*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Anwendungstechniker / in

Datenbasis: 110 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.493 € 3.487 € 5.980 €
Baden-Württemberg 2.840 € 3.808 € 6.075 € Jobs Anwendungstechniker / in
Bayern 2.096 € 3.220 € 5.782 € Jobs Anwendungstechniker / in
Berlin 2.333 € 3.263 € 5.596 € Jobs Anwendungstechniker / in
Brandenburg 1.899 € 2.656 € 4.555 € Jobs Anwendungstechniker / in
Bremen 2.396 € 3.351 € 5.747 € Jobs Anwendungstechniker / in
Hamburg 2.507 € 3.506 € 6.013 € Jobs Anwendungstechniker / in
Hessen 3.083 € 3.515 € 4.378 € Jobs Anwendungstechniker / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.832 € 2.563 € 4.395 € Jobs Anwendungstechniker / in
Niedersachsen 2.274 € 3.181 € 5.455 € Jobs Anwendungstechniker / in
Nordrhein-Westfalen 2.423 € 3.257 € 6.490 € Jobs Anwendungstechniker / in
Rheinland-Pfalz 2.828 € 2.936 € 4.434 € Jobs Anwendungstechniker / in
Saarland 2.371 € 3.316 € 5.687 € Jobs Anwendungstechniker / in
Sachsen 1.917 € 2.682 € 4.599 € Jobs Anwendungstechniker / in
Sachsen-Anhalt 1.879 € 2.628 € 4.507 € Jobs Anwendungstechniker / in
Schleswig-Holstein 2.189 € 3.062 € 5.251 € Jobs Anwendungstechniker / in
Thüringen 1.948 € 2.725 € 4.673 € Jobs Anwendungstechniker / in

Anwendungstechniker / Anwendungstechnikerin:

1. Gehalt

Als Anwendungstechniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.487 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 110 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.493 € beginnen, Anwendungstechniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.980 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.062 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.808 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Anwendungstechniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.010 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.173 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.702 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.422 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.674 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.995 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.125 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.942 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.563 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Den Titel Anwendungstechniker /-in verleihen die Industrie- und Handelskammern denjenigen, die ein spezielles mehrstufiges Berufsbildungsprogramm durchlaufen haben. Als Grundvoraussetzung gilt eine erste abgeschlossene Berufsausbildung. Technisch-industrielle Berufe liegen natürlich nahe, sind aber nicht zwingend vorgeschrieben. Zunächst werden in grundlegenden Lehrgängen berufsfeldübergreifende Inhalte gelehrt. Hierbei handelt es sich um Schlüsselqualifikationen, die als Basis für alle darauf folgenden Ausbildungsstufen dienen. Im Fokus steht in dieser Phase die Team- bzw. Gruppenarbeit. Die Lehrenden versuchen stets die zu vermittelnden Inhalte und Methoden in einen konkreten Anwendungszusammenhang zu bringen. Zu erwähnen sind hier unter anderem die Themenbereiche:

  • Entwicklung,
  • Arbeitsplanung,
  • Fertigung und Logistik,
  • Qualitätsmanagement,
  • Umwelttechnik,
  • Projektmanagement.

Auf diese Weise werden die Teilnehmer zu Industriefachkräften ausgebildet. Darauf aufbauend können sie dann eine Weiterbildung zum /-r Anwendungstechniker /-in aufnehmen. Um einen umfassenden Wissens- und Kenntnisstand zu gewährleisten, müssen allerdings zusätzlich Veranstaltungen aus drei anderen Zertifikatslehrgängen besucht werden. Der/die Teilnehmer /-in kann diese völlig frei aus dem Angebot der Industrie- und Handelskammern zusammenstellen. So bildet sich ein individuelles Qualifikationsprofil heraus.

Der Zertifikatslehrgang zum Anwendungstechniker umfasst etwa 160 Unterrichtsstunden. Während dieser Zeit lernen die Teilnehmer einige neuartige Themenkomplexe und Methoden kennen. Dabei wird von Seiten der Industrie- und Handelskammern großer Wert auf die Kooperation zwischen den einzelnen Fachbereichen gelegt. Häufig erfolgt ein Austausch in Form von Lern- oder Projektgruppen. Am Ende des Lehrgangs beweisen die Teilnehmer anhand einer internen Projektarbeit, dass sie in der Lage sind, die erlernten Fähigkeiten praktisch umzusetzen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei das Denken innerhalb von Systemen sowie das entsprechende Handeln. Darüber hinaus werden die Prüflinge hinsichtlich ihrer Sozial- und Methodenkompetenz geprüft.

Der Lehrgang zum Anwendungstechniker muss aber keinesfalls der letzte Schritt der Fortbildung sein. Die Bildungszentren der Industrie- und Handelskammern bieten in der Regel weiterführende Fachlehrgänge und Seminare an. So kann ein engagierter Kursteilnehmer letztendlich den Aufstieg bis zum Technischen Betriebs- oder Fachwirt schaffen.

