*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kommunikationswissenschaftler

Datenbasis: 7 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.116 € 3.830 € 5.242 €
Baden-Württemberg 2.116 € 3.830 € 5.242 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Bayern 2.252 € 4.076 € 5.579 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Berlin 1.980 € 3.584 € 4.905 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Brandenburg 1.612 € 2.918 € 3.994 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Bremen 2.033 € 3.680 € 5.037 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Hamburg 2.245 € 4.063 € 5.561 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Hessen 2.449 € 4.433 € 6.067 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Mecklenburg-Vorpommern 1.555 € 2.815 € 3.853 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Niedersachsen 1.930 € 3.494 € 4.782 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Nordrhein-Westfalen 2.141 € 3.875 € 5.304 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Rheinland-Pfalz 2.081 € 3.767 € 5.156 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Saarland 2.012 € 3.642 € 4.985 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Sachsen 1.628 € 2.946 € 4.032 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Sachsen-Anhalt 1.595 € 2.887 € 3.951 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Schleswig-Holstein 1.858 € 3.363 € 4.603 € Jobs Kommunikationswissenschaftler
Thüringen 1.654 € 2.993 € 4.096 € Jobs Kommunikationswissenschaftler

Kommunikationswissenschaftler / Kommunikationswissenschaftlerin:

1. Gehalt

Als Kommunikationswissenschaftler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.830 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 7 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.116 € beginnen, Kommunikationswissenschaftler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.242 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.363 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.830 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kommunikationswissenschaftler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.646 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.546 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.830 Euro brutto
  • 40 Jahre = 6.407 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.201 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.418 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.373 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.995 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.830 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Kommunikationswissenschaftler /-in werden will, der muss ein Studium absolvieren. Wer aber zunächst zum Bereich „Kommunikation“ im Rahmen einer Ausbildung Zugang sucht, kann aus einer Vielzahl an Ausbildungsberufen wählen, die ganz unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Ausbildungsberufe mit IT-Schwerpunkt sind:

  • die Ausbildung zum/zur Assistent/-in der Automatisierungs- und Computertechnik, der Informatik oder der technischen Kommunikation und Dokumentation,
  • die Ausbildung zum/zur IT-System-Elektroniker/-in,
  • die Ausbildung zum/zur IT-System-Kaufmann/-frau,
  • die Ausbildung zum/zur technischen Systeminformatiker/-in.

Ausbildungsberufe mit technischem Schwerpunkt sind:

  • die Ausbildung zum/zur Elektroniker/-in für Geräte und Systeme, für Informations- und Telekommunikationstechnik oder für Informations- und Systemtechnik,
  • die Ausbildung zum/zur elektrotechnischen Assistent/-in,
  • die Ausbildung zum/zur Industrieelektriker/-in für Geräte und Systeme,
  • die Ausbildung zum/zur Systemelektroniker/-in.

Die bisher genannten Ausbildungsberufe der IT und der Technik betrachten Kommunikation und Kommunikationswege eher durch eine technische Brille und ermöglichen Kommunikation für Anwender und auch für spätere Kommunikationswissenschaftler. Wer indes eine branchenähnliche Ausbildung absolvieren möchte, der sollte sich nach einer Ausbildung im Bereich Medien umsehen. In Frage kommen hier die folgenden Ausbildungsberufe:

  • der/die Designer/-in mit Schwerpunkt Foto, Grafik, Kommunikationsdesign oder Medien
  • der/die Gamedesigner/-in,
  • der/die gestaltungstechnische Assistent/-in,
  • der/die Kommunikationsassistent/-in,
  • der/die Mediengestalter/-in Digital und Print mit den Schwerpunkten Gestaltung und Technik sowie Konzeptionalisierung und Visualisierung.

Auch kaufmännische Ausbildungsberufe können die Grundlage einer Weiterbildung und eines Studiums der Kommunikationswissenschaft sein. Hierunter fallen zum Beispiel die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien, zum/zur Kaufmann/-frau für Dialogmarketing, zum/zur Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation oder zum/zur Medienkaufmann/-frau für Digital und Print. Gern besuchte Weiterbildungen sind die zum/zur Betriebswirt/-in für Marketingkommunikation, zum/zur Gestalter/-in der Werbe- und Mediengestaltung sowie zum/zur Webdesigner/-in. Oft erreichen Absolventen einer Aus- und einer Weiterbildung dadurch die Hochschulzugangsberechtigung und beginnen ein Studium.

3. Studium

Mit Blick auf die vielen Tätigkeitsfelder, in denen Kommunikationswissenschaftler aktiv sein können, zeigt sich auch ein breites Feld an Studiengängen, die unter dem Sammelbegriff Kommunikationswissenschaft als grundständige oder weiterführende Studiengänge angeboten werden.

  • Zu den grundständigen Studiengängen der Kommunikationswissenschaft zählen: Informationsverarbeitung, Kommunikations- und Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften, Kultur und Technik, Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, Sprache und Kommunikation sowie Wirtschaftskommunikation.
  • Zu den weiterführenden Studiengängen der Kommunikationswissenschaft zählen: Kommunikations- und Medienwissenschaft, Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Medien und politische Kommunikation, Organisationskommunikation, Medien- und Kommunikationsforschung, Sprache und Kommunikation, Strategische Kommunikation, Terminologie und Sprachtechnologie sowie Wirtschaftskommunikation.

