnisse entsprechend auszuwerten.

Die Arbeit eines Messtechnikers beginnt, wenn die Störungs- oder Fehlermeldung eintrifft. Anschließend führt der Messtechniker für Energietechnik Messungen durch, um die exakte Fehlerursache bestimmten zu können. Prüfprogramme helfen ihm dabei. Die Ergebnisse der Auswertung werden anschließend in einen Prüfbericht geschrieben. Die notwendige Reparatur können Messtechniker entweder selbst initiieren oder mit einem Vorgesetzten oder einem Mitarbeiter im Qualitätsmanagement.

Die Hauptaufgabenbereiche eines Messtechnikers der Energietechnik sind dreigeteilt:

  • Entgegennahme von Störungs- und Fehlermeldungen
  • Messungen durchführen: Messprogramme erstellen, Messergebnisse auswerten, Ableitungen dokumentieren, Protokolle/Berichte erstellen
  • Reparaturen veranlassen
  • Überwachung von Prüf- und Messgeräten