*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Umweltmanagementbeauftragte

Datenbasis: 36 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.659 € 3.679 € 5.870 €
Baden-Württemberg 3.438 € 4.560 € 5.470 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Bayern 3.245 € 3.553 € 3.597 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Berlin 2.488 € 3.442 € 5.492 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Brandenburg 2.025 € 2.802 € 4.471 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Bremen 2.555 € 3.535 € 5.640 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Hamburg 2.821 € 3.903 € 6.227 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Hessen 3.077 € 4.258 € 6.794 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Mecklenburg-Vorpommern 1.954 € 2.704 € 4.314 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Niedersachsen 2.426 € 3.357 € 5.356 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Nordrhein-Westfalen 2.690 € 3.722 € 5.939 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Rheinland-Pfalz 2.615 € 3.618 € 5.773 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Saarland 2.528 € 3.498 € 5.581 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Sachsen 2.045 € 2.830 € 4.515 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Sachsen-Anhalt 2.004 € 2.773 € 4.424 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Schleswig-Holstein 2.335 € 3.231 € 5.155 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte
Thüringen 2.078 € 2.875 € 4.587 € Jobs Umweltmanagementbeauftragte

Umweltmanagementbeauftragter / Umweltmanagementbeauftragte:

1. Gehalt

Als Umweltmanagementbeauftragter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.679 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 36 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.659 € beginnen, Umweltmanagementbeauftragte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.870 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.231 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.560 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Umweltmanagementbeauftragter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.152 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.415 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.702 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.793 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.556 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.322 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.317 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.702 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.701 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Umweltmanagementbeauftragte /-r ist ein leitender Beruf, der über eine technische Weiterbildung oder ein entsprechendes Studium erlernbar ist. Mögliche Zugangsberufe sind der Abwassermeister, der Technische Umweltfachwirt oder ein Techniker mit Schwerpunkt Entsorgung und Abfallwirtschaft.

Die Weiterbildungen zum/zur Umweltmanagementbeauftragten finden an privaten Bildungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen, wie dem TÜV oder der Deutschen Gesellschaft für Qualität statt. Sie richten sich an Fach- und Führungskräfte, Behördenmitarbeiter und Personen, die im Umweltbereich tätig sind. Die Seminare können in Teil- oder Vollzeit absolviert werden. Die Dauer des Kurses hängt vom jeweiligen Bildungsinstitut ab.

Im Weiterbildungslehrgang zum/zur Umweltmanagementbeauftragten erhält der Teilnehmer Fachwissen im betrieblichen Umweltschutz. Er lernt alle Umweltschutzforderungen und Gesetze sowie deren untergesetzliches Regelwerk kennen. Weiterhin befasst sich der Teilnehmer mit dem Aufbau und den Inhalten von Umweltmanagementsystemen sowie mit umweltbezogenen Aspekten der Arbeitssicherheit. Er erlernt Methoden zur Bewertung von direkten und indirekten Umweltaspekten und Umweltrisiken. Darüber hinaus lernt er die Anforderungen zu Gefährdungsbeurteilung kennen und erhält Kenntnisse, was Explosionsschutz und Ladungssicherheit angeht. Die Weiterbildung ist praxisorientiert und beinhaltet zahlreiche Übungen mit Fallbeispielen. Den Lehrgang schließt der Teilnehmer mit einer Prüfung ab. Anschließend erhält er ein Zertifikat.

Inhalte der Weiterbildung zum Umweltschutzbeauftragten sind:

  • Grundlagen des Umweltrechts,
  • Umweltmanagementsysteme,
  • Umweltziele- und Programme,
  • Betriebssicherheitsverordnung,
  • Betriebssicherheit,
  • Arbeitssicherheit,
  • Gefährdungsbeurteilung,
  • Explosionsschutz,
  • Ladungssicherheit,
  • Lärm- und Arbeitsschutzverordnung,
  • Baurecht und Brandschutz,
  • Umweltstrafrecht und Ordnungswidrigkeiten,
  • Umwelthaftung,
  • Verschuldungshaftung,
  • Umweltverwaltungsrecht,
  • Immissionsschutz,
  • Abfallwirtschaft,
  • Gewässerschutz.

Personen, die bereits als Umweltmanagementbeauftragte tätig sind, müssen sich regelmäßig weiterbilden, um aktuelle Gesetzeslagen und Änderungen von umweltrelevanten Rechtsvorschriften zu kennen. Sie sollten deshalb kontinuierlich an Seminaren und Lehrgängen zum Thema Umweltmanagement, Betrieblicher Umweltschutz, Umweltrecht, Arbeits- und Anlagensicherheit, Betriebswirtschaftslehre, Umweltschutzmanagement und Abfall- und Entsorgungstechnik teilnehmen.

