*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger

Datenbasis: 57 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.122 € 2.630 € 3.832 €
Baden-Württemberg 2.535 € 3.222 € 3.988 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Bayern 2.004 € 2.681 € 3.825 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Berlin 2.117 € 2.624 € 3.823 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Brandenburg 1.616 € 2.003 € 2.918 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Bremen 2.143 € 2.656 € 3.870 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Hamburg 2.201 € 2.728 € 3.975 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Hessen 2.300 € 2.654 € 3.638 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.560 € 1.933 € 2.816 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Niedersachsen 2.138 € 2.310 € 2.486 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Nordrhein-Westfalen 2.448 € 2.734 € 3.307 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Rheinland-Pfalz 2.086 € 2.586 € 3.768 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Saarland 2.018 € 2.501 € 3.644 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Sachsen 1.632 € 2.023 € 2.948 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Sachsen-Anhalt 1.599 € 1.982 € 2.888 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Schleswig-Holstein 1.946 € 2.412 € 3.514 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger
Thüringen 1.658 € 2.055 € 2.994 € Jobs Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger

Dipl.-Krankenschwester / Dipl.-Krankenpfleger:

1. Gehalt

Als Dipl.-Krankenpfleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.630 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 57 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.122 € beginnen, Dipl.-Krankenpfleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.832 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.412 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.222 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Dipl.-Krankenpfleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.347 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.483 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.685 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.863 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.613 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.635 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.613 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.448 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.307 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die einstmals als Krankenschwester /Krankenpfleger bekannte Berufsbezeichnung verbirgt sich heute hinter einer Ausbildung, die sich Gesundheits- und Krankenpfleger /-in nennt. Während ihrer Ausbildung in Gesundheitszentren, Praxen, Krankenhäusern sowie Heimen und Einrichtungen der Pflege lernen angehende Krankenschwestern /Krankenpfleger folgendes:

  • Lehre der Krankheiten: Ursachen, Diagnose, Behandlung, Prävention,
  • Fiebermessen und dokumentieren, Blut entnehmen, Röntgen, Erste Hilfe,
  • Patientenaufnahme, -verlegung, -entlassung,
  • Assistenz von Ärzten bei Behandlungen, Operationen, Visiten,
  • Pflegetechniken: Wundversorgung, Injektionen, Infusionen sowie spezielle Versorgungstechniken für Hals, Nase, Ohren, Mund, Haut und Augen,
  • Ermittlung des Pflegebedarfs, Erstellung eines Pflegeplanes, Dokumentation der Pflege,
  • Beratung, Information des sozialen Umfeldes,
  • Mitarbeit bei Rehabilitationsmaßnahmen,
  • Rechtlicher Rahmen der Krankenpflege.

Wer die Ausbildung zum /zur Gesundheits- und Krankenpfleger /-in absolviert hat, kann sich im Rahmen einer Fachspezialisierung weiterbilden. Der /dem Krankenschwester /Krankenpfleger stehen dabei folgende Weiterbildungsschwerpunkte zur Auswahl: Hygiene, Intensivpflege, Anästhesie, klinische Geriatrie, Nephrologie, Onkologie, Endoskopie, Palliativ- /Hospizpflege, Psychiatrie und Rehabilitation. Ähnliche Fachrichtungen gibt es auch für Krankenschwestern /Krankenpfleger, die sich bereits während der Ausbildung in der Kinderpflege spezialisiert haben.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, keine fachspezifische Weiterbildung zu absolvieren, sondern sich auf eine leitende Position vorzubereiten. Ohne Studium ist das über die Weiterbildung zur Stationsleitung möglich. Dabei eignen sich die Teilnehmer /-innen der Weiterbildung Kenntnisse der Sozialwissenschaften (Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Ethik, Anthropologie) an, lernen Wirtschaftswissenschaften in Form von Betriebswirtschaftslehre kennen und vertiefen ihre Kenntnisse im Bereiche Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Darüber hinaus erlangen sie relevante Rechtskenntnisse wie das Arbeitsrecht, das Zivil- und Strafrecht sowie das Gesundheits- und Sozialrecht.

Um in einer leitenden Funktion tätig zu sein, bedarf es jedoch mehr als Fachkenntnisse. Das Personal der Station muss angeleitet, eingeteilt und geführt werden. Die Pflege muss organisiert und stets an neuen Erkenntnissen ausgerichtet werden. Zudem müssen sich Stationsleiter /-innen zunehmend auch mit wirtschaftlichen Themen auseinandersetzen, wie Budget und Personalbedarf.

3. Studium

Dipl. Krankenschwester /Krankenpfleger ist ein Beruf, den es in dieser Form nicht mehr gibt. Es ist ein Beruf, der in der ehemaligen DDR ausgeübt wurde – und der ein Hochschulstudium zur Grundvoraussetzung hatte. Ein klassisches Hochschulstudium zum /zur Dipl. Krankenschwester /Krankenpfleger findet man selten, wenn man die Stellenangebote durchsucht.

