*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kesselwärter

Datenbasis: 17 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.330 € 2.938 € 4.534 €
Baden-Württemberg 2.711 € 3.418 € 5.275 € Jobs Kesselwärter
Bayern 2.480 € 3.127 € 4.826 € Jobs Kesselwärter
Berlin 2.180 € 2.749 € 4.242 € Jobs Kesselwärter
Brandenburg 1.775 € 2.238 € 3.454 € Jobs Kesselwärter
Bremen 2.239 € 2.823 € 4.357 € Jobs Kesselwärter
Hamburg 2.472 € 3.117 € 4.810 € Jobs Kesselwärter
Hessen 2.708 € 3.415 € 5.270 € Jobs Kesselwärter
Mecklenburg-Vorpommern 1.713 € 2.160 € 3.333 € Jobs Kesselwärter
Niedersachsen 2.231 € 2.813 € 4.341 € Jobs Kesselwärter
Nordrhein-Westfalen 2.237 € 2.821 € 4.353 € Jobs Kesselwärter
Rheinland-Pfalz 2.291 € 2.889 € 4.458 € Jobs Kesselwärter
Saarland 2.216 € 2.794 € 4.312 € Jobs Kesselwärter
Sachsen 1.792 € 2.260 € 3.488 € Jobs Kesselwärter
Sachsen-Anhalt 1.757 € 2.215 € 3.418 € Jobs Kesselwärter
Schleswig-Holstein 2.046 € 2.580 € 3.982 € Jobs Kesselwärter
Thüringen 1.821 € 2.296 € 3.543 € Jobs Kesselwärter

Kesselwärter / Kesselwärterin:

1. Gehalt

Als Kesselwärter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.938 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 17 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.330 € beginnen, Kesselwärter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.534 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.580 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.418 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kesselwärter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.925 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.897 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.897 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.821 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.948 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.422 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.053 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.706 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.519 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des/der Kesselwärter/-in ist eine Weiterbildung. Diese setzt auf einen Berufsabschluss aus dem elektrotechnischen, industriemechanischen oder energieversorgenden Bereich auf. Wer als Kesselwärter/-in tätig werden will, der beschäftigt sich mit Dampfkesselanlagen, Hochdruckanlagen sowie mit deren Wartung, Reparatur und Instandhaltung. Im Rahmen der Weiterbildung erwerben die Lernenden diese Kompetenzen:

  • Unfallverhütung und arbeitsschutzrechtliche Vorschriften,
  • Umweltschutz,
  • Heizungstechnik,
  • Kraftwerkstechnik,
  • Maschinenreinigung,
  • Anlagenreinigung,
  • Bedienung und Führung von Maschinen und Anlagen,
  • Grundlagen der Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR),
  • Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen.

Kesselwärter sollten sich während ihrer beruflichen Tätigkeiten permanent auf dem Laufenden halten und Anpassungsweiterbildungen anstreben. Je nach Arbeitgeber und definiertem Arbeitsplatz kommen Weiterbildungen in diesen Bereichen infrage:

  • Anlagensicherheit,
  • Kraftwerkstechnik,
  • Anlagentechnik,
  • Wartung und Instandhaltung,
  • Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sowie
  • Unfallverhütung.

Mit beruflicher Erfahrung empfiehlt sich für Kesselwärter die Aufstiegsweiterbildung zum Techniker oder zum Meister. Empfehlenswert sind Aufstiegsweiterbildungen zum Kraftwerksmeister der Fachrichtung Produktion oder Elektrotechnik sowie Leittechnik, Industriemeister für Elektrotechnik oder Metall. Auch als Techniker können sich Kesselwärter weiterbilden. Der Beruf des staatlich geprüften Technikers für Maschinentechnik oder Elektrotechnik steht optional zur Verfügung.

Die Arbeitsbedingungen von Kesselwärtern sind ganz klar definiert. Zum einen müssen stets sehr sorgfältig arbeiten und vorausschauend mit Sicherheitsvorschriften umgehen. Sie brauchen grundlegende Kenntnisse der Mess-, Steuer- und Regeltechnik, damit sie die Anlagen ordnungsgemäß betreiben können. Kesselwärter arbeiten in Betriebsanlagen von großen Energieversorgern oder bei anderen Unternehmen, die Dampfkesselanlagen einsetzen. Zu ihrem täglichen Arbeitsalltag gehört das Tragen von Schutzkleidung. Diese Schutzkleidung ist deswegen erforderlich, da es in den Hallen, in denen Dampfkesselanlagen platziert sind, oft zu großer Hitzeentwicklung kommt.

