Jobangebote für Berufsbetreuer (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
  • Aktuelle Jobs inkl. Gehaltsangaben kostenlos per E-Mail erhalten - jetzt anmelden:
    Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse ein
    Wo suchen Sie nach einem Job?
     
    Wir suchen für Sie auf:
    monster experteer jobware xing stellenanziegende stepstone
    stellenonline heyjobs absolventa azubide hijob
    Es gelten unsere Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung. Sie erhalten regelmäßig neue Jobangebote direkt in Ihr Postfach. Der Jobletter kann jederzeit über den Abmeldelink abbestellt werden.
  • Fast geschafft...

    Bitte prüfen Sie nun Ihren Posteingang und bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

    Fenster schließen

Gehalt Berufsbetreuer

Datenbasis: 48 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.637 € 2.180 € 3.254 €
Baden-Württemberg 1.801 € 2.399 € 3.581 € Jobs Berufsbetreuer
Bayern 2.018 € 2.449 € 2.718 € Jobs Berufsbetreuer
Berlin 1.656 € 2.205 € 3.291 € Jobs Berufsbetreuer
Brandenburg 1.247 € 1.661 € 2.479 € Jobs Berufsbetreuer
Bremen 1.573 € 2.095 € 3.127 € Jobs Berufsbetreuer
Hamburg 1.772 € 2.360 € 3.523 € Jobs Berufsbetreuer
Hessen 1.895 € 2.523 € 3.766 € Jobs Berufsbetreuer
Mecklenburg-Vorpommern 1.204 € 1.603 € 2.393 € Jobs Berufsbetreuer
Niedersachsen 1.434 € 1.910 € 2.851 € Jobs Berufsbetreuer
Nordrhein-Westfalen 1.553 € 2.536 € 3.223 € Jobs Berufsbetreuer
Rheinland-Pfalz 1.610 € 2.144 € 3.200 € Jobs Berufsbetreuer
Saarland 1.557 € 2.073 € 3.094 € Jobs Berufsbetreuer
Sachsen 1.409 € 1.877 € 2.802 € Jobs Berufsbetreuer
Sachsen-Anhalt 1.234 € 1.643 € 2.452 € Jobs Berufsbetreuer
Schleswig-Holstein 1.437 € 1.914 € 2.857 € Jobs Berufsbetreuer
Thüringen 1.280 € 1.704 € 2.543 € Jobs Berufsbetreuer

Berufsbetreuer / in | Betreuungsfachkraft:

1. Gehalt

Als Betreuer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.180 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 48 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.637 € beginnen, Betreuer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.254 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.914 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.399 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Betreuer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.110 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.359 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.155 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.910 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.098 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.847 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.148 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.249 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.505 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine Betreuungsfachkraft unterstützt Menschen in hilf- oder pflegebedürftigen Situationen. Bestimmte Zugangsvoraussetzungen bestehen aus rechtlicher Sicht nicht, doch die Bildungsträger können eigene Zugangskriterien festlegen. In Abhängigkeit vom Bildungsanbieter sind eine berufliche Vorbildung oder eine einschlägige Berufserfahrung im pflegerischen Bereich, eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Führungszeugnis und ein ärztliches Attest erforderlich. Während der Ausbildung, die entweder in Vollzeit oder Teilzeit zu absolvieren ist, müssen sich die Auszubildenden darauf einstellen, dass sie in der Bildungseinrichtung zusammen mit Mitschülern theoretischen Face-to-Face-Unterricht erhalten. Parallel dazu werden entweder Praxisübungen oder aber praktische Einsätze in Betreuungseinrichtungen gefordert. Dabei kommen Einrichtungen für Demenzkranke, für Behinderte oder für Menschen mit altersbedingten Erkrankungen in Betracht.

