*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Schulleiter / Schulleiterin

Datenbasis: 186 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.929 € 4.418 € 6.510 €
Baden-Württemberg 3.174 € 4.551 € 5.918 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Bayern 2.952 € 4.586 € 6.221 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Berlin 3.330 € 4.298 € 6.313 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Brandenburg 2.231 € 3.365 € 4.958 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Bremen 2.814 € 4.245 € 6.255 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Hamburg 3.052 € 4.768 € 8.931 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Hessen 3.437 € 4.652 € 6.844 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Mecklenburg-Vorpommern 2.153 € 3.248 € 4.786 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Niedersachsen 2.634 € 4.394 € 7.467 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Nordrhein-Westfalen 2.973 € 5.273 € 6.706 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Rheinland-Pfalz 2.586 € 3.900 € 5.747 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Saarland 2.785 € 4.201 € 6.190 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Sachsen 2.253 € 3.398 € 5.007 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Sachsen-Anhalt 1.943 € 2.931 € 4.319 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Schleswig-Holstein 2.572 € 3.880 € 5.717 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin
Thüringen 2.289 € 3.453 € 5.088 € Jobs Schulleiter / Schulleiterin

Schulleiter / Schulleiterin:

1. Gehalt

Als Schulleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.418 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 186 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.929 € beginnen, Schulleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.510 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.880 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.551 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Schulleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.852 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.114 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.788 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.001 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.546 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.642 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.136 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.503 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.175 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Schulleiter /-in ist ein leitender Beruf, der über keine eigenständige Ausbildung verfügt. Schulleiter /-in wird man nach einer langen Praxisphase sowie zwingend erforderlicher Qualifikationen. Der Zugang zu dieser Tätigkeit ist reglementiert. Ausschließlich Personen, die eine zweite Staatsprüfung und den Vorbereitungsdienst abgeschlossen haben, werden für diese Stelle zugelassen. Der Vorbereitungsdienst erfordert ein Lehramtsstudium. Da die Tätigkeit den Umgang mit Kindern umfasst, ist zudem ein erweitertes Führungszeugnis erforderlich.

Wer über keine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann in vielen Fällen als Fachlehrer in einer Schule arbeiten und so den ersten Schritt auf der Karriereleiter erklimmen. In vielen Bundesländern gibt es Ausbildungswege, die einen Einstieg in den Fachlehrerberuf ermöglichen, ohne dass dafür studiert werden muss. Voraussetzungen sind in der Regel eine mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Meisterabschluss. Die Fachlehrer können als musische, kaufmännische oder technische Lehrer arbeiten und Fächer wie Hauswirtschaft, Handarbeit, Verwaltung, Wirtschaft, Textverarbeitung oder Werken unterrichten. Auch im IT-Bereich können Personen mit mehrjähriger Berufserfahrung ohne Lehramtsstudium Zugang zu einem Lehrerberuf erhalten. Quereinsteiger haben in manchen Bundesländern bei einem Fachlehrermangel die Möglichkeit, ein Referendariat zu absolvieren. Eine Verbeamtung ist nach ein paar Jahren als Lehrkraft möglich, die Aufstiegsmöglichkeiten sind allerdings eingeschränkt.

Die Vorbereitung auf die Fachlehrkrafttätigkeit findet in Seminaren statt. Die Einstellung erfolgt anhand einer Eignungsprüfung, die aus einem fachlichen Teil sowie einer praktischen und schriftlichen Prüfung besteht.

In Bayern, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern lässt sich eine staatliche Ausbildung zum Fachlehrer ablegen. Voraussetzungen sind eine mittlere Reife und ein bestandener Eignungstest. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Anschließend können die ausgebildeten Fachlehrer theoretisch an allen Schulen arbeiten.

Die Inhalte der Ausbildung zum/zur Fachlehrer /-in sind:

  • Schulpraktische Inhalte,
  • Hospitationen,
  • Unterricht unter Anleitung,
  • Didaktik,
  • Methodik,
  • Berufspädagogik,
  • pädagogische Psychologie,
  • pädagogische Soziologie,
  • Schul- und Berufsbildungsrecht.

Die Teilnehmer schließen die Ausbildung mit einer staatlichen Prüfung ab.