Kesselwärter haben die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Dabei stehen Ihnen die Tätigkeitsfelder Produktion und Fertigung oder Wartung und Instandhaltung offen. Absolventen, die eine Hochschulzugangsberechtigung haben, können in die Bereiche Anlagenbau oder Mess- und Regeltechnik einsteigen und sich dort einen akademischen Abschluss erarbeiten.

3. Studium

Für Kesselwärter bieten sich verschiedene Studiengänge an. Zum einen ist natürlich die Mess- und Regeltechnik interessant, zum anderen Automatisierungstechnik und zum Dritten der Maschinenbau. Die möglichen Studiengänge werden auch wie folgt bezeichnet:

➤ Elektrotechnik, Photonik, Automatisierungstechnik und Informationstechnik, Automatisierung und Energie, Computertechnik, Elektrotechnik, Smart Automation.

Als Zugangsvoraussetzungen müssen Interessenten für die Universität die allgemeine Hochschulreife mitbringen, für die Fachhochschule eine Fachhochschulreife. Relevante Vorkenntnisse für ein Studium der Automatisierungstechnik sind Mathematik, Physik, Informatik und Englisch. Nahezu jeder ingenieurwissenschaftliche Studiengang fußt auf diesen vier Säulen. Die Studieninhalte decken diese Bereiche ab:

  • Signalverarbeitung analog und digital,
  • Analyse,
  • Digitaltechnik,
  • Mehrphasensysteme,
  • Einphasensysteme,
  • Antriebstechnik in der Elektrik,
  • elektrische Netze,
  • magnetische Felder,
  • Halbleitergrundschaltungen,
  • Mechanik,
  • Mikroelektronik,
  • Prozessmesstechnik sowie
  • Regelungstechnik.

Als Wahlpflichtfächer stehen Betriebswirtschaftslehre, Energieanlagen, technisches Englisch oder regenerative Energien auf dem Programm. In Abhängigkeit vom Studienort und der gewählten Hochschule müssen Studenten Praxissemester oder Praktika einschieben. Ansonsten wird das Wissen im Rahmen von typischen Lehrveranstaltungen, praktischen Übungen im Labor sowie eigenverantwortlichen Projektarbeiten vermittelt. Die Studiendauer beläuft sich wie bei fast allen Bachelorstudiengängen auf 6-8 Semester. Die Prüfung ist eine Bachelorprüfung, bei der der Prüfling seiner Bachelorarbeit im Rahmen eines Kolloquiums vorstellt. Hinzu kommen Klausuren, Hausarbeiten, Referate und praktische Arbeiten. Wollen Studenten bereits im Rahmen ihres Studiums Auslandserfahrung sammeln, sei ihnen die Fachhochschule in Jena empfohlen. Diese arbeitet mit Hochschulen der unterschiedlichsten Länder zusammen und verleiht am Ende den Titel Bachelor auf Engineering (B.Eng.).

Mit einem erfolgreichen Abschluss können Absolventen in den Vertrieb oder den Verkauf gehen sowie im Kundendienst aktiv werden. Auch eine freiberufliche Tätigkeit als Vertriebsingenieur ist durchaus üblich. Wer sein Studium fortsetzen will, entscheidet sich für ein weiterführendes Studienfach aus der Automatisierungstechnik, der Mechatronik oder Robotik. Außerdem stehen noch Studienfächer aus dem Bereich der autonomen Systeme zur Wahl.

4. Tätigkeit

Die Hauptaufgabe von Kesselwärtern liegt darin, eine Kesselanlage zu führen. Sie sind vordringlich dafür verantwortlich, die Anlage an speziellen Leitständen zu bedienen. Sie prüfen den Verbrauch der Anlage, regeln die Prozessabläufe und halten den Betriebszustand im Auge. In vielen Unternehmen müssen die Berufsangehörigen auch den Nutzungsgrad der Anlage dokumentieren, für die sie verantwortlich sind. Sie füllen die Anlage mit Betriebsstoffen auf und überprüfen die Wasserqualität. Beschäftigung finden Kesselwärter in Unternehmen und Betrieben mit Dampfkesselanlagen.

Treten in einer Kesselanlage Störungen ein, geschehen Schäden oder Abweichungen von der Norm, so sind die Kesselwärter dafür verantwortlich, diese Schäden zu melden oder gleich komplett zu beseitigen. Während eines üblichen Arbeitstages erledigen Kesselwärter alle Aufgaben, die mit der Reinigung, der Wartung und Instandhaltung ihrer Kesselanlage zu tun haben. Oft handelt es sich dabei nicht nur um eine einzelne Kesselanlage, sondern sie sind für einen Verbund verschiedener Anlagen und Nebenanlagen zuständig. Falls sich kritische Zustände ergeben, setzen Kesselwärter eine Anlage auch aus Vorsicht und zum Schutz vor größerem Schaden geplant außer Betrieb.

Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.

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