*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Montageleiter

Datenbasis: 94 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.196 € 3.422 € 5.013 €
Baden-Württemberg 4.052 € 4.327 € 4.408 € Jobs Montageleiter
Bayern 2.302 € 3.077 € 4.809 € Jobs Montageleiter
Berlin 2.400 € 3.643 € 3.709 € Jobs Montageleiter
Brandenburg 1.673 € 2.607 € 3.819 € Jobs Montageleiter
Bremen 2.110 € 3.288 € 4.817 € Jobs Montageleiter
Hamburg 2.329 € 3.630 € 5.318 € Jobs Montageleiter
Hessen 2.865 € 3.766 € 4.525 € Jobs Montageleiter
Mecklenburg-Vorpommern 1.615 € 2.516 € 3.686 € Jobs Montageleiter
Niedersachsen 2.504 € 2.708 € 3.260 € Jobs Montageleiter
Nordrhein-Westfalen 1.882 € 3.340 € 4.674 € Jobs Montageleiter
Rheinland-Pfalz 2.159 € 3.365 € 4.929 € Jobs Montageleiter
Saarland 2.088 € 3.254 € 4.767 € Jobs Montageleiter
Sachsen 1.689 € 2.632 € 3.856 € Jobs Montageleiter
Sachsen-Anhalt 1.655 € 2.579 € 3.778 € Jobs Montageleiter
Schleswig-Holstein 2.110 € 3.288 € 4.817 € Jobs Montageleiter
Thüringen 1.716 € 2.674 € 3.917 € Jobs Montageleiter

Montageleitung:

1. Gehalt

Als Montageleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.422 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 94 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.196 € beginnen, Montageleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.013 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.288 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.327 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Montageleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.783 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.890 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.979 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.550 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.643 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.999 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.702 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.510 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Montageleiter /-in ist kein klassischer Ausbildungsberuf, der nur auf einem Weg erreicht werden kann. Vielmehr ist lediglich geregelt, dass eine Weiterbildung Grundvoraussetzung für diesen Beruf ist. Nicht vorgegeben ist, ob es sich um eine Weiterbildung nach einer Ausbildung oder nach einem Studium handeln muss.

Nachstehend sind typische Weiterbildungsberufe aufgelistet, die Zugang zum Beruf des/der Montageleiter /-in gewähren:

➤ Die Weiterbildung zum/zur Industriemeister /-in ist in vielen Fachrichtungen (u.a. Akustik- und Trockenbau, Betonsteinindustrie, Elektrotechnik, Flugzeugbau, Gleisbau, Holz, Isolierung, Leit- und Sicherungstechnik, Leitungsbau, Metall, Naturwerkstein) möglich. Neben den jeweils fachspezifischen Inhalten werden auch relevante Rechtsvorschriften (Grundgesetz, Gesetzgebung und Recht, Datenschutzrecht, Umweltschutzrecht, Arbeitsrecht, Sozialrecht), BWL (Organisationsentwicklung, Kostenmanagement, Kalkulationen), Information und Planung (Prozessdaten, Projektmanagement, Präsentationstechniken) sowie naturwissenschaftliche und technische Grundlagen (Energieformen, Kennzahlen, Statistik) vermittelt.

➤ Die Weiterbildung zum/zur Techniker /-in der Elektrotechnik wird ebenfalls mit mehreren Schwerpunkten (Automatisierungstechnik, Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnik) angeboten. Bei allen Fachrichtungen werden Methoden des Projektmanagements vermittelt sowie die prozessbezogene Analyse, Auswahl und Entwicklung von Baugruppen und Geräten.

➤ Die Weiterbildung zum/zur Techniker /-in der Maschinentechnik wird mit diesen Schwerpunkten angeboten: Automatisierungstechnik, Betriebsmittel/Werkzeugbau, Betriebstechnik, Fertigungstechnik, Kunststoff- und Kautschuktechnik, Mechatronik, Umweltschutzverfahrenstechnik, Verfahrenstechnik. Neben den Werkstoff- und damit auch fachspezifischen Ausbildungsinhalten werden die funktionsgerechte Konstruktion von Bauteilen, maschinenbautechnische Fertigungsverfahren, Messverfahren, Kostenermittlungsstrategien und spezielle Rechtsgrundlagen vermittelt. Auch die Datenverarbeitung sowie die betrieblichen Organisationsformen sind Teil der Weiterbildung.

➤ Auf dem Stundenplan angehender Metallbautechniker stehen in jedem Fall diese Ausbildungsinhalte: Stahlbaukonstruktion, Fertigungstechnik, Datenverarbeitung, Statik, Werkstoffkunde, Industriebbetriebslehre, Metallbau sowie Berufs- und Arbeitspädagogik. Auch in diesem Weiterbildungsberuf gibt es mehrere Fachrichtungen: Gebäudetechnik, Leichtmetallbau oder Stahlbau.

Darüber hinaus gibt es noch unzählig viele Weiterbildungen, die zum Montageleiter qualifizieren. Wichtig sind in diesem Beruf nämlich die fachliche Expertise sowie die Fähigkeit, Mitarbeiter zu führen. Eine Alternative zum Beruf des/der Montageleiters /-in ist der des/der bauleitenden Monteur /-in. Hierfür ist eine Aus- und Weiterbildung im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Grundvoraussetzung.

