*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bürokraft / kaufm. Fachkraft

Datenbasis: 365 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.637 € 2.187 € 3.100 €
Baden-Württemberg 1.739 € 2.344 € 3.167 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Bayern 1.732 € 2.270 € 3.091 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Berlin 1.528 € 1.745 € 2.383 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Brandenburg 1.674 € 1.869 € 2.476 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Bremen 1.573 € 2.102 € 2.980 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Hamburg 1.604 € 2.046 € 3.015 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Hessen 1.783 € 2.340 € 3.221 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Mecklenburg-Vorpommern 1.204 € 1.608 € 2.279 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Niedersachsen 1.571 € 2.015 € 2.604 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Nordrhein-Westfalen 1.677 € 2.144 € 3.112 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Rheinland-Pfalz 1.608 € 2.049 € 2.697 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Saarland 1.557 € 2.080 € 2.948 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Sachsen 1.190 € 1.590 € 2.254 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Sachsen-Anhalt 1.234 € 1.648 € 2.336 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Schleswig-Holstein 1.554 € 2.361 € 3.122 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft
Thüringen 1.278 € 1.708 € 2.421 € Jobs Bürokraft / kaufm. Fachkraft

Bürokraft / kaufm. Fachkraft:

1. Gehalt

Als Bürokraft | kaufm. Fachkraft liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.187 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 365 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.637 € beginnen, Bürokräfte | kaufm. Fachkräfte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.100 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.361 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.344 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Bürokraft | kaufm. Fachkraft in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.930 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.106 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.033 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.996 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.254 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.291 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.165 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.344 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.073 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf der kaufmännischen Fachkraft ist eine Weiterbildungs- bzw. Qualifizierungsmaßnahme. Nur selten werden Absolventen einer klassischen kaufmännischen Ausbildung diese Weiterbildung besuchen, allerdings gibt es Nischenberufe, für die diese Weiterbildungsmaßnahme eine sinnvolle Zusatzqualifikation darstellt. Oft nutzen geringqualifizierte kaufmännische Mitarbeiter diese Möglichkeit, um auf der Karriereleiter eine wichtige Stufe nach oben zu erklimmen.

Die folgenden Berufe sind Voraussetzung für die Weiterbildung zur kaufmännischen Fachkraft:

  • Assistent /-in der Geschäfts- /Betriebsleitung, Management- /Direktionsassistent /-in
  • Büroassistent /-in
  • Fachkraft für Büroorganisation
  • Kaufmann /-frau für Fremdsprachen
  • Sekretär /-in (für Fremdsprachen)
  • Kaufmann /-frau für Büromanagement
  • Kaufmännische /-r Assistent /-in /Wirtschaftsassistent /-in
  • Kommunikationsassistent /-in

Weiterbildungen „on the job“ gehören für kaufmännische Fachkräfte ebenso zum Tagesgeschäft, wie die tägliche Korrespondenz am Telefon, per E-Mail, per Fax oder per Brief. Möglich sind hierbei sowohl IT-Fortbildungen als auch das Training von Kommunikationstechniken sowie allgemeine Weiterbildungen im BWL-Bereich.

Wer über eine Zusatzqualifikation auch ein höheres Gehalt erreichen möchte, der wird eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt oder alternativ ein entsprechendes Studium anstreben. Praxisnah und ein inhaltlicher Zugewinn sind die folgenden Weiterbildungen:

Fachwirt für Büro- und Projektorganisation

Ein Fachwirt übt keine Assistenzaufgaben aus, sondern leitet Büroteams, gestaltet Arbeitsabläufe effizienter und führt Maßnahmen der Qualitätssicherung durch. Er kann aufgrund der Erweiterung seiner betriebswirtschaftlichen Kenntnisse im Controlling sowie im Rechnungswesen arbeiten, Zielgruppen- und Marktanalysen für Fachabteilungen wie das Marketing konzipieren und umsetzen und auch im Personalmanagement aktiv werden.

Betriebswirt für Kommunikation und Büromanagement

Ein Betriebswirt trägt Verantwortung. Das heißt in diesem Fachbereich, dass sowohl die Kostenanalyse als auch die Budgetplanung in seinen Aufgabenbereich fallen. Neben organisatorischen Aufgaben wie der Planung von Konferenzen und Tagungen sowie der Überprüfung der Warenwirtschaft ist er aktiv mit Personalaufgaben betraut und optimiert Prozesse und Abläufe kontinuierlich, um sie effizient fürs Unternehmen zu halten.

