*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Hochbaufacharbeiter

Datenbasis: 5 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.845 € 2.437 € 3.950 €
Baden-Württemberg 2.030 € 2.682 € 4.347 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Bayern 1.963 € 2.593 € 4.203 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Berlin 1.685 € 2.226 € 3.608 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Brandenburg 1.405 € 1.856 € 3.008 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Bremen 1.773 € 2.342 € 3.796 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Hamburg 1.957 € 2.585 € 4.190 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Hessen 2.136 € 2.821 € 4.572 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Mecklenburg-Vorpommern 1.356 € 1.791 € 2.903 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Niedersachsen 1.683 € 2.223 € 3.603 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Nordrhein-Westfalen 1.867 € 2.466 € 3.997 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Rheinland-Pfalz 1.815 € 2.397 € 3.885 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Saarland 1.754 € 2.317 € 3.755 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Sachsen 1.419 € 1.874 € 3.037 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Sachsen-Anhalt 1.391 € 1.837 € 2.977 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Schleswig-Holstein 1.620 € 2.140 € 3.469 € Jobs Hochbaufacharbeiter
Thüringen 1.441 € 1.904 € 3.086 € Jobs Hochbaufacharbeiter

Hochbaufacharbeiter / Hochbaufacharbeiterin:

1. Gehalt

Als Hochbaufacharbeiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.437 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 5 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.845 € beginnen, Hochbaufacharbeiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.950 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.140 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.682 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Hochbaufacharbeiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.437 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.951 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.465 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.950 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.125 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.226 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.781 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.226 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.305 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Beim Bau von Gebäuden entstehen viele Aufgaben. Beteiligt sind immer Hochbaufacharbeiter, die Experten für Hochbauten. Sie stellen Mauerwerk in Form von Wänden und Ecken her und verbauen Stahlbetonfertigteile. Die Anbringung von Wärmedämmungen und die Verlegung von Estrichen gehört zu den Verantwortungsbereichen von Hochbaufacharbeitern. Wer sich für dieses Berufsfeld interessiert, sollte eine Neugier für Physik, Mathematik und Technik mitbringen. Ein Hauptschulabschluss ist ausreichend, um sich für eine Lehre im Bereich Hochbau zu bewerben.

Handwerks- und Industriebetriebe bilden Schulabgänger aus. Die Lehrzeit dauert in der Regel zwei Jahre. Die Ausbildung erfolgt im dualen System und schließt mit einer IHK-Prüfung ab. In Abhängigkeit des Ausbildungsbetriebes erfolgt die Lehre mit einem der nachstehenden Schwerpunkte:

  • Beton- und Stahlbetonbauarbeiten,
  • Maurerarbeiten oder
  • Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten.

Lehrlinge zum/zur Hochbaufacharbeiter /-in besuchen die Berufsschule und arbeiten aktiv im Ausbildungsbetrieb mit. Während der Lehrzeit erwerben sie Kompetenzen in den Bereichen

  • Einrichtung von Baustellen,
  • Sicherung einer offenen Baustelle,
  • Unterschiede in Werkzeugen und Baumaschinen,
  • Richtige Handhabe von Baugeräten und Werkzeugen,
  • Herstellung von Beton- und Mörtelmischungen,
  • Produktion von Bewehrungen, Dämmungen, Estrich und Wandputz,
  • Fertigung von Baugruben, Schalungen und Gräben,
  • Funktion von Entwässerungsanlagen, darunter Hausentwässerung, Oberflächenentwässerung, Kanalisation,
  • Anfertigen von Bauzeichnungen,
  • Lesen und Begreifen von Skizzen und Verlegeplänen,
  • Erstellung von Holzverbindungen für Unterkonstruktionen an Decken, Wänden und Fassaden,
  • Bau von Pfeilern, Ecken und geraden Wänden,
  • Herstellungsmethoden für Hausschornsteine und Abzugskanäle,
  • Aufstellung von Schalungen,
  • Sicherung von Schalungen durch Verschwerten, Abstützen oder Versteifen.

Zusätzlich stehen Umweltschutz, Organisationslehre und Sozialkunde auf dem Ausbildungsplan für angehende Hochbaufacharbeiter.

Im Anschluss an die Gesellenprüfung können Hochbaufacharbeiter eine weitere einjährige Ausbildung beginnen, die mit einer Prüfung zum/zur Maurer /-in oder Beton-/Stahlbetonbauer /-in abschließt. Eine noch höhere Qualifikation stellt die Abschlussprüfung als Polier /-in im Bereich Hochbau dar.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Hochbaufacharbeiter/-in.