➤ Während des grundständigen Studiums der Kommunikationswissenschaften werden diese Inhalte vermittelt: Arbeits- und Berufsfeldforschung, Kommunikationswissenschaft (Theorie und Empirie), Mediensysteme, Kommunikations- und Mediengeschichte, Datenerhebung und -auswertung, Internationale Kommunikation, Transkulturelle Kommunikation, Interpersonale Kommunikation, Mediengestaltung, Medienpraxis, Medienökonomie, Public Relations, Politische Kommunikation, Publizistik und Journalistik.

➤ Im weiterführenden Studium der Kommunikationswissenschaften stehen diese Themen auf dem Stundenplan: Kommunikationsforschung (Empirie und Theorie), Kommunikationswissenschaft (Historie und Systematik), Kommunikation (interkulturell, interpersonal), Kommunikationsmedien, Medienkommunikation, Kommunikationsordnung, Methoden der Kommunikationsforschung, Organisationskommunikation, Kommunikationsökonomie, Gesprächstheorie/-praxis, Kommunikationsanalyse, Kommunikationssysteme, Medienökonomie, Medienwirkung/-nutzung, Journalistik und Publizistik.

Gerade im Medien- und Kommunikationsbereich gibt es viele alternative Studienoptionen. Inhaltlich am nächsten liegt in diesem Fall das Studium der Interkulturellen Kommunikation, das mit den folgenden Themenschwerpunkten aufwartet:

  • Interkulturelle Kommunikation und Kompetenz, Methodenlehre, Pädagogik und Medien, Studien- und Fachkommunikation, Fremdsprachenerwerb, Geschichte, Hermeneutik, Narration, Kulturstudien, Literarische Kulturen, Sprache, Diskurs und Kommunikation (im grundständigen Studium).
  • Interkulturelle Kommunikation und Kooperation, Theorieansätze, Globalisierung, Soziologie, Ethnologie, Anthropologie, Wirtschaftsrecht, Philosophie, Europäisches Arbeitsrecht, Gesprächsführung, Psychologie, Interkulturelles Management, Interkulturelles Kooperationsmanagement, Verwaltungspraxis, Interkulturelles Management, Interkulturelles Konfliktmanagement, Trainingsmethodik, Beratungsmethodik, Geschäftskooperation, Personalmanagement, Kultur- und Landesstudien sowie Gesprächs- und Verhandlungstraining (im weiterführenden Studium).

Im Schwerpunkt Interkulturelle Kommunikation sind Auslandssemester zwingend vorgeschrieben, um fremde Kulturen nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch kennenzulernen.

Weitere Studienalternativen zum Studium der Kommunikationswissenschaft sind ein Studium der Markt- und Kommunikationsforschung, ein PR-/Kommunikationsmanagement-Studium oder ein Studium der Marketingkommunikation. Stärker medial geprägt sind hingegen Studiengänge wie Journalistik, Medienwirtschaft/-management und Medienwissenschaft.

4. Tätigkeit

Kommunikationswissenschaftler untersuchen die Kunst der Kommunikation – sei es durch verbale Kommunikation oder durch nonverbale Kommunikation in Form von Gestik, Mimik und Körpersprache. Dabei geht es zum einen um die zwischenmenschliche Verständigung aber auch die Übermittlung über verschiedene Medienkanäle. Ihre Einsatzbereiche sind so vielseitig wie auch ihre Tätigkeiten sind. So können sie für öffentlich-rechtliche und private Medienunternehmen arbeiten, für Parteien, für Organisationen und Verbände, in PR- und Medienagenturen aber auch in der Film- und Fernsehproduktion sowie in Kommunikationsabteilungen von Unternehmen.

Arbeiten Kommunikationswissenschaftler in der Meinungs- und Marktforschung, fokussieren sie sich auf das Einfangen von Meinungen und Marktstimmen, um diese auf eine bestimmte Fragestellung hin zu untersuchen. In Kommunikations- und PR-Agenturen arbeiten sie als Kommunikationsprofis und beraten nicht selten große Firmen in punkto Marketing, Public Relation und der vielseitigen Nutzbarkeit unterschiedlicher Kommunikations- und Medienkanäle. Bei Rundfunksendern produzieren sie Rundfunkbeiträge.
Beim Fernsehen produzieren Kommunikationswissenschaftler Beiträge, bei denen es auf Bild und Text ankommt. Manchmal sind sie in der Erwachsenenbildung tätig, seltener arbeiten Kommunikationswissenschaftler in Verlagen. An Hochschulen geben sie die wissenschaftliche Lehre weiter und bilden künftige Kommunikationswissenschaftler aus.

Im öffentlichen Dienst beträgt das Einstiegsgehalt rund 3.300 Euro. Mit zunehmender Berufspraxis kann der Verdienst auf 4.360 Euro steigen. Bei privaten Medienunternehmen liegt das Einkommen zwischen 2.900 und 3.400 Euro im Monat.

Wer auch bei dieser Fülle an Möglichkeiten keine Stelle findet, hat die Möglichkeit als Kommunikationspsychologe/-in zu arbeiten. Dieser Beruf stellt eine Beschäftigungsalternative zum/zur Kommunikationswissenschaftler/in dar.