*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Textillaborant

Datenbasis: 1.481 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.672 € 2.464 € 3.913 €
Baden-Württemberg 1.858 € 2.637 € 3.898 € Jobs Textillaborant
Bayern 1.730 € 2.477 € 3.546 € Jobs Textillaborant
Berlin 1.580 € 1.968 € 4.031 € Jobs Textillaborant
Brandenburg 1.340 € 1.761 € 2.283 € Jobs Textillaborant
Bremen 1.760 € 2.123 € 3.817 € Jobs Textillaborant
Hamburg 1.704 € 2.422 € 3.449 € Jobs Textillaborant
Hessen 1.935 € 2.911 € 4.450 € Jobs Textillaborant
Mecklenburg-Vorpommern 1.263 € 1.701 € 2.742 € Jobs Textillaborant
Niedersachsen 1.855 € 2.341 € 3.472 € Jobs Textillaborant
Nordrhein-Westfalen 1.785 € 2.468 € 4.326 € Jobs Textillaborant
Rheinland-Pfalz 2.020 € 2.937 € 4.491 € Jobs Textillaborant
Saarland 1.617 € 1.938 € 3.159 € Jobs Textillaborant
Sachsen 1.485 € 1.834 € 2.665 € Jobs Textillaborant
Sachsen-Anhalt 1.399 € 1.999 € 2.807 € Jobs Textillaborant
Schleswig-Holstein 1.578 € 2.088 € 3.396 € Jobs Textillaborant
Thüringen 1.322 € 1.787 € 2.917 € Jobs Textillaborant

Textillaborant:

1. Gehalt

Als Textillaborant liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.464 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.481 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.672 € beginnen, Textillaboranten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.913 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.088 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.637 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Textillaborant in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.685 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.893 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.072 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.316 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.668 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.573 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.172 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.523 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.962 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein /-e Textillaborant /-in untersucht und analysiert chemische und physikalische Eigenschaften textiler Rohstoffe. Wer diesen Beruf erlernen möchte, sollte ein gutes Handgeschick, technisches Verständnis und eine genaue Beobachtungsgabe besitzen. Textillaborant /-in ist ein klassischer Lehrberuf, den Lehrlinge mit einer anerkannten IHK-Prüfung abschließen. Die Ausbildungszeit beträgt insgesamt dreieinhalb Jahre. In Abhängigkeit des Ausbildungsbetriebes kann die Lehre in einem der Schwerpunkte

  • Textilveredelung,
  • Textilchemie,
  • Textiltechnik

stattfinden. Bewerber sollten einen guten mittleren Schulabschluss oder eine Hochschulreife mitbringen. Sie wirken in der Lehrzeit aktiv im ausbildenden Unternehmen mit und besuchen regelmäßig den Berufsschulunterricht. Angehende Textillaboranten erwerben Kompetenzen in

  • der Erkennung und Unterscheidung der verschiedenen Arten von Faserschädigungen,
  • den Unterschieden in Veredelungsprozessen, Aufgaben, Zweck und Mechanismen des Qualitäts-Managements,
  • der systematischen Fehlerermittlung sowie der Umsetzung von Korrekturmaßnahmen und Vorbeugemethoden,
  • der Erstellung technischer Dokumentationen, vor allen Dingen Prüfprotokolle und Zertifikate,
  • der Ermittlung von Verarbeitungskriterien,
  • der Überprüfung der Funktionalität von Werkstoffen und Arbeitsmitteln,
  • der Prüfung von Widerstandsfähigkeit von Arbeits- und Werkstoffen gegen thermische, mechanische, chemische, witterungsbedingte, biologische Einflüsse,
  • der Prüfung von Textilhilfsmitteln, Gebrauchspasten sowie Farbmittel,
  • der Herstellung von Rezepturen für Farben und textilen Hilfsstoffen,
  • den verschiedenen Analyseverfahren der Textilchemie und ihrer Anwendungen: Spektroskopie, Chromatografie, Rheologie, Thermische und elektrochemische Verfahren,
  • der Ermittlung von Eigenschaften der Arbeits- und Hilfsstoffe hinsichtlich Sicherheit, Produktbeschaffenheit, Verwendungsmöglichkeiten.

