Jobangebote für Kraftwerker (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kraftwerker

Datenbasis: 19 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.359 € 3.187 € 5.363 €
Baden-Württemberg 2.596 € 3.507 € 5.901 € Jobs Kraftwerker
Bayern 2.359 € 3.187 € 5.363 € Jobs Kraftwerker
Berlin 2.207 € 2.982 € 5.018 € Jobs Kraftwerker
Brandenburg 2.053 € 2.773 € 4.666 € Jobs Kraftwerker
Bremen 2.266 € 3.062 € 5.153 € Jobs Kraftwerker
Hamburg 2.503 € 3.381 € 5.689 € Jobs Kraftwerker
Hessen 2.731 € 3.689 € 6.208 € Jobs Kraftwerker
Mecklenburg-Vorpommern 1.734 € 2.343 € 3.943 € Jobs Kraftwerker
Niedersachsen 2.152 € 2.908 € 4.894 € Jobs Kraftwerker
Nordrhein-Westfalen 3.050 € 3.258 € 5.266 € Jobs Kraftwerker
Rheinland-Pfalz 2.320 € 3.134 € 5.274 € Jobs Kraftwerker
Saarland 2.244 € 3.031 € 5.100 € Jobs Kraftwerker
Sachsen 1.814 € 2.451 € 4.124 € Jobs Kraftwerker
Sachsen-Anhalt 1.778 € 2.402 € 4.042 € Jobs Kraftwerker
Schleswig-Holstein 2.072 € 2.799 € 4.710 € Jobs Kraftwerker
Thüringen 1.844 € 2.491 € 4.192 € Jobs Kraftwerker

Kraftwerker /Kraftwerkerin:

1. Gehalt

Als Kraftwerker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.187 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 19 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.359 € beginnen, Kraftwerker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.363 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.799 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.507 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kraftwerker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.060 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.980 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.634 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.143 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.454 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.030 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.633 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.057 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.302 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des/der Kraftwerkers /-in ist ein anerkannter Weiterbildungsberuf. Die Weiterbildung dauert je nach Bildungsanbieter in Vollzeit bis zu 16 Wochen und in Teilzeit bis zu 18 Wochen. Voraussetzung für die Zulassung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Metall- oder Elektroberuf. Zudem benötigt der Teilnehmer eine vierjährige Berufspraxis, den Nachweis eines integrierten 12-monatigen Praktikums in Bereich Kraftwerksbetrieb und gute Physik- und Mathematikkenntnisse. Die Weiterbildung besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht.

In der Weiterbildung lernt der Teilnehmer die Kraftwerkstechnologie und den Kraftwerksbetrieb kennen. Er erlernt die Dampferzeugung, den Aufbau von Turbinen und deren Regelung, die Funktionsweise von Krafwerkshilfs- und Nebenanlagen sowie den Netzbetrieb von Schaltanlagen und elektrischen Anlagen. Weiterhin befasst er sich mit der Steuerungstechnik, Funktionsplänen, Regelkreisen und der Leittechnik. Die Weiterbildung vermittelt zudem das Vorbereiten und Durchführen von Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten in den einzelnen Kraftwerksbereichen.

Die wichtigsten Schulungsinhalte der Weiterbildung zum/zur Kraftwerker /-in sind:

  • Physikalische Grundlagen,
  • Kraftwerkschemie,
  • Betrieb und Aufbau von Kraftwerken,
  • Dampferzeuger,
  • Turbinen,
  • Kraftwerkshilfe- und Nebenanlagen,
  • Rohrleitungen und Armaturen,
  • Elektrotechnische Grundlagen,
  • Elektrische Anlagen,
  • Leittechnik,
  • Umweltschutzanlagen.

Die Prüfung besteht aus zwei Prüfungsteilen. Einem schriftlichen Teil, der Bereiche der Kraftwerkstechnologie umfasst, und einem mündlichen Teil, in dem Bereiche der Kraftwerksanlagen und Modelle in einem situationsbezogenen Fachgespräch abgefragt werden. Zudem muss der Teilnehmer eine praktische Aufgabe an einem Kraftwerkssimulator absolvieren. Die Prüfung wird von der Industrie- und Handelskammer durchgeführt.

Um als Kraftwerker /-in beruflich auf dem Laufenden zu bleiben, ist es nötig, regelmäßig Anpassungsweiterbildungen zu besuchen, da sich in die Energieversorgungstechnik ständig verändert. Das Themenspektrum erstreckt sich von Anlagen- und Kraftwerkstechnik bis hin zu Wartung und Instandhaltung. Kraftwerker können ohne Hochschulzugangsberechtigung ein elektronisches Studium durchlaufen und eine Führungsposition erwerben oder sich im Bereich der Fertigung oder Wartung spezialisieren.

