*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Schadenregulierer(Versicherung)

Datenbasis: 416 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.343 € 4.111 € 6.050 €
Baden-Württemberg 2.375 € 4.443 € 5.550 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Bayern 2.233 € 4.123 € 5.628 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Berlin 2.142 € 3.001 € 5.633 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Brandenburg 1.633 € 2.865 € 4.216 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Bremen 2.251 € 3.950 € 5.813 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Hamburg 2.510 € 3.914 € 6.000 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Hessen 2.066 € 4.066 € 6.249 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Mecklenburg-Vorpommern 1.722 € 3.022 € 4.447 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Niedersachsen 2.673 € 4.450 € 7.682 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Nordrhein-Westfalen 2.366 € 4.229 € 6.308 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Rheinland-Pfalz 2.620 € 4.221 € 6.510 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Saarland 2.412 € 3.501 € 4.492 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Sachsen 2.124 € 2.767 € 3.519 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Sachsen-Anhalt 1.571 € 2.757 € 4.057 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Schleswig-Holstein 2.057 € 3.610 € 5.313 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)
Thüringen 1.831 € 3.213 € 4.728 € Jobs Schadenregulierer(Versicherung)

Schadenregulierung (Versicherung):

1. Gehalt

Als Schadenregulierer (Versicherung) liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.111 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 416 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.343 € beginnen, Schadenregulierer (Versicherung) in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.050 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.610 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.443 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Schadenregulierer (Versicherung) in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.242 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.400 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.947 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.315 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.811 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.880 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.158 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.979 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.760 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Schadenregulierer /-in ist kein Ausbildungsberuf. Personen, die sich für diese Tätigkeit interessieren, können über eine kaufmännische Ausbildung in der Versicherungswirtschaft und einer anschließenden Weiterbildung Zugang zu diesem Beruf erhalten. Eine Ausbildung zum/zur Versicherungskaufmann /-frau bietet sich an. Sie geht über drei Jahre, der Unterricht findet an der Berufsschule und im Versicherungsbetrieb statt. Zugangsvoraussetzungen gibt es keine. Allerdings stellen die Betriebe überwiegend Schulabgänger mit Hochschulreife ein. Zudem sollten die Bewerber gute Kenntnisse in Deutsch, Mathematik und Wirtschaft besitzen.

In der Ausbildung lernt der Azubi verschiedene Versicherungsprodukte kennen und entwickelt kundengerechte Lösungsvorschläge. Zudem setzt er sich mit Rechnungswesen und kaufmännischer Steuerung auseinander und lernt, Kunden über Maßnahmen der Schadenverhütung zu beraten sowie Rechtsgrundlagen anzuwenden. Weiterhin erhält er profunde Kenntnisse, wie man Sachverhalte beurteilt, Leistungen feststellt, Schaden und Leistungsfälle bearbeitet, und Kunden berät. Darüber hinaus beschäftigt sich der Azubi mit dem Beschwerdemanagement und der Qualitätssicherung. Die Ausbildung schließt der Azubi mit einer schriftlichen Prüfung ab, die verschiedene Bereiche der Versicherungswirtschaft abfragt.

Anschließend kann sicher der/die Versicherungskaufmann /-frau über eine mehrwöchige oder mehrmonatige Weiterbildung zum geprüften Schadenregulierer /-in ausbilden lassen. Dort erlernt der Teilnehmer das aktive Schadensmanagement, rechtliche Grundlagen, Risikomanagement sowie die Hilfestellung in der Positionierung beim Kunden. Die Weiterbildung wird von Versicherungsakademien und anderen privaten Bildungsinstituten angeboten.

Die wichtigsten Weiterbildungsinhalte sind:

  • Schadenermittlung,
  • Berichterstattung,
  • Versicherungsvertragsgesetz,
  • Schadenverhütung,
  • Risikomanagement,
  • Verhandlungstraining,
  • Sanierung,
  • Gebäude- und Bautechnik,
  • Sachversicherungen,
  • Betriebswirtschaft,
  • Abfallentsorgung,
  • Erkennen von Versicherungsbetrug.

Die Weiterbildung muss der Teilnehmer mit einer schriftlichen Prüfung abschließen. Diese berechtigt ihn zu der Qualifikationsbezeichnung geprüfte /-r Schadenregulierer /-in. Da sich Gesetze und Normen im Versicherungswesen ändern und auch die Versicherung selbst ihre Policen weiterentwickeln, muss sich der Schadenregulierer regelmäßig weiterbilden, um beruflich und fachlich auf dem aktuellen Stand bleiben zu können.

