*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Personalvermittler / Researcher

Datenbasis: 19 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.726 € 2.919 € 4.508 €
Baden-Württemberg 1.899 € 3.212 € 4.960 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Bayern 1.850 € 3.129 € 4.832 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Berlin 1.435 € 2.427 € 3.748 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Brandenburg 1.315 € 2.224 € 3.435 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Bremen 1.659 € 2.805 € 4.332 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Hamburg 1.751 € 2.961 € 4.573 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Hessen 1.998 € 3.379 € 5.218 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Mecklenburg-Vorpommern 1.269 € 2.146 € 3.314 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Niedersachsen 1.575 € 2.663 € 4.113 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Nordrhein-Westfalen 1.745 € 2.761 € 3.326 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Rheinland-Pfalz 1.698 € 2.871 € 4.434 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Saarland 1.641 € 2.776 € 4.287 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Sachsen 1.327 € 2.245 € 3.467 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Sachsen-Anhalt 1.407 € 2.379 € 3.674 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Schleswig-Holstein 1.515 € 2.563 € 3.958 € Jobs Personalvermittler / Researcher
Thüringen 1.349 € 2.281 € 3.523 € Jobs Personalvermittler / Researcher

Personalvermittler / Personalvermittlerin / Researcher:

1. Gehalt

Als Personalvermittler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.919 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 19 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.726 € beginnen, Personalvermittler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.508 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.563 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.212 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Personalvermittler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.226 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.326 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.336 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.563 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.456 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.456 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.536 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.746 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.919 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Personalvermittler oder Researcher sind Fachkräfte, die für Arbeitnehmer nach passenden Stellen und für Arbeitgeber nach geeigneten Mitarbeitern suchen. Wer sich für den beruflichen Werdegang in der Arbeitsmarktbranche entscheidet, sollte über eine einschlägige Ausbildung oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen. Schulabgänger, die diesen Weg wählen, bewerben sich um eine dreijährige klassische Ausbildung zum/zur Personaldienstleistungskaufmann /-frau. Der Lehrberuf im Personalwesen wird von Ausbildungsbetrieben aus Industrie und Handel angeboten. Rechtlich ist für die Aufnahme der Lehre keine Voraussetzung vorgeschrieben. Viele Betriebe bevorzugen Bewerber, die eine Hochschulreife vorweisen können.

Auszubildende, die Personaldienstleistungskaufleute werden möchten, haben im Idealfall gute Schulnoten in Deutsch, Wirtschaft und Recht, Mathematik und Englisch. Für die künftige Beratung von Kunden ist eine ordentliche Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift von Vorteil. Moderne Berufsfelder beinhalten häufig englische Vokabeln und Titel, so dass grundlegende Kenntnisse hilfreich sind. Die Lehre findet nach dem dualen Prinzip statt. Die Lehrlinge arbeiten im Berufsalltag des Ausbildungsbetriebes mit und besuchen jede Woche eine Berufsschule.
Personaldienstleistungskaufleute lernen in ihrer Ausbildungszeit u.A. unterschiedliche Anwerbungsmöglichkeiten, die Kontaktaufnahme zu potenziellen Bewerbern, Prüfung von Vermittlungsvoraussetzungen und Einstellungskriterien und Erstellung von Vertragsunterlagen.

Researcher, die beruflich vorankommen möchten, absolvieren ein Hochschulstudium im Bereich Personalmanagement oder Betriebswirtschaftslehre. Auf dem Arbeitsmarkt ist für Personalvermittler eine Selbstständigkeit als Franchisenehmer /-in denkbar.

3. Studium

Um beruflich als Personalvermittler Fuß zu fassen, können Interessenten ein Hochschulstudium erarbeiten. Naheliegend ist der Abschluss eines Bachelortitels im Fach Personalmanagement. Grundsätzlich ist Personalmanagement ein Teilbereich der Betriebswirtschaft und der übergeordneten Wirtschaftswissenschaften. Die Wirtschaftswissenschaft umspannt die Erforschung aller Belange der Wirtschaft. Die Betriebswirtschaftslehre als Unterkategorie beschäftigt sich mit der Kernfrage, wie einzelne Unternehmen begrenzte Güter behandeln. Forschungsergebnisse in der Betriebswirtschaftslehre dienen dazu, Betrieben bei wirtschaftlichen Entscheidungen zu unterstützen.

