*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Servicemonteur / Kundendienstmonteur

Datenbasis: 108 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.019 € 2.720 € 3.516 €
Baden-Württemberg 2.320 € 3.122 € 4.106 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Bayern 1.944 € 2.820 € 3.943 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Berlin 1.889 € 2.545 € 3.290 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Brandenburg 1.538 € 2.072 € 2.678 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Bremen 1.841 € 2.480 € 3.206 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Hamburg 2.141 € 2.885 € 3.729 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Hessen 2.447 € 2.854 € 3.380 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Mecklenburg-Vorpommern 1.510 € 1.849 € 2.653 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Niedersachsen 2.247 € 2.706 € 2.813 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Nordrhein-Westfalen 2.034 € 2.734 € 3.939 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Rheinland-Pfalz 1.992 € 2.698 € 2.904 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Saarland 1.920 € 2.586 € 3.343 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Sachsen 1.620 € 2.182 € 2.821 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Sachsen-Anhalt 1.716 € 2.312 € 2.989 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Schleswig-Holstein 1.806 € 2.433 € 3.145 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur
Thüringen 1.804 € 2.431 € 3.142 € Jobs Servicemonteur / Kundendienstmonteur

Servicemonteur / Servicemonteurin | Kundendienstmonteur / Kundendienstmonteurin:

1. Gehalt

Als Servicemonteur / Kundendienstmonteur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.720 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 108 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.019 € beginnen, Servicemonteure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.516 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.433 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.122 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Servicemonteur / Kundendienstmonteur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.608 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.851 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.805 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.637 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.706 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.844 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.710 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.736 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.186 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Servicemonteur /-in bzw. Kundendienstmonteur /-in ist ein Beruf, der in der Regel über eine Ausbildung in Kombination mit einer Weiterbildung erlernbar ist. Das besondere an dem Beruf ist, das Servicemonteure ganz verschieden spezialisiert sind. Sie arbeiten z.B. als:

  • Servicemonteur / Kundendienstmonteur - Kältetechnik
  • Servicemonteur / Kundendienstmonteur - Heizungs- und Raumlufttechnik
  • Servicemonteur / Kundendienstmonteur - Elektrotechnik
  • Servicemonteur / Kundendienstmonteur - Heizung, Klima und Sanitär

Zugang zu dieser Tätigkeit erhalten theoretisch alle Handwerksgesellen im jeweiligen Fachbereich. Vorausgesetzt wird neben fundierten technischen Fachkenntnissen eine selbstständige und sorgfältige Arbeitsweise. Zudem benötigen Bewerber einen Führerschein der Klasse B, um die Montage- und Kundendiensteinsätze durchführen zu können.
Eine geeignete Ausbildung ist beispielsweise die zum/zur Anlagenmechaniker /-in, die 3,5 Jahre dauert. Der theoretische Unterricht wird an der Berufsschule vermittelt, den Rest der Ausbildung verbringen die Azubis im Ausbildungsbetrieb. Rechtlich müssen Bewerber keine bestimmte Vorbildung nachweisen.

Die Azubis lernen in der Ausbildung, wie sie die Anlagen- und Systemtechnik anwenden, Klimaanlagen in Betrieb nehmen, Auftragsarbeiten durchführen, bauphysikalische, baubiologische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen, kundenspezifische Anforderungen entgegennehmen, Informationen beschaffen und auswerten, versorgungstechnische Anlagen instand halten, Funktionskontrollen vornehmen und Baugruppen installieren. Darüber hinaus erhalten die Azubis Kenntnisse über Ressourcenschonung und Umweltschutz und bilden sich in Fächern, wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde und Rechnungswesen weiter.

Die wichtigsten Inhalte der Ausbildung, die auch für eine Tätigkeit als Servicemonteur benötigt werden, sind:

  • Betriebliche und technische Kommunikation,
  • Kundenorientierte Kommunikation,
  • Planung und Steuerung von Arbeitsabläufen,
  • Qualitätsmanagement,
  • Prüfen und Messen,
  • Fügen,
  • Instandhaltung,
  • Fertigen von Bauelementen,
  • Installieren von versorgungstechnischen Anlagen,
  • Montieren von Mess- und Steuerungseinrichtungen,
  • Wartung von technischen Systemen,
  • Transport von Bauteilen,
  • Durchführung von Dämm- und Dichtungsmaßnahmen
  • kundenorientierte Auftragsbearbeitung.

Die Azubis legen eine Zwischenprüfung und am Ende der Ausbildung eine Gesellenprüfung ab. Diese besteht aus zwei Teilen und umfasst eine Arbeitsaufgabe, die mit einem Kundenauftrag verbunden ist. Zum Beispiel muss der Azubi eine Klimaanlage einrichten.