Eine Betreuungsfachkraft, im Volksmund auch Alltagsbegleiter /-in genannt, braucht großes Verantwortungsbewusstsein, gerade wenn sie mit verwirrten oder körperlich eingeschränkten Menschen arbeitet. Das Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, sich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen sind genauso wichtig, wie kommunikative Eigenschaften. Häufig kommt es zu Gesprächen mit dem betreuten Menschen oder mit den Angehörigen. Außerdem stehen regelmäßig Teambesprechungen auf dem Programm.

Betreuungsfachkräfte sollten psychisch stabil sein und körperlich belastbar. Zum einen sind pflegebedürftige Menschen eine emotionale Belastung, zum anderen sind demenzbedingte Fähigkeitsstörungen, psychische Erkrankungen oder andere geistige Einschränkungen nicht einfach zu handhaben. Die körperliche Belastbarkeit ist deshalb wichtig, weil pflegebedürftige Menschen zum Beispiel auch gewaschen, gelagert und angekleidet bzw. ausgekleidet werden müssen. Dazu sind die Menschen hoch zu heben oder sogar zu tragen. Nicht zuletzt brauchen Betreuungsfachkräfte eine sorgfältige Arbeitsweise. Denn von ihnen wird außerdem das Dokumentieren von Pflegeleistungen gefordert sowie das Verwalten persönlicher Angelegenheiten der betreuten Personen.

Die Ausbildung ist in der Regel in 4 Ausbildungsabschnitte eingeteilt:

  • ein einwöchiges Orientierungspraktikum,
  • 100 Stunden Basiskurs,
  • 2 Wochen Betreuungspraktikum,
  • 60 Stunden Aufbaukurs.

Mit der Qualifikation der Betreuungsfachkraft können Absolventen in Pflegeeinrichtungen, Tagesstätten und bei Betreuungsdiensten arbeiten. Es empfehlen sich weitere Anpassungsweiterbildungen, um die Fachkenntnisse zu stabilisieren und auf dem neuesten Stand zu halten. Sinnvolle Themen bewegen sich dabei in den Bereichen Krankenpflege, Altenpflege und Hauswirtschaft.

3. Studium

Für Betreuungsfachkräfte bietet sich das Studium der Fachrichtung soziale Arbeit an. Es ist ein grundständiges Studium, das sich mit den Grundlagen der Sozialpsychiatrie, der Familienberatung sowie der klinischen Sozialarbeit und Entwicklungsrehabilitation beschäftigt. Als Zugangsvoraussetzungen benötigen Interessierte für Universitäten und vergleichbare Hochschulen die allgemeine bzw. die fachgebundene Hochschulreife. Für ein Studium an einer Fachhochschule ist die Fachhochschulreife ausreichend. Einige Hochschulen bieten den Studiengang Soziale Arbeit im dualen Studiengang an. Dieses erfolgt praxisintegrierend, das bedeutet, dass parallel zum Studium Praktika, Praxissemester oder andere praktische Einheiten zu durchlaufen sind. Die Inhalte des Studiengangs Soziale Arbeit erstrecken sich auf die Fächer

  • Familienberatung,
  • Grundlagen Soziologie,
  • Grundlagen der sozialen Arbeit,
  • Verwaltung und Organisation,
  • soziale Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren,
  • Modernisierung,
  • prekäre Lebenslagen,
  • Rechtsgrundlagen,
  • soziale Ungleichheit,
  • Sozialpsychiatrie,
  • Sozialpolitik.

Die Studiendauer beträgt für den grundständigen Studiengang 6-8 Semester und endet mit der Bachelorprüfung. Teile des Studiums können auch im Ausland absolviert werden. Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg arbeitet mit verschiedenen Partnerhochschulen in ganz Europa zusammen. Der Studiengang nennt sich „Internationaler Bachelorstudiengang internationale soziale Arbeit“. Absolventen haben vielfältige Perspektiven mit einem Abschluss in der Tasche. Sie können entweder sofort in Einrichtungen des Sozialwesens einsteigen, in die freie Wirtschaft gehen oder im Sozial-, Gesundheitsmanagement oder der Sozialberatung arbeiten. Außerdem ist eine Tätigkeit als selbständige Betreuer /-in oder Mediator /-in denkbar.