Personalmanagement ist noch weiter eingegrenzt. Hierbei geht es um die Betrachtung der bestmöglichen Nutzung von Kompetenzen der Mitarbeiter in Betrieben. Das Studienfach ist oft in vier Themenschwerpunkte unterteilt:

  • Personale und soziale Kompetenz,
  • Wirtschaftskompetenz,
  • Fachkompetenz Personalwirtschaft und
  • Handlungs- sowie Aktivitätskompetenz.

Einige Universitäten und Fachhochschulen kombinieren das Studienfach Personalmanagement mit Wissensmanagement. Manche Ausbildungsinstitutionen ergänzen das Studium um eine Ausbildung zum/zur unternehmensinternen Trainer /-in. Moderne Technologien wie Web 2.0 und Social Media stehen bei fast allen Hochschulen auf dem Studienplan. Zahlreiche Universitäten bieten Praxissemester bei kooperierenden Unternehmen im In- und Ausland an.

Ein alternativer Studiengang für angehende Researcher ist Wirtschaftspsychologie. Dieses Studium dauert bis zum Bachelorabschluss sechs Semester. Es vermittelt praxisnah erfolgsbezogene Themen aus Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. Das Fach eignet sich für alle, die sich für das Verhalten und Erleben von Menschen in wirtschaftlichen Zusammenhängen begeistern. Schwerpunkte des Studiums sind:

  • Personalpsychologie,
  • Organisationspsychologie,
  • Marktpsychologie,
  • Werbepsychologie und
  • Medienpsychologie.

Die Studenten erarbeiten fundierte Sachkenntnisse und Methodenkompetenzen in den Bereichen

  • allgemeine Psychologie,
  • Wirtschaftspsychologie,
  • psychologische Diagnostik,
  • Statistik,
  • pädagogische Psychologie,
  • Case Studies,
  • Soft Skills,
  • Methodenlehre und Beurteilung.

Die wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung vermittelt den Studenten weit gefächerte Fach- und Methodenkenntnisse für unterschiedliche Optionen in zahlreichen Berufsfeldern. Das zeitgemäße und praxisrelevante Branchenwissen eröffnet Studienabsolventen erfolgversprechende Karriereaussichten.

4. Tätigkeit

Researcher finden Anstellungen bei Arbeitsvermittlungsbüros, bei Personal- und Managementberatungen, in Personal- und Kommunikationsabteilungen, in Lehr- und Forschungseinrichtungen oder sie nehmen eine selbstständige Tätigkeit auf. Für ihre Kunden, Firmen wie Arbeitssuchende, begeben sich Personalvermittler auf die Suche nach der optimalen Anstellung oder den am besten geeigneten Mitarbeitern.

Ein großer Teil der täglichen Herausforderungen von Researchern besteht in Recherche. Sie durchforsten Zeitungen, Online-Jobbörsen, Fachmagazine, Datenbanken und sogar Soziale Netzwerke für das Aufstöbern vielversprechender Erstkontakte. Personalvermittler übernehmen die Funktion einer Personalabteilung bei der Suche nach Fach- und Führungskräften: Sie werten Bewerbungsunterlagen aus, führen Interviews und begleiten geeignete Kandidaten letztlich zum Arbeitgeber. Im Idealfall arbeiten Researcher Anstellungsverträge oder Arbeitnehmerüberlassungsverträge aus und überwachen die Einarbeitung des neuen Mitarbeiters in einem Betrieb.

Für Bewerber recherchieren Personalvermittler Unternehmensinformationen und stellen Zielfirmenlisten zusammen. Researcher sind Experten für die aktuellen Anforderungen am Arbeitsmarkt. Sie verfolgen die zeitgenössischen Entwicklungen in sämtlichen Berufen und sind informiert über Vermittlungschancen. Anhand der Marktforschungsergebnisse erstellen Researcher Qualifikationsprofile und gleichen diese mit verfügbaren Stellenangeboten am Markt ab.