3. Studium

Anstatt einer Weiterbildung können Interessierte auch ein Studium im Bereich Umweltschutz absolvieren und sich dadurch für den Beruf des Umweltmanagementbeauftragten qualifizieren. Am besten eignet sich der Studiengang Energie- und Umwelttechnik beziehungsweise Umweltingenieurwesen zur Erlernung des Umweltmanagements. In Deutschland gibt es diesen Studiengang an vielen Universitäten und Fachhochschulen. Diese bieten das Studium auch berufsbegleitend an.

Zugangsvoraussetzung sind eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife und ein Vorpraktikum. In der Regel ist der Studiengang nicht zulassungsbeschränkt. Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester. Das Studium befasst sich mit technischen Verfahren und Geräten im Bereich des Umweltschutzes, wie zum Beispiel der Messung von Umweltbelastungen. Der Studierende lernt Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien zu planen und zu betreiben, Umweltmanagement in Betrieben einzuführen und umweltverträgliche Technologien zu entwickeln. Weiterhin erhält der Student Kenntnisse, wie Anlagen optimiert, Ressourcen geschont und Prozesse überwacht werden. Neben technischem Fachwissen stehen wirtschaftliche und internationale Fächer auf dem Stundenplan.

Im Grundstudium lernt der Student naturwissenschaftliche und mathematische Grundlagen kennen und bekommt eine Einführung in die Umwelttechnik. Im Hauptstudium vertieft der Studierende sein Wissen mit Spezialfächern, wie Umweltanalytik, Abwasserbehandlung oder Verfahrenstechnik. Im sechsten Semester findet ein Praxissemester statt.

Die wichtigsten Studienfächer des Umwelttechnik-Studiengangs sind:

  • Mathematik,
  • Physik,
  • Chemie,
  • Umwelttechnik,
  • Werkstofftechnik,
  • Mechanik und Konstruktion,
  • Elektro- und Informationstechnik,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Fachenglisch,
  • Elektrotechnik,
  • Physikalische Chemie,
  • Thermodynamik,
  • Internationale Wirtschaft,
  • Verfahrenstechnik,
  • Mess- und Regelungstechnik,
  • Umweltrecht,
  • Umweltanalytik,
  • Umweltmanagement,
  • Chemische Analytik,
  • Anlagenkalkulation,
  • Energietechnik.

Die Bachelorarbeit schreibt der Student in einer Firma. Sie muss praktische Themen der Umwelttechnik beinhalten. Nach Abschluss des Studiums kann der Absolvent einen aufbauenden Masterstudiengang besuchen. Dieser geht über drei Semester und wird mit einer Masterarbeit abgeschlossen. Der Absolvent befasst sich in dieser Zeit mit der Optimierung umwelttechnischer Systeme und Prozesse sowie Methoden, die Aufgabengebiete des Umweltingenieurwesens umfassen.

4. Tätigkeit

Ein Umweltmanagementbeauftragter und eine Umweltmanagementbeauftragte können in den unterschiedlichsten Unternehmen der verschiedenen Branchen und in der öffentlichen Verwaltung arbeiten. Ihre Aufgabe ist es die betrieblichen Prozesse in der Herstellung, im Transport aber auch in der Verwaltung nach ökologischen Gesichtspunkten zu analysieren, zu planen, neu zu gestalten und diese dann zu etablieren.

Umweltmanagementbeauftragte beraten Unternehmen, wie sie sparsam mit Wasser, Energie und anderen Ressourcen umgehen, und wie sie gefährliche oder umweltgiftige Stoffe nach vorgeschriebenen Normen entsorgen. Sie überwachen auch, ob die Betriebe die gesetzlich verpflichtenden Termine von Kontrollmessungen einhalten. Bei den Kontrollmessungen sind Umweltmanagementbeauftragte für die Durchführung der Messungen zuständig. Bemerken sie eine fehlerhafte Anlage, melden sie das und überprüfen anschließend die Beseitigung des Defekts. Weiterhin führen die Umweltmanagementbeauftragten Mitarbeiterschulungen und Einweisungen für Umweltvorschriften durch.

Abgesehen von ihren Pflichttätigkeiten beraten die Umweltbeauftragten Unternehmen und weisen diese auf umwelttechnische Verbesserungen im Produktionsprozess hin und helfen bei der Einführung von umweltfreundlichen Produktionsmethoden. Weiterhin bewerten sie die Umweltleistung des Betriebs und übernehmen Aufgaben im Bereich Arbeitsschutz und Öffentlichkeitsarbeit. Umweltmanagementbeauftragte pflegen Umgang mit Behörden und sind in die innerbetriebliche Kommunikation einer Firma integriert. Sie müssen ein souveränes Auftreten besitzen und gegenüber der öffentlichen Verwaltung sowie gegenüber der Geschäftsführung umwelttechnische Verbesserungen durchsetzen. Da die Umweltmanagementbeauftragten vielfältige Vorschriften und gesetzliche Vorgaben beachten müssen, ist Sorgfalt in diesem Beruf von großer Notwendigkeit.