Künftige Textil-Laboranten lernen, innovative Rezepturen für Textil-Hilfsstoffe zu entwickeln und im betrieblichen Umweltschutz mitzuwirken. Zum Ausbildungsinhalt gehörende Aspekte des Umweltschutzes beziehen sich auf das Überwachen von produktions-bedingten Brauch- und Abwässern.

Im Unterricht der Berufsschule erwerben die Auszubildenden Kenntnisse in der Bearbeitung von Reklamationen und Schadensfällen. Sie prüfen textile Flächen und beurteilen die Farbechtheit von Stoffen. Deutsch, Wirtschaft und Sozialkunde vervollständigen den Unterrichtsplan.

Textillaboranten profitieren von beruflichen Fortbildungen. Sie erweitern ihr Fachwissen und qualifizieren sich für Führungspositionen. Eine Auswahl möglicher Weiterbildungsthemen für Textillaboranten:

  • Physikalische Messtechniken,
  • Naturwissenschaftliche Labortechniken,
  • Umwelt- und Naturschutz,
  • Intelligente Textilien,
  • Nachhaltige Fasern.
3. Studium

Um Textillaborant /-in zu werden, durchlaufen Interessenten, die eine Hochschulzugangsberechtigung erarbeitet haben, ein Studium. Eine einschlägige Studienrichtung ist Textil- und Bekleidungstechnik. Das Forschungsgebiet Textiltechnik beleuchtet alle technischen Verfahren, die zur Produktion von Textilien Verwendung finden. Beispiele dieser Techniken sind die Entwicklung künstlicher Fasern, das Spinnen von einzelnen Fasern zu Garnen, das Einfärben und Bleichen oder die Veredelung von Textilien. In früheren Zeiten haben Menschen diese Techniken handwerklich angewendet. In der modernen Gesellschaft hat die Industrie die Produktion übernommen.

Sogenannte Textilingenieure befassen sich aber nicht lediglich mit den technischen Aspekten bei der Textilherstellung. Ihr Forschungs- und Aufgabenbereich umfasst ebenso die Gestaltung und das Design von Textilprodukten. Die Ingenieure berücksichtigen dabei eine Vielzahl von Gesichtspunkten: Neben Mustern, Farben und Design ist die Sicherung bestimmter Qualitätsstandards von großer Bedeutung. Die fortschreitende Entwicklung immer neuer Produktionstechniken bedingt eine stetige Veränderung in der Textiltechnik. Wer sich für dieses Studium einschreibt, arbeitet auf einen künftigen abwechslungsreichen Arbeitsbereich hin.

Für das Studienfach Textil- und Bekleidungstechnik ist ein Faible für Mode und Design unerlässlich. Ebenso wichtig ist eine gewisse Begeisterung für technische Prozesse. Zu Anfang des Studiums haben angehende Textilingenieure Vorlesungen in den Disziplinen

➤ Chemie, Mathematik, Technisches Zeichnen, Werkstoffe, Statistik, Maschinen.

Im weiteren Verlauf des Studiums vertiefen sich die Inhalte auf den Textilbereich. Die Studierenden erwerben Kenntnisse bezüglich der Erzeugung von Chemiefasern und ihrer Weiterverarbeitung zu Textilflächen und Garnen. Daneben kommen Aspekte wie Veredelung und Färbung vor. Akademische Ausbildungsinhalte auf dem Gebiet der Bekleidungstechnik beziehen sich auf die Weiterverarbeitung textiler Flächen-Erzeugnisse zu Wäsche, Heimtextilien, technischen Textilien und Oberbekleidung.

Das zu erwerbende Wissen deckt vielfältige und spannende Wirkungsfelder des späteren Berufes ab:

➤ Automatisierungs-Technik, Fertigungs-Steuerung, CAD, Sicherheits- und Anlagentechnik, Textilprüfung, chemische Analytik, Polymer-Chemie, Färberei, Textildruck, Faser-, Weberei-, Maschen-Technologie, Verbundwerkstoffe, Umwelt-Analytik und -management, Produkt- und Verfahrens-Entwicklung, Vertiefung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse in Marketing und Organisation.