3. Studium

Wer als Kraftwerker /-in beruflich aufsteigen und Ingenieur werden möchte, kann ein Bachelorstudium in Maschinenbau oder Elektrotechnik absolvieren. Der Studiengang Maschinenbau wird an fast allen Universitäten und Fachhochschulen mit verschiedenen Fachrichtungen angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis sieben Semester. In Grundstudium befasst sich der Studierende mit naturwissenschaftlichen Grundlagen und im Hauptstudium mit allen Bereichen des Maschinenbaus. Zulassungsvoraussetzungen sind eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife sowie ein mehrwöchiges Vorpraktikum in der Industrie. Das Maschinenbaustudium ist in der Regel mit einem NC zulassungsbeschränkt. Persönliche Voraussetzungen, die der Bewerber mitbringen sollte, sind technisches Verständnis, Disziplin, Ehrgeiz, gute PC-Kenntnisse und Interesse für Naturwissenschaften.

Während des Studiums erlernt der Student mit CAD-Programmen zu konstruieren, und komplexe Simulationen zu erstellen. Weiterhin lernt er die Einsatzbereiche, den Aufbau und die Konstruktion unterschiedlicher Maschinen kennen und befasst sich mit der optischen Technologie, der Robotik, der Mikrosystemtechnik und der Mess- oder Steuerungstechnik. Der Studierende erhält zudem Kenntnisse über umweltverträgliche Produktionsprozesse und –verfahren und lernt, wie moderne Fabriken und Produktionsanlagen geplant, errichtet, betrieben und gewartet werden. Auch nicht technische Fächer wie Betriebswirtschaftslehre und Fremdsprachen gehören zum Studium dazu. Der Unterricht findet in Seminaren, Vorlesungen und praktischen Übungen statt. Ein Praktikum in der Metallverarbeitung sowie hochschulinterne Praktika gehören zum Stundenplan.

Die wichtigsten Fächer des Maschinenbaustudiums sind:

  • Mathematik,
  • Physik,
  • Elektrotechnik,
  • Chemie,
  • Mechanik,
  • Thermodynamik,
  • Konstruktionslehre,
  • Werkstoff- und Fertigungstechnik,
  • Kraftfahrzeugtechnik,
  • Mechatronik,
  • Umwelttechnik,
  • Konstruktion,
  • Energietechnik,
  • Hydraulik und Pneumatik
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Englisch,
  • Soft Skills.

Zum Abschluss des Studiums muss der Studierende eine schriftliche Bachelorarbeit verfassen. Je nach Prüfungsordnung ist auch ein Kolloquium zu absolvieren. Im Anschluss kann der Absolvent ein Masterstudium in Maschinenbau belegen, dort seine Fachkenntnisse ausbauen und vertiefen und sich für einen leitenden Beruf in der Wissenschaft oder Forschung qualifizieren. Der Masterstudiengang geht in der Regel über vier Semester.

4. Tätigkeit

Kraftwerker arbeiten in einem Betrieb der Energieversorgung, meist in Wärme- und Atomkraftwerken, seltener in Heizwerken und Energiekraftwerken. Dort bedienen sie das erzeugende Kraftwerk und überwachen die Haupt-, Hilfs- und Nebenanlagen.

Bei der Inbetriebnahme und im laufenden Betrieb berücksichtigt der/die Kraftwerker /-in betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte und Bedienungsvorschriften sowie Umweltauflagen und rechtliche Bestimmungen. Er ist vorwiegend an Generatoren, Turbinenmaschinen, Hilfsaggregaten und Luft- und Kühlwasseranlagen tätig. Um den Betrieb der technischen Einrichtungen zu gewährleisten, führt der/die Kraftwerker /-in regelmäßig Messungen und Prüfungen durch, erstellt Protokolle und wertet diese aus. Bei Abweichungen von den Normwerten oder Betriebsstörungen ermitteln die Berufsangehörigen die Ursache und behebt diese. Weiterhin übernimmt er die Überprüfung von Notaggregaten, führt Kontrollgänge durch, kümmert sich um die Wartungsarbeiten, Instandsetzungs- und Reparaturmaßnahmen, stellt die Luft- und Kühlwasserversorgung sicher und überwacht die Brennstofflager.

Kraftwerker benötigen für ihre Tätigkeit handwerkliches Geschick und eine gute körperliche Konstitution. In Kraftwerk ist Schichtarbeit üblich. Oft übernehmen die Kraftwerker die Rufbereitschaft, um im Störfall schnell zur Stelle zu sein.