*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Creative Director

Datenbasis: 107 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.925 € 5.289 € 9.450 €
Baden-Württemberg 3.219 € 5.820 € 10.399 € Jobs Creative Director
Bayern 2.519 € 5.242 € 9.480 € Jobs Creative Director
Berlin 3.754 € 4.739 € 6.729 € Jobs Creative Director
Brandenburg 2.228 € 4.029 € 7.199 € Jobs Creative Director
Bremen 2.853 € 5.159 € 9.218 € Jobs Creative Director
Hamburg 4.244 € 5.472 € 8.432 € Jobs Creative Director
Hessen 3.539 € 5.697 € 7.249 € Jobs Creative Director
Mecklenburg-Vorpommern 2.150 € 3.888 € 6.947 € Jobs Creative Director
Niedersachsen 2.669 € 4.826 € 8.623 € Jobs Creative Director
Nordrhein-Westfalen 3.041 € 5.670 € 8.371 € Jobs Creative Director
Rheinland-Pfalz 2.970 € 5.371 € 9.597 € Jobs Creative Director
Saarland 2.781 € 5.029 € 8.985 € Jobs Creative Director
Sachsen 2.250 € 4.068 € 7.268 € Jobs Creative Director
Sachsen-Anhalt 2.205 € 3.987 € 7.124 € Jobs Creative Director
Schleswig-Holstein 2.569 € 4.645 € 8.299 € Jobs Creative Director
Thüringen 2.286 € 4.133 € 7.385 € Jobs Creative Director

Creative Director:

1. Gehalt

Als Creative Director liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.289 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 107 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.925 € beginnen, Creative Directors in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 9.450 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.645 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.820 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Creative Director in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.832 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.861 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.762 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.524 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.968 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.522 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 5.242 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 6.618 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 6.240 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Creative Director (m/w), kurz CD genannt, ist ein leitender Beruf, der in der Werbebranche und in Kommunikations- und Medienunternehmen häufig vorkommt. Er gehört zu den ranghöchsten Mitarbeitern einer Kreativabteilung und ist als „Chef“ für die kreativen Ideen und Umsetzungen verantwortlich. Zudem überwacht der Creative Director die einzelnen schöpferischen Tätigkeiten, die bei der Kreation benötigt werden. Das bedeutet, Texter, Grafiker, Illustratoren, Layouter usw. sind ihm direkt unterstellt.

Das Berufsbild des Creative Directors ist nicht anerkannt und in dem Sinne gibt es auch keine einheitlich geregelte Ausbildung. Die Qualifikation für den Beruf geht also nicht über eine klassische Ausbildung. Um den leitenden Kreativberuf ausüben zu können, bietet sich ein Einstieg als Werbetexter und /oder Art Director an, kreative Fähigkeiten und Talent vorausgesetzt. Nach ein paar erfolgreichen Berufsjahren kann man anschließend zum Junior Creative Director aufsteigen und dem CD assistieren, bevor man selbst zumCreative Director ernannt wird oder sich selbstständig macht und seine eigene Werbeagentur gründet.

Um die Karriereleiter schneller nach oben zu steigen, bieten sich verschiedene kreative und kommunikative Fort- und Weiterbildungen an, bei der auch Quereinsteiger herzlich willkommen sind. Die Schwerpunkte der Weiterbildung sollten folgende Inhalte haben:

  • Interactive Media Management,
  • Public Relations,
  • Werbekommunikation,
  • Marketing,
  • Produktmanagement,
  • Ideenmanagement,
  • Grafikdesign,
  • Werbepsychologie,
  • Marken-, Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht.

Die Weiterbildungen werden von Bildungsinstituten, Universitäten und Verbänden angeboten und finden in der Regel berufsbegleitend statt. Die Seminare und Lehrgänge richten sich an Art Direktoren, Grafiker, Texter, Abteilungsleiter und führende Mitarbeiter im Marketing sowie an Geschäftsführer von Werbeagenturen, Produktmanager und Layouter. Zulassungsvoraussetzungen sind eine mehrjährige Berufserfahrung und Abitur. Der Teilnehmer bekommt Fachwissen vermittelt, das er im Agenturalltag sofort umsetzen kann. Marktanalysen, Marketingstrategien, Kommunikationsmaßnahmen, Zielgruppenbestimmung oder Präsentationstechniken sind nur einige wichtige Punkte.