Eine fundierte Ausbildung bedingt, dass Studenten das erworbene theoretische Wissen in die Praxis umsetzen – etliche Universitäten bieten eigene Labors, in denen die Realisierung von textilen Projekten stattfindet. Viele praktische Laborversuche steigern die Chancen der Studenten auf dem Arbeitsmarkt.

Kennzeichen einer akademischen Weitung und Vertiefung der im Rahmen der Ausbildung zum Textil-Laboranten erworbenen Fähigkeiten ist die Betonung des Nachhaltigkeits-Gedankens. Die Studierenden lernen, gesellschaftliche und ökologische Bedingungen des textilen Produktions-Prozesses in ihr berufliches Handeln einzubeziehen.

Ein Vollzeitstudium der Textil- und Bekleidungstechnik beansprucht meist sieben Vollzeitsemester. Mit einem abgeschlossenen Studium in Textiltechnik oder Bekleidungstechnik eröffnen sich dem Textillaboranten Karrierechancen in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Hier steuern und überwachen sie die industrielle Herstellung diverser Textilien. Sie übernehmen die Gestaltung neuer Textilprodukte und erforschen neue Fertigungstechniken.

Verantwortungsvolles Denken und Handeln in größeren Kontexten ist Voraussetzung, um Führungsaufgaben wahrzunehmen. Für Textillaboranten bietet sich z.B. die Position der Laborleiterin / des Laborleiters an. Der Besuch einer Hochschule bereitet die Absolventen auf die Leitung der Forschungsabteilung eines größeren textilverarbeitenden Unternehmens vor. Vorteilhaft für die spätere Karriere ist, während des Studiums sinnvolle Spezialisierungen zu wählen. Akzentuierungen sind möglich in den Bereichen Bekleidungs-Management, textile Technologien, Textil-Management oder Produkt-Entwicklung.

4. Tätigkeit

Textillaboranten arbeiten in

  • Forschungseinrichtungen,
  • Betrieben aus der Textil- und Bekleidungsindustrie,
  • Abteilungen für Materialprüfungen in der Chemieindustrie und der Chemiefaserindustrie,
  • Zuliefererunternehmen für die Luftfahrtindustrie,
  • Betrieben der Automobilindustrie.

Die Berufsangehörigen führen Eingangskontrollen durch und gewährleisten dadurch, dass bei den Herstellungsprozessen für Textilien nur einwandfreie Arbeits- und Hilfsstoffe zur Verarbeitung gelangen. Angehörige dieser Berufsgruppe erforschen die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Textilien. Sie untersuchen verschiedene Garne im Hinblick auf ihre Dicke, ihre Reißfestigkeit aber auch auf ihre Fähigkeit, Farbe aufzunehmen und sie zu speichern. Ihre Arbeit leistet den Vorschub für eine spätere Bearbeitung der Textilien, etwa für das Bedrucken und Färben, aber auch für die Verwendung bestimmter Textilien für Abschleppseile, Schutzwesten oder Fallschirme.

Die Laboranten tragen dazu bei, dass alle betrieblichen und gesetzlichen Qualitätsrichtlinien eingehalten werden. Textillaboranten nutzen computergestützte Prüfgeräte, um Stichproben zu untersuchen, die sie während des Fertigungsprozesses oder dem Endprodukt entnehmen. Falls die Prüfergebnisse von den vorgegebenen Kennzahlen und Normen abweicht, beheben die Laboranten die verantwortlichen Störungen oder Unregelmäßigkeiten im Herstellungsverfahren.

Textillaboranten, die im betrieblichen Umweltschutz tätig sind, untersuchen Brauchwasser und Abwasser. Sie entscheiden über Recyclingmöglichkeiten und führen Emissionsmessungen durch. Bei der Entwicklung neuer Textilien bestimmen Textillaboranten bestimmte Faserstoffeigenschaften. Sie arbeiten an deren Optimierung mit oder testen neue Rezepturen für Textilhilfsmittel. Das Tragen von Schutzkleidung gehört für Textillaboranten zum Arbeitsalltag.

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