3. Studium

Einen beruflichen Werdegang im Bereich Hochbau können Interessenten mittels eines Hochschulstudiums aufnehmen. Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt und sich für alle Arten von Bauwerken und deren Erstellung begeistert, schreibt sich für ein Studium im Bauingenieurwesen ein. Das Studienfach klingt nach rund sechs Semestern Studienzeit mit einem Bachelortitel aus. Bauingenieurwesen behandelt die Planung, Umsetzung und Inbetriebnahme von Bauwerken. Die Bauwerke zählen zum Hochbau, Tiefbau oder Wasserbau. Demnach befassen sich Bauingenieure mit der Konstruktion von Brücken, Bürogebäuden und Einkaufszentren. Ebenso erlernen sie den Bau von Straßen und Tunnelanlagen. Im Teilbereich Wasser- und Umwelttechnik, der im Bauingenieurwesen eine wesentliche Rolle spielt, beschäftigen sich die Studenten mit dem Design und der Errichtung von Ufer- und Hafenanlagen oder Wasserkraftanlagen. Bauingenieure besitzen demzufolge ein sehr weit gefächertes Fachwissen.
Viele Ingenieure spezialisieren sich im Verlauf des Studiums oder später im Berufsleben auf ein bestimmtes Teilgebiet. Hier vertiefen sie ihre Expertise und entwickeln sich zu Gutachtern und Sachverständigen weiter. Studenten im Bauingenieurwesen übernehmen technische Aufgaben. Sie stellen sich ebenfalls organisatorischen und wirtschaftlichen Problematiken. Im künftigen Berufsalltag kooperieren die Ingenieure eng mit Architekten und verantworten die Überwachung des Baubudgets und der Kostenrechnung.

Das Studium im Fach Bauingenieurwesen richtet sich vorrangig an Personen, die eine Affinität für Naturwissenschaften und Technik vorweisen. Die etlichen unterschiedlichen Bereiche in der Baubranche bedingen die diversen Themenfelder, die im Studium zur Verfügung stehen. Die Studenten erfassen, welche Herausforderungen die Konstruktion von

  • Straßen,
  • Hotelkomplexen,
  • Wasserkraftwerken,
  • Tunnelanlagen,
  • Turnhallen und
  • allen weiteren Gebäuden

im Einzelnen mit sich bringen. Nur so sind sie in der Lage, konstruktive Lösungsansätze auszuarbeiten. Durch die weit gefächerte Anlegung der Studieninhalte sind Bauingenieure auf dem Arbeitsmarkt außerordentlich begehrt. Die Vielseitigkeit der Ausbildung verschafft einigen Studenten noch vor Abschluss der Bachelorarbeit ein Jobangebot. Studienabsolventen finden Jobs bei Bauunternehmen, wo sie die Konstruktion von Krankenhäusern, Sportanlagen und anderen Gebäudetypen überwachen. Die Baustoffindustrie ist ein genauso beliebter Arbeitgeber wie internationale Firmen, die Bauprojekte auf der ganzen Welt realisieren.

4. Tätigkeit

Durch die vorangegangene Ausbildung ergeben sich für Hochbaufacharbeiter eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten. Dabei stehen aber auch ihre Berufsschwerpunkte im Vordergrund bei der Betriebswahl. Sie können dabei beispielsweise den Schwerpunkt bim Stahlbetonbau oder im Maurerhandwerk haben und dementsprechende Arbeiten auf der Baustelle ausführen. Oder sie befassen sich mit dem Schornsteinbau, was wiederum eine Vielzahl an Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie fundierte Kenntnisse in diesem Bereich voraussetzt.

Hochbaufachkräfte des Schwerpunktes Beton- und Stahlbetonarbeiten produzieren aus Beton Fundamente, Balken und Stützen, Decken, Wände und Podeste. Sie wählen das richtige Material für die jeweilige Schalungstechnik aus und bauen die Schalung gemäß Vorgabe. Die üblichen Werkstoffe hierfür sind Holz, Kunststoff oder Metall. Im Stahlbetonbau flechten die Facharbeiter sogenannte Stahlbewehrungen. Das sind Stäbe aus Stahl beziehungsweise Stahlfasern, die die Tragfähigkeit von Beton erhöhen.

Im Maurerbereich führen Hochbaufacharbeiter Maurerarbeiten durch. Sie nutzen Natur- oder Ziegelsteine und Mörtel für das Hochmauern von Gebäudewänden. Die Mörtelmischungen mixen sie selbst. Auf Betondecken bringen die Hochbaufachkräfte Schwerpunkt Maurerarbeiten Estrich auf. Sie verputzen zudem Wände und Decken. Wer im Kernpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten ausgebildet ist, errichtet Schornsteine, Feuerungsanlagen und Abzugskanäle. Dafür setzen die Hochbaufacharbeiter feuerfeste Baumaterialien und Dämmstoffe ein. Auch der Bau von Abgasanlagen fällt in ihren Tätigkeitsbereich.