3. Studium

Es scheint fast so als würden diejenigen, die eine Karriere im Büro anstreben, nicht an einem BWL-Studium vorbeikommen. Wer also als kaufmännische Fachkraft einen akademischen Grad anstrebt, steht zunächst vor einer enorm großen Bandbreite an BWL-Studiengängen, aus denen der branchenähnlichste herausgesucht werden sollte, um inhaltlich von den vorangegangenen Ausbildungen zu profitieren. Am nächsten liegen hier Studienfächer im Bereich Business Administration. Dabei stehen die folgenden Studieninhalte auf dem Stundenplan:

  • Grundlagen der BWL, Grundlagen der VWL
  • Finanzbuchhaltung, Bilanzierung, Jahresabschluss, Finanzierung, Investition, Kosten- /Leistungsrechnung, Steuern
  • Statistik, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftssprachen
  • Marketing, Personalführung, Projektmanagement, Produktmanagement, Recht, Unternehmensführung
  • Vertiefungsmöglichkeiten: HR-Management, Marketingmanagement, Projektconsulting, Controlling, Außenwirtschaft, Banken-/ Finanzen- /Risikomanagement

Wer erst ein abgeschlossenes BWL-Studium in der Tasche hat, ist über das Aufgabengebiet einer kaufmännischen Fachkraft weit hinausgewachsen. Controlling, Einkauf, Finanzbuchhaltung, Management, Marketing, Personalwesen oder Vertrieb sind dann die Abteilungen, in denen eine einstige kaufmännische Fachkraft nach einem abgeschlossenen Studium tätig ist. Alternativ ist sie als Unternehmensberater /-in oder in der Wirtschaftsprüfung tätig und agiert hier auf selbstständiger Basis.

Wer auch nach dem Bachelorstudium der Betriebswirtschaft noch nicht genug vom Lernen hat, der kann einen Masterstudiengang in Angriff nehmen. Dabei ist jedoch wichtig zu wissen, wohin der Weg gehen soll. Klassisch ist auch hier der Masterstudiengang Business Administration. Doch gibt es auch die folgenden weiterführenden Studienfächer:

  • Handelsbetriebswirtschaft, Industriebetriebswirtschaft
  • Internationale Wirtschaft
  • Unternehmensführung, Management
  • Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftspädagogik, Wirtschaftswissenschaften

Ein betriebswirtschaftlicher Masterstudiengang beeinflusst sicherlich maßgeblich die Karriereleiter. Meist wird so eine Führungsposition angestrebt – und oft auch erreicht. Wem der Weg über eine Ausbildung, eine Weiterbildung und zwei Studienabschlüsse zu lange dauert, der hat die Möglichkeit, ein duales Studium zu absolvieren. Dieses verbindet die Theorie eines Studiums mit der Praxis, die im Betrieb gewonnen wird. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass meist ein enger, guter Kontakt zum Ausbildungsbetrieb besteht und gar nicht erst nach einem Job nach dem Studienabschluss gesucht werden muss.

4. Tätigkeit

Als Bürokraft oder kaufmännische Fachkraft werden kaufmännische und bürotechnische Tätigkeiten in Betrieben der verschiedensten Wirtschaftszweige oder bei Behörden erledigt. Arbeitsorte sind in der allgemeinen Verwaltung, der Personalabteilung, der Buchhaltung oder im Sekretariat. Je nach Unternehmen, können dann die folgenden Aufgaben im Job anfallen:

  • Abwicklung des Schriftverkehrs und von Telefonaten mit Partnern, Dienstleistern, Kunden
  • Erstellen von Statistiken, Protokollen, Präsentationsunterlagen, Rechnungsunterlagen
  • Organisatorische Aufgaben wie Ablagetätigkeiten, Terminplanung und -überwachung, Vermittlung von Anfragen an Fachabteilungen, Posteingang /-ausgang, Anfertigen von Kopien
  • Fuhrparkmanagement, Dienstreiseplanung
  • Dokumentation von Urlaubs- und Krankheitstagen
  • Datenbank- und Firmenprofilpflege
  • Online-Marketing-Aktivitäten: Pflege der Unternehmenshomepage, soziale Netzwerke, Newsletter
  • Organisation von Veranstaltungen
  • Verhandlungen mit Dienstleistern, Lieferanten und Kunden

Dazu werden Kenntnisse in der Bedienung und Anwendung der Kommunikationselektronik und Computerkenntnisse benötigt, sowie Kontaktfreude und Organisationstalent.

Die Aufgaben von kaufmännischen Fachkräften variieren insgesamt je nach Einsatzgebiet und auch nach Unternehmensgröße. In kleineren Betrieben wird Bürokräften meist viel mehr Leistung abverlangt, da es nicht für jeden Aufgabenbereich eine extra Stelle gibt. In größeren Betrieben fungieren kaufmännische Fachkräfte oft als Assistenten oder Sekretäre.