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Beim Headhunter anrufen – so sollten Sie sich vorbereiten

Beim Headhunter anrufen – so sollten Sie sich vorbereiten

In anderen Ländern ist es schon ganz normal, dass man sich bei Personalberatern bewirbt, statt auf den Anruf des Headhunters zu warten. Auch in Deutschland ist das möglich, man sollte lediglich ein paar Punkte beachten, damit es mit der Initiativbewerbung auch klappt.

Wer kann sich bei Personalberatern bewerben?

Es herrschen noch viele Mythen über Headhunter vor und in den Köpfen der meisten Berufstätigen sind die Überzeugungen verankert, man müsse erstens auf den Anruf des Headhunters warten und zweitens werden lediglich Führungskräfte gesucht. Beides ist falsch, denn es ist mittlerweile durchaus üblich, Bewerbungen beim Personalberater einzureichen.

Laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberater gibt es in Deutschland rund 2000 Personalberatungsfirmen mit zirka 5.800 Personalberatern. Mehr als 52.000 Jobs wurden im Jahre 2013 über Personalberater besetzt. Bei dieser Zahl von besetzten Stellen dürfte es klar sein, dass es sich dabei nicht nur um Führungspositionen handelte.
Personalberater suchen nicht nur Spitzen-Führungskräfte, sondern ebenso Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Vor allem für die Bereiche IT, Telekommunikation, verarbeitendes Gewerbe und Finanzdienstleistungen werden Experten gesucht.

Große Personalberatungen suchen eher selten Absolventen für Einstiegspositionen. Wer frisch von der Uni kommt und die Aufmerksamkeit von großen Personalberatungsunternehmen auf sich ziehen will, der muss ein seltenes oder sehr spezielles Studium vorweisen können. Für Absolventen sind die kleineren Personalberatungen die passenden Anlaufpunkte, um sich zu bewerben. Diese haben sich in der Regel auf eine oder mehrere Branchen spezialisiert.

Für die großen Personalberatungsunternehmen sind in der Regel die Bewerber interessant, die bereits Berufserfahrungen mitbringen und Spezialisten in einem gefragten Beruf sind.

Vorbereitung für den Anruf beim Headhunter

Viele begehen den Fehler und schicken wahllos Bewerbungen an irgendwelche Personalberatungen. Man sollte sich vorher informieren, auf welche Branche die Personalberater spezialisiert sind. Hilfreich ist dabei die Datenbank des Bundes Deutscher Unternehmensberater, die auf der Homepage des BDU zu finden ist. Beim BDU registrierte Berater haben sich zudem verpflichtet, einige strenge Berufsgrundsätze einzuhalten. Von daher kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei diesen Personalberatern um seriöse Headhunter handelt.

Weitere Portale, bei denen nach entsprechenden Personalberatern gesucht werden könnte, sind beispielsweise consultants.de, executivebase.com oder experteer.de. Bei diesen Portalen kostet die Vermittlung allerdings Geld. Das heißt, man muss eine Gebühr bezahlen, um an Adressen von Headhuntern zu kommen. Der BDU ist bei diesen Anbietern skeptisch, denn die Portale nehmen zahlende Headhunter auf, wobei die Qualität der Berater in der Regel nicht kontrolliert wird.

Seriöse Personalberater laden beispielsweise zu einem ersten Gespräch ein und reichen die Bewerbungsunterlagen nur dann an Unternehmen weiter, wenn der Bewerber zugestimmt hat.

Bewerbung beim Headhunter einreichen

In der Regel sollte eine Bewerbung für den Personalberater folgendermaßen aussehen:

  • Die meisten Personalberater möchten von Bewerbern zunächst lediglich ein Anschreiben, einen Lebenslauf und ein Foto sehen. Bei anderen müssen zudem die Zeugnisse eingereicht werden oder der Bewerber muss ein Online-Formular ausfüllen. Was gefordert wird, lässt sich entweder auf den Homepages der Berater herausfinden oder mittels Anruf beim Personalberatungsunternehmen.
  • In der Regel wird die Bewerbung per E-Mail oder mittels Online-Formular verschickt. Nur wenige Personalberater möchten eine Papierbewerbung eingereicht bekommen.
  • Das Anschreiben sollte niemals mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnen! Die Ansprache sollte persönlich sein. Vorher muss sich also danach erkundigt werden, welcher Berater für die entsprechende Berufsgruppe zuständig ist.
  • Wer eine Initiativbewerbung schickt, sollte dies in den Betreff eingeben. Also beispielsweise: Initiativbewerbung als Fachkraft für XY.
  • Ist nicht klar, ob es eine offene Stelle für die gewünschte Position zu besetzen gibt, sollte ein wenig Eigenwerbung betrieben werden. Allerdings sollte diese nicht zu stark ausfallen, denn das mögen Headhunter normalerweise nicht. Man schreibt also, welche Position angestrebt wird und warum man für diese Position qualifiziert ist.
  • Natürlich gehört auch eine Gehaltsvorstellung in das Anschreiben. Damit man weder ein zu hohes noch ein zu niedriges Gehalt angibt, ist es ratsam, zuvor eine Gehaltsanalyse durchzuführen.

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