*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Diätassistentin / Diätassistent

Datenbasis: 45 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.579 € 2.130 € 3.337 €
Baden-Württemberg 1.921 € 2.053 € 2.750 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Bayern 1.645 € 2.068 € 3.159 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Berlin 1.676 € 2.142 € 2.223 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Brandenburg 1.277 € 1.722 € 2.698 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Bremen 1.517 € 2.047 € 3.207 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Hamburg 1.767 € 2.384 € 3.735 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Hessen 1.556 € 2.099 € 3.288 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Mecklenburg-Vorpommern 1.161 € 1.566 € 2.453 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Niedersachsen 1.646 € 2.220 € 3.478 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Nordrhein-Westfalen 1.867 € 2.099 € 2.754 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Rheinland-Pfalz 1.553 € 2.095 € 3.282 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Saarland 1.501 € 2.025 € 3.172 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Sachsen 1.214 € 1.638 € 2.566 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Sachsen-Anhalt 1.191 € 1.606 € 2.516 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Schleswig-Holstein 1.571 € 2.119 € 3.320 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent
Thüringen 1.203 € 1.623 € 2.543 € Jobs Diätassistentin / Diätassistent

Diätassistentin / Diätassistent:

1. Gehalt

Als Diätassistent liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.130 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 45 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.579 € beginnen, Diätassistenten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.337 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.119 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.053 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Diätassistent in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.748 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.050 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.193 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.092 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.160 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.584 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.006 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.398 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.192 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Weg zum /zur Diätassistent /-in führt über eine klassische Ausbildung. Der praktische und theoretische Unterricht ist vielfältig und beinhaltet sowohl medizinische Ansätze, als auch Organisatorisches in der Küche.

Im Einzelnen lernen angehende Diätassistenten:

  • Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Körpers kennen. Dabei wird sowohl der Idealzustand beschrieben, als auch die Auswirkungen von Krankheiten auf den Organismus.
  • den Stellenwert von Ernährung kennen. Sie erfahren auch, wie eine mangelhafte Ernährung den Körper schädigen kann.
  • die Nährstoffe sowie deren Wirkung auf den Stoffwechsel kennen. Daneben werden Inhaltsstoffe von Lebensmitteln sowie deren Einfluss auf den menschlichen Körper akribisch genau untersucht.
  • die ideale Ernährung für verschiedene Personengruppen kennen. Nicht nur Sportler oder besonders junge oder alte Menschen rücken dabei in den Fokus, sondern auch Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit sowie Angehörige anderer Religionen.
  • die Berechnungsgrundlage kennen, um den Nährstoff- und Energiebedarf richtig zu ermitteln.
  • wie Menschen beraten werden.
  • was bei der Erstellung von Speiseplänen zu beachten ist bzw. wie Lebensmittel diätgerecht ausgewählt und auch zubereitet werden.
  • wie eine Großküche funktioniert und welche Abläufe zur reibungslosen Produktion und Ausgabe von Speisen nötig sind.
  • die Ernährungspsychologie und -soziologie kennen. Während unter Ernährungspsychologie das Essverhalten allgemein, aber auch Essstörungen zu verorten sind, beschäftigt sich die Ernährungssoziologie mit dem gesellschaftlichen Essen.

Neben diesen vergleichsweise praktischen Inhalten stehen auch Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde, Dokumentation und Statistik sowie Krankenhausbetriebslehre als Pflichtfach im Ausbildungsplan. Um eine Ausbildung zum /zur Diätassistent /-in zu machen, ist ein mittlerer Bildungsabschluss oder alternativ ein Mittelschulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung die Mindestvoraussetzung. Besonders wichtig sind die Noten in den Schulfächern Biologie, Chemie, Mathematik und Deutsch. Verwandte Berufe, bei denen es ebenso um die Pflege bzw. die Versorgung von Menschen geht, sind medizinische Berufe wie medizinische/r Fachangestellte/r oder Gesundheits- und Krankenpfleger /-in.

3. Studium

Wer eine Hochschulzugangsberechtigung hat, kann auch das Fach Diätologie studieren. Den Bachelorabschluss erreichen Studenten nach einem Vollzeitstudium von sechs Halbjahren. Diätologie befasst sich mit dem stetig wachsenden gesellschaftlichen Interesse an Gesundheit. Die Wissenschaft belegt, dass es ernährungsbedingte Krankheitsbilder gibt. Ausgebildete Diätologen /-innen finden ein weites Feld für Tätigkeiten in den Bereichen Schulung, Beratung und Gesundheitsförderung.