Bildungsberatung, Heilerziehungspflege, Kinderbetreuung und psychologische Analyse sind mögliche Tätigkeitsfelder und ergänzen Sozialberatung, Sozialarbeit sowie das Gesundheitsmanagement. Alternativ ist die Fortsetzung des Studiums ebenfalls möglich. Als weiterführende Studienfächer mit einem Masterabschluss eignen sich Religionspädagogik, Psychotherapie, psychosoziale Beratung, Sozialmanagement oder Tanz-Bewegungstherapie.

4. Tätigkeit

Aufgrund des zunehmenden Durchschnittsalters der deutschen Bevölkerung werden seit einiger Zeit mehr Betreuungsfachkräfte benötigt. Dabei gehören zu den Aufgaben einer Betreuungsfachkraft nicht nur das Betreuen alter Menschen an sich, sondern je nach der Art der Einrichtung in der man angestellt ist, auch andere Dinge. Dazu gehören zum Beispiel das Waschen der bettlägerigen Menschen, das Anreichen von Mahlzeiten sowie das Einhalten von Ruhezeiten und die Abgabe von ärztlich verordneten Medikamenten.

Sie helfen dabei, Menschen unabhängig von ihrem Gesundheitszustand ein aktives Leben zu ermöglichen, soweit es im Rahmen ihrer Selbstbestimmung machbar ist. Das kann in einem Pflegeheim sein, in einer betreuten Wohngemeinschaft oder in der eigenen Wohnung. Betreuungsfachkräfte nehmen sich Zeit für persönliche Gespräche, führen bedürftige Menschen durch ihren Alltag und repetieren längst vergangene Erinnerungen. In Zusammenarbeit mit anderen Bewohnern führen sie kleine Gruppen an, motivieren sie zur Beschäftigung und schlagen Freizeitaktivitäten vor. Malen, basteln, singen und musizieren gehören genauso dazu wie spielen in einer Gruppe. Ein weiterer wichtiger Aspekt ihrer Tätigkeit ist, dass sie alte, kranke und schwache Menschen dazu anregen, sich wieder körperlich zu betätigen. Ziel ist, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern sowie die geistige Beweglichkeit zu erhalten. Arbeiten Betreuungsfachkräfte in einer Einrichtung, kochen und backen sie oft gemeinsam mit den zu betreuenden Bewohnern. Sie kümmern sich darum, dass der Garten in Ordnung gehalten wird und pflegen gemeinsam mit den Bewohnern die Pflanzen. Gibt es Haustiere, kümmern sie sich um deren Betreuung und Pflege.

Für die Betreuungsfachkräfte, die gerade aus der Ausbildung kommen und bis dahin bestenfalls Bafög anstatt eines Gehalts erhalten haben, öffnen sich viele Türen. Je nachdem wie gut der Abschluss gemacht wurde, kann man mehr oder weniger Lohn als Einstiegsgehalt erwarten. Das Durchschnittsgehalt ist in Deutschland derzeit durch gesetzliche Tarife festgelegt und es bestehen sogenannte Mindestlöhne, welche an die Arbeitnehmer gezahlt werden müssen. Man sollte jedoch als ausgebildete Betreuungsfachkraft nicht nur auf den Verdienst schauen. Denn wer nicht mit alten Menschen umgehen kann, dem stehen außer der Betreuungstätigkeit noch andere Möglichkeiten zur Verfügung. Zum Beispiel kann man sich aufgrund der zum Teil guten medizinischen Grundbildung eine Weiterbildung zum Gesundheits- oder Krankenpfleger durchlaufen. Somit erhält man die Befähigung, auch in Krankenhäusern zu arbeiten. Der Stundenlohn eines Krankenpflegers/-in ist natürlich im Gegensatz zu dem der Betreuungsfachkraft zum Teil erheblich höher.