*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Verwaltungsjurist

Datenbasis: 43 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.869 € 4.436 € 6.707 €
Baden-Württemberg 3.157 € 4.881 € 7.380 € Jobs Verwaltungsjurist
Bayern 2.963 € 4.061 € 4.398 € Jobs Verwaltungsjurist
Berlin 2.684 € 4.151 € 6.276 € Jobs Verwaltungsjurist
Brandenburg 2.184 € 3.378 € 5.108 € Jobs Verwaltungsjurist
Bremen 2.757 € 4.262 € 6.444 € Jobs Verwaltungsjurist
Hamburg 3.015 € 4.662 € 7.049 € Jobs Verwaltungsjurist
Hessen 3.321 € 5.135 € 7.763 € Jobs Verwaltungsjurist
Mecklenburg-Vorpommern 2.108 € 3.261 € 4.930 € Jobs Verwaltungsjurist
Niedersachsen 2.617 € 4.047 € 6.119 € Jobs Verwaltungsjurist
Nordrhein-Westfalen 2.902 € 4.488 € 6.786 € Jobs Verwaltungsjurist
Rheinland-Pfalz 2.821 € 4.362 € 6.596 € Jobs Verwaltungsjurist
Saarland 2.728 € 4.218 € 6.377 € Jobs Verwaltungsjurist
Sachsen 2.206 € 3.411 € 5.157 € Jobs Verwaltungsjurist
Sachsen-Anhalt 2.163 € 3.344 € 5.055 € Jobs Verwaltungsjurist
Schleswig-Holstein 2.519 € 3.895 € 5.889 € Jobs Verwaltungsjurist
Thüringen 2.242 € 3.466 € 5.242 € Jobs Verwaltungsjurist

Verwaltungsjurist:

1. Gehalt

Als Verwaltungsjurist liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.436 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 43 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.869 € beginnen, Verwaltungsjuristen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.707 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.895 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.881 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Verwaltungsjurist in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.732 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.654 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.311 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.659 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.358 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.715 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.536 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.312 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.850 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Verwaltungsjurist /-in ist ein leitender Beruf der öffentlichen Verwaltung, der nur über ein Studium der Rechtswissenschaften erlernbar ist. Für die Ausübung des Berufs werden eine juristische Staatsprüfung sowie ein Referendariat vorausgesetzt.

Wer keine Hochschulberechtigung besitzt, aber einen ähnlichen Weg einschlagen möchte, kann eine Ausbildung zum/r Verwaltungsfachangestellten antreten. Sie ist ebenfalls eine gute Grundlage für das spätere Studium. Nach der Ausbildung besteht zusätzlich die Möglichkeit, die Fachprüfung zum Verwaltungsfachwirt abzulegen. Ein mittlerer Bildungsabschluss berechtigt zum Absolvieren des Vorbereitungslehrgangs für die Fachwirtsprüfung.

Eine berufliche Ausbildung im Betrieb mit zusätzlicher Weiterbildung ist für den Beruf als Verwaltungsjurist /-in aber nicht möglich. Das liegt daran, dass der/die Verwaltungsjurist /-in mit Gesetzen und rechtlichen Vorschriften umgeht und diese, genauso wie ein Rechtsanwalt, richtig interpretieren und anwenden muss. Nur mit profunden Rechtskenntnissen kann er diese verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben, ohne schwerwiegende, rechtliche Fehler zu begehen. Der/die Verwaltungsjurist /-in sollte deshalb die Fähigkeit zur selbständigen Bearbeitung von komplexen Sachverhalten, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsstärke besitzen. Das Studium lässt die sozialen Kompetenzen außer Acht, weshalb sich Weiterbildungen in diesem Bereich für Verwaltungsjuristen anbieten.

Die Weiterbildungen haben aber auch einen anderen Zweck. Der/die Verwaltungsjurist /-in ist in der Pflicht, das Fachwissen regelmäßig zu aktualisieren. Gesetze und Vorschriften verändern sich im Laufe der Jahre und neue Regelungen kommen hinzu. Wenn der Verwaltungsjurist sein Wissen nicht anpasst, kann er seinen Beruf nicht zufriedenstellend ausüben.

Es gibt zahlreiche Fort- und Weiterbildungen, die in Form von speziellen Lehrgängen und Seminaren angeboten werden. In der Regel finden diese berufsbegleitend statt. Mögliche Weiterbildungsinstitutionen sind Kammern und Berufsverbände. Die Dauer der Fortbildung hängt vom jeweiligen Kurs ab. Mögliche Themen zur Weiterbildung für Verwaltungsjuristen sind:

  • Staatskunde,
  • Politikwissenschaften,
  • Verwaltungsrecht,
  • Baurecht,
  • Umweltrecht
  • Rechnungswesen,
  • Finanzwesen,
  • Ordnungsrecht,
  • Sozialrecht,
  • Kommunalrecht,
  • Privatrecht,
  • Beamtenrecht,
  • Arbeitsrecht,
  • Organisation und Personalmanagement,
  • Öffentliche Verwaltung,
  • Projektmanagement.

Wer als Verwaltungsjurist /-in beruflich aufsteigen möchte, kann sich als Fachjurist /-in ausbilden lassen. Voraussetzung ist eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit. Die Weiterbildung findet in Voll- oder Teilzeit statt und geht über mehrere Monate. Am Ende findet eine Abschlussprüfung statt.