3. Studium

Die Teilnahme an der mehrstufigen Fortbildungsmaßnahme kann unter gewissen Voraussetzungen eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung ersetzen. Vor allem der Studiengang Technischer Vertrieb eignet sich, um die bereits erworbenen Kenntnisse auf wissenschaftliche Weise zu vertiefen.

Einige Hochschulen führen interne Auswahlverfahren durch. Teilweise wird auch ein mehrwöchiges Vorpraktikum vorausgesetzt. Im Studiengang Technischer Vertrieb werden Aspekte der Ingenieurwissenschaften mit betriebswirtschaftlichen Inhalten verknüpft. Zu den Pflichtmodulen zählen dementsprechend:

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Grundlagen der Volkswirtschaftslehre,
  • Mathematik,
  • Englisch,
  • Informatik,
  • Grundlagen der Ingenieurwissenschaften,
  • Elektrotechnik,
  • Werkstoffkunde,
  • Internationales Marketing,
  • Rechnungswesen,
  • Logistik und Vertrieb,
  • Projektmanagement.

Je nach Studienausrichtung können neben Englisch weitere Sprachen erlernt bzw. vertieft werden. Ähnlich vielfältig wie die Inhalte des Studiums sind auch die grundlegenden Fähigkeiten, die die Studenten mitbringen sollten. Zum einen ist ein gutes bis sehr gutes mathematisches Verständnis unbedingt notwendig, denn die Mathematik und ihre Verfahren gehörten zu den wichtigsten Werkzeugen der Ingenieure. Wenn es um technische Zusammenhänge oder die Zusammensetzung von Werkstoffen geht, sind darüber hinaus die Fächer Physik und Chemie von zentraler Bedeutung. Da die Betriebswirtschaftslehre eine der Hauptkomponenten des Studiums darstellt, ist außerdem ein Grundlagenwissen in den Bereichen Wirtschaft und Recht empfehlenswert. Wie bereits erwähnt, spielen ebenso Sprachen eine bedeutende Rolle. Zumindest die englische Sprache sollte angemessen beherrscht werden, weitere Sprachen sind von Vorteil.

Das grundständige Studium dauert in der Regel 6 bis 8 Semester. Nach dieser Zeit kann ein Masterstudium aufgenommen werden. Es besteht zunächst die Möglichkeit, dieses ebenfalls im Bereich des Technischen Vertriebs zu absolvieren. Eine Alternative ist das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens. Auch hierbei handelt es sich um einen Studiengang, der auf die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Technik und Ökonomie vorbereitet. Wer sich hingegen an dieser Stelle lieber auf den wirtschaftlichen Bereich spezialisieren möchte, kann unter anderem zwischen der klassischen Betriebswirtschaftslehre und Business Administration wählen.

4. Tätigkeit

Der Anwendungstechniker und die Anwendungstechnikerin beraten einen Betrieb oder ein Unternehmen bei der Umsetzung von Zielen. Sie treffen eine Aussage zur Realisierung und den entstehenden Kosten. Dazu bedarf es einerseits technischen Sachverstand, und andererseits wirtschaftliches Wissen. Zum Beispiel müssen sie eine wirtschaftliche Planung bei neuen Arbeitsprozessen abgeben. Meist ist dieses Berufsfeld eine Spezialisierung, denn aufgrund der vielseitigen Fähigkeiten sollte jede/r Anwendungstechniker/Anwendungstechnikerin dementsprechende Kenntnisse besitzen. Folglich ist auch immer etwas Unternehmensberatung dabei.

Anwendungstechniker werden dort eingesetzt, wo technische Industrieunternehmen auf die Kunden treffen. Für Anwendungstechniker stehen stets die Wünsche des Kunden im Fokus. Denn will ein Unternehmen erfolgreich sein, muss es sich hinsichtlich seiner Angebote an diesen Bedürfnissen orientieren. Zu den konkreten Aufgaben eines /-r Anwendungstechnikers /-in gehört es daher, die Situation auf dem Absatzmarkt zu analysieren und darauf aufbauend neue Konzepte auszuarbeiten. Dies geschieht in ständiger Zusammenarbeit mit den Bereichen Marketing und Vertrieb.

Nicht zuletzt gilt es, den Kunden zu beraten und von den Leistungen und Angeboten des Unternehmens zu überzeugen. Diese beratende Tätigkeit findet häufig im Außendienst statt. Folglich sind Geschäftsreisen keine Seltenheit im Arbeitsalltag eines /-r Anwendungstechnikers /-in.

All diese Tätigkeiten des /-r Anwendungstechnikers /-in können als technisches Produktmanagement zusammengefasst werden. Aufgrund ihrer technischen Versiertheit eignen sich Anwendungstechniker aber ebenso für viele weitere Unternehmensbereiche. Häufig wird ihnen die Betreuung von Baumaßnahmen, Maschinen und Anlagen anvertraut. Da der/die Anwendungstechniker/Anwendungstechnikerin unter Umständen mit vielen verschiedenen Menschen zu tun hat, sollte ein gesundes Maß an Durchsetzungsvermögen vorhanden sein.

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