3. Studium

Wie eingangs bereits erwähnt, kann die fachliche Expertise, die ein Teil der Fähigkeiten des/der Montageleiters /-in ist, auch durch ein Studium erlangt werden. Mögliche grundständige Studienfächer sind beispielsweise diese:

➤ Elektrotechnik. Wer ein Studium der Elektrotechnik anstrebt, wird ganz verschiedene Bereiche der Technik kennenlernen wie zum Beispiel die Automatisierungstechnik, die Digitaltechnik, die Antriebstechnik, die Messtechnik, die Fahrzeugtechnik, die Regelungstechnik, die Mikrosystemtechnik oder die Übertragungstechnik. Daneben werden einige Grundfertigkeiten vermittelt wie Grundschaltungen, Informatik, Programmsprachen, Mathematik, Physik, Mechanik und Energieerzeugung.

➤ Gebäudetechnik/Gebäudeenergietechnik. Auch hier stehen einige Spezialgebiete der Technik im Fokus wie die Energie- und Umwelttechnik, die Gebäude- und Energietechnik, die Werkstoff- und Konstruktionstechnik, die Heizungstechnik, die Mess- und Regelungstechnik, die Raumlufttechnik, die Sanitärtechnik, die Brennwerttechnik, die Gastechnik, die Kältetechnik und die Solartechnik. Daneben werden kaufmännische, rechtliche, naturwissenschaftliche und mathematische Grundlagen vermittelt, moderne Baustoffe thematisiert und praktische Übungen durchgeführt.

➤ Holztechnik. Natürlich steht der Werkstoff Holz bei diesem Studium im Fokus. Das bedeutet auch, dass Fächer wie Holzwerkstofftechnik, Holzbearbeitungsmaschinen, Fertigungstechnik, Maschinen-, Werkstoff- und Schadstoffkunde ebenso wichtig sind wie verschiedene Techniken (Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Energietechnik, CNC-Technik).

➤ Ingenieurwissenschaft. Mathematik, Physik und Chemie sind Grundbestandteile eines Studiums der Ingenieurwissenschaft. Darüber hinaus werden die Themen Informatik, computergestützte Prozess- und Produktmodellierung, digitale Schaltungen sowie Materialwissenschaften, Signaldarstellung, technische Mechanik und Thermodynamik vermittelt und mit Spezialwissenschaften wie Algorithmik, Material Modeling, Process Engineering sowie Festkörper- und Fluiddynamik kombiniert.

Maschinenbau. Im Rahmen eines Maschinenbau-Studiums stehen diese Themen auf dem Stundenplan: BWL, CAD, Datenverarbeitung, Elektrotechnik, Fertigungs- und Fügeverfahren, Konstruktionselemente, Mathematik, Physik, Regelungs- und Steuertechnik, Mechanik, Thermodynamik, Werkstoffkunde, Automatisierungstechnik, Erneuerbare Energien, Getriebetechnik, Konstruktionssystematik sowie Produktionsplanung und -steuerung.

➤ Bauingenieurwesen. Ganz nah am Thema Bau ist ein Studium des Ingenieurwesens. Dabei stehen die Themen Baubetrieb, Baustatik, Baustoffe, Holzbau, Massivbau, Siedlungswasserwirtschaft, Stahlbau, Straßenbau, Vermessung, Agrarwirtschaft und Verkehrsplanung auf dem Lehrplan.

Noch besser als vielleicht in vielen anderen Berufen eignet sich auch hier die Kombination im Rahmen eines Dualen Studiums, denn neben theoretischem Fachwissen wird die Praxis des jeweiligen Ausbildungsberufes vermittelt.

4. Tätigkeit

Montageleiter arbeiten im Werkzeug- und Maschinenbau, finden Beschäftigungen im Metallbau, bei Ausbau- und Baufirmen sowie in der Fahrzeug- und Automobilindustrie. Sie sind für die Planung, die Koordination und die Ausführung von Montagearbeiten als Führungskraft verantwortlich. Neben Mitarbeitern der eigenen Firma arbeiten sie auch mit anderen Gewerken und Unternehmen zusammen – und agieren als Projektplaner vor Ort. Arbeits- und auch Zeitpläne sind dabei ihre Richtlinie, der sie akribisch genau folgen. Sie beschäftigen sich neben der Projektplanung also auch mit der Umsetzung und bestimmen die Arbeitsabläufe.

Die fachliche Anleitung der Mitarbeiter und die Überprüfung der Qualität der Arbeit stehen dabei ebenso im Fokus wie die Einhaltung von Umwelt-, Gesundheits- und Qualitätsvorschriften. Daneben tragen sie dafür Sorge, dass Material, Bauteile und Betriebsmittel zur rechten Zeit zur Verfügung stehen. Weitergehend überwachen sie den fachgerechten Aus- und Einbau, nicht zuletzt in Hinblick auf die verwendeten Materialien. Sind die Arbeiten auf einer Baustelle fertiggestellt, bereiten Montageleiter die Abnahme durch den Auftraggeber vor. In diesem Zusammenhang werden Abnahmedokumente erstellt und Abrechnungsunterlagen (Arbeitszeiten, Regieleistungen, Aufzeichnungen, Stücklisten) entsprechend finalisiert.

Das Gehalt kann von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab, der Stundenlohn und Durchschnittsgehalt passen sich den Anforderungen an, wie zum Beispiel bei Montageaufträgen.