Im Anschluss an die Ausbildung können die Anlagemechaniker als Servicemonteure für Klimaanlagen tätig werden oder sich weitere Fachkenntnisse aneignen und eine Prüfung als Heizungsbaumeister oder Installateurmeister ablegen.

3. Studium

Um als Servicemonteur /-in beruflich aufzusteigen, bietet sich ein Studium der Versorgungstechnik an. Der Bachelorstudiengang umfasst eine Regelstudienzeit von sieben Semestern und ist in Vollzeit oder im dualen Studium absolvierbar. Zugang zum Studium erhält, wer eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife nachweisen kann. An vielen Hochschulen muss der Bewerber auch ein mehrwöchiges Grundpraktikum vorweisen.

Das Studium der Versorgungstechnik umfasst alle technischen Maßnahmen, die in Gebäuden und Räumen sowie Betriebsstätten der energetischen Versorgung, der stofflichen Versorgung und der Entsorgung dienen. Ein Teilgebiet der Versorgungstechnik ist die technische Gebäudeausrüstung. Die Studierenden lernen das Gebäude für die Nutzer benutzbar zu machen und verschiedene sicherheitstechnische Systeme und Anlagen zu integrieren. Der Studiengang hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen, denn durch die strukturelle Weiterentwicklung ist die Industrie auf qualifizierte Versorgungsingenieure angewiesen. Die Studierenden befassen sich mit kostengünstiger Energieversorgung, sparsamer und umweltfreundlicher Heiz- und Prozesswärme, Wasserversorgung, Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik und Regelungstechnik. Der Studiengang vermittelt fundiertes Fachwissen im Auf- und Ausbau von modernen versorgungstechnischen Strukturen.

Das Studium der Versorgungstechnik ist praxisorientiert und enthält zwei praktische Studiensemester. Im Grundstudium stehen Grundlagenfächer der Ingenieurwissenschaften im Mittelpunkt. Im Hauptstudium befassen sich die Studenten mit anwendungsorientierten Gebieten in der Versorgungstechnik und können ihr Wissen mit Wahlpflichtfächern in einem Bereich spezialisieren. Weiterhin können die Studierenden einen Schwerpunkt in Heizungs- und Klimatechnik, Gas-und Wassertechnik oder Umwelttechnik legen.

Wichtige Fächer des Studiengangs Versorgungstechnik sind:

➤ Mathematik, Physik, Chemie, Technische Mechanik, Konstruktionselemente, Werkstoffkunde, Prozesstechnik, Messtechnik, Heizungstechnik, Ver- und Entsorgungstechnik, Kälte- und Klimatechnik, Wasser- und Umwelttechnik, Energietechnik und Energieversorgung, Ökologie, Luftreinhaltung und Umweltüberwachung, Abwasser- und Abfalltechnik, Regelungstechnik, Strömungslehre, Thermodynamik, Vertragsrecht, Betriebspsychologie, EDV-Anwendungen, Technisches Englisch, Auftragsabwicklung, Betriebswirtschaftslehre.

Die Studierenden schließen das Studium mit einer wissenschaftlichen bei Bachelorthesis ab.

4. Tätigkeit

Servicemonteure warten und reparieren Anlagen eines bestimmten Fachgebiets, auf das sie spezialisiert sind. Z.B. in der Lüftungs- und Klimatechnik, Kältetechnik oder Elektrotechnik. Sie führen Wartungsaufträge durch und überprüfen regelmäßig verschiedene Funktionen. Im Klimabereich reinigen sie dann Filter und andere Teile der Klimaanlage, tauschen Heiz- und Kühlregister aus, stellen die Steuer- und Regelanlagen auf umweltfreundliche Werte ein und beseitigen im Notdienst kurzfristig auftretende Schäden. Sie montieren Heizungs- und Klimaanlagen, nehmen diese in Betrieb und bearbeiten Bleche und Profile aus Metall. Bei der Inbetriebnahme richten sie elektrische Baugruppen und Komponenten für Steuerungs- und Regelungsvorgänge ein. Sie achten darauf, dass die Einstellwerte optimal sind und die Wärmeleistung bei möglichst geringem Brennstoffverbrauch gewährleistet ist.

Servicemonteure beraten Kunden und weisen sie in die Bedienung der Geräte und Systeme ein. In Neubauten installieren sie energiesparende Systeme und koppeln diese mit der Solartechnik. Weiterhin sanieren sie bestehende Systeme und beschaffen Bauteile und Materialien, die sie für die Installation, Montage oder Wartung benötigen. Servicemonteure arbeiten viel mit der Hand. Sie benötigen handwerkliches Geschick, ein gutes Auge, sorgfältige Arbeitsweise, Umsicht, Schwindelfreiheit und eine gute körperliche Konstitution.