Das Studium Diätologie bildet Fachkräfte mit fachlich-methodischen Fertigkeiten für die selbstständige und eigenverantwortliche Planung und Ausführung von ernährungsmedizinischen Therapie- und Beratungsprozessen aus. Kernthemen des Studienfachs sind Public Health und Management. Die Studienplätze in diesem Fach sind begrenzt. Die geringe Anzahl dient der individuellen, bestmöglichen Förderung der Studierenden.

Die Studenten entwickeln und realisieren ernährungstherapeutische Konzepte. Dazu erwerben sie Wissen in den Bereichen

  • Krankheitsbilder,
  • Auswertung von Laborwerten,
  • Beurteilung von Ernährungsverhalten,
  • Einschätzung von persönlichen Gesamtsituationen von Patienten.

Die Erstellung von Speiseplänen ist ein wichtiger Bestandteil des Studienfachs Diätologie. Die Studenten arbeiten nicht nur Essenspläne aus, sondern werden auch befähigt, diese individuell zu optimieren. Bei diesen Vorgängen beachten die Studierenden regionale und persönliche Essgewohnheiten und berücksichtigen ernährungsphysiologische Richtlinien.

Studenten des Fachs Diätologie werden befähigt, ernährungsmedizinische Beratungen durchzuführen. Sie sind in der Lage, Informationen zu den unterschiedlichen Ernährungsformen patientengerecht aufzuarbeiten und zusammenzustellen. Die Studierenden erlangen kommunikative Kompetenzen und führen Beratungsgespräche mit Patienten und Angehörigen.
Wer Diätologie studiert, kann im Anschluss diverse Gesichtspunkte von Ernährung analysieren. Dazu zählt die Analyse von Ernährungsproblematiken in unterschiedlichen Kulturen und Regionen. Ebenso beeinflusst die jeweilige politische und wirtschaftliche Lage die Ernährung von Menschen. Während des Studiums formulieren die Studenten forschungsbezogene Fragestellungen aus ihrem künftigen berufsspezifischen Bereich. Im Rahmen von Vorlesungen und praktischen Lehrveranstaltungen bearbeiten sie die Fragen auf wissenschaftliche Weise.

Genauso wie Ärzte sind Diätologen vom Gesetz her befugt, Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen therapeutisch beraten zu dürfen. Studienabsolventen arbeiten daran mit, dass sich die Gesellschaft gesünder ernährt.

In der Praxis wird das ernährungswissenschaftliche Studium oft nach der Ausbildung zum Diätassistenten angeschlossen.

4. Tätigkeit

Ein Diätassistent bzw. eine Diätassistentin ist eine Ernährungsfachkraft, die nicht ausschließlich fürs Abnehmen zuständig ist, sondern allgemein Experten im Bereich Ernährung ist. Das heißt, sie konzipieren auf Basis des aktuellen Energie- und Nährstoffbedarfs ein Ernährungskonzept, das nicht nur an das Alter, sondern auch an etwaige Krankheiten sowie an einen erhöhten Bedarf bei Sport oder Schwangerschaft angepasst ist. Auch erstellen sie nach ärztlicher Anweisung Diät- und Speisepläne für Patienten, sind an der Durchführung klinischer Studien beteiligt, bereiten individuelle Diätkost zu, überwachen die ärztlich verordneten Diätprogramme oder stehen Patienten bei Ernährungsfragen beratend zur Seite.

Natürlich sind sie aber auch Coaches bei der Gewichtsabnahme, denn sie berechnen und erstellen Diättherapiepläne und Überwachen die Gewichtsreduktion. Daneben sind Diätassistenten auch in der Prävention tätig. Sie halten Vorträge, Schulungen und informieren in Gesprächskreisen verschiedene Zielgruppen proaktiv.

Neben den beschriebenen Aufgaben im Bereich der Diättherapie und Ernährungsberatung können Diätassistenten auch in Gesundheitseinrichtungen tätig sein. Dort stellen sie Speisepläne unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse zusammen, leiten Mitarbeiter an, überwachen Zubereitung und Ausgabe der Speisen und achten besonders auch darauf, dass Hygieneverordnungen akribisch genau umgesetzt werden. Auch die Kalkulation vom Lebensmittelbedarf, der Einkauf sowie die Kontrolle des Wareneingangs fallen in den Aufgabenbereich eines/r Diätassistent /-in. Ziel in diesem Betätigungsfeld ist es, die Qualität in stationären Gesundheitseinrichtungen sicherzustellen.

Ihr Arbeitsumfeld finden Diätassistenten demnach meist in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Reha Kliniken, bei Krankenkassen, in Arztpraxen, speziellen Beratungsstellen, in Wellnessbereichen von Hotels, bei ambulanten sozialen Diensten oder in der Lebensmittelindustrie.