3. Studium

Neben einer mehrjährigen Berufserfahrung als Werbetexter, Grafiker oder Art Direktor, ist der Berufseinstieg auch über ein Studium mit Fachrichtung Kommunikationswissenschaften, Medien, Grafik, Marketing oder Betriebswirtschaft möglich. Diese Studienrichtungen werden an Handels- und Kunstakademien, Fachhochschulen und Universitäten angeboten. Der Studierende lernt alle digitalen und analogen Kreativtechniken kennen und setzt sich mit Werbestrategien auseinander, denn jedes Logo, jeder Schriftzug, jede Verpackung, jede Anzeige und jede Webseite wird von einem Creative Director entworfen und überwacht. Da die meisten Creative Directors Kommunikationsdesign studiert haben, wird hier näher auf diesen Studiengang eingegangen:

  • Kommunikationsdesign umfasst nicht nur den Bereich Print, sondern auch Animation, Film Webdesign und Sounddesign.
  • Das Studium ist praxisorientiert und der Student lernt alle kreativen Techniken kennen und anzuwenden, wie zum Beispiel Design- und Grafikprogramme, Textgestaltung und Fotografie.
  • Das Studium wird mit dem nötigen Fachwissen wie Kultur- und Kunstgeschichte abgerundet.
  • Damit später eine Führungsposition angestrebt werden kann, vermittelt das Studium Betriebswirtschaft und Marketing.
  • Der Student kann sich innerhalb des Studiums auf einen Bereich, wie Webdesign oder Editorial Design fokussieren.
  • Soft Skills und Führungsqualitäten werden in Projektarbeiten und Teamarbeit mit anderen Studenten gestärkt.
  • Nach dem dritten oder vierten Semester findet ein Praxissemester statt, Auslandssemester sind jederzeit möglich.
  • Die Regelstudienzeit beträgt für den Bachelorstudiengang sechs oder sieben Semester
  • Der Student kann mit Kommunikationsdesign einen Master of Arts absolvieren.

Um Kommunikationsdesign studieren zu können, muss der Bewerber einen bestimmten Numerus Clausus erfüllen und zuvor sein kreatives Talent in einem Auswahlverfahren unter Beweis stellen. In der Regel erstellt der Bewerber dazu eine künstlerische Mappe mit bis zu 30 verschiedenen Arbeiten. Zu den besten Hochschulen für Kommunikationsdesign gehören laut dem Deutschen Designer Club die FH Wiesbaden, die FH Hannover, die FH Mainz, die FH Düsseldorf und die Kunsthochschule in Kiel. Nach dem Studium stehen dem Absolventen viele Einstiegsmöglichkeiten in die Werbebranche offen.

4. Tätigkeit

Der Creative Director (m/w) gehört in der Werbewelt zur ausgesprochenen kreativen Führungsebene. Er verantwortet die Grundzüge von Werbekampagnen und übernimmt die gestalterische Leitung einer Werbeabteilung oder Werbeagentur. Ein Creative Director besitzt ein extremes Feingefühl für gesellschaftliche Tendenzen und Modetrends und setzt diese in der Regel in Werbekampagnen um, die aus einzelnen Anzeigen und Fernsehwerbespots bis hin zu Roadshows und Messeauftritten reichen können. Mit seinen Ideen prägt er nicht unmaßgeblich den Erfolg der unterschiedlichsten Hersteller von Konsumgütern.

Generell sind Creative Directors die Kontaktperson für den Kunden, sie müssen sich nach deren Bedürfnissen richten und das Konzept mit der passenden Strategie erfolgreich umsetzen. Dazu entwerfen sie die Werbestrategien und Werbebotschaften zusammen mit einem Kreativteam, das aus mehreren Art Direktoren, Werbetextern, Layoutern, Grafikern etc. besteht. Da ein Creative Director von seinen Mitarbeitern abhängt, muss er diese motivieren und steuern können. In der Medienbranche ist er für Design-Fragen, Entwürfe und Ausstattung zuständig.

Die Anforderungen an einen Creative Director sind schnell zusammengefasst. Die Person muss Kreativität, Offenheit, Zeitgeist, Führungsqualitäten, Teamfähigkeit, Organisationstalent, Stressresistenz und Überzeugungsstärke besitzen. Unregelmäßige Arbeitszeiten, wie abends oder am Wochenende sind Voraussetzungen. Zudem sollte er gewillt sein, sich vieles im Selbststudium anzueignen. Ein guter Creative Director erkennt neue Trends vor allen anderen und setzt diese sofort mit den richtigen Gestaltungsmitteln um.

Wenig verwunderlich ist, dass das Einkommen des Creative Directors am obersten Ende dessen liegt, was üblicherweise in Agenturen bzw. in der Werbung für Mitarbeiter gezahlt wird. Der Weg zum Creative Director ist allerdings ein in der Regel recht langer und nur selten hat man es hier mit blutjungen Persönlichkeiten zu tun. Die Eignung lässt sich auch im Grunde nicht erlernen, sondern ist das Ergebnis einer langjährigen beruflichen Tätigkeit. Da außerdem große Werbeetats verantwortet werden müssen und in der Regel Art Directors unter der direkten Aufsicht eines Creative stehen, ergibt sich ein hoher Stundensatz, der für diese Tätigkeit erwartet werden kann.