3. Studium

Personen, die eine Führungsposition zum/zur Schulleiter /-in anstreben, müssen ein Lehramtsstudium absolvieren. Das Studium erstreckt sich über zwei Phasen. Zuerst absolvieren die Studierenden einen dreijährigen Bachelorstudiengang und anschließend ein Lehramtsmasterstudium, das vier Semester umfasst. Danach ist der Eintritt in den Vorbereitungsdienst möglich. Die Studenten schließen diesen mit dem Staatsexamen ab.
Das Lehramtsstudium ist modulartig aufgebaut. Je nach Lehramtslaufbahn (Grundschule, Sekundarstufe, Gymnasium oder Berufsschule) können die Studenten verschiedene Fächerkombinationen, wie Biologie und Chemie, Deutsch und Französisch oder Englisch und Geschichte wählen. Das Bachelorstudium umfasst 180 Leistungspunkte, das Masterstudium 120 Leistungspunkte.

Die Studieninhalte für das Lehramt an Sekundarschulen beinhalten Fachwissenschaften, wie Sonderpädagogik und Bildungswissenschaften sowie professionsbezogene Studienfächer, wie Fachdidaktik, Sprachbildung oder Deutsch als Zweitsprache.
Für das Berufsziel Grundschullehramt kombinieren die Studenten drei Fächer miteinander. Eines dieser Fächer vertiefen die Studierenden. Zu den Fachwissenschaften zählen Grundschulpädagogik, Inklusion und Bildungswissenschaften.

Die Ausbildung umfasst verschiedene Praxiselemente und Praktika an allgemeinbildenden Schulen. Dort erhalten die Studenten einen Einblick in den Berufsalltag eines Lehrers. Das Lehramtsstudium ist nur auf regulären Universitäten wählbar. Einige wenige Hochschulen bieten die Möglichkeit, mit dem klassischen Staatsexamen abzuschließen. Im Zuge der Umstrukturierung schließen die Studenten mit dem Bachelor- und Master of Education ab.

Die wichtigsten Fächer des Lehramt-Studiengangs sind:

  • Erziehungswissenschaften,
  • Berufswissenschaften,
  • Bildungswissenschaften,
  • Sonderpädagogik,
  • Grundschulpädagogik,
  • Sprachbildung,
  • Didaktik,
  • Deutsch,
  • Englisch,
  • Französisch,
  • Ethik,
  • Philosophie,
  • Geschichte,
  • Informatik,
  • Politische Bildung,
  • Physik.

Am Ende des Bachelorstudiums müssen die Studierenden eine Thesis erstellen. Danach führen sie ihr Studium in einem konsekutiven Lehramtsmasterstudium weiter. Die gewählte Fächerkombination müssen die Studenten dabei beibehalten. Der Studiengang endet mit dem Master of Education.

Anschließend müssen die Absolventen ein eineinhalbjähriges Referendariat an einer Schule absolvieren. Während dieser Zeit unterrichten sie als angehende Lehrkräfte und müssen verschiedene Lehrproben absolvieren. Der Unterricht wird von Prüfern beobachtet und bewertet. Aus den einzelnen Noten setzt sich die Abschlussnote zusammen.

4. Tätigkeit

Schulleiter sind an allgemeinbildenden oder weiterführenden Schulen tätig und kümmern sich um alle pädagogischen, finanziellen und organisatorischen Angelegenheiten der Bildungseinrichtung. Als Leiter vertreten sie die Schule gegenüber Behörden, Verbänden, Institutionen und Schulträgern. Die Schulleiter übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit und sorgen für ein positives pädagogisches Bild nach außen. Darüber hinaus üben sie eine Lehrtätigkeit aus und unterrichten Schüler in einem oder mehreren Fächern. Die Schulleiter organisieren und koordinieren den Unterrichtsbetrieb. Sie teilen die Kurse, Klassen und Lehrkräfte ein, erstellen Stundenpläne und kümmern sich um Vertretungen und Aufsichtspersonen. Weiterhin leiten sie Lehrerkonferenzen und Dienstbesprechungen. Sie sind Ansprechpartner für alle fachlichen und pädagogischen Fragestellungen.

Schulleiter setzen sich für die Belange der Schüler ein und ergreifen disziplinarische Maßnahmen. Die Arbeit erfordert ein hohes Maß an Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen. Als Führungskraft benötigen sie Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Von den Schulleitern wird verlangt, dass sie sich intensiv für die Schule engagieren.