3. Studium

Schadenregulierer können sich über ein Studium fortbilden, um beruflich aufzusteigen. Gut geeignet ist ein Studium, das sich mit dem Versicherungswesen beschäftigt, wie Versicherungsbetriebswirtschaft oder Versicherungswesen. Bewerber benötigen für das Bachelorstudium eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. In einigen Fällen erhält ein Bewerber auch ohne Hochschulreife mit der abgeschlossenen Berufsausbildung einen Zugang.
Der Studiengang Versicherungswesen geht über sechs Semester und behandelt aktuelle Problemstellungen. Im Grundstudium konzentriert sich der Student auf Bereiche der Versicherung, der Betriebswirtschaft und der Volkswirtschaft und erhält rechtliche und mathematische Grundlagen. Dabei stehen die Versicherungswirtschaft und Sachverhalte im Versicherungswesen im Vordergrund.

Im Hauptstudium kann sich der Student auf ein oder zwei bestimmte Versicherungszweige spezialisieren. Zudem befasst er sich mit dem Risiko- und Schadensmanagement sowie verschiedenen Funktionen in der Versicherungswirtschaft. Die Lehrveranstaltungen finden mehrheitlich in Seminaren, Vorlesungen, Gruppenarbeiten und Lehrgesprächen statt. Jedes Fach besteht aus einem oder mehreren Modulen, die eine Prüfungseinheit bilden. Das Studium der Versicherungsbetriebswirtschaft ist ähnlich aufgebaut und hat vergleichbare Inhalte, sodass hier nicht gesondert darauf eingegangen wird.

Wichtige Fächer des Versicherungswesen-Studiengangs sind:

  • Mathematik,
  • Statistik,
  • Versicherungsbetriebswirtschaftslehre,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • Risikomanagement,
  • Steuerlehre,
  • Rechnungswesen,
  • Finanzierung
  • Versicherungszweige,
  • Schadenmanagement,
  • Personal und Bildungswesen,
  • Versicherungsmarketing,
  • Organisation eines Versicherungsbetriebs,
  • Englisch,
  • Informationstechnik,
  • Kommunikation,
  • Soft Skills.

Der Student schließt das Studium mit einer Abschlussarbeit ab, die praxisnah und fachlich sein muss und ein aktuelles Themen beinhalten sollte. Anschließend hat der Studierende die Möglichkeit, ein weiterführendes Masterstudium im Versicherungswesen zu absolvieren. Es bereitet auf Führungspositionen vor und geht über vier Semester. Themenschwerpunkte sind Personen- und Schadenversicherung, Risikomanagement, Projektmanagement, Versicherungsmanagement und internationales Recht. Der Masterstudiengang ist praxisorientiert. Während der Studienzeit kann der Student bereits einer beruflichen Tätigkeit in Teilzeit nachgehen.

4. Tätigkeit

Der/die Schadenregulierer /-in arbeitet bei einer Versicherung und prüft, ob Schadensereignisse von Kunden durch Versicherungsverträge abgedeckt sind. Im Einzelnen überprüft er Diebstahl-, Feuer-, Haftpflicht- oder Reiseversicherungen. Bei Schadensmeldungen klärt er, ob der Versicherungsnehmer Anspruch auf Leistungen hat und begründet das in dem Versicherungsfall. Weiterhin klärt der/die Schadensregulierer /-in die Kunden über Abwicklungsmöglichkeiten und Pflichten auf. Er informiert über Schadensminderungs- oder Mitwirkungspflicht und fordert Beweise, wie Kostenvoranschläge für Reparaturen oder Sachverständigengutachten ein. Auch er selbst ist oft vor Ort, um den Schaden zu begutachten. Darüber hinaus entscheidet er über Leistungsansprüche, berechnet Leistungen, weist Schadensregulierungen an und erstellt Regulierungsberichte. Wenn eine Versicherungsklausel nicht als erfüllt anzusehen ist, informiert er den Kunden, dass der Schaden von der Versicherung nicht reguliert wird.

Zudem verweist er auf Versicherungsvarianten, die vorliegende Risiken abdecken und leitet gegebenenfalls Vertragsänderungen ein. Der/die Schadensregulierer /-in arbeitet eigenständig. Im Falle eines Schadens geht er serviceorientiert auf die Kunden ein, bleibt aber gleichzeitig kritisch und überprüft genau, ob Ansprüche auf Leistungen vorliegen. Bei seiner Tätigkeit muss er die gesetzlichen Vorschriften und Vorgaben einhalten und mit den Daten vertraulich umgehen.

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