Wer heute im Gesundheitsbereich Karriere machen möchte, der studiert Gesundheitsmanagement, Pflegemanagement oder Medizin- und Pflegepädagogik. Damit können ganz verschiedene Richtungen abgedeckt werden:

  • Inhalte des Gesundheitsmanagement-Studiums: Grundlagen des Gesundheitsmanagements, Gesundheitsrecht, Patienteninformation und Entscheidungsfindung, Gesundheitschancen, Gesundheitsförderung, Gesundheitsversorgung, Versorgungskonzepte, Sozialforschung, Arbeitsrecht, Controlling, Marketing, Qualitätsmanagement, Pädagogik,
  • Inhalte des Pflegemanagement-Studiums: Pflegewissenschaft, Beratung, Rechtsfragen, wissenschaftliches Arbeiten, Sozialforschung, Finanzen und Controlling, Gesundheitssystem, Gesundheitspolitik, Gesundheitspsychologie, Marketing und Personalwesen, Qualität der Pflege und Ausbildung, Professionalisierung, Epidemiologie, Wirtschaftswissenschaften,
  • Inhalte der Medizin- oder Pflegepädagogik: Ausbildung in Theorie und Praxis, Bildungsmanagement, Ethik, Managementmethoden, Psychologie, Soziologie, Methodik, Didaktik, Pädagogik, Case- /Disease-Management, Gerontologie, Fachdidaktik.

Natürlich gibt es für medizinisch und pflegerisch versierte Menschen auch die Möglichkeit eines klassischen humanmedizinischen Studiums sowie einer Facharzt-Weiterbildung in einem entsprechenden Fachbereich wie beispielsweise der Allgemeinmedizin, der Allgemeinchirurgie, der Anästhesiologie, der Augenheilkunde, der Gynäkologie, der Gefäßchirurgie, der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Inneren Medizin, der Kinder- und Jugendmedizin, der Neurologie, der Neurochirurgie, der Orthopädie, der Radiologie, der Urologie, der Viszeralchirurgie sowie vieler weiterer Fachbereiche.

Da ein Management-Studium sich sehr vom Menschen entfernt und ein Medizinstudium sehr aufwendig ist, haben Anbieter von Fernstudiengängen diese Nische erkannt und bieten nun vermehrt auch die Möglichkeit, einer Akademisierung für pflegerisches Fachpersonal an. Auch hier findet man Studiengänge des Pflegemanagements, aber auch solche zur verantwortlichen Pflegefachkraft, zur Pflegedienstleitung sowie Bachelorstudiengängen mit Schwerpunkt Nursing Practice oder dem Masterstudiengang Advanced Practice Nursing – was dem ursprünglichen Beruf der /des Dipl. Krankenschwester /Krankenpfleger vergleichsweise nahe kommt. Grundsätzlich gilt: Wer einen akademischen Grad erworben hat, wird in aller Regel nicht mehr zur klassischen Patientenpflege zurückkehren.

4. Tätigkeit

Die Diplomkrankenschwester sowie der Diplomkrankenpfleger übernehmen am Arbeitsplatz Aufgaben, die eine gehobene Qualifikation erfordern. Eine der möglichen Aufgaben besteht in der Leitung größerer bzw. anspruchsvoller Stationen. Ebenso wie allen Krankenschwestern und -pflegern liegt ihnen das Wohl der Menschen in der Einrichtung, im Krankenhaus oder in der Praxis am Herzen. In diesem Sinne führen Diplom Krankenpfleger /Krankenschwestern ihre Tätigkeit aus, d.h., dass er/sie alle Pflegemaßnahmen rund um die temporär begrenzten Bewohner koordiniert, anpasst, ausführt, plant und dokumentiert. Der Bereich der Pflege erstreckt sich dabei auf klassische Pflegeaufgaben wie das Waschen, Anziehen, Nahrung geben sowie medizinische Behandlungen wie die Ermittlung von Patientendaten (Puls, Blutdruck, Befinden, Körpergewicht) und der Assistenz von Ärzten.

Wer eine berufsbegleitende Weiterqualifikation absolviert, wird anschließend eine Spezialaufgabe in einer Fachabteilung übernehmen können. Dies kann eine Führungsaufgabe in einer leitenden Position oder eine fachspezifische Aufgabe wie beispielsweise die Begleitung von Demenzkranken sein. Wer über ein Studium eine Akademisierung seines Wissens erreicht, wird weniger in der Pflege selbst und mehr in übergeordneten Aufgabenbereichen tätig sein. Die können beispielsweise im Qualitätsmanagement liegen. Hierbei sind sowohl Kenntnisse der Praxis, als auch der Theorie nötig.

Das Gehalt der diplomierten Krankenschwester bzw. des diplomierten Krankenschwester ist deutlich höher als das Durchschnittsgehalt des Pflegepersonals. Hohe Leistungsbereitschaft sowie regelmäßige Wochenendarbeit reduzieren den nominellen Stundensatz jedoch spürbar.