*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Gesundheits- u. Krankenpfleger

Datenbasis: 2.169 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.021 € 2.748 € 3.768 €
Baden-Württemberg 2.135 € 2.981 € 4.118 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Bayern 2.035 € 2.826 € 3.983 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Berlin 2.121 € 2.672 € 3.445 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Brandenburg 1.855 € 2.425 € 3.362 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Bremen 2.219 € 3.086 € 4.056 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Hamburg 2.076 € 2.969 € 3.835 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Hessen 2.292 € 2.908 € 3.882 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Mecklenburg-Vorpommern 1.737 € 2.271 € 2.921 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Niedersachsen 2.068 € 2.725 € 3.943 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Nordrhein-Westfalen 2.116 € 2.827 € 3.819 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Rheinland-Pfalz 2.092 € 2.820 € 3.750 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Saarland 2.410 € 2.990 € 3.886 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Sachsen 1.670 € 2.126 € 2.970 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Sachsen-Anhalt 1.934 € 2.510 € 3.488 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Schleswig-Holstein 2.153 € 2.937 € 3.987 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger
Thüringen 1.755 € 2.365 € 3.105 € Jobs Gesundheits- u. Krankenpfleger

Gesundheits- und Krankenpfleger / Gesundheits- und Krankenpflegerin:

1. Gehalt

Als Gesundheits- und Krankenpfleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.748 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.169 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.021 € beginnen, Gesundheits- und Krankenpfleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.768 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.937 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.981 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Gesundheits- und Krankenpfleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.580 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.685 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.800 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.774 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.916 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.929 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.500 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.825 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.030 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger und zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (ehemals Krankenschwester und Krankenpfleger) erfolgt in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Für die Ausbildung wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Mit Hauptschulabschluss kann diese Ausbildung absolviert werden, wenn man zudem eine abgeschlossene Ausbildung vorweisen kann oder die Erlaubnis für diesen Beruf hat oder eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Altenpflege oder Krankenpflege nachweisen kann.

Außerdem muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden, welches den Gesundheitszustand belegt und manche Berufsfachschulen fordern ein Vorpraktikum und /oder eine bestimmte religiöse Zugehörigkeit.

Die Bewerber /-innen werden von den Berufsfachschulen ausgewählt, die die Kriterien selbst bestimmen. So erwarten manche Schulen einen bestimmten Notendurchschnitt des Zeugnisses oder gute Noten in den Naturwissenschaften. Die Ausbildung erfolgt dual, das theoretische Wissen wird per Block-Unterricht in der Schule gelehrt, die auf die Praxis bezogene Tätigkeit findet im Klinikum oder Pflegeheim statt. In Vollzeit dauert sie drei Jahre und in Teilzeit fünf Jahre. Während ihrer Ausbildung lernen die Auszubildenden unter anderem Folgendes:

  • Verschiedene Krankheiten und deren Ursachen
  • Vorbeugung von Krankheiten
  • Diagnose und Behandlung von Krankheiten
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Notfällen
  • Aufnahme, Verlegung und Entlassung von Patienten
  • Assistenzarbeiten für die Ärzte
  • Vorbereitung und Nachbereitung von Visiten, Operationen und ärztlichen Maßnahmen
  • Verschiedene Pflegetechniken und deren Anwendung
  • Ermittlung des Pflegebedarfs
  • Erstellung und Dokumentation der Pflegepläne
  • Einbeziehung von Angehörigen der Patienten

Für diesen Beruf brauchen Bewerber und -innen ein hohes Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl. Da sich im Pflegebereich Todesfälle ereignen, ist zudem eine stabile Psyche notwendig. Während ihrer Ausbildung kommen Lern-Schwestern auf verschiedene Stationen des Klinikums. Sie setzen dort ihr theoretisches Wissen, unter Aufsicht eines sogenannten Mentors in die Praxis um. Die Aufgabe des Mentors übernimmt eine examinierte Krankenschwester. Diese begleitet die Lern-Schwester während des Aufenthalts auf der Station und leitet sie an.

Für die Gesundheits- und Krankenpflegerin kommt eine Vielzahl Lehrgänge infrage, mit denen ihr Optionen offenstehen, sich beruflich weiterzuentwickeln. Eine davon ist die Weiterbildung zur Fach-Krankenschwester. Sie spezialisiert sich auf einen fachlichen Bereich. Folgende kommen infrage:

  • Psychiatrie
  • Hygiene
  • Intensivpflege
  • Langzeitpflege
  • OP-Schwester oder
  • Anästhesie-Schwester

Weitere Optionen bieten sich ihr mit dem Aufstieg zur Stationsleiterin oder mit anderen leitenden Tätigkeiten im mittleren Führungsbereich. Auch weiterführende schulische Maßnahmen, wie Fachwirt der Alten- und Krankenpflege ebnen den Weg in führende Bereiche.

3. Studium

Eine Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist ein Studium. Gesundheits- und Kranken-Pfleger /-innen mit Abitur haben Zugang zu einem Medizinstudium. Ist dieses zu aufwendig ist, können Studieninteressierte ein Fach mit Bachelor-Abschluss wählen. Zu diesen zählen beispielsweise:

Grundstudium Gesundheitsförderung und –pädagogik
In dem sechs bis acht Semester dauernden Studium wird Basiswissen der Themenfelder Soziologie, Gesundheitswissenschaft, Psychologie und Pädagogik vermittelt. Pflichtmodule sind beispielsweise Gesundheitspädagogik, Forschungsmethoden, Beratung und Gesprächsführung, Gesundheitspolitik und Gesundheitssystem sowie Krankheit und Gesundheit nach soziologischen und psychologischen Aspekten. Nach erfolgreichem Abschluss ist eine freiberufliche Tätigkeit als Ernährungsberater /-in oder Gesundheitsberater /-in möglich. Ebenso findet man Beschäftigungen in den Bereichen Gesundheitsmanagement, Sozialmanagement, Gesundheitsförderung oder Gesundheitsberatung.