3. Studium

Ein Studium des öffentlichen Rechts qualifiziert zur Tätigkeit eines Verwaltungsjuristen. Derzeit bieten ausschließlich Universitäten diesen Studiengang an. Der Bewerber benötigt eine allgemeine Hochschulreife und ausgezeichnete Deutschkenntnisse. Der Bachelorstudiengang ist zulassungsbeschränkt. Ausländische Studienbewerber müssen besondere Vorgaben erfüllen, um den Studiengang besuchen zu können. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.

Der Studiengang ist ein Bachelorstudium. Es vermittelt verschiedene Rechtsgebiete und umfasst die drei Module Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht und ein frei wählbares Rechtsgebiet, wie Völkerrecht oder Europarecht. Die Studierenden erhalten Kenntnisse des Bundesverfassungsrechts, des Staatsorganisationsrechts und der Grundrechte. Sie erarbeiten systematische Zusammenhänge und entwickeln Fähigkeiten zur wissenschaftlichen Lösung von juristischen Fällen. Weiterhin befassen sich die Studenten mit den Grundlagen des Verwaltungsrechts und des Verwaltungsprozessrechts sowie mit dem Baurecht und Kommunalrecht. In europarechtlichen Lehrveranstaltungen erhalten die Studenten grundlegendes Wissen und bekommen das Recht der europäischen Institutionen und Grundfreiheiten vermittelt. Zudem stehen auf dem Stundenplan Fächer wie Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Verfassungsgeschichte und Methodenlehre. Ein Praktikum ist nicht vorgeschrieben. Der Student kann es aber ergänzend und auf freiwilliger Basis absolvieren.

Die wichtigsten Studienfächer des öffentlichen Recht-Studiengangs sind:

  • Staatsrecht,
  • Allgemeines Verwaltungsrecht,
  • Besonderes Verwaltungsrecht,
  • Verwaltungsorganisation,
  • Bauordnungsrecht,
  • Sozialrecht,
  • Europarecht,
  • Völkerrecht
  • Öffentliches Wirtschaftsrecht,
  • Steuerrecht
  • Privatrecht,
  • Kommunalrecht,
  • Polizeirecht,
  • Umweltrecht,
  • Verwaltungshandeln,
  • Verwaltungslehre,
  • Personalmanagement.

Die Studierenden erhalten Kenntnisse und Kompetenzen in allen Bereichen des öffentlichen Rechts, die sie zu einer hoheitlichen Gewalt berechtigen und verpflichten. Am Ende des Studiums verfasst der Studierende eine schriftliche Bachelorarbeit. Im Anschluss kann der Student die erste staatliche Prüfung ablegen, die aus fünf Aufsichtsarbeiten und einer mündlichen Prüfung besteht. Die Aufsichtsarbeiten werden innerhalb von zwei Wochen geschrieben. Rund fünf Monate später erfolgt die mündliche Prüfung. Im darauf folgenden Referendariat erwirbt der Verwaltungsjurist die notwendige praktische Erfahrung, die er für die Ausübung des Berufs benötigt.

4. Tätigkeit

Der Verwaltungsjurist und die Verwaltungsjuristin (Uni) finden ihr Arbeitsumfeld bei Behörden des Bundes, der Länder oder der Gemeinden. Sie sind im höheren Dienst tätig, wobei sie meist eine leitende oder kontrollierende Funktion einnehmen. Der/die Verwaltungsjurist /-in beurteilt Behörden und Sachverhalte anhand rechtlicher Regelungen. Er überprüft Leistungen und Anträge im Bereich Finanzen, Wirtschaftsförderung, soziale Sicherung, Daten- und Umweltschutz und Kultur, und entscheidet über die jeweiligen Ansprüche. Auch bearbeitet er Einspruchs- und Widerspruchsverfahren und vertritt Behörden vor einem Gericht. Der/die Verwaltungsjurist /-in entwirft Rechtsverordnungen, Gesetzesvorlagen, Verträge, Gutachten, Stellungnahmen und Verwaltungsvorschriften und unterbreitet der Staatsregierung Vorschläge für eine Weiterentwicklung der Gesetzgebung. In der Dienststelle übernimmt er organisatorische und personelle Führungsaufgaben und sorgt für eine einheitliche Rechtsanwendung in seinem Aufgabenbereich. Weiterhin berät er ratsuchende Klienten in juristischen Fragen.

Der/die Verwaltungsjurist /-in arbeitet im höheren Dienst einer Behörde des Bundes, der Länder oder der Gemeinden. Die Tätigkeit findet überwiegend im Büro am Schreibtisch statt. Kundenkontakt mit Bürgern, Verbänden und Institutionen stehen auf der Tagesordnung.
Um den Beruf erfolgreich ausüben zu können, benötigt der/die Verwaltungsjurist /-in ausgeprägte juristische Kenntnisse, Durchsetzungsvermögen, Verhandlungsgeschick und Sorgfalt, da er vielfältige Vorschriften und gesetzliche Vorgaben beachten muss. Darüber hinaus können sie Rechtverordnungen und Gesetzesvorlagen entwerfen und Verwaltungsvorschriften erlassen sowie Grundsatzfragen entscheiden.

Das Gehalt setzt sich in der Regel aus einem Stundensatz und tariflich festgelegten Zuschlägen zusammen.

Weitere Gehälter für Verwaltungsjurist