*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)

Datenbasis: 497 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.200 € 2.916 € 3.906 €
Baden-Württemberg 2.370 € 3.040 € 4.175 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Bayern 2.302 € 3.010 € 3.946 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Berlin 2.191 € 2.890 € 3.469 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Brandenburg 2.017 € 2.443 € 3.333 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Bremen 2.223 € 2.947 € 3.948 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Hamburg 2.053 € 3.097 € 4.140 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Hessen 2.227 € 2.965 € 4.077 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Mecklenburg-Vorpommern 1.618 € 2.144 € 2.872 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Niedersachsen 2.183 € 2.586 € 3.634 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Nordrhein-Westfalen 2.330 € 3.105 € 4.123 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Rheinland-Pfalz 2.496 € 2.808 € 3.144 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Saarland 2.387 € 3.056 € 3.797 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Sachsen 2.008 € 2.281 € 3.176 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Sachsen-Anhalt 2.181 € 2.516 € 2.903 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Schleswig-Holstein 2.364 € 3.152 € 3.708 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)
Thüringen 2.087 € 2.505 € 2.940 € Jobs Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL)

Stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL) oder Heimleitung:

1. Gehalt

Als Stellvertreter der Pflegedienstleitung (PDL) / Heimleitung liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.916 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 497 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.200 € beginnen, Stellvertreter der Pflegedienstleitung (PDL) / Heimleitung in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.906 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.152 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.040 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Stellvertreter der Pflegedienstleitung (PDL) / Heimleitung in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.721 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.788 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.826 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.981 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.983 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.992 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.806 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.162 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.454 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der stellvertretende Heimleiter, auch Stellvertretung der Pflegedienstleistung genannt, kümmert sich um die Personalplanung und das Management in einem Krankenhaus, einem Altenheim oder einer Kinderpflegeeinrichtung und vertritt den Heimleiter.

Es gibt keine Ausbildung zum /zur stellvertretenden Heimleiter /-in. Für die Ausübung der Tätigkeit benötigt die Person ein abgeschlossenes Studium im Pflegemanagement oder eine berufliche Weiterbildung als Pflegedienstleister /-in. Diese Weiterbildung wird zum Beispiel vom TÜV angeboten. Sie findet über mehrere Monate und berufsbegleitend in Teilzeit statt. Der Teilnehmer erwirbt spezielle betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die in einer Pflegeeinrichtung benötigt werden und befasst sich mit Personalführung, Pflegeorganisation, Qualitäts- und Projektmanagement und Marketing. Weiterhin werden rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen und Organisationstechniken vermittelt. Der Teilnehmer lernt Qualitätsziele zu steuern und erhält Kenntnisse im Risikomanagement sowie Zeit- und Selbstmanagement. In der Ausbildung werden darüber hinaus pflegefachliche Kompetenzen und ethische Richtlinien vermittelt.

Die Weiterbildung richtet sich an Pflegefachkräfte und Personen, die im Gesundheits- und Sozialwesen tätig sind und über einen Abschluss in einem pflegerischen Beruf sowie eine mindestens zweijährige Berufspraxis verfügen.

In der Weiterbildung lernt der Teilnehmer:

  • Abläufe im Pflegebereich zu koordinieren,
  • Pflegekonzepte zu entwickeln und zu optimieren,
  • Qualitätsnormen und Pflegestandards sicherzustellen,
  • Pflegeeinrichtungen betriebswirtschaftlich zu steuern,
  • Teams zu leiten und Konfliktmanagement,
  • Vertrags- und arbeitsrechtliche Aufgaben zu übernehmen,
  • Pflegedienstleistungen zu vermarkten,
  • Kooperationsbeziehungen aufzubauen,
  • Betriebliche Kennzahlen zu analysieren,
  • Kosten- und Leistungsrechnungen sowie Jahresabschlüsse zu erstellen,
  • Personal anzuleiten und zu beurteilen.

Der Teilnehmer schult zudem seine persönlichen und sozialen Kompetenzen. Abgeschlossen wird mit einer Prüfung und der Teilnehmer erhält ein Zertifikat, das die Qualifikation als Pflegedienstleiter /-in bescheinigt. Anschließend kann eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer als Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen abgelegt werden.

3. Studium

Wer stellvertretender Pflegedienstleiter oder Heimleiter werden möchte, der sollte ein Pflegemanagement Studium absolvieren. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester. Zulassungsvoraussetzungen sind eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder eine dreijährige pflegerische Ausbildung. Zudem sollte der Bewerber Vorkenntnisse in Politik, Wirtschaft, Recht, Biologie und Englisch besitzen.

Das Studium vermittelt praxisorientierte Pflegewissenschaften und Kenntnisse in der Leitung von ambulanten und stationären Alten- und Pflegereinrichtungen. Weiterhin befasst sich der Student mit Betriebswirtschaftslehre, Personalführung, Rechtswissenschaften, Soziologie und Psychologie. Dabei werden allgemeine Themen wie Gesundheitsförderung und Pflegetheorien genauso gelehrt wie organisatorische Grundlagen und Managementaufgaben der Unternehmensführung. Im Studium kann der Studierende verschiedene Wahlpflichtfächer belegen, mit denen er sich für den späteren Beschäftigungsbereich spezialisiert.

Die wichtigsten Inhalte des Pflegemanagement-Studiums:

  • Pflegewissenschaften,
  • Pflegekonzepte,
  • Recht,
  • Finanzmanagement und Controlling,
  • Sozialforschung,
  • Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik
  • ,
  • Pädagogik,
  • Pflegeprävention und Pflegequalität,
  • Marketing und Human Resources,
  • Epidemiologie,
  • Wirtschaftswissenschaften,
  • Fachenglisch,
  • Pflegerische Praxis und Pflegetechniken,
  • Krankenhaushygiene.

Angeboten wird Pflegemanagement meistens an Fachhochschulen, da das Studium einen starken Praxisbezug hat. Derzeit bieten mehr als 20 Hochschulen diesen Studiengang an. Nach Abschluss der Bachelorarbeit kann der Student einen weiterführenden Masterstudiengang in Pflegemanagement besuchen.

Neben Pflegemanagement kann alternativ auch Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie, Gesundheitswissenschaften und Sozialmanagement studiert werden. Auch diese Studiengänge vermitteln Kenntnisse und Grundlagen des Gesundheitssystems und der Pflege sowie der Gesundheitspolitik und des Managements.

4. Tätigkeit

Die Stellvertretung der Pflegedienstleitung (PDL) / Heimleitung vertritt den leitenden Heimleiter und übernimmt organisatorische, fachliche und personelle Aufgaben. Dazu gehören die Koordination der Pflegedienste und die Ablaufplanung der Pflegebereiche. Die stellvertretenden Heimleiter /-innen erstellen zudem Dienstpläne und Dienstanweisungen und geben dem Pflegepersonal Anweisungen und Anordnungen. Sie kümmern sich um die Qualitätssicherung und entwickeln gemeinsam mit der Pflegedienstleitung Betreuungskonzepte und Pflegemodelle. Zu den weiteren Tätigkeiten gehören Abrechnungen mit Krankenkassen, die Budgetierung, das Erstellen von Haushaltsplänen und Jahresberichten, die Kostenkontrolle- und Kostenüberwachung, Mitarbeiterbesprechungen, Personalentwicklungsmaßnahmen, Qualitätsmaßnahmen und das Einhalten von Pflegestandards.

Ein stellvertretender Pflegedienstleiter oder Heimleiter muss verantwortungsbewusst und sorgfältig sein und Kommunikationsstärke, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen besitzen. Psychische Stabilität und Einfühlungsvermögen sind in diesem Beruf eine Voraussetzung.