Grundstudium Pflegemanagement und –wissenschaft
Der Studiengang dauert sechs bis acht Semester und man erlangt Grundlagenwissen der Themenfelder Sozialrecht, Pflegewissenschaft, Gesundheit, Pflegerecht, Management und Betriebswirtschaft. Die Pflichtmodule des Studiums sind unter anderem Pflegewissenschaft, Beratungskonzepte, Gesundheitspolitik und Gesundheitssystem, Pädagogik, Pflegequalität, empirische Sozialforschung und Human Resource Management. Nach dem Studium kann man sich mit einem ambulanten Pflege- und Sozialdienst selbstständig machen. Beschäftigungen findet man in den Bereichen Personalwesen, Gesundheitsmanagement oder Sozialmanagement. Außerdem kann man als Lehrer /-in an einer berufsbildenden Schule tätig werden.

Grundstudium Medizin- und Pflegepädagogik
In diesem sechs bis acht Semester dauernden Studiengang erlangt man Basiswissen der Themenfelder Pädagogik, Pflegewissenschaft und Gesundheitswissenschaft. Zu den Pflichtmodulen gehören beispielsweise interdisziplinäre Grundlagen, Bildungsmanagement, medizinische Soziologie und Psychologie, pädagogische Psychologie und Grundlagen von Gesundheitswissenschaft und Pflegewissenschaft.

Nach Abschluss des Studiums ist eine Selbstständigkeit als Bildungsreferent /-in oder eine freiberufliche Tätigkeit als Dozent /in möglich. Beschäftigungen findet man in den Bereichen Erwachsenenbildung, betriebliche Weiter- oder Ausbildung sowie als Lehrer an einer berufsbildenden oder beruflichen Schule.

Viele Hochschulen bieten weitere Studiengänge mit Bachelor-Abschluss im Bereich Gesundheitswesen an. Dabei ist das Abitur oder die Fachhochschulreife nicht zwangsläufig notwendig. Das Studium "Gesundheits- und Pflegemanagement" ist ein gutes Beispiel. Die Zugangsvoraussetzungen sind neben Hochschul- und Fachhochschulreife eine Ausbildung zur Gesundheits- und Kranken-Pflegerin sowie eine einjährige Berufspraxis. Der Studiengang umfasst sechs Semester. Während des Studiums erhalten Teilnehmer die Möglichkeit, über Wahlmodule fachliche Schwerpunkte zu wählen.

Ein weiterer Bachelor-Studiengang ist "Gesundheitswissenschaften für Pflege- und Therapieberufe" mit einer Dauer von sechs Semestern. Hier vermitteln Dozenten wissenschaftliche und forschungs-methodische Techniken. Auch dieser Studiengang setzt alternativ zu Abitur und Fachhochschulreife eine Ausbildung in einem Pflegeberuf voraus.

4. Tätigkeit

Als Gesundheits- und Krankenpfleger /-in ist man für die Betreuung und Versorgung kranker oder pflegebedürftiger Menschen zuständig. Im Detail sieht das Aufgabenfeld folgendermaßen aus:

  • Feststellen, wie hoch der Pflegebedarf des einzelnen Patienten ist und Mitwirkung an der Planung der Pflege
  • Dokumentation der Beobachtungen und Maßnahmen
  • Die Pflegemaßnahmen werden geplant, koordiniert, angepasst, dokumentiert und gesichert
  • Den pflegebedürftigen Menschen bei der Körperpflege helfen sowie beim Gehen oder Aufstehen behilflich sein
  • Betten und Lagerung der Patienten und falls notwendig Hilfsmittel für die Lagerung anwenden, um Thrombose oder Dekubitus vorzubeugen
  • Ausgabe der Getränke und Speisen und falls notwendig beim Essen helfen
  • Nach einer Therapie oder Operation den Patienten genau beobachten und die Beobachtungen dokumentieren sowie Messungen von Blutdruck, Gewicht, Puls und Temperatur durchführen
  • Die Probleme, Ängste und Bedürfnisse des Einzelnen erkennen, ernstnehmen und beurteilen
  • Ausführung der ärztlichen Verordnungen wie Medikamentengabe, Versorgung von Wunden oder Anlegen und Wechseln von Verbänden
  • Durchführung oder Mithilfe von Infusionen, Punktionen, Blutentnahme, Spülungen oder Transfusionen
  • Vorbereitung der Patienten auf Untersuchungen, Operationen oder Therapien und Betreuung der Patienten während oder nach der Maßnahmen
  • Sterbende Patienten pflegen und begleiten
  • Versorgung der verstorbenen Patienten

Gesundheits- und Krankenpfleger /-innen kooperieren mit den Ärzten und stehen den Angehörigen der Patienten beratend zur Seite. Daneben übernehmen sie Verwaltungsaufgaben.

In diesem Beruf sollte man empathisch, psychisch stabil und verantwortungsbewusst sein. Man darf keine Probleme mit engem Körperkontakt zu Menschen, Körperausscheidungen oder Körpergeruch haben.
Beschäftigungen findet man in Kliniken, Krankenhäusern, Arztpraxen, Altenwohnheimen, Altenpflegeheimen, Gesundheitszentren und bei Pflegediensten. Auch in einem Wohnheim für Menschen mit einer Behinderung werden Gesundheits- und Krankenpfleger